Diese Diplomarbeit bezieht sich auf unterschiedliche Formen der Gewalt anhand der literarischen Werke der österreichischen Schriftstellerin Elfride Jelinek, die die Erscheinung der Gewalt in ihren Werken sehr deutlich darstellt. Die vorliegende Masterarbeit besteht aus der Einleitung, 6 Hauptkapiteln, Schlussfolgerungen und dem Literaturverzeichnis. Die Hauptkapitel werden in zwei Teile unterteilt: in einen theoretischen und einen praktischen Teil.
Im ersten Kapitel des theoretischen Teils der Arbeit wird sich mit dem Begriff der Gewalt beschäftigen. Zunächst wird erklärt, was unter dem Wort Gewalt zu verstehen ist. Die Erscheinung der Gewalt bezieht sich auf viele Ebenen und umfasst unterschiedliche Formen. In folgender Diplomarbeit werden die drei wichtigsten Formen der Gewalt beschrieben d. h. körperliche Gewalt, psychische Gewalt und häusliche Gewalt.
Als Nächstes wird das Augenmerk auf die Ursachen der Gewalt gerichtet. Einen großen Einfluss auf den Ausbruch der Gewalt haben z. B. Suchtmittelabhängigkeit, Eifersucht, Erziehung, als auch Auswirkung der Umgebung und der Familie. Der Wunsch nach Macht und Kontrolle wird das häufigste Motiv genannt. Auf diese vier Ursachen wird genau in dem Zweiten Kapitel eingegangen. Das dritte Kapitel der Arbeit wird der Schriftstellerin Elfride Jelinek gewidmet. Als Erstes werden die biografischen Daten der Autorin genannt und daraufhin das Motiv der Gewalt in ihrer Literatur analysiert. Ab dem vierten Kapitel beginnt der praktische Teil der Masterarbeit.
Um das Phänomen der Gewalt analysieren zu können, wurden zwei Werke der Schriftstellerin ausgewählt, die als Basis für die Untersuchung gelten und zwar Die Klavierspielerin und Die Liebhaberinnen. Zunächst wird das Bild der Frau in beiden Werken näher dargestellt. Bereits hier kommen die ersten Aspekte bezüglich der Erscheinung der Gewalt vor. Weiterhin in dem fünften und sechsten Kapitel werden die beiden Werke genau analysiert und die Motive der Gewalt näher dargestellt. Das Ziel der Untersuchung ist es zu überprüfen, welche Gründe für die Entstehung der Gewalt in beiden Werken verantwortlich waren, als auch welche Formen der Gewalt erkannt werden können. Abschließend kommt eine Zusammenfassung mit den wichtigsten Ergebnissen der Analyse.
Inhaltsverzeichnis
Einleitung
1. Zum Begriff Gewalt
1.1 Formen der Gewalt
2. Ursachen der Gewalt
2.1 Wunsch nach Macht
2.2 Suchtmittelabhängigkeit
2.3 Eifersucht
2.4 Auswirkung der Erziehung und der Familie
3. Das Leben der Autorin und Ihre Werke
4. Darstellungsformen der Gewalt in ausgewählten Romanen Elfride Jelineks
4.1 Das Bild der Frau in den Werken Klavierspielerin und Liebhaberinnen
5. Form der Gewalt im Werk Die Klavierspielerin
6. Darstellung der Gewalt im Werk Die Liebhaberinnen
Zusammenfassung
Zielsetzung & Themen
Die Diplomarbeit untersucht die verschiedenen Erscheinungsformen und Ursachen von Gewalt anhand der literarischen Werke "Die Klavierspielerin" und "Die Liebhaberinnen" von Elfriede Jelinek. Ziel ist es, die in den Romanen dargestellte psychische und physische Gewalt zu analysieren, ihre Ursprünge im familiären und gesellschaftlichen Kontext aufzuzeigen und die spezifische literarische Verarbeitung dieses Motivs durch die Autorin zu verdeutlichen.
- Theoretische Grundlagen zum Gewaltbegriff und seinen vielfältigen Formen
- Analyse der Ursachen von Gewalt, insbesondere Machtstreben, Sucht, Eifersucht und Erziehungseinflüsse
- Untersuchung des Frauenbildes und der patriarchalen Strukturen in den untersuchten Werken
- Detaillierte Analyse der Gewaltphänomene im Roman "Die Klavierspielerin"
- Detaillierte Analyse der Gewaltphänomene im Roman "Die Liebhaberinnen"
Auszug aus dem Buch
Die Darstellung der Gewalt im Werk Die Liebhaberinnen
Der Roman Die Liebhaberinnen handelt von zwei Mädchen, die eine Hauptrolle spielen. Ein Mädchen namens Brigitte stammt aus einer Großstadt und das andere namens Paula wurde auf dem Land großgezogen. Beide Mädchen haben das gleiche Ziel, nämlich einen Ehemann zu finden, um aus dem Familienhaus auszuziehen und somit ein neues Leben anfangen zu können.
Brigitte hat sich für Heinz entschieden, denn sie behauptet, dass sie alleine in ihrem Leben nicht weiterkommt und „das bessere soll vom leben von heinz herkommen. heinz kann brigitte von ihrer nähmaschine befreien, das kann brigitte von selbst nicht“. Im Text steht deutlich, dass Brigitte den Heinz nur aus einem Grund braucht. Sie arbeitet in einer Fabrik als Schneiderin und sie wäre in diesem Beruf wahrscheinlich ihr ganzes lebenslang tätig, Heinz kann aber aus ihrem Leben etwas Besseres machen. Heinz ist sehr intelligent und gut ausgebildet, er ist Elektroinstallateur, dank Heinz müsste Brigitte, die nichts gelernt hat und über keine Ausbildung verfügt, nicht mehr jeden Tag an ihrer Nähmaschine arbeiten.
Zusammenfassung der Kapitel
Einleitung: Die Einleitung führt in die Thematik der Gewalt ein, definiert den Rahmen der Diplomarbeit und stellt die ausgewählten Werke von Elfriede Jelinek als Untersuchungsgrundlage vor.
1. Zum Begriff Gewalt: Dieses Kapitel erläutert den wissenschaftlichen Gewaltbegriff und differenziert zwischen verschiedenen Formen wie körperlicher und psychischer Gewalt.
2. Ursachen der Gewalt: Hier werden zentrale Faktoren analysiert, die zur Entstehung von Gewalt führen, darunter Machtstreben, Suchtmittelabhängigkeit, krankhafte Eifersucht sowie familiäre Prägungen.
3. Das Leben der Autorin und Ihre Werke: Dieses Kapitel bietet einen biografischen Überblick zu Elfriede Jelinek und ordnet ihr literarisches Schaffen in den Kontext ihrer Zeit ein.
4. Darstellungsformen der Gewalt in ausgewählten Romanen Elfride Jelineks: Hier wird das Frauenbild in den Werken "Die Klavierspielerin" und "Die Liebhaberinnen" untersucht und als Grundlage für die Gewaltanalyse verwendet.
5. Form der Gewalt im Werk Die Klavierspielerin: Dieses Kapitel analysiert die spezifischen Formen körperlicher und psychischer Gewalt innerhalb der Familie Kohut im Roman.
6. Darstellung der Gewalt im Werk Die Liebhaberinnen: Die Analyse konzentriert sich auf die gewaltsamen Interaktionen zwischen den Protagonistinnen, ihren Familien und Partnern.
Zusammenfassung: Die Zusammenfassung resümiert die theoretischen Ergebnisse und die Analysen aus dem praktischen Teil der Arbeit.
Schlüsselwörter
Gewalt, Psychische Gewalt, Körperliche Gewalt, Häusliche Gewalt, Elfriede Jelinek, Macht, Kontrolle, Sucht, Eifersucht, Erziehung, Patriarchat, Die Klavierspielerin, Die Liebhaberinnen, Aggression, Familienstrukturen.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Diplomarbeit?
Die Arbeit befasst sich mit der Darstellung von Gewalt in den Werken "Die Klavierspielerin" und "Die Liebhaberinnen" der österreichischen Schriftstellerin Elfriede Jelinek.
Was sind die zentralen Themenfelder der Arbeit?
Die zentralen Themen sind die theoretische Fundierung verschiedener Gewaltformen, die Ursachen von Gewalt (wie Macht, Sucht und familiäre Prägung) sowie deren literarische Umsetzung.
Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?
Das Ziel ist es, zu analysieren, wie Jelinek Gewalt in ihren Romanen thematisiert und welche Gründe für das gewaltvolle Handeln der Figuren in ihrem jeweiligen Kontext verantwortlich sind.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Die Arbeit basiert auf einer Literaturanalyse und einem theoretischen Vergleich, der mit der praktischen Analyse der ausgewählten Romane verknüpft wird.
Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?
Im theoretischen Hauptteil werden Begriffe und Ursachen von Gewalt definiert, gefolgt von einem praktischen Teil, der eine tiefgehende Analyse der Gewalt in den genannten Romanen durchführt.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Zu den prägenden Schlüsselwörtern gehören Gewalt, Psychische Gewalt, Häusliche Gewalt, Macht, Kontrolle und Elfriede Jelinek.
Wie beeinflusst die Erziehung laut der Arbeit die Gewaltbereitschaft?
Die Arbeit verdeutlicht, dass traumatische Kindheitserfahrungen und eine gewaltvolle Erziehung maßgeblich zur Entwicklung einer psychopathischen Persönlichkeit und einer erhöhten Gewaltbereitschaft beitragen können.
Welche Rolle spielt die Sprache Jelineks bei der Gewaltdarstellung?
Jelinek nutzt eine provokante, vulgäre Sprache, die die Brutalität der Handlungen in ihren Werken widerspiegelt und die dargestellte Gewalt somit noch deutlicher hervortreten lässt.
- Quote paper
- Anonym (Author), 2019, Die Darstellung der Gewalt am Beispiel ausgewählter Werke von Elfriede Jelinek. "Die Klavierspielerin" und "Die Liebhaberinnen", Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1006693