Dieser Unterrichtsentwurf handelt von der Beziehung zwischen Mensch, Natur und Umwelt und bespricht Gestaltungsmittel performativer Kunst in der Rezeption und Produktion.
Das Kursthema bezieht sich aus eine Kernproblem des gesellschaftlichen Lebens, das Verhältnis des Menschen zur Natur mit dem Schwerpunkt aus der ökologischen Nachhaltigkeit. Performative Kunst ist ein Arbeitsbereich des Kunstunterrichts und fällt durch der erweiterten Bildbegriff sowohl in der Analyse auch in der Produktion im Erkennen der gestalteten Zusammenhänge von Form und Inhalt unter die Schulung der Bildkompetenz.
Inhaltsverzeichnis
1. Spannungsverhältnis von Natur-Mensch-Umwelt – Das interessiert mich! Performative Annäherung
2. Kursthema
3. Thema der Einheit: Mensch-Natur-Umwelt: Gestaltungsmittel performativer Kunst in der Rezeption und Produktion
4. Bezug zu den Fachanforderungen
5. Hauptintention der Stunde
6. Einbindung in die laufende Unterrichtseinheit
7. Angestrebte und besonders zu fördernde Kompetenzen
8. Angaben zur Lerngruppe, unterrichtliche Voraussetzungen
9. Didaktische Überlegungen und Entscheidungen
10. Methodische Überlegungen und Entscheidungen
11. Verlauf der Stunde/ Raster (60-Minuten)
12. Kurzbesprechung der performativen Handlung in den Gruppen
Zielsetzung & Themen der Unterrichtseinheit
Das primäre Ziel dieser Unterrichtseinheit ist die Auseinandersetzung der Schülerinnen und Schüler mit dem komplexen Spannungsfeld zwischen Natur, Mensch und Umwelt durch die aktive Anwendung und Reflexion performativer Kunststrategien.
- Verknüpfung von künstlerischer Produktion und analytischer Rezeption.
- Erweiterung der Gestaltungskompetenz im Bereich performativer Handlungen.
- Reflexion des Begriffs der Nachhaltigkeit aus einer künstlerischen Perspektive.
- Anwendung performativer Strategien wie Forschen, Involvieren und Nutzen von Sprachbildern.
- Förderung der Urteilsfähigkeit durch den Austausch über beabsichtigte und erzielte Wirkungen von Kunst.
Auszug aus dem Buch
Didaktische Überlegungen und Entscheidungen
Im kunsthistorischen Diskurs scheint es einen Konsens darüber zu geben, dass sich Performances durch das Spektrum an unterschiedlichen Ausprägungen nicht einheitlich definieren lassen. Das liege nach Gabriele Klein unter anderem daran, dass der Begriff zurzeit inflationär gebraucht wird. Sie kontextualisiert das Aufleben des Performativem unter anderem mit der medialen Präsenz und der gesellschaftlichen Relevanz von Protesten unabhängig von der Kunst, aus denen sich historisch betrachtet die Performance entwickelt habe.
Auch laut Ellabeth Jappe ist die Performance als künstlerischer Bewegung direkt aus Demonstrationen hervorgegangen, womit ein inhaltlicher Bogen zu aktueller Umweltdemonstrationen hin zur künstlerischen Perspektive geschlagen wird. Dabei darf der unterschiedliche Kontext nicht vernachlässigt werden, auch wenn sich zunehmend Demonstranten „performative“ auszeichnen und ihre Bedeutung somit legitimieren.
An diese Schnittstelle tritt Heinz Schütt mit einer Kategorisierung von Performances in klassische, körperbasierte Performances und in sich immer stärker öffnende Formen (Nähe zum Theater, abwesende Körper). Diese historische Einteilung folgt dem Versuch der kunstwissenschaftlichen Systematisierung von Performances als Teil der bildenden Kunst und widerspricht der Auffassung, dass als Performance alle Aufführungen gelten könnten, die als solche angekündigt seien.
Zusammenfassung der Kapitel
Spannungsverhältnis von Natur-Mensch-Umwelt – Das interessiert mich! Performative Annäherung: Einführung in das Thema der Einheit durch die visuelle Darstellung studentischer Performance-Experimente.
Kursthema: Definition des inhaltlichen Fokus auf die Beziehung zwischen Mensch und Natur mittels künstlerischer Perspektiven.
Bezug zu den Fachanforderungen: Einordnung der Unterrichtseinheit in die curricular geforderten Kompetenzbereiche des Kunstunterrichts.
Didaktische Überlegungen und Entscheidungen: Theoretische Herleitung der Performance-Definition und Begründung der didaktischen Herangehensweise an die Schülergruppe.
Methodische Überlegungen und Entscheidungen: Erläuterung der unterrichtspraktischen Planung und der gewählten Gruppenarbeitsmethoden zur Aktivierung der Lernenden.
Verlauf der Stunde/ Raster (60-Minuten): Detaillierter zeitlicher Ablauf der Lerneinheit mit den entsprechenden methodischen Phasen.
Schlüsselwörter
Performance, Natur-Mensch-Umwelt, Kunstpädagogik, Gestaltungsmittel, Nachhaltigkeit, Körperbasierte Kunst, Performative Strategien, Bildkompetenz, Ästhetische Praxis, Aktionskunst, Rezeption, Produktion, Reflexion, Vermittlung, Unterrichtsplanung.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Unterrichtseinheit grundlegend?
Die Einheit widmet sich der künstlerischen Auseinandersetzung mit dem Mensch-Natur-Umwelt-Verhältnis durch die Methode der performativen Kunst.
Welches sind die zentralen Themenfelder?
Im Zentrum stehen ökologische Nachhaltigkeit, die Analyse von Performances und die praktische Erprobung künstlerischer Ausdrucksformen.
Was ist das primäre Ziel der Arbeit?
Das Ziel ist es, die Schülerinnen und Schüler zu befähigen, performative Handlungen sowohl analytisch zu durchdringen als auch konzeptionell selbst umzusetzen.
Welche wissenschaftliche Methode kommt zum Einsatz?
Die Arbeit basiert auf einer Kombination aus kunstwissenschaftlicher Theoriebildung und einer fachdidaktischen, methodisch strukturierten Unterrichtsplanung.
Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?
Der Hauptteil befasst sich mit der didaktischen und methodischen Herleitung, der Einbettung in das Curriculum und der konkreten Durchführung der Performance-Collage.
Welche Begriffe charakterisieren die Arbeit am stärksten?
Schlüsselbegriffe sind Performative Kunst, Nachhaltigkeit, Gestaltungsmittel, Vermittlungskompetenz und ästhetische Rezeption.
Warum wird der Begriff "Performance" im Dokument kritisch hinterfragt?
Weil der Begriff aktuell inflationär gebraucht wird und eine einheitliche Definition im kunsthistorischen Diskurs aufgrund verschiedener Ausprägungen schwierig ist.
Wie werden die Schülerinnen und Schüler zur Aktivität angeregt?
Durch einen konkreten Redeanlass mittels eines Zitats und eine methodisch strukturierte Gruppenarbeitsphase zur Planung und Aufführung eigener Performances.
Welche Rolle spielt die "Planungsskizze" in dieser Unterrichtseinheit?
Sie dient als Arbeitsinstrument, um die Reflexion der Schüler über ihre Gestaltungsmittel und die beabsichtigte Wirkung der Performance festzuhalten.
- Citar trabajo
- K. Vell (Autor), 2019, Gestaltungsmittel performativer Kunst im Schulfach Kunst (Oberstufe, Gymnasium). Analyse und praktische Umsetzung, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1021517