Was macht „Franchising“ so erfolgreich? Hat dieses Geschäftsmodell auf Dauer die Chance sich auf dem Markt zu bewahren? Was genau ist Franchise und welche Chancen und Risiken bringt dieses System für die Franchisepartner mit sich?
Heute gibt es deutschlandweit 993 Franchisesysteme und 128009 Franchisepartner. Das sind 3,6% mehr als im Vorjahr und die Zahl der Franchisesysteme steigt stetig. Immer mehr Personen interessieren sich für Franchisesysteme. Das liegt unter anderem daran, dass sich dieser Weg gut anbietet, um in die Selbstständigkeit überzugehen, aber auch die Zielgruppe sich erweitert hat und die Personen, die sich für dieses Geschäftsmodell entscheiden, mit dem unterschiedlichsten Vorwissen und Erfahrungen, einsteigen. Besonders vertreten sind Führungskräfte, aber auch die Zahl der Angestellten und freien Unternehmer steigt in diesem Business.
Die Umsetzung einer Franchiseidee und des Konzeptes sorgen in bereits bestehenden Franchiseunternehmen aufgrund von Missverständnissen immer wieder für Diskussionsbedarf zwischen Franchisegebern und Franchisenehmern. Aus der veröffentlichten Statistik zur Franchiseentwicklung kann man jedoch entnehmen, dass Franchisesysteme trotzdem erfolgreich sind und stetig wachsen.
Inhaltsverzeichnis
2. Vorwort
3. Einleitung
3.1. Der Begriff Franchising
3.2. Ursprung des Begriffes Franchisings
3.3. Ziel der Hausarbeit
4. Business Franchising
5. Akteure des Business Franchisings
6. Social Franchising
7. Vergleich der Franchiseformen
8. Gemeinsamkeiten beider Franchisesysteme
9. Chancen des Franchisings
10. Risiken des Franchisings
11. Fazit
Zielsetzung & Themen
Diese Hausarbeit bietet eine fundierte Analyse des Geschäftsmodells Franchising, um dessen Potenziale als Wachstumsstrategie sowie die damit verbundenen Herausforderungen für die beteiligten Akteure zu beleuchten und die Zukunftsfähigkeit des Modells zu hinterfragen.
- Grundlagen und historische Entwicklung des Franchisings
- Differenzierung zwischen Business Franchising und Social Franchising
- Vergleichende Analyse der verschiedenen Franchiseformen
- Identifikation spezifischer Chancen und Risiken für Franchisegeber und Franchisenehmer
Auszug aus dem Buch
3.1. Der Begriff Franchising
Franchising ist ein vertikal-kooperativ organisiertes Absatzsystem rechtlich selbständiger Akteure, die auf der Basis einer dauerhaft vertraglichen Vereinbarung miteinander kooperieren.
Das bedeutet, dass der Hersteller, also der Franchisegeber, seine Produkte oder Dienstleistungen über eine bestimmte Anzahl von Händlern, sogenannten Franchisenehmern, vertreiben lässt. Grundlage für dieses Geschäftsmodell ist ein Franchisevertrag. Beide Parteien des Franchisevertrags haben im Rahmen der Vertragsanbahnung und des Vertragsabschlusses Gelegenheit, die jeweiligen Vor- und Nachteile des Geschäftskonzepts zu diskutieren. Die Franchisepartner haben außerdem die Möglichkeit, über mögliche Änderungen zu diskutieren und bei Einigung beider Vertragsparteien steigt bei einer Vertragsverlängerung bzw. Vertragserweiterung für beide Seiten die Chance akzeptable Lösungen zu finden und Diskussionen zu vermeiden. Wichtiger Bestandteil des Franchisevertrages ist der wahrheitsgemäße Umgang mit Kennzahlen wie dem Umsatz, Gewinn und allgemeinen Systeminformationen. Sind diese nicht realistisch oder erwecken beim Franchisenehmer falsche Vorstellungen, kann dieser den Vertrag anfechten und Schadenersatzansprüche gegenüber dem Franchisegeber geltend machen.
Dieser Franchisevertrag setzt voraus, dass sowohl Franchisegeber, als auch Franchisenehmer an einem Strang ziehen und ist mit vielen Pflichten, aber auch Rechten verbunden. Da Franchisenehmer den Namen und das Zeichen des Franchisegebers repräsentieren, muss nach Außen hin, also dem Markt gegenüber, ein einheitliches Bild erzeugt werden. Das Franchisesystem wird durch eine gleichartige Strategie und durch ein systemkonformes Verhalten durch Einhaltung des Handbuches am Markt gestärkt.
Zusammenfassung der Kapitel
2. Vorwort: Es wird die ökonomische Relevanz und das stetige Wachstum des Franchisings als Eintrittsmodell in die Selbstständigkeit sowie als Wachstumsstrategie für Unternehmen eingeführt.
3. Einleitung: Definition des Begriffs Franchising als vertikal-kooperatives System und Formulierung der zentralen Forschungsfragen zur Zukunftsfähigkeit und zu den Chancen und Risiken.
4. Business Franchising: Klassifizierung des Franchisings in Vertriebs-, Dienstleistungs- und Produkt-Franchising mit Erläuterung der jeweiligen spezifischen Leistungsmerkmale.
5. Akteure des Business Franchisings: Beschreibung der Rollen von Franchisegeber, Franchisenehmer und Zielgruppe sowie deren Rechte und Pflichten innerhalb der Vertragsbeziehung.
6. Social Franchising: Erläuterung der Übertragung des Franchise-Modells auf den Non-Profit-Sektor mit dem Fokus auf Gemeinwohl und sozialen Nutzen statt auf Gewinnmaximierung.
7. Vergleich der Franchiseformen: Gegenüberstellung von Business und Social Franchising hinsichtlich Zielsetzungen, Kundenstamm, Finanzierung und Risikoverteilung.
8. Gemeinsamkeiten beider Franchisesysteme: Darstellung struktureller Gemeinsamkeiten wie der Nutzung von Prototypen, Systemhandbüchern, einheitlichen Markennamen, Verträgen und Schulungsprogrammen.
9. Chancen des Franchisings: Analyse der Vorteile für beide Seiten, insbesondere durch Know-how-Transfer, geringeren Organisationsaufwand und schnelle Skalierbarkeit.
10. Risiken des Franchisings: Diskussion der Gefahren, wie etwa die begrenzte Selbstständigkeit des Franchisenehmers, Konfliktpotenzial durch Weisungsgebundenheit und finanzielle Belastungen.
11. Fazit: Zusammenfassende Bewertung des Franchisemodells als vorteilhaftes System, sofern die Voraussetzungen hinsichtlich Qualifikation und finanzieller Basis erfüllt sind.
Schlüsselwörter
Franchising, Franchisegeber, Franchisenehmer, Systemhandbuch, Business Franchising, Social Franchising, Know-how, Vertrag, Skalierung, Unternehmensführung, Absatzsystem, Selbstständigkeit, Risikomanagement, Gewinnmaximierung, Gemeinwohl
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit analysiert das Franchising als Geschäftsmodell, betrachtet dessen historische Ursprünge sowie aktuelle Formen und bewertet die Vor- und Nachteile für die beteiligten Partner.
Was sind die zentralen Themenfelder der Arbeit?
Zentrale Themen sind die Abgrenzung verschiedener Franchiseformen, die Rollenverteilung zwischen Gebern und Nehmern sowie der Vergleich zwischen kommerziellem Business Franchising und sozialem Social Franchising.
Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage der Arbeit?
Das Ziel ist es, Einblicke in die Vertriebsform Franchise zu geben, Chancen und Risiken aufzuzeigen und zu untersuchen, unter welchen Bedingungen dieses Geschäftsmodell nachhaltig wachsen kann.
Welche wissenschaftliche Methode wurde verwendet?
Die Arbeit basiert primär auf einer Literaturanalyse sowie der Auswertung von Statistiken und Fachpublikationen, um die theoretischen Grundlagen und praktischen Wirkungsweisen des Franchisings zu erläutern.
Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in die Definition und Klassifizierung der Franchiseformen, die detaillierte Rollenbeschreibung der Akteure sowie eine kritische Analyse der Erfolgsfaktoren und Risiken.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Wichtige Begriffe sind Franchisegeber, Franchisenehmer, Systemhandbuch, Social Franchising, Know-how, Vertrag, Skalierung und Gewinnmaximierung.
Welche Rolle spielt das Systemhandbuch im Franchising?
Das Systemhandbuch dient als zentrale Know-how-Dokumentation, in der Richtlinien, Standards und Strategien festgelegt sind, um ein einheitliches Erscheinungsbild und die Qualität des Systems zu sichern.
Wie unterscheidet sich die Gebührenstruktur im Social Franchising vom Business Franchising?
Im Social Franchising steht das Gemeinwohl im Vordergrund, weshalb Franchisegeber oft bereit sind, ermäßigte Gebühren zu akzeptieren oder alternative Leistungen wie den Datenaustausch zur Qualitätsverbesserung zu vereinbaren.
- Citation du texte
- Anonym (Auteur), 2019, Franchising als Geschäftsmodell. Chancen und Risiken, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1007253