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Barrierefreie Informationen in Einfacher und Leichter Sprache. Eine Analyse von Onlinenachrichten

Título: Barrierefreie Informationen in Einfacher und Leichter Sprache. Eine Analyse von Onlinenachrichten

Tesis (Bachelor) , 2021 , 63 Páginas , Calificación: 1,0

Autor:in: Constantin Haider (Autor)

Medios / Comunicación - Medios masivos
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Resumen Extracto de texto Detalles

Das Forschungsinteresse dieser Arbeit wird auf die sprachlichen und inhaltlichen Anforderungen an Texte in Einfacher und Leichter Sprache gerichtet und stellt dabei in Frage, inwiefern Nachrichten leicht verständlich zu einer barrierefreien Kommunikation beitragen und ob diese auch als Nachrichten in Leichter oder Einfacher Sprache betitelt werden können. Dazu werden in einem literaturgestützten theoretischen Teil die Konzepte der Leichten und Einfachen Sprache primär anhand der Ausführungen von Ursula Bredel und Christina Maaß (2016) sowie Bettina M. Bock (2014; 2016; 2018) definiert. Die sprachlichen Anforderungen, die Zielgruppen und der geschichtliche Hintergrund sowie die UN-Behindertenrechtskonvention werden weiterführend betrachtet. Zusätzlich wird das Regelwerk des Netzwerks Leichte Sprache, welches auch als Analysegrundlage dient, sowie der Europäische Referenzrahmen näher erläutert.

Für den empirischen Teil der Arbeit werden die Nachrichten in Einfacher Sprache des ORF an fünf Tagen inhaltlich, sprachlich und auch hinsichtlich des Layouts untersucht. Hierbei liegt der Fokus auf dem Wortschatz, der Satzlänge und -struktur, dem Inhalt, der Adressatenorientierung, der Aktualität, dem Aufbau sowie den Illustrationen, der Textgestaltung, der Schriftart sowie der Schriftgröße. Auf Grundlage dieser Daten werden die Nachrichten anschließend entsprechend analysiert. Danach werden die erhaltenen Ergebnisse für eine vergleichende Analyse eines Artikels über einen Mafia-Prozess in Italien herangezogen. Dieser erschien am 13.01.2021 in der Standardsprache und in Leichter Sprache bei der Onlineausgabe der Kleinen Zeitung als auch in Einfacher Sprache auf orf.at. Anhand vergleichender Grafiken wird überprüft, ob das Konzept der Leichten Sprache und das Regelwerk des Netzwerks Leichte Sprache befolgt, beziehungsweise wie konsequent es umgesetzt wird.

Seit 2017 stellt der ORF Nachrichten in Einfacher Sprache auf orf.at zur Verfügung, um eine barrierefreie Informationsvermittlung durch inhaltlich und sprachlich vereinfachte Artikel zu ermöglichen. Erstellt werden die Beiträge durch eine inklusive Lehrredaktion in Kooperation mit der österreichischen Presseagentur. Auch weitere Onlinenachrichtendienste, unter anderem die kleinezeitung.at, der kurier.at und beispielsweise auch der wdr.de in Deutschland publizieren Nachrichten in vereinfachter Sprache.

Extracto


Inhaltsverzeichnis

1 Einführung

1.1 Kommunikation – ein Grundbedürfnis

1.2 UN-Behindertenrechtskonvention

1.3 Wieso vereinfachte Sprache?

2 Theoretische Grundlagen

2.1 Leichte Sprache

2.1.1 Übersetzung

2.1.2 Regeln

2.1.2.1 Wörter

2.1.2.2 Zahlen und Zeichen

2.1.2.3 Sätze

2.1.2.4 Text

2.1.2.5 Gestaltung und Bilder

2.2 Einfache Sprache

2.3 Gemeinsamer Europäischer Referenzrahmen für Sprachen

2.3.1 Referenzniveaus

2.3.1.1 Referenzniveaus Einfache und Leichte Sprache

2.3.2 Referenzniveau A2

2.3.3 Referenzniveau B1

3 Hintergrundinformationen

3.1 Tageszeitungen in Österreich

3.1.1 Onlinemedien

3.2 Einfache Nachrichten in den österreichischen Onlinemedien

4 Empirische Untersuchung

4.1 Datenbasis

4.2 ORF.at allgemein

4.2.1 Auffindbarkeit der Nachrichten

4.2.2 Aufrufzahlen

4.2.3 Gestaltung und Layout

4.2.3.1 Nachrichten leicht verständlich

4.2.3.2 Nachrichten leichter verständlich

4.2.4 Inhaltliche Analyse

4.2.5 Sprachliche Analyse Nachrichten leicht verständlich

4.2.5.1 Datenbasis Satzebene

4.2.5.2 Datenbasis Wortebene

4.2.5.2.1 Satzebene Interpretation

4.2.5.2.2 Wortebene Interpretation

4.2.5.3 Sonstiges

4.2.5.4 Ergebnisinterpretation

4.2.6 Sprachliche Analyse Nachrichten leichter verständlich

4.2.6.1 Datenbasis Satzebene

4.2.6.2 Datenbasis Wortebene

4.2.6.1 Satzebene Interpretation

4.2.6.2 Wortebene Interpretation

4.2.6.3 Sonstiges

4.2.6.4 Ergebnisinterpretation

4.3 kleinezeitung.at allgemein

4.3.1 Auffindbarkeit

4.3.2 Gestaltung und Layout

4.4 Vergleich kleinzeitung.at und orf.at

4.4.1 Begriffsproblematik

4.4.2 Datenbasis Satzebene

4.4.3 Datenbasis Wortebene

4.4.4 Datenbasis Grammatik

4.4.4.1 Satzebene Interpretation

4.4.4.2 Wortebene Interpretation

4.4.4.3 Grammatik Interpretation

4.4.5 Exkurs: Flesch-Reading-Ease

5 Conclusio

Zielsetzung & Themen

Das Hauptziel dieser Arbeit ist die Untersuchung der sprachlichen und inhaltlichen Anforderungen an Nachrichten in Einfacher und Leichter Sprache in österreichischen Onlinemedien, um zu bewerten, inwieweit diese tatsächlich zur barrierefreien Kommunikation beitragen.

  • Analyse der Konzepte Leichte und Einfache Sprache sowie deren Abgrenzung
  • Untersuchung der Nachrichtenformate bei ORF.at und kleinezeitung.at
  • Überprüfung der Einhaltung linguistischer Regelwerke (Netzwerk Leichte Sprache)
  • Vergleichende Analyse von Standardsprache, Leichter und Einfacher Sprache an konkreten Textbeispielen
  • Bewertung von Barrierefreiheit und Zielgruppenorientierung in Onlinenachrichten

Auszug aus dem Buch

1.1 Kommunikation – ein Grundbedürfnis

Kommunikation ist ein grundlegendes Bedürfnis des Menschen. Bereits 1969 tätigte Paul Watzlawick die bis heute zentrale Aussage, dass man nicht nicht kommunizieren kann.

Bußmann definierte im Lexikon der Sprachwissenschaft (2008: 346f.), dass „jede Form von wechselseitiger Übermittlung von Information durch Zeichen/Symbole zwischen Lebewesen […] oder zwischen Menschen und Daten verarbeitenden Maschinen“ als Kommunikation bezeichnet werden kann. In einer engeren sprachwissenschaftlichen Betrachtung ist jede Form der „zwischenmenschlichen Verständigung mittels sprachlicher und nichtsprachlicher Mittel wie Gestik, Mimik und Stimme“ Kommunikation.

Damit ein erfolgreicher Informationsaustausch stattfinden kann, muss ein Sender eine, in einem Medium verpackte Nachricht an einen Empfänger senden. Führt man dieses Kommunikationsmodell weiter aus, so muss der Sender seine gedanklichen Vorstellungen in einen, im besten Falle allgemein verständlichen Code umsetzen. Der Empfänger muss diese kodierten Informationen im Anschluss wieder dekodieren, um die Information verarbeiten zu können.

Tritt in diesem Prozess eine Störung, zum Beispiel aufgrund sprachlicher Barrieren auf, so kann die Kommunikation einerseits behindert und andererseits auch gänzlich gestört werden (vgl. Ernst 2011: 32f.). Um die störenden Einflüsse so gering wie möglich zu halten sollte eine Kommunikationsoptimierung erfolgen, also ein „bewusstes Eingreifen in das kommunikative Handeln, das mit dem Ziel vorgenommen wird, die Kommunikation im Hinblick auf bestimmte Merkmale zu verbessern“ (Schubert 2016: 16). Die Leichte Sprache erreicht, dass Kommunikationsbarrieren verringert und im besten Falle gänzlich abgebaut werden. Nach Schubert (2016: 18ff.) gibt es sechs Barrierearten, die speziell auf sprachliche Defizite zurückzuführen sind und die es den Menschen erschweren oder sogar unmöglich machen, an der Kommunikation teilzunehmen.

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einführung: Diese Einleitung führt in die Relevanz der barrierefreien Kommunikation ein und definiert die Problemstellung für Menschen mit eingeschränkter Lese- und Sprachkompetenz.

2 Theoretische Grundlagen: Hier werden die Konzepte Leichte und Einfache Sprache sowie der Gemeinsame Europäische Referenzrahmen für Sprachen theoretisch fundiert und definiert.

3 Hintergrundinformationen: Dieses Kapitel gibt einen Überblick über die österreichische Tageszeitungslandschaft und die Entwicklung von Online-Nachrichtenangeboten.

4 Empirische Untersuchung: Der Hauptteil umfasst die detaillierte Analyse der Nachrichtenangebote bei ORF.at und kleinezeitung.at hinsichtlich sprachlicher, inhaltlicher und gestalterischer Kriterien.

5 Conclusio: Die Ergebnisse werden zusammengeführt und es wird diskutiert, inwiefern die untersuchten Angebote den Anforderungen an Leichte und Einfache Sprache gerecht werden.

Schlüsselwörter

Leichte Sprache, Einfache Sprache, Barrierefreiheit, Kommunikation, Onlinenachrichten, ORF.at, Kleine Zeitung, Sprachbarrieren, Inklusion, Regelwerke, Textanalyse, Sprachniveau, Zielgruppenorientierung, Flesch-Reading-Ease

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Bachelorarbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert die barrierefreien Nachrichtenangebote in Leichter und Einfacher Sprache bei österreichischen Onlinenachrichtenmedien.

Was sind die zentralen Themenfelder der Analyse?

Zentrale Themen sind die linguistischen Konzepte der Leichten und Einfachen Sprache, die Umsetzung gesetzlicher Vorgaben (UN-Behindertenrechtskonvention) und die praktische Anwendung in Online-Medien.

Was ist das primäre Forschungsziel?

Ziel ist es zu untersuchen, inwiefern die Nachrichtenangebote tatsächlich barrierefrei sind und ob sie den Kriterien der Leichten bzw. Einfachen Sprache entsprechen.

Welche wissenschaftliche Methode wurde angewandt?

Es wurde eine empirische Untersuchung durchgeführt, die eine quantitative und qualitative Analyse von Web-Nachrichtenartikeln sowie einen Vergleich der angewandten sprachlichen Kriterien beinhaltet.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil befasst sich mit der konkreten Datenbasis (ORF.at, Kleine Zeitung) und analysiert systematisch Kriterien wie Wortschatz, Satzbau, Grammatik und Layout unter Heranziehung des Regelwerks des Netzwerks Leichte Sprache.

Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit lässt sich durch Begriffe wie Barrierefreiheit, Leichte Sprache, Einfache Sprache, Medienanalyse und Inklusion beschreiben.

Wie schneidet der ORF in der Analyse ab?

Der ORF bietet durch die Kooperation mit der APA und dem "TopEasy-News"-Projekt strukturierte Angebote, zeigt jedoch Schwächen in der konsequenten Umsetzung der Regeln zur Leichten Sprache.

Was ist das Hauptergebnis bezüglich der Kleinen Zeitung?

Obwohl die Kleine Zeitung das Label "Leichte Sprache" verwendet, zeigen die Analysen, dass die Texte sprachlich komplexer sind als die des ORF und die strikten Regeln der Leichten Sprache nicht durchgehend einhalten.

Final del extracto de 63 páginas  - subir

Detalles

Título
Barrierefreie Informationen in Einfacher und Leichter Sprache. Eine Analyse von Onlinenachrichten
Universidad
University of Vienna  (Germanistik)
Calificación
1,0
Autor
Constantin Haider (Autor)
Año de publicación
2021
Páginas
63
No. de catálogo
V1002330
ISBN (Ebook)
9783346378200
ISBN (Libro)
9783346378217
Idioma
Alemán
Etiqueta
Sprachwissenschaft Germanistik Leichte Sprache Einfache Sprache Nachrichten ORF Kleine Zeitung Europäischer Referenzrahmen Standardsprache vergleichende Analyse Barrierefreiheit Diskriminierung Zeitungen Kommunikation UN-Behindertenrechtskonvention Flesch-Reading-Ease Wortebene Satzebene Textebene
Seguridad del producto
GRIN Publishing Ltd.
Citar trabajo
Constantin Haider (Autor), 2021, Barrierefreie Informationen in Einfacher und Leichter Sprache. Eine Analyse von Onlinenachrichten, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1002330
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Extracto de  63  Páginas
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