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Aggressives Verhalten bei Grundschulkindern. Möglichkeiten der Entstehung, Prävention und Trainingsprogramme

Titel: Aggressives Verhalten bei Grundschulkindern. Möglichkeiten der Entstehung, Prävention und Trainingsprogramme

Hausarbeit , 2021 , 22 Seiten , Note: 1,3

Autor:in: Laura Tesar (Autor:in)

Pädagogik - Kindergarten, Vorschule, frühkindl. Erziehung
Leseprobe & Details   Blick ins Buch
Zusammenfassung Leseprobe Details

Aufgrund der hohen Anzahl an Kinder, die im Grundschulalter eine erhöhte Gewaltbereitschaft zeigen, stellt sich die Frage nach den Ursachen für dieses Verhalten. Stimmt man der These von Schulleitern zu, sind Eltern die Hauptverantwortlichen für das Verhalten ihres Kindes. Wenn Ursachen primär in der Erziehung liegen, muss hinterfragt werden, wie präventiv und familienunterstützend interveniert werden kann. Dies ist die Fragestellung der Arbeit.

Die Aggressionsbereitschaft von Schülern gegenüber ihrem Lehrer hat in den vergangenen Jahren zugenommen. Jugendliche verbünden sich gegen ihre Lehrer, planen einen Anschlag, wenden körperliche Gewalt an oder provozieren durch Störungen des Unterrichts. Jedoch zeigt sich dieses Verhalten nicht ausschließlich bei Jugendlichen, die sich in der Pubertät befinden, auch in Grundschulen ist die Aggressionsbereitschaft gegenüber Lehrern gestiegen. In Berlin konnte ein um sich schlagender Viertklässler nur noch von der Polizei gestoppt werden. Er wurde wie ein Erwachsener auf das Pult gedrückt und anschließend abgeführt. Einer Studie zu Folge gaben 40Prozent der befragten Grundschullehrer an, mit einem Schüler körperliche Gewalterfahrungen gemacht zu haben. Im Vergleich waren bei Haupt-, Real und Gesamtschullehrern nur 21Prozent betroffen.
Laut einer Grundschulrektorin befinden sich in jeder Klasse ein bis zwei Kinder mit auffälligen und herausfordernden Verhaltensweisen. Die Schulleiter und Lehrer sehen den Ursprung eines solchen Verhaltens in der Erziehung. Sie sind der Meinung, dass viele Eltern keine klaren Regeln aufstellen und eine mangelnde Grenzsetzung die Aggressionsbereitschaft fördert. Des Weiteren haben ihrer Meinung nach, die Kinder zu wenig Ausgleich zur Schule.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

2 Definition „aggressives Verhalten“

2.1 Begriffsbestimmung

2.2 Klassifizierung nach dem ICD 10

2.3 Formen

3 Ursachen von Aggressionen

3.1 Lerntheoretischer Ansatz

3.2 Theorie zur Entstehung nach Patterson und Banks

3.3 Risikofaktoren

3.3.1 Biologische Faktoren

3.3.2 Psychische Faktoren

3.3.3 Soziale Faktoren

4 Maßnahmen zur Verminderung dissozialer Verhaltensweisen

4.1 Prävention im sozialen Umfeld

4.2 Triple P

4.3 Training nach Petermann

5 Fazit

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht das zunehmende aggressive Verhalten bei Kindern im Grundschulalter und analysiert die vielschichtigen Ursachen, die von erzieherischen Aspekten bis hin zu biologischen und psychischen Faktoren reichen. Ziel ist es, Möglichkeiten der präventiven Intervention sowie konkrete Trainingsprogramme aufzuzeigen, um dissoziales Verhalten zu vermindern und Schutzfaktoren zu stärken.

  • Theoretische Grundlagen und Klassifizierung aggressiven Verhaltens
  • Analyse von Ursachen und Risikofaktoren (biologisch, psychisch, sozial)
  • Präventionsansätze im sozialen Umfeld der Schule
  • Evaluierung des Programms Triple P zur Förderung der Erziehungskompetenz
  • Methodische Darstellung des Trainingsprogramms nach Petermann

Auszug aus dem Buch

3.1 Lerntheoretischer Ansatz

Wenn Kinder in Interaktion mit ihrer Umwelt treten entwickelt sich ihre Persönlichkeit. Sie wird von den bestehenden Normen, Werten und Regeln beeinflusst, welche das Kind in seinem sozialen Umfeld beobachten und selbst erfahren kann. Somit tragen soziale Umweltfaktoren, wie die Erziehung und das soziale Lernen, erheblich zu der Persönlichkeitsentwicklung bei und können daher auch den Auslöser für das bestehende Aggressionspotenzial darstellen. Generell wird zwischen drei Lernkonzepten unterschieden:

Die Theorie des klassischen Konditionierens besagt, dass auf einen Reiz immer eine Reaktion folgt. Durch operantes Konditionieren wird diese Reaktion durch eine positive oder negative Konsequenz verstärkt. Die Art der Konsequenz ist entscheidend bei dem Lernprozess. Sie führt dazu, dass ein Verhalten häufiger gezeigt oder vermieden wird. Ein inkonsequenter Erziehungsstil kann dissoziale Verhaltensweisen begünstigen und hervorrufen. Bekommt ein Kind aufgrund von lautem schreien oder beißen im Supermarkt eine Süßigkeit um die Reaktion zu stoppen, wird dieses Verhalten positiv verstärkt.

Es ist somit wahrscheinlich, dass das Kind in diesen oder ähnlichen Situationen selbiges Verhalten zeigt, um erneut eine Belohnung, also eine Süßigkeit, zu erlangen. Das Kind hat gelernt zu schreien und zu beißen um etwas angenehmes zu erfahren. Derselbe Effekt zeigt sich bei einer gleichgültigen Haltung gegenüber dem Kind. Erfährt ein Kind kaum Aufmerksamkeit und Zuwendung für positive Verhaltensweisen, so wird es ein unangemessenes Verhalten zeigen um die Aufmerksamkeit der Bezugspersonen zu bekommen.

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Diese Einleitung thematisiert den Anstieg aggressiver Verhaltensweisen bei Grundschülern und hinterfragt die Rolle der Erziehung sowie die Notwendigkeit präventiver Maßnahmen.

2 Definition „aggressives Verhalten“: In diesem Kapitel wird der Aggressionsbegriff aus psychologischer Sicht definiert und gemäß dem ICD-10 sowie nach verschiedenen Erscheinungsformen klassifiziert.

3 Ursachen von Aggressionen: Dieses Kapitel erläutert theoretische Entstehungsansätze und analysiert die biologischen, psychischen und sozialen Risikofaktoren für aggressives Verhalten bei Kindern.

4 Maßnahmen zur Verminderung dissozialer Verhaltensweisen: Dieses Kapitel stellt praktische Interventionsmöglichkeiten vor, darunter die Prävention im sozialen Umfeld, das Programm Triple P und das spezielle Training nach Petermann.

5 Fazit: Das Fazit fasst zusammen, dass Aggression multikausal bedingt ist und betont die Notwendigkeit einer partnerschaftlichen Zusammenarbeit zwischen Fachkräften und Eltern.

Schlüsselwörter

Aggressives Verhalten, Grundschulalter, Erziehungskompetenz, Prävention, Triple P, Training nach Petermann, dissoziales Verhalten, Risikofaktoren, Impulskontrolle, Emotionsregulation, Sozialpädagogik, Faustlos, Verhaltensstörungen, Gewaltprävention, Familieninteraktion.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit der Zunahme von aggressivem Verhalten bei Kindern im Grundschulalter und den Möglichkeiten, diesem durch Prävention und gezielte Trainingsprogramme entgegenzuwirken.

Welche zentralen Themenfelder werden behandelt?

Die Schwerpunkte liegen auf der Definition von Aggression, der Analyse von Entstehungsursachen und der Vorstellung konkreter Interventionsmaßnahmen wie Triple P oder Trainingskonzepte für Kinder.

Was ist das primäre Ziel der Forschungsarbeit?

Das Ziel ist es, das Verständnis für die Entstehung von aggressivem Verhalten zu schärfen und aufzuzeigen, wie durch familiäre Unterstützung und professionelle Trainings die Gewaltbereitschaft reduziert werden kann.

Welche wissenschaftlichen Ansätze oder Methoden werden verwendet?

Es werden psychologische Lerntheorien, Entwicklungsmodelle nach Patterson und Banks sowie anerkannte Präventions- und Interventionskonzepte wie "Faustlos" und das "Training nach Petermann" wissenschaftlich fundiert herangezogen.

Was ist der Inhalt des Hauptteils?

Im Hauptteil werden zunächst die Begriffsbestimmung und Klassifizierung vorgenommen, gefolgt von einer detaillierten Ursachenanalyse und der Darstellung spezifischer Maßnahmen zur Verminderung dissozialer Verhaltensweisen.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Kernbegriffe sind Aggressives Verhalten, Grundschulalter, Prävention, Erziehungskompetenz, Triple P und das Training nach Petermann.

Welche Rolle spielen "Frühstarter" und "Spätstarter" nach Patterson und Banks?

Diese Differenzierung dient dazu, den zeitlichen Beginn von Aggressionen festzulegen, wobei Frühstarter bereits vor dem 14. Lebensjahr auffällig werden, während Spätstarter erst in der Adoleszenz dissoziales Verhalten zeigen.

Wie unterscheidet sich die Ebene 4 des Triple P Programms von anderen Ebenen?

Ebene 4 richtet sich an Eltern von Kindern mit bereits bestehenden Verhaltensproblemen und fokussiert auf ein intensives Training der Eltern-Kind-Interaktion.

Was beinhaltet der "Detektivbogen" im Training nach Petermann?

Der Detektivbogen ist ein Instrument zur Selbstbeobachtung, mit dem Kinder ihre sozialen Fortschritte eigenständig dokumentieren und durch positives Feedback verstärken können.

Warum ist das Gruppentraining bei Petermann für das Kind hilfreich?

Durch Rollenspiele und das Feedback der Gruppe wird das Kind mit seinem eigenen Verhalten konfrontiert, was ihm hilft, soziale Reaktionen besser zu verstehen und alternatives Verhalten zu erproben.

Ende der Leseprobe aus 22 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Aggressives Verhalten bei Grundschulkindern. Möglichkeiten der Entstehung, Prävention und Trainingsprogramme
Hochschule
FOM Hochschule für Oekonomie & Management gemeinnützige GmbH, München früher Fachhochschule
Veranstaltung
Soziale Arbeit
Note
1,3
Autor
Laura Tesar (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2021
Seiten
22
Katalognummer
V1020314
ISBN (eBook)
9783346412966
ISBN (Buch)
9783346412973
Sprache
Deutsch
Schlagworte
aggression aggressives Verhalten bei Kindern Verhaltensstörung verhaltensauffälligkeiten Grundschule Trainingsprogramm
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Laura Tesar (Autor:in), 2021, Aggressives Verhalten bei Grundschulkindern. Möglichkeiten der Entstehung, Prävention und Trainingsprogramme, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1020314
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Leseprobe aus  22  Seiten
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