Digitale Transformation im Handel und der Produktion am Beispiel des Online-Shops von Sweetgood Clothing


Projektarbeit, 2020

30 Seiten, Note: 1,0


Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

Abbildungsverzeichnis

1. Einleitung
1.1 Zielsetzung, Nutzen

2. Customer Journey
2.1 AIDA-Modell
2.2 Customer Journey Analyse: Sweetgood Clothing
2.3 Onsite Marketing Webshop
2.4 Offsite Marketing Kanäle

3. Vergleich von Sweetgood Clothing mit Childrensalon
3.1 Childrensalon
3.2 Vergleich Online-Shops: Unterschiede & Gemeinsamkeiten

4. Sweetgood Clothing – stationärer Handel
4.1 Die Wahl der richtigen Vertriebsstrategie
4.2 Merkmale Omnichannel-Retailing
4.3 Customer-Journey im stationären Handel unterstützt durch digitale Technologien
4.4 Customer-Journey im Fall vom stationären Handel von Sweetgood Clothing
4.5 Welche Implikationen sowohl positiv als auch negativ, zieht ein Umstieg auf einen Online-Shop nach sich?

5. Auf Grundlage der Sortimentspolitik
5.1 Ist das Unternehmen Sweeetgood Clothing ein Generalist oder Spezialist?
5.2 Elektronisches Geschäftskonzept: E-Content, E-Commerce, E-Context oder E-Connection?
5.3 Auf welchem Geschäftsmodell gründet Sweetgood Clothing?
5.4 Welchem Betriebstyp entspricht der Online-Handel von Sweetgood Clothing?

6. Formen von E-Ordering
6.1 Infrage kommende Interaktionsformen für Sweetgood Clothing?
6.2 Sell-Side-Lösungen
6.3 Buy-Side-Lösungen
6.4 Marktplatzlösung

7. Vor- und Nachteile des Online-Unternehmens von Sweetgood Clothing

Literaturverzeichnis

Abbildungsverzeichnis

Abbildung 1: AIDA-Modell nach Elmo Lewis in Anlehnung an SmartMarketingBreaks

Abbildung 2: Vorstellung Sweetgood Clothing auf Babyccino Kids

Abbildung 3: Sweetgood Clothing Charlie Bloomers

Abbildung 4: Google Suchergebnis „100% organic cotton made kids clothing los angeles”

Abbildung 5: Vergleichsprodukt Childrensalon Mini Rodini

Abbildung 6: Express Checkout Optionen Sweetgood Clothing

Abbildung 7: Versand- und Lieferkosten aufgrund der angegebenen Lieferadresse

Abbildung 8: Eigene Abbildung, Verlinkung auf Webshop über Instagram

Abbildung 9: Vergleichsprodukt Childrensalon Mini Rodini

Abbildung 10: Eigene Darstellung in Anlehnung an Studie von PwC 2016, „Store 4.0 – Zukunft des Handels“

Abbildung 11: Vergleich Multichannel vs. Omnichannel (eigene Darstellung in Anlehnung an Paccard E., 2017, URL)

Abbildung 12: E-Ordering als Teilbereich des E-Procurement (eigene Darstellung in Anlehnung an Essay Digitale Transformation der Produktion und des Handels, E-Learning Group

Abbildung 13: Sell-Side-Lösung (eigene Darstellung in Anlehnung an Wirtz B. Electronic Business, S.85)

Abbildung 14: Sell-Side-Lösung (eigene Darstellung in Anlehnung an Wirtz B. Electronic Business, S.85)

Abbildung 15: Sell-Side-Lösung (eigene Darstellung in Anlehnung an Wirtz B. Electronic Business, S.85)

1. Einleitung

Miss Frida ist ein junges Unternehmen, das von einer in England lebenden Spanierin gegründet wurde. Vor dem Hintergrund ihrer Ausbildung in Politikwissenschaft und Marketing hat die Gründerin die Idee verfolgt, anspruchsvolle und ethisch fundierte Kundenwünsche zu erfüllen, indem sie lateinamerikanische Stickkunst in Europa vertreibt. Diese Stickware für Babys wird in lokalen Gemeinschaften in Mexiko produziert und die Hersteller erhalten faire Bezahlungen für die Waren.

Die Website von Miss Frida finden Sie unter: https://www.missfrida.com/

Ein prägnantes Interview mit der Gründerin findet sich hier: https://www.eship.ox.ac.uk/cristina-de-sus-founder-miss-frida

Im Rahmen dieser Arbeit wird aufgrund von unregelmäßigen Wartungsarbeiten das Unternehmen von Lea Bieltveldt Sweetgood Clothing als Alternative untersucht.

1.1 Zielsetzung, Nutzen

Das Ziel dieser Arbeit ist es, zuerst den Online-Shop von Sweetgood Clothing zu untersuchen. Es wird dabei auf die Customer Journey (Onsite- und Offsite-Kanäle) sowie dem Vergleich zu stationärem Handel eingegangen und versucht, Unterschiede sowie Vor- und Nachteile auszuarbeiten. Dazu wird das Unternehmen mit einem anderen Anbieter verglichen, die Sortimentspolitik sowie die E-Ordering Möglichkeiten anhand von Fachlektüren analysiert.

2. Customer Journey

2.1 AIDA-Modell

Der Begriff Customer Journey beschreibt einen Interaktionsprozess bestehend aus verschiedenen Phasen den eine Persona durchläuft, bevor sich diese für den Kauf eines Produktes entscheidet.1 Die Customer Journey wurde erstmals 1898 von Amerikaner E. St. Elmo Lewis im AIDA Modell festgehalten. AIDA steht für Attention, Interest, Desire und Action. Die nachfolgende Darstellung soll dieses Modell veranschaulichen.

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Abbildung 1: AIDA-Modell nach Elmo Lewis in Anlehnung an SmartMarketingBreaks2

In der ersten Phase Attention/Awarness soll die Gewinnung der Aufmerksamkeit einer Persona im Vordergrund stehen. Werbebotschaften, hervorstechende Farbwelten, Typografien sowie emotionale Abbildungen werden in dieser Phase bereits genutzt, um die Aufmerksamkeit des Kunden zu gewinnen. Die zweite Phase Interest soll nun das Interesse einer Persona auf ein Produkt oder einer angebotenen Dienstleistung richten. Dies kann durch eine detaillierte Produktbeschreibung auf der Webseite, Produktfotos, einem Video uvm. erfolgen.3

Anschließend soll in der dritten Phase Desire das Verlangen der Persona erweckt werden, das Produkt besitzen zu wollen. Hier liegt es in der Verantwortung des Verkäufers dafür zu sorgen, dass ein interessierter Konsument zu einem potenziellen Käufer wird. In der letzten Phase Action soll es dann zum Kaufabschluss kommen. In der Praxis wird hier auch meist von einem Call-to-action gesprochen und meint, dass zum Beispiel der Kauf des Produkts oder der Dienstleistung durch einen einfachen Klick, erworben werden kann. Erst nach Abschluss des Kaufs ist das gesamte AIDA-Modell durchlaufen und der Prozess somit beendet.4 Während dem Ablauf dieses Prozesses, kommt die Persona immer wieder mit Kontaktpunkten oder sogenannten Touchpoints in Berührung. Die Anzahl wie auch die Art dieser Touchpoints sind je nach Unternehmen unterschiedlich groß und können online wie auch offline auftreten. Touchpoints sind elementarer Bestandteil der Customer-Experience.5

2.2 Customer Journey Analyse: Sweetgood Clothing

Anhand des im vorigen Abschnitt vorgestellten AIDA-Modells, wird der Online-Auftritt des Unternehmens Sweetgood Clothing vorgestellt und analysiert. Dabei werden ebenfalls die Onsite- wie auch die Offsite-Kundeninteraktionen betrachtet.

2.3 Onsite Marketing Webshop

Beim Onsite Marketing wird vom Vertrieb der Produkte im eigenen Webshop gesprochen. In Bezug auf die Awarness Phase kann gesagt werden, dass Sweetgood Clothing auf verschiedenen Internetplattformen für Babykleidung aufzufinden ist, unter anderem auf Babyccino Kids, welche eine Übersicht von Herstellern von Kleidungsstücken und Spielsachen für Kinder bietet.6 Die Informationsseite über Sweetgood Clothing auf Babyccino Kids ist einfach und übersichtlich strukturiert aufgebaut. Eine Bildergalerie von Kindern getragenen Kleidungsstücken, direkten Verlinken zu Social Media, Informationen zum Herkunftsland und einem kurzen Text über die Entstehungsgeschichte der Gründerin sollen erste Informationen zum Produkt liefern. Mit einem „VISIT SHOP“ Button am Ende soll es der Persona möglich sein, einfach und unkompliziert auf den Webshop zu gelangen. Die Aufmerksamkeit der Persona soll durch die Botschaft am Ende nochmals auf die Intention der Marke und der Produkte gelegt werden: „Sweet, simple and adorable“.7

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Abbildung 2: Vorstellung Sweetgood Clothing auf Babyccino Kids

Die zweite Phase – Interest Phase – soll durch den Besuch des Webshops veranschaulicht werden. Beim Aufruf des Webshops findet die Persona eine übersichtlich strukturierte Seite vor. Nach wenigen Sekunden wird durch eine Popup Meldung darauf aufmerksam gemacht, dass es bei erfolgreicher Anmeldung zum Newsletter einen 20% Gutschein für die erste Bestellung geben soll. Ein Anreiz und weiteres Interesse zum Kauf eines oder mehrerer Produkte soll damit ausgelöst werden. Der Seitenaufbau des Webshops ist zudem sehr abwechslungsreich gestaltet. Zum einen findet eine Persona zuerst Produkte für Jungen, anschließend hat man die Möglichkeit mehr Informationen zur Gründerin Leah Bieltvedt unter „The Story“ in Erfahrung zu bringen.8 Aus der Geschichte heraus wird der Persona erklärt, wie die Gründerin in Berührung mit dem Erstellen von Kleidungsstücken gekommen ist und warum Sie diese Passion zu Ihrem Hauptberuf gemacht hat. Dabei werden Lebensereignisse unter anderem mit Fotografien aus der Kindheit abgebildet. Es ist die Geschichte einer einfachen Mutter mit drei Kindern, die Ihr Hobby zum Beruf machen wollte und hohen Wert auf Handarbeit bei der Produktion der Kleidungsstücke aus der Region wert. Anschließend folgt eine Übersicht der entsprechenden Kollektionen für einen einfachen Zugriff auf Baby-, Mädchen- und Bubenkleidung, um wieder gezielt auf die Produkte zu lenken. Um das Interesse der Kunden an den Produkten weitere zu intensivieren, folgen danach Testimonials von Kunden, welche die Produkte erworben haben und Ihre überaus hohe Zufriedenheit an den Kleidungsstücken äußern. Kurz vor Seitenende gibt es nochmals einen kleinen Absatz mit einer Kurzfassung der Entstehungsgeschichte über die Gründerin und das Unternehmen, sowie direkte weitere Verlinkungen auf die Social Media Kanäle von Sweetgood Clothing auf Facebook, Pinterest und Instagram.

Will sich der potenzielle Käufer spezifisch nach einem Produkt informieren, kann dies über die bereits angesprochenen Rubriken für Babys, Mädchen oder Jungen geschehen. In folgendem Abschnitt wird für die Analyse auf ein Beispiel für Babybekleidung eingegangen. Die Persona hat zu diesem Zeitpunkt bereits konkretes Interesse an einem Produkt. Bei der Auswahl der Kategorie für Babybekleidung im Webshop erscheint eine Übersicht der vorhandenen Produkte.9 Bei der Auswahl des gewünschten Kleidungsstücks, erhält die Persona weitere Informationen bzgl. Material, Preis, Herstellungsland und weiteren Produktabbildungen. Auswahlmöglichkeiten zu Produktfarbe- und Größe können ebenfalls getätigt werden. Die Produktbeschreibung unterscheidet sich an dieser Stelle von jener, die normalerweise erscheint. Die Informationen dazu sind sehr persönlich aus Sicht der Gründerin geschrieben, ähnlich wie die Entstehungsgeschichte zum Unternehmen. Der Hinweis, dass das Produkt von lokalen Herstellern für Kleidungsstücke produziert wird, erscheint ebenfalls in der Beschreibung nach der Information, dass das Kleidungsstück ausschließlich aus 100% organischer Baumwolle besteht.

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Abbildung 3: Sweetgood Clothing Charlie Bloomers

Nun soll in einem weiteren Schritt, das bereits intensivierte Interesse über das Produkt in einen Kauf umgewandelt werden. Dabei entscheidend sind was andere Kunden über das Produkt sagen und wie der Preis im Vergleich zur Konkurrenz ist. Der potenzielle Käufer hat zum einen schon die ersten Rezessionen der Kunden unter Testimonials auf der Startseite einsehen können. Um den Vergleich der Preisstruktur auf die Mitbewerber zu fokussieren, wurden im folgenden Beispiel lediglich Unternehmen aus Los Angeles verglichen, welche ebenfalls mit aus 100% organischer Baumwolle hergestellte Produkte bewerben. Um entsprechende Unternehmen zu finden, wurde die Suchmaschine Google verwendet mit dem Suchbegriff „100% organic cotton made kids clothing los angeles“.10 Die folgende Abbildung zeigt, dass bei entsprechender Suche die Auswahl an Produkten vielfältig und groß ist.

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Abbildung 4: Google Suchergebnis „100% organic cotton made kids clothing los angeles”

Beim Vergleich mit dem Unternehmen Childrensalon und dem Besuch der Webseite, welche als erstes auf der rechten Seite bei den Anzeigen gelistet wird ist zu erkennen, dass dieses Unternehmen global aktiv ist und nicht eigens lokal produzierte Kleidungsstücke produziert.11 Die Produkte können hier durch einen Filter für Umweltfreundliche Materialien gefiltert werden, um einen entsprechenden Vergleich zum Angebot von Sweetgood Clothing bekommen zu können. Dabei gibt es anstelle von 100% organischer Baumwolle den Filter GOTS. GOTS bedeutet „Global Organic Textile Standard“ und beschreibt ein Siegel, welches die Merkmale der Verwendung von biologisch verwendeten Textilfasern zertifiziert, sowie soziale Aspekte, die in der Produktion bis hin zum Handel erfüllt werden müssen.12 In Bezug auf den Preis liegen hierzu vergleichbare Produkte auf einem ähnlichen Niveau, was in der folgenden Abbildung ersichtlich wird.

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Abbildung 5: Vergleichsprodukt Childrensalon Mini Rodini

Wie Eingangs erwähnt vertreibt das Unternehmen Sweetgood Clothing die Produkte nur über den eigenen Webshop, weshalb eine Persona die Produktpreise nicht auf verschiedenen Plattformen vergleichen kann. Daher kann nur ein Vergleich eines Produkts mit den gleichen Produkteigenschaften verglichen werden.

Entscheidet sich der Kunde hierzu für den Erwerb eines Artikels von Sweetgood Clothing, wird der Kaufvorgang, respektive die Action Phase, eingeleitet. Nach Auswahl von Farbe und Größe kann der Artikel direkt in den Warenkorb gelegt oder bezahlt werden. Der Webshop bietet eine Möglichkeit des Express checkouts an, sodass der Kunde nicht lange seine vollständigen Bezahl- und Lieferinformationen hinterlegen muss, was in der folgenden Abbildung veranschaulicht wird.

[...]


1 Vgl. Bergamin S. (Globalisierung und Digitalisierung), S.119

2 Vgl. SmartMarketingBreaks (2019), URL, abgerufen am 24.01.2021

3 Vgl. Ryte (2021), URL, abgerufen am 24.01.2021

4 Vgl. SmartMarketingBreaks (2019), URL, abgerufen am 24.01.2021

5 Vgl. Wolfram B. (Digital Connection), S.18

6 Vgl. Babyccino Kids (2021), URL, abgerufen am 23.01.2021

7 Babyccino Kids (2021), URL, abgerufen am 23.01.2021

8 Vgl. Sweetgood Clothing (2021), URL, abgerufen am 07.02.2021

9 Vgl. Sweetgood Clothing (2021), URL, abgerufen am 07.02.2021

10 Vgl. Google Suchergebnis (2021), URL, abgerufen am 07.02.2021

11 Vgl. Childrensalon (2021), URL, abgerufen am 07.02.2021

12 Vgl. Global Standard GmbH (2021), URL, abgerufen am 07.02.2021

Ende der Leseprobe aus 30 Seiten

Details

Titel
Digitale Transformation im Handel und der Produktion am Beispiel des Online-Shops von Sweetgood Clothing
Hochschule
Fachhochschule des bfi Wien GmbH
Note
1,0
Autor
Jahr
2020
Seiten
30
Katalognummer
V1014641
ISBN (eBook)
9783346410382
ISBN (Buch)
9783346410399
Sprache
Deutsch
Schlagworte
AIDA, Customer Journey, Marketing, Online-Shop, Customer Experience, Handel, Digitalisierung, Digitale Transformation, Vertrieb, Vertriebsstrategie, Unternehmen, Omnichannel, Retail, E-Commerce, E-Business, stationärer Handel, Marktplatz, Sortmientspolitik
Arbeit zitieren
Martin Horvat (Autor), 2020, Digitale Transformation im Handel und der Produktion am Beispiel des Online-Shops von Sweetgood Clothing, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1014641

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