Was muss man bei der Erstellung eines Werbekonzeptes beachten? Wie lassen sich die Konsumenten in Zielgruppen einteilen? Und welche Möglichkeiten bzw. welche Kanäle gibt es, um diese zu erreichen?
Diese Fragen sollen im Laufe dieser Projektarbeit beantwortet werden. Zudem soll erläutert werden, was es mit dem Crossmedia-Marketing, den Kommunikationszielen, den Planungs- und Entwicklungsphasen, sowie den Wirkungsweisen von crossmedialen Strategien auf sich hat. Im Grunde wird die Entwicklung einer crossmedialen Werbe- und Kommunikationsstrategie dargelegt
Crossmedia-Kommunikation ist die Antwort von Werbeagenturen, Medienkonzernen und marketingtreibenden Unternehmen auf die Herausforderung, denen sie sich bedingt durch eine veränderte Mediennutzung in der Gesellschaft und die technischen Möglichkeiten der digitalen Medien für ihre Vermarktungskonzepte aktuell stellen müssen. Dabei bedeutet Crossmedia-Kommunikation das Vernetzen der gesamten Palette, der eigenen und der externen, der Off- und Online-Medienangebote eines Unternehmens, nicht nur im Sinne der gekonnten Platzierung einer Botschaft auf mehreren Kanälen oder der einfachen Ausweitung einer Kampagne im Internet.
Crossmediale Kommunikation verfolgt die gezielte, themenorientierte Führung der Zielgruppen von einem Kommunikationsangebot des Unternehmens zu zuvor festgelegten anderen inhaltlichen Angeboten in einem weiteren Medium und sie animiert die einzelnen Rezipienten dazu, selbst in die Weiterverbreitung der inhaltlichen Botschaften einzugreifen.
Dieser Fokus auf textlich und gestalterisch, dem modernen Mediennutzungs- und Rezeptionsverhalten des Adressaten, angepasste Inhalte erfordert neue Strukturen und Profile im Kommunikationsmanagement. Auch die Entwicklung des Marketings 1.0 bis hin zum heutigen Marketing 3.0 hat einige Veränderungen mit sich gebracht. Unternehmen, die heute Marketing 3.0 umsetzen möchten, wollen Verbraucher nicht mehr nur an ihre Produkte und Dienstleistungen binden, sondern wollen diese aktiv mitwirken und mitgestalten lassen. Ihre Meinung zählt. Die Unternehmen sehen die Verbraucher nicht mehr als eine Masse an Abnehmern an und auch nicht mehr als kluge Konsumenten mit Verstand und Herz, wie es im Marketing 2.0 der Fall war, sondern als ganzen Menschen mit Kopf, Herz und Geist. Damit jeder der Konsumenten bestmöglich angesprochen werden kann, werden die Zielgruppen immer kleiner und spezifischer.
Inhaltsverzeichnis
- Abbildungsverzeichnis
- 1 Einleitung
- 2 Definition und Einordnung von Crossmedia-Marketing
- 3 Crossmediale Kommunikationsstrategien
- 3.1 Planungs- und Entwicklungsphasen
- 3.2 Wirkungsweise von crossmedialen Strategien
- 4 Fazit
- Literaturverzeichnis
- Anhang
- Anhang 1: Kommentiertes Literaturverzeichnis
Zielsetzung & Themen
Das primäre Ziel dieser Projektarbeit ist die Entwicklung einer crossmedialen Werbe- und Kommunikationsstrategie, die konkrete Fragen zur Werbekonzept-Erstellung, Zielgruppeneinteilung und Kanalwahl beantwortet.
- Definition und Einordnung von Crossmedia-Marketing
- Die Evolution des Marketings hin zu Marketing 3.0
- Planungs- und Entwicklungsphasen crossmedialer Strategien, inklusive SMART-Modell
- Zielgruppenanalyse mittels des Limbic-Modells und dessen Typologien
- Wirkungsweisen und Synergieeffekte crossmedialer Kampagnen
- Instrumente zur Erfolgsmessung von Kommunikationsmaßnahmen
Auszug aus dem Buch
Definition und Bedeutung von Crossmedia-Marketing
Unter Crossmedia-Marketing versteht man die Nutzung von verschiedenen und aufeinander abgestimmten Kommunikationskanälen zur Bewerbung eines Produktes oder einer Dienstleistung. Als Ergänzung zum klassischen Kommunikationsmix werden insbesondere die neuen, elektronischen Medien eingesetzt. Die Werbeträger werden untereinander vernetzt, um ihre spezifischen Stärken optimal zu nutzen und um somit die höchstmögliche Werbewirkung zu erreichen. Dabei wird eine einheitliche Werbelinie, bzw. Corporate Identity und Corporate Design, genutzt, um einen hohen Wiedererkennungseffekt zu erzielen. Die integrierte Kommunikation umfasst die gesamte Kommunikation einer Marke, also auch die Schritte vor und nach einer Kampagne. Somit stellt Cross Media einen Teil der integrierten Kommunikation dar. Nur unter dem Gesichtspunkt der Integrierten Kommunikation können Kampagnen effektiv crossmedial durchgeführt werden, um die gewünschten Kampagnenziele zu erreichen. Diese sind beispielsweise das exakte Zielgruppen Targeting. Darunter versteht man die Analyse der Zielgruppe, um Streuverluste zu vermeiden und die Mediengewohnheiten der Zielgruppen strategisch zu nutzen. Des Weiteren existieren Kreativitäts- und Innovationsziele, sprich durch eine kreative Ausgestaltung der Werbebotschaft, Aufmerksamkeit zu generieren oder auch Synergieziele, welche die Kommunikationswirkung von Einzelmaßnahmen durch crossmediale Kommunikation multiplizieren sollen.
Crossmedia Marketing ist der sichere Weg, Konsumenten auf allen Ebenen der Medien zu erreichen. Es steht nämlich für den Gebrauch von mindestens zwei verschiedenen Kommunikationskanälen, um eine Dienstleistung bzw. ein Produkt zu vermarkten. Empfehlenswert ist es hierbei, klassische Medienkanäle wie beispielsweise Zeitungen, TV und Plakate, die auch Paid Media genannt werden, mit neuen Medienkanälen wie zum Beispiel Internet und Social Networks zu kombinieren. Diese fallen unter die Begriffe Owned und Earned Media und stellen damit die eigenen und fremden Kanäle zur Vermarktung von Werbung dar. Somit können crossmediale Synergieeffekte eintreten, da ein reichweitenstarker Werbekanal mit einem interaktiven Responsekanal verknüpft wird. In der Praxis wird dies oftmals nicht beachtet. Ganze Budgets werden für teure Offline-Kampagnen aufgebraucht, ohne an die Möglichkeiten der Online Medien zu denken. Häufig finden Konsumenten deshalb nicht die gesuchte Website oder anderes Infomaterial zu den Themen, auf die sie aufgrund einer guten Offline-Kampagne aufmerksam geworden sind. Im schlimmsten Fall ist die Konkurrenz schneller und wirbt die potenziellen Verbraucher ab. Aus diesem Grund ist es wichtig Websites ansprechend zu gestalten.
Zusammenfassung der Kapitel
Einleitung: Die Arbeit untersucht die Entwicklung crossmedialer Werbe- und Kommunikationsstrategien als Antwort auf den Medienwandel und adressiert Herausforderungen der Kundengewinnung.
Definition und Einordnung von Crossmedia-Marketing: Definiert Crossmedia-Marketing als vernetzte Nutzung verschiedener Medienkanäle zur Steigerung der Werbewirkung, unter Betonung integrierter Kommunikation und Markenstärke.
Crossmediale Kommunikationsstrategien: Erläutert die Planung und Konzeption effektiver crossmedialer Ansätze zur themenorientierten Kundenansprache, die Mehrwert über verschiedene Medien bieten.
Planungs- und Entwicklungsphasen: Beschreibt detailliert die strategischen Schritte, von der präzisen Zielsetzung (SMART-Modell) über die Zielgruppenanalyse (Limbic-Modell) bis zur Kanalwahl und Erfolgsmessung.
Wirkungsweise von crossmedialen Strategien: Stellt sechs Effekte crossmedialer Kampagnen dar, darunter erhöhte Glaubwürdigkeit, Wahrnehmung und ein Multiplikator-Effekt, sowie der Einfluss auf Kaufverhalten.
Fazit: Resümiert die Notwendigkeit strategischer crossmedialer Konzepte zur erfolgreichen Kundenansprache in einem informationsüberfluteten und wettbewerbsintensiven Markt.
Schlüsselwörter
Crossmedia-Marketing, Kommunikationsstrategie, Werbebotschaft, Zielgruppentargeting, Marketing 3.0, Limbic Map, SMART-Modell, Synergieeffekte, Markenbindung, digitale Medien, Kampagnenmanagement, integrierte Kommunikation.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Es geht um die Entwicklung crossmedialer Werbe- und Kommunikationsstrategien.
Was sind die zentralen Themenfelder?
Definition, Planung und Wirkungsweise von Crossmedia-Marketing.
Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?
Effektive Werbekonzept-Erstellung, Zielgruppen- und Kanalwahl.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Deskriptive Analyse von Fachliteratur zur Konzeptentwicklung.
Was wird im Hauptteil behandelt?
Crossmedia-Definition, Planungsphasen und Wirkungsweisen.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Crossmedia, Strategie, Marketing 3.0, Limbic, SMART, Synergie.
Was ist der Unterschied zwischen "Sales" und "Branding" als Kommunikationsziele?
"Sales" fokussiert Umsatz, "Branding" Markenbekanntheit/-image.
Wie hilft das Limbic-Modell bei der Zielgruppendefinition?
Zur Einteilung von Zielgruppen in Charaktertypen basierend auf Emotionen.
- Quote paper
- Anonym (Author), 2020, Entwicklung einer crossmedialen Werbe- und Kommunikationsstrategie, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1022191