Intention der vorliegenden Arbeit ist es – im Zusammenhang mit der späteren Masterthesis – die gesundheitlichen und betriebswirtschaftlichen Ergebnisse in einem Kleinunternehmen durch die Einführung einer mitarbeiterorientierten Unternehmenskultur zu verbessern.
Die relativ breit anmutende Themenstellung „Unternehmens- und Führungskultur“ wurde zum einen gewählt, weil aus Forschung und Praxis bekannt ist, dass sie sowohl einen wichtigen Leistungsfaktor als auch ein Hindernis bei notwendigen Veränderungen darstellen kann . Zum anderen bietet sich bei einer zielgerichteten Beeinflussung der Unternehmens- und Führungskultur wie bei keinem anderen Parameter die Chance, sowohl betriebswirtschaftliche als auch gesundheitliche Ergebnisse zu verbessern; zugleich erhält damit die noch junge gesundheitswissenschaftliche Perspektive den ihr angemessenen eigenen Stellenwert.
Deshalb wird im vorliegenden Projekt die Ausprägung einer mitarbeiterorientierten Unternehmens- und Führungskultur im Sinne des Bielefelder Unternehmensmodells in einem Kleinunternehmen zunächst im Weg einer Mitarbeiterbefragung (MAB) erhoben, bevor zur Verbesserung notwendige Maßnahmen geplant werden. Intention der Arbeit ist eine Bestandsaufnahme, so dass keine Auswirkungen von Interventionen gemessen werden.
Die vorliegende Projektarbeit stellt zunächst die Ausgangslage im Unternehmen dar (Kap. 2), konkretisiert Thema und verfolgte Ziele (Kap. 3), skizziert die theoretisch-wissenschaftliche Grundlage (Kap. 4) und den Entwicklungsprozess von der Projektstruktur über die einzelnen Teilprojekte (Kap. 5) bis hin zur Beschreibung der bereits durchgeführten Teilprojekte (Kap. 6), bevor Zwischenergebnisse und Ausblick die Arbeit beschließen (Kap. 7 und 8). Die spätere Masterthesis wird die Durchführung weiterer Teilprojekte sowie die Ergebnisse der Bestandsaufnahme beschreiben und in Maßnahmen zur Erreichung der Ziele des Gesamtprojekts überleiten.
Inhaltsverzeichnis
1. Einleitung
2. Ausgangssituation
3. Thema und Zielsetzung des Projektes
4. Theoretischer Kontext
5. Projektvorbereitung und Planung
5.1 Vorüberlegungen
5.2 Projektstruktur
5.3 Teilprojekte
5.3.1 Informations- und Strategieworkshop
5.3.2 Mitarbeiterbefragung
5.3.3 Experteninterviews und/ oder Fokusgruppen
5.3.4 Maßnahmenplanung und Durchführung
5.3.5 Erstellung eines Kennzahlensystems
5.4 Projektablaufplan
6. Durchführung und Steuerung des Projektes
6.1. Teilprojekt 1: Durchführung des Informations- und Strategieworkshops
6.2. Teilprojekt 2: Durchführung der Mitarbeiterbefragung
7. Zwischenergebnisse
8. Ausblick
Zielsetzung & Themen
Das Hauptziel dieser Projektarbeit ist die Verbesserung der gesundheitlichen und betriebswirtschaftlichen Ergebnisse in einem Kleinunternehmen durch die Einführung einer mitarbeiterorientierten Unternehmens- und Führungskultur, basierend auf dem Bielefelder Unternehmensmodell. Die Forschungsfrage fokussiert sich dabei auf die Bestandsaufnahme der kulturellen Bedingungen und die Ableitung geeigneter Maßnahmen zur Organisationsentwicklung.
- Analyse der Ist-Unternehmenskultur und Bestimmung der Soll-Kultur
- Einsatz des Bielefelder Unternehmensmodells als wissenschaftliche Grundlage
- Durchführung einer vollstandardisierten Mitarbeiterbefragung (MAB)
- Entwicklung eines Kennzahlensystems für das Gesundheitsmanagement
- Konzeption eines kontinuierlichen Organisationsentwicklungsprozesses
Auszug aus dem Buch
4. Theoretischer Kontext
Der Begriff Unternehmenskultur ist in der einschlägigen Literatur bisher nicht einheitlich definiert, überträgt aber inhaltlich den Kulturbegriff in den Kontext von Unternehmen. Umgangssprachlich bezeichnet Unternehmenskultur die „Art und Weise, wie man sein Geschäft betreibt“ (Homma und Bauschke 2015, 2). Etwas spezifischer, aber durchaus kurz und treffend definiert Hofstede Unternehmenskultur als „The collective programming of the mind that distinguishes the members of one organization from another.” (Hofstede und Hofstede 2005, 283). Der von ihm verwendete Begriff der Programmierung zeigt bereits, dass Unternehmenskultur in jedem Unternehmen individuell ausgeprägt ist und eine eigene Historie aufweist.
Der umfassende, schlagwortartige Begriff der Unternehmenskultur ist jedoch als solcher in einem Unternehmen nicht zu erheben. Es bedarf daher einer Beschreibung, in welchen Komponenten Unternehmenskultur sich ausgeprägt zeigt und mit welchen messbaren Parametern sie erhoben werden kann. Für das vorliegende Projekt wurde hierfür das Bielefelder Unternehmensmodell gewählt, das damit zugleich die wissenschaftlich-theoretische Grundlage von Projektarbeit und Masterthesis bildet.
Zusammenfassung der Kapitel
1. Einleitung: Beschreibung der Zielsetzung, eine mitarbeiterorientierte Unternehmenskultur zur Verbesserung gesundheitlicher und betriebswirtschaftlicher Ergebnisse in einem Kleinunternehmen einzuführen.
2. Ausgangssituation: Darstellung der Firmensituation, der bereits erfolgten Maßnahmen zur Gesundheitsförderung sowie der Motive für den angestrebten Kulturwandel.
3. Thema und Zielsetzung des Projektes: Definition des Projekts als langfristigen Organisationsentwicklungsprozess, der über die reine Verhaltensprävention hinausgeht.
4. Theoretischer Kontext: Herleitung der wissenschaftlichen Basis durch das Bielefelder Unternehmensmodell und die Bedeutung von Sozialkapital in Organisationen.
5. Projektvorbereitung und Planung: Beschreibung der methodischen Vorüberlegungen, der Projektstruktur und der geplanten Teilprojekte zur kulturellen Transformation.
6. Durchführung und Steuerung des Projektes: Bericht über die bisher umgesetzten Teilprojekte, insbesondere den Strategieworkshop und die Mitarbeiterbefragung.
7. Zwischenergebnisse: Reflexion über den bisherigen reibungslosen Projektverlauf und die hohe Beteiligungsquote der Belegschaft.
8. Ausblick: Erläuterung der weiteren Schritte zur Maßnahmenentwicklung, Implementierung und Evaluation im Rahmen des Wandlungsprozesses.
Schlüsselwörter
Unternehmenskultur, Führungskultur, Bielefelder Unternehmensmodell, Betriebliches Gesundheitsmanagement, BGM, Mitarbeiterbefragung, MAB, Sozialkapital, Organisationsentwicklung, Salutogenese, Gesundheitsförderung, Kleinunternehmen, Change-Management, Mitarbeiterorientierung, Führungskapital
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in diesem Projekt grundsätzlich?
Die Arbeit beschäftigt sich mit der Einführung einer mitarbeiterorientierten Unternehmenskultur in einem mittelständisch geprägten Kleinunternehmen, um die Gesundheit der Mitarbeiter und den Erfolg des Unternehmens langfristig zu sichern.
Was sind die zentralen Themenfelder?
Zentrale Themen sind die Unternehmenskultur, das Führungshandeln, die betriebliche Gesundheitsförderung sowie der strategische Organisationswandel.
Welches primäre Ziel verfolgt das Projekt?
Das Ziel ist eine Bestandsaufnahme der aktuellen Unternehmenskultur, um daraus zielgerichtete Maßnahmen für eine gesündere und wirtschaftlich erfolgreichere Organisation abzuleiten.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Die Arbeit basiert primär auf dem Bielefelder Unternehmensmodell sowie Methoden des Change-Managements (nach Kotter) und Kultur-Assessments (nach Sackmann).
Was wird im Hauptteil behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in die theoretische Fundierung, die detaillierte Projektplanung, die Beschreibung der Durchführung von Workshops und Mitarbeiterbefragungen sowie eine Zwischenbilanz.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Zu den Kernbegriffen gehören Unternehmens- und Führungskultur, Bielefelder Unternehmensmodell, Mitarbeiterbefragung (MAB), Sozialkapital und betriebliches Gesundheitsmanagement.
Welche Rolle spielt das „Bielefelder Unternehmensmodell“?
Es dient als wissenschaftlich-theoretische Basis, um die immateriellen Vermögenswerte (Sozialkapital) messbar zu machen und Zusammenhänge zwischen Unternehmenskultur und Betriebserfolg zu analysieren.
Warum wurde eine vollstandardisierte Mitarbeiterbefragung (MAB) gewählt?
Die MAB dient dazu, quantitative Daten über alle Unternehmensebenen hinweg zu erheben, um ein objektives Bild der aktuellen Arbeitssituation und der Mitarbeiterzufriedenheit zu erhalten.
Wie wurde das Motto „Gemeinsam auf Kurs“ entwickelt?
Dieses Motto wurde in einem zweistufigen Strategieworkshop unter Anwendung des Zürcher Ressourcenmodells (ZRM) gemeinschaftlich von Mitarbeitern und Führungskräften erarbeitet.
Wie soll der Projekterfolg langfristig gesichert werden?
Durch die Integration eines Kennzahlensystems, das Früh- und Spätindikatoren des Bielefelder Unternehmensmodells kombiniert, sollen Entwicklungen frühzeitig erkannt und der Wandel nachhaltig verankert werden.
- Citation du texte
- Volker Kleinert (Auteur), 2016, Einführung einer mitarbeiterorientierten Unternehmens- und Führungskultur auf Basis des Bielefelder Unternehmensmodells in einem Kleinunternehmen, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1009840