Ziel der Arbeit ist es, Motivation und die Aufgaben und Maßnahmen der Personalentwicklung genau zu bestimmen und den Zusammenhang in der Praxis herzustellen.
Dazu wird eine theoretische Fundierung vorgenommen, indem verschiedene Definitionen von Motivation, Motiven und Bedürfnissen erläutert und abgegrenzt werden und auf einzelne Motivationstheorien eingegangen wird. Zudem werden dann die Ziele, Aufgaben und Maßnahmen der Personalentwicklung dargestellt.
Basierend auf diesen Feststellungen wird der Zusammenhang zwischen der Motivationstheorie von McClelland, den Veränderungen der heutigen Arbeitswelt und der Mitarbeitermotivation hergestellt. In Folge dieser Betrachtungen werden bestimmte Personalentwicklungsmaßnahmen, die für die Mitarbeitermotivation in Frage kommen, ausgewählt und ihre mögliche Wirkung auf die Motivation dargelegt. Zudem wird ein kritischer Blick auf den Einfluss der Personalentwicklung gezeigt.
Abschließend werden diese Ergebnisse dann anhand der heutigen Arbeitswelt betrachtet und ein Ausblick, basierend auf den Ergebnissen und mit dem Anspruch entscheidende Möglichkeiten für die Personalentwicklung identifiziert und näher bestimmt zu haben, gegeben.
Seit Anfang der 2000er erlebt der Arbeitsmarkt in Deutschland einen immer stärkeren Rückgang der Verfügbarkeit von qualifizierten Fach- und Führungskräften. Und die geeigneten und interessanten Bewerber und Mitarbeiter haben veränderte Ansprüche an ihren Arbeitgeber. Sie streben nicht mehr bloß nach Sicherheit, sondern vermehrt nach stetiger Weiterentwicklung. Viele Mitarbeiter wünschen sich einen Arbeitgeber, der ihre Potenziale erkennt, fördert und einsetzt. Ist dies nicht der Fall, kann sich das negativ auf die Motivation des Einzelnen auswirken, die für folgende Verhaltensweisen entscheidend ist: Richtung, Intensität und Ausdauer. Motivation gibt dem Verhalten Richtung, Intensität und Ausdauer. So wird sie zu einem wichtigen Instrument für die Mitarbeiterführung, da Führung als zielgerichtete Beeinflussung definiert ist. Doch inwieweit kann auch die Personalentwicklung Einfluss auf die Mitarbeitermotivation nehmen? Welche Instrumente stehen ihr dafür zur Verfügung? Warum ist Motivation in der heutigen Arbeitswelt so entscheidend?
Bei diesen Fragen setzt diese Hausarbeit an.
Inhaltsverzeichnis
1 Einführung in die Problemstellung und Zielsetzung der Arbeit
1.1 Problemstellung
1.2 Fragestellung und Zielsetzung
2 Theoretische Fundierung zu Motivation und Personalentwicklung
2.1 Definition und Unterscheidung von Motivation, Motiven, Bedürfnissen
2.1.1 Psychologische Definition von Motivation
2.1.2 Bedürfnisse und Motive nach Maslow und McClelland
2.1.3 Motivationstheorie nach McClelland
2.2 Definition von Personalentwicklung
2.2.1 Enger und weiter Begriff
2.2.2 Aufgaben und Ziele der Personalentwicklung
2.2.3 Maßnahmen der Personalentwicklung
3 Der Einfluss von Personalentwicklungsmaßnahmen auf die Mitarbeitermotivation
3.1 Die Motivationstheorie von McClelland und ihre Bedeutung für die Mitarbeitermotivation in der heutigen Arbeitswelt
3.2 Möglichkeiten der Personalentwicklung zur Beeinflussung der Mitarbeitermotivation
3.3 Kritik am Einfluss durch die Personalentwicklung
4 Ergebnis und Ausblick
Zielsetzung & Themen
Die vorliegende Arbeit untersucht, inwieweit Personalentwicklung als Instrument zur gezielten Beeinflussung der Mitarbeitermotivation eingesetzt werden kann. Dabei wird analysiert, wie unter Berücksichtigung der Motivationstheorie nach McClelland durch passende Anreizsysteme und strukturierte Entwicklungsmaßnahmen die Bindung und Leistungsfähigkeit von Mitarbeitern gesteigert werden kann.
- Grundlagen der Motivation (Motiv, Bedürfnis, Motivation)
- Kritische Auseinandersetzung mit der Bedürfnispyramide nach Maslow
- Anwendung der Motivationstheorie von McClelland (Leistung, Macht, Anschluss)
- Systematik und Klassifizierung von Personalentwicklungsmaßnahmen
- Verknüpfung von individuellen Motiven mit betrieblichen Anreizstrukturen
Auszug aus dem Buch
3.1 Die Motivationstheorie von McClelland und ihre Bedeutung für die Mitarbeitermotivation in der heutigen Arbeitswelt
Wie bereits unter Punkt 2.1.3 erläutert, führt die unterschiedliche Ausprägung der drei leitenden Motive bei Menschen auch zu einem unterschiedlichen Verhalten des einzelnen Mitarbeiters am Arbeitsplatz.
Im Folgenden wird dargestellt, wie diese unterschiedlichen Ausprägungen der Mitarbeitermotivation unter Anwendung der Motivationstheorie von McClelland aussehen. Ob sich nun ein Mitarbeiter stärker nach dem Machtmotiv, dem Leistungsmotiv oder dem Motiv des sozialen Anschlusses richtet, Motivation ist in jedem Fall ein Zusammenspiel zwischen einem dieser Motive und einer anregenden Gegebenheit der Situation. Die Motive des Einzelnen wirken auf dessen Handlungen, ein Tun oder Unterlassen, leitend, wenn die gegenwärtige Situation einen Impuls bietet. Die Situation muss also das bestimmende Motiv enthalten, damit sie Anreizcharakter für eine Handlung aufweist. Ist dieser Anreizcharakter vorhanden, aktiviert der Anreiz das jeweilige Motiv, dessen Befriedigung dann zur Zufriedenheit führt.
Menschen mit einem starken Leistungsmotiv bevorzugen eigenverantwortliche Tätigkeiten. Ihr Anreiz liegt vor allem darin, persönlichen Einfluss auf das Arbeitsergebnis nehmen zu können und sowohl schnelle Resonanz, als auch den Vergleich mit anderen Menschen erhalten können. Sie wählen Ziele, die herausfordernd, aber auch erreichbar sind. Sind Ziele hingegen zu anspruchsvoll, oder doch zu einfach zu erreichen, werden diese von Menschen mit hoher Leistungsmotivation abgelehnt. Den optimalen Anreiz bilden also realistische und doch herausfordernde Ziele für Menschen mit ausgeprägtem Leistungsmotiv. Personen mit dieser Leistungsmotivation entscheiden sich häufiger für den Unternehmerstatus als andere und sind auch häufiger erfolgreich.
Zusammenfassung der Kapitel
1 Einführung in die Problemstellung und Zielsetzung der Arbeit: Diese Einleitung thematisiert den zunehmenden Fachkräftemangel und die Notwendigkeit, Mitarbeitermotivation als strategisches Instrument der Führung und Personalentwicklung zu begreifen.
2 Theoretische Fundierung zu Motivation und Personalentwicklung: Das Kapitel definiert zentrale Begriffe wie Motivation, Motiv und Bedürfnis, diskutiert das Modell von Maslow kritisch und führt die Motivationstheorie von McClelland als fundierte Basis ein.
3 Der Einfluss von Personalentwicklungsmaßnahmen auf die Mitarbeitermotivation: Hier wird aufgezeigt, wie individuelle Motive durch gezielte Personalentwicklungsmaßnahmen angesprochen werden können, wobei die Notwendigkeit einer professionellen Analyse und Planung hervorgehoben wird.
4 Ergebnis und Ausblick: Das Fazit bestätigt die Möglichkeiten der gezielten Motivationsbeeinflussung, mahnt jedoch an, dass Unternehmen für nachhaltige Erfolge über unkoordinierte Einzelmaßnahmen hinausgehen und in professionelle Strukturen investieren müssen.
Schlüsselwörter
Personalentwicklung, Mitarbeitermotivation, McClelland, Leistungsmotiv, Machtmotiv, Anschlussmotiv, Anreizsysteme, Zielvereinbarungen, Jobenrichment, Jobenlargement, Arbeitspsychologie, Führungskräfteentwicklung, Fachkräftemangel, Mitarbeiterbindung, Bedürfnispyramide
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in der Arbeit grundlegend?
Die Arbeit untersucht, wie Unternehmen durch Personalentwicklung die Motivation ihrer Mitarbeiter gezielt steuern und erhöhen können, um in Zeiten des Fachkräftemangels wettbewerbsfähig zu bleiben.
Was sind die zentralen Themenfelder?
Die zentralen Felder sind die psychologischen Grundlagen menschlicher Motivation, die Theorie von McClelland sowie die verschiedenen Methoden der Personalentwicklung (z.B. Jobenrichment, Zielvereinbarungen).
Was ist das primäre Ziel der Forschungsfrage?
Das Ziel ist es, aufzuzeigen, wie Motive der Mitarbeiter identifiziert und durch passende betriebliche Anreize so adressiert werden können, dass die Motivation nachhaltig gefördert wird.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Die Arbeit nutzt eine fundierte Literatur- und Theorieanalyse sowie die kritische Gegenüberstellung psychologischer Motivationsmodelle zur Ableitung praktischer Handlungsempfehlungen.
Was wird im Hauptteil behandelt?
Im Hauptteil werden die Motive (Leistung, Macht, Anschluss) analysiert, das Modell von Maslow kritisiert und konkrete Maßnahmen der Personalentwicklung in Abhängigkeit von diesen Motiven dargelegt.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Zu den Kernbegriffen zählen Personalentwicklung, Mitarbeitermotivation, McClelland, Leistungsmotiv, Machtmotiv, Anschlussmotiv, Anreizsysteme und Zielvereinbarungen.
Warum wird das Modell von Maslow in dieser Arbeit kritisiert?
Der Autor kritisiert die Maslowsche Bedürfnispyramide als zu idealistisch, eindimensional und praxisfern, weshalb sie als theoretische Basis für die Untersuchung abgelehnt wird.
Warum ist das Machtmotiv bei Führungskräften oft problematisch?
Es kann am Arbeitsplatz problematisch sein, wenn es einseitig ausgeprägt ist; der Autor weist jedoch darauf hin, dass die Kombination mit einem hohen Anschlussmotiv die negativen Effekte abmildern kann.
Ist Motivation im Unternehmen trainierbar?
Ja, der Autor führt aus, dass Motive nicht statisch sind und beispielsweise das Leistungsmotiv durch gezielte Trainingskonzepte (wie das von McClelland beschriebene Training) verstärkt werden kann.
- Quote paper
- Laura Rosenberger (Author), 2020, Der Einfluss der Personalentwicklung auf die Mitarbeitermotivation, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1004731