Als Sport- und Bewegungstherapeut einer stationären Rehabilitationseinrichtung besteht die Aufgabe, auf Grundlage eines ärztlichen Aufnahmebefundes ein ICF-orientiertes Konzept für die Sport- und Bewegungstherapie zu entwickeln.
Das Konzept richtet sich auf die Diagnose "Myokardinfarkt bei koronarer Dreigefäßerkrankung".
Im Rahmen der Diagnostik wird die Diagnose "Myokardinfarkt bei koronarer Dreigefäßerkrankung" definiert sowie die Epidemiologie, Ursachen, Risikofaktoren und Folgen dargestellt.
Nach der Analyse des Aufnahmebefunds wird eine ICF-orientierte Konzeption entwickelt und die Realisation des Rehabilitationsplans dargestellt.
Inhaltsverzeichnis
1 DIAGNOSTIK – ANALYSE DES AUFNAHMEBEFUNDS
1.1 Definition
1.2 Epidemiologie
1.3 Ursachen, Risikofaktoren und Folgen
1.4 Behandlungsstrategie
1.5 Belastbarkeit und Trainierbarkeit des Patienten
1.6 Evidenzlage
2 ICF-ORIENTIERTE KONZEPTION UND REALISATION
2.1 Zielformulierung
2.2 Ableitung sport- & bewegungstherapeutischer Maßnahmen
2.3 Erstellung des Rehabilitationsplans
3 EVALUATION
Zielsetzung und thematische Schwerpunkte
Das Hauptziel dieser Arbeit besteht darin, auf Basis eines ärztlichen Aufnahmebefundes ein ICF-orientiertes Konzept für die Sport- und Bewegungstherapie bei einem Patienten mit einem Myokardinfarkt bei koronarer Dreigefäßerkrankung zu entwickeln und einen strukturierten Rehabilitationsplan zu erstellen.
- Klinische Charakterisierung des Myokardinfarkts und der koronaren Herzkrankheit
- Epidemiologische Einordnung der Erkrankung in Deutschland
- Analyse der körperlichen Belastbarkeit und Ableitung therapeutischer Maßnahmen nach der ICF-Systematik
- Erstellung eines 4-wöchigen Rehabilitationsplans inklusive Belastungsdosierung
- Festlegung von Evaluationsinstrumenten zur Überprüfung des Therapieerfolgs
Auszug aus dem Buch
1.1 Definition
In den industrialisierten Ländern gehören Herz-Kreislauf-Erkrankungen zu den häufigsten Todesursachen (Florin, Hahlweg, Haag, Brack & Fahrner, 1989, S. 100). Zu den wohl bekanntesten Krankheiten davon zählen die koronare Herzkrankheit (KHK) und der Myokardinfarkt:
Bei der koronaren Herzkrankheit (KHK) handelt es sich um eine Durchblutungsstörung der Herzmuskulatur, die von Einengungen oder Verschlüssen einer oder mehrerer Gefäße verursacht wird. Auf Grund solcher Einengungen oder Verschlüsse kann die Sauerstoffversorgung des Herzmuskels unter Belastung oder auch schon in Ruhe unzureichend sein. Man spricht von einer „Ischämie“ (Minderdurchblutung), die sich klinisch als Angina pectoris (Engegefühl der Brust) bemerkbar macht. (Dietrich & Teupe, o.J., S. 1)
Bei der Dreigefäßerkrankung handelt es sich um eine Form der koronaren Herzkrankheit. Bei dieser Ausprägung liegen in drei Hauptästen der Koronararterien hochgradige Stenosen vor (Antwerpes, Afanasyeva & Schäfer, 2018).
Der Myokardinfarkt ist die Folge der koronaren Herzkrankheit. Konkret handelt es sich um „das Absterben von Herzmuskelzellen aufgrund einer akut auftretenden, länger bestehenden Durchblutungsstörung des Herzmuskels. Seine Ursache ist in den meisten Fällen das Aufbrechen einer koronaren Plaque (schadhafte Herzkranzgefäßwand) mit Thrombusbildung (Gerinnselbildung) und/oder Einblutung“ (Buser et al., 2003, S. 13).
Zusammenfassung der Kapitel
1 DIAGNOSTIK – ANALYSE DES AUFNAHMEBEFUNDS: Dieses Kapitel definiert das Krankheitsbild des Myokardinfarkts, beleuchtet die epidemiologische Lage, identifiziert Risikofaktoren und analysiert die spezifische Belastbarkeit des Patienten für die Therapieplanung.
2 ICF-ORIENTIERTE KONZEPTION UND REALISATION: Hier wird die funktionale Gesundheit des Patienten anhand der ICF-Dimensionen systematisch erfasst, Ziele definiert und daraus ein konkreter sporttherapeutischer Maßnahmenkatalog sowie ein 4-wöchiger Rehabilitationsplan abgeleitet.
3 EVALUATION: Dieses Kapitel benennt die verschiedenen diagnostischen Instrumente und Messverfahren, wie Belastungs-EKG oder Borg-Skala, mit denen der Erfolg der durchgeführten Interventionen objektiv und subjektiv gemessen werden kann.
Schlüsselwörter
Sporttherapie, Myokardinfarkt, koronare Herzkrankheit, ICF, Rehabilitation, Belastbarkeit, Trainingsplan, Kardiologie, Ischämie, Risikofaktoren, Herzsportgruppe, Ergometertraining, Evidenzlage, Prävention, Gesundheitsmanagement.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit befasst sich mit der Erstellung eines ICF-orientierten sport- und bewegungstherapeutischen Konzepts für einen Patienten nach einem Myokardinfarkt im Rahmen einer stationären Rehabilitation.
Was sind die zentralen Themenfelder?
Die Schwerpunkte liegen auf der klinischen Einordnung des Myokardinfarkts, der ICF-basierten Zielsetzung, der Ableitung spezifischer Trainingsmaßnahmen und der Evaluation des Rehabilitationsverlaufs.
Was ist das primäre Ziel der Arbeit?
Das primäre Ziel ist die Entwicklung eines individuellen, evidenzbasierten Rehabilitationsplans, der die körperliche Belastbarkeit des Patienten unter Berücksichtigung seiner kardiologischen Einschränkungen sicher verbessert.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Die Arbeit nutzt eine Literaturanalyse zur Charakterisierung des Krankheitsbildes sowie die ICF-Klassifikation (Internationale Klassifikation der Funktionsfähigkeit, Behinderung und Gesundheit) zur systematischen Erstellung des Rehabilitationsplans.
Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in die diagnostische Analyse des Patienten, die ICF-orientierte Zielformulierung und Maßnahmenplanung sowie die detaillierte Ausarbeitung eines 4-wöchigen Trainingsplans inklusive der Evaluationskriterien.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Zentrale Begriffe sind Sporttherapie, Myokardinfarkt, ICF, Rehabilitation, Belastungsdosierung und kardiovaskuläre Gesundheit.
Warum spielt die Borg-Skala in dieser Arbeit eine wichtige Rolle?
Da der Patient Betarezeptorenblocker einnimmt, ist eine Steuerung über die Herzfrequenz ungenau. Die Borg-Skala ermöglicht eine sicherere Belastungssteuerung basierend auf dem subjektiven Belastungsempfinden.
Wie ist der 4-wöchige Rehabilitationsplan strukturiert?
Der Plan kombiniert medizinische Trainingstherapie, Herzsportgruppen, Ergometertraining sowie Atem- und Entspannungsgymnastik, wobei die Intensität und Dauer der Einheiten im Verlauf der Wochen gesteigert werden.
- Arbeit zitieren
- Elena Maier (Autor:in), 2021, Sport- und Bewegungstherapie. ICF-orientiertes Konzept nach einem Myokardinfarkt, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1021777