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Auswirkungen des demografischen Wandels auf Teilfunktionen des Personalmanagements. Formulierung von Handlungsempfehlungen

Title: Auswirkungen des demografischen Wandels auf Teilfunktionen des Personalmanagements. Formulierung von Handlungsempfehlungen

Project Report , 2014 , 25 Pages , Grade: 1,7

Autor:in: Petra Löffler (Author)

Leadership and Human Resources - Miscellaneous
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Entlang von sechs ausgewählten Handlungsfeldern des Personalmanagements soll in dieser Arbeit beschrieben werden, wie sich Unternehmen auf die veränderte Altersstruktur ihrer Belegschaften einstellen können. Da Großunternehmen aufgrund interessanter Aufgabengebiete, guter Aufstiegsmöglichkeiten und Gehälter weiterhin eine große Anziehungskraft auf gut ausgebildete Arbeitnehmer haben werden, soll diese Arbeit auch Empfehlungen für kleine und mittlere Unternehmen (KMU), auch als Mittelstand bezeichnet, enthalten.

Zahlenmäßig machen KMU über 99 Prozent der Unternehmen in Deutschland aus und beschäftigen rund 60 Prozent der Arbeitnehmer. Sie werden die Auswirkungen des demografischen Wandels auf die Erwerbsbevölkerung am meisten zu spüren bekommen und sind momentan am wenigsten darauf vorbereitet. Die Handlungsfelder des Personalmanagements Personalanalyse, Recruiting, Personalentwicklung und -einsatz sowie Gesundheitsmanagement und Knowhow-Management sind dabei nur ein Teil aller möglichen Handlungsfelder und wurden deshalb für diese Arbeit ausgewählt, da die Handlungsfelder logisch auf-einander aufbauen und nahezu universell auf den Mittelstand anwendbar sind.

Die demografische Entwicklung der westlichen Industrienationen stellt Gesellschaft und Wirtschaft vor neue Herausforderungen. Medizinischer und technischer Fortschritt, Wohlstand, neue Möglichkeiten der Familienplanung und eine lange Friedensperiode in Europa bescheren den Menschen eine steigende Lebenserwartung bei gleichzeitig sinkenden Geburtenraten. Die Wirtschaft fürchtet einen Fachkräftemangel und das Einbüßen ihrer globalen Wettbewerbsfähigkeit. Entlang von sechs ausgewählten Handlungsfeldern des Personalmanagements beschreibt die Arbeit, wie sich Unternehmen auf die veränderte Altersstruktur ihrer Belegschaften einstellen können.

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Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

1.1 Beschreibung der Problemstellung

1.2 Zielsetzung

1.3 Aufbau

2. Demografischer Wandel

2.1 Definitionen

3. Demografieforschung – kritisch betrachtet

4. Handlungsfelder demografieorientierter Personalarbeit

4.1 Personalanalyse und –planung

4.2 Recruiting / Personalgewinnung

4.3 Weiterbildung und Personalentwicklung

4.4 Personaleinsatz

4.5 Gesundheitsschutz

4.6 Übergang in den Ruhestand und Know-how-Management

5. Handlungsempfehlungen für das Personalmanagement

6. Fazit

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die Auswirkungen des demografischen Wandels auf das Personalmanagement, insbesondere in kleinen und mittleren Unternehmen (KMU). Ziel ist es, auf Basis von sechs zentralen Handlungsfeldern konkrete Strategien und Handlungsempfehlungen zu formulieren, um die Wettbewerbsfähigkeit angesichts einer alternden Erwerbsbevölkerung und drohendem Fachkräftemangel zu sichern.

  • Analyse der demografischen Entwicklung und deren Einfluss auf Unternehmen.
  • Methoden der Altersstrukturanalyse und zielgruppengerechte Personalarbeit.
  • Strategien zur Personalgewinnung und Förderung der Weiterbildung bei älteren Mitarbeitern.
  • Optimierung des Personaleinsatzes durch altersgerechte Arbeitsgestaltung und das Zwei-Komponenten-Modell der Intelligenz.
  • Bedeutung von Gesundheitsmanagement und systematischem Know-how-Transfer beim Übergang in den Ruhestand.

Auszug aus dem Buch

4.4 Personaleinsatz

Nicht nur in Krisenzeiten waren Unternehmen bestrebt, ältere Mitarbeiter, oftmals schon ab 50 Jahren, abzubauen und in den Vorruhestand zu schicken. In den 1980er und 1990er Jahren gab es regelrechte Frühverrentungswellen. Auch heute dominieren in vielen Unternehmen noch altersbezogene Vorurteile den Umgang mit älteren Führungskräften und Mitarbeitern. Man geht davon aus, dass der Alterungsprozess zwangsläufig den Abbau geistiger und körperlicher Leistungsfähigkeit mit sich bringt (Defizitperspektive). Ältere Mitarbeiter erfahren eine geringere Wertschätzung und eine altersspezifische Aufgabenzuteilung. Diese Vorurteile wurden durch empirische Studien und gerontologische Forschungen widerlegt, die keinen Zusammenhang zwischen dem Alter und der Leistung einer Person feststellen konnten. Daraus hat sich die Potenzialperspektive herausgebildet, welche die Fähigkeiten älterer Mitarbeiter ermittelt und sie für das Unternehmen zu nutzen sucht. Sie greift auf ein Modell der Intelligenzforschung, das Zwei-Komponenten-Modell, zurück. Es unterscheidet zwei Bereiche menschlicher Intelligenz:

Die mechanische Intelligenz, welche als „Hardware“ des Gehirns bezeichnet wird und die Geschwindigkeit der Informationsverarbeitung, grundlegende Wahrnehmungsfunktionen und elementare Prozesse des Unterscheidens, Vergleichens und Klassifizierens bestimmt. Die Mechanik ist biologisch-genetisch vorgeprägt, weshalb davon ausgegangen wird, dass sie mit steigendem Alter abnimmt.

Die pragmatische Intelligenz, die „Software“ des Gehirns, umfasst die sozialen und kulturell vermittelten Fähigkeiten und Strategien einer Person. Dazu gehören auch berufsspezifische Erfahrungen. Diese Fähigkeiten können bis ins hohe Alter zunehmen.

Das Zwei-Komponenten-Modell geht davon aus, dass sich die mechanische und die pragmatische Intelligenz ergänzen und eine Person befähigen, eine Aufgabe zu bewältigen. Das Personalmanagement kann auf dieser Basis ermitteln, in welchen Bereichen ältere Arbeitnehmer einen wertvollen Beitrag für das Unternehmen leisten können, und diese zielgerichtet einsetzen.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Beschreibt die demografische Entwicklung in Deutschland, den Pillenknick von 1964 und die daraus resultierenden Herausforderungen für Wirtschaft und Sozialsysteme.

2. Demografischer Wandel: Definiert den demografischen Wandel sowie den Begriff „älterer Arbeitnehmer“ und beleuchtet die weltweite Bevölkerungsentwicklung sowie die spezifische Situation in Deutschland.

3. Demografieforschung – kritisch betrachtet: Hinterfragt die statistische Aussagekraft von Bevölkerungsvorausberechnungen und warnt vor einer undifferenzierten Panikmache.

4. Handlungsfelder demografieorientierter Personalarbeit: Erörtert konkrete Managementansätze von der Personalanalyse über Recruiting und Weiterbildung bis hin zu Gesundheitsschutz und Know-how-Transfer.

5. Handlungsempfehlungen für das Personalmanagement: Betont die Notwendigkeit maßgeschneiderter Gesamtkonzepte und der Sensibilisierung der Führungsebene für eine wertschätzende Unternehmenskultur.

6. Fazit: Fasst zusammen, dass Unternehmen durch frühzeitige, strategische Anpassungen Wettbewerbsvorteile erzielen können, anstatt in kurzsichtige Frühverrentungsprogramme zu investieren.

Schlüsselwörter

Demografischer Wandel, Personalmanagement, Altersstruktur, Fachkräftemangel, Personalgewinnung, Weiterbildung, Zwei-Komponenten-Modell, Gesundheitsmanagement, Know-how-Transfer, Mittelstand, Kompetenzprofil, Leistungsfähigkeit, Arbeitgeberattraktivität, Humankapital, Personalstrategie.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit im Kern?

Die Arbeit analysiert, wie Unternehmen – speziell der Mittelstand – auf die demografische Entwicklung reagieren können, um den Herausforderungen eines schrumpfenden Arbeitskräftepotenzials zu begegnen.

Welche zentralen Themenfelder werden behandelt?

Die Schwerpunkte liegen auf der Personalanalyse, dem Recruiting, der Personalentwicklung, dem Personaleinsatz, dem betrieblichen Gesundheitsschutz und dem Erhalt von firmeninternem Know-how.

Was ist das primäre Ziel des Projektberichts?

Ziel ist es, aus demografischen Veränderungen resultierende Probleme für Unternehmen zu identifizieren und konkrete Handlungsempfehlungen zur strategischen Personalarbeit zu entwickeln.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es handelt sich um eine deskriptive und analysierende Arbeit, die auf Basis aktueller Fachliteratur, Studien (z. B. IW, Statistisches Bundesamt) und Praxisbeispielen (z. B. VW, Bosch, KSB) Konzepte für das Personalmanagement ableitet.

Was wird im Hauptteil der Arbeit detailliert untersucht?

Der Hauptteil analysiert sechs Handlungsfelder, die Unternehmen helfen sollen, die Altersstruktur ihrer Belegschaft besser zu verstehen und gezielt auf die Potenziale älterer Arbeitnehmer einzugehen.

Was sind die charakteristischen Schlüsselwörter dieser Publikation?

Die Arbeit wird durch Begriffe wie demografischer Wandel, Fachkräftemangel, Wissensmanagement und altersgerechte Personalarbeit charakterisiert.

Wie kann das Zwei-Komponenten-Modell der Intelligenz Unternehmen helfen?

Es hilft Unternehmen zu verstehen, dass ein vermeintlicher Leistungsabfall bei älteren Mitarbeitern (mechanische Intelligenz) durch erfahrungsbasiertes Wissen (pragmatische Intelligenz) kompensiert wird, was einen zielgerichteten Einsatz ermöglicht.

Warum wird im Dokument vor kurzsichtiger Frühverrentung gewarnt?

Die Autorin argumentiert, dass Frühverrentungswellen eine Verschleuderung von Humankapital darstellen, da wertvolles, unternehmensspezifisches Wissen verloren geht, das gerade bei einem Fachkräftemangel schwer zu ersetzen ist.

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Details

Title
Auswirkungen des demografischen Wandels auf Teilfunktionen des Personalmanagements. Formulierung von Handlungsempfehlungen
College
AKAD University of Applied Sciences Stuttgart
Grade
1,7
Author
Petra Löffler (Author)
Publication Year
2014
Pages
25
Catalog Number
V1008211
ISBN (eBook)
9783346395320
ISBN (Book)
9783346395337
Language
German
Tags
Personalmanagement Demografischer Wandel
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Petra Löffler (Author), 2014, Auswirkungen des demografischen Wandels auf Teilfunktionen des Personalmanagements. Formulierung von Handlungsempfehlungen, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1008211
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