In den letzten Jahren hält das konjunkturelle Hoch des Handwerks an. Die Auftragslage und der Umsatz der Betriebe steigen. Insbesondere die anhaltende Niedrigzinsphase kommt dem Bauhandwerk zugute. In einem Interview mit Deutschlandfunk im Jahr 2018 schätzte Hans Peter Wollseifer, dass dem Handwerk rund 300.000 Fachkräfte fehlen. Dies spiegele sich auch in der Wartezeit der Handwerkskunden wider. Im Gesamthandwerk betrage die Wartezeit für Aufträge circa zwei bis drei Monate. Wie auch bei anderen Branchen, ist dieser Fachkräftemangel auf den demographischen Wandel zurückzuführen. Zudem kommt hinzu, dass Jugendliche heutzutage eher zu einer Bürotätigkeit oder gar akademischen Laufbahn tendieren. Das folgende Essay greift die Problematik der Personalbeschaffung im Handwerk auf. Das Ziel ist es, konkrete und anwendbare Methoden des Personalmarketings im Handwerk zur Beschaffung neuer Mitarbeiter darzustellen. Die Ausarbeitung bezieht sich dabei auf kleine bis mittlere Handwerksbetriebe.
Inhaltsverzeichnis
- Textteil
- Literaturverzeichnis
Zielsetzung und Themenschwerpunkte
Dieses Essay befasst sich mit der Problematik der Personalbeschaffung im Handwerk und zielt darauf ab, konkrete und anwendbare Methoden des Personalmarketings zur Gewinnung neuer Mitarbeiter in kleinen und mittleren Handwerksbetrieben aufzuzeigen.
- Herausforderungen des Fachkräftemangels im Handwerk
- Die Bedeutung von Employer Branding im Handwerk
- Die Identifizierung der Zielgruppe und deren Bedürfnisse
- Internes und externes Personalmarketing im Handwerk
- Die Bedeutung von Mitarbeitermotivation und -bindung
Zusammenfassung der Kapitel
- Kapitel 1: Dieses Kapitel beleuchtet den Fachkräftemangel im Handwerk, der durch den demografischen Wandel und die Attraktivität anderer Branchen für junge Menschen verstärkt wird. Es stellt die Bedeutung des Personalmarketings im Handwerk dar und erklärt die Einordnung des Personalmarketings in die Corporate Brand.
- Kapitel 2: Dieses Kapitel behandelt die Bedeutung des Employer Branding für Handwerkbetriebe. Es zeigt auf, wie Unternehmen ihre Stärken und die Unterschiede zu Wettbewerbern herausarbeiten können und gibt Tipps für eine Bestandsaufnahme des eigenen Betriebes.
- Kapitel 3: Dieses Kapitel befasst sich mit der Identifizierung der Zielgruppe im Handwerk und analysiert die Altersstruktur der Beschäftigten. Es zeigt auf, dass die Bedürfnisse verschiedener Altersgruppen im Handwerk berücksichtigt werden müssen, und betont die Bedeutung von flexiblen Arbeitsmodellen und Weiterbildungsmöglichkeiten.
- Kapitel 4: Dieses Kapitel erklärt die Unterschiede zwischen internem und externen Personalmarketing und betont die Bedeutung des internen Personalmarketings für die Außenwirkung eines Unternehmens. Es erläutert die Bedeutung von Einarbeitungsplänen für neue Mitarbeiter und die Förderung von Mitarbeiterentwicklung durch Weiterbildungen.
Schlüsselwörter
Personalmarketing, Handwerk, Fachkräftemangel, Employer Branding, Mitarbeitermotivation, Mitarbeiterbindung, Zielgruppe, internes Personalmarketing, externes Personalmarketing, Einarbeitung, Weiterbildung
Häufig gestellte Fragen
Warum herrscht im Handwerk ein so großer Fachkräftemangel?
Der Mangel ist auf den demografischen Wandel zurückzuführen sowie auf den Trend bei Jugendlichen, eher akademische Laufbahnen oder Bürotätigkeiten zu wählen. Aktuell fehlen im deutschen Handwerk rund 300.000 Fachkräfte.
Was versteht man unter Employer Branding im Handwerk?
Employer Branding bedeutet, den eigenen Betrieb als attraktive Arbeitgebermarke zu positionieren. Handwerksbetriebe müssen ihre Stärken und Alleinstellungsmerkmale herausarbeiten, um sich vom Wettbewerb abzuheben.
Was ist der Unterschied zwischen internem und externem Personalmarketing?
Externes Personalmarketing zielt auf die Gewinnung neuer Mitarbeiter ab (z. B. Stellenanzeigen). Internes Personalmarketing fokussiert sich auf die Bindung und Motivation der vorhandenen Belegschaft, was wiederum positiv auf die Außenwirkung strahlt.
Wie können kleine Handwerksbetriebe ihre Attraktivität steigern?
Durch flexible Arbeitszeitmodelle, gezielte Weiterbildungsmöglichkeiten, strukturierte Einarbeitungspläne für neue Mitarbeiter und eine wertschätzende Unternehmenskultur.
Welche Rolle spielt die Zielgruppenidentifikation?
Betriebe müssen verstehen, welche Altersgruppen sie ansprechen wollen. Jüngere Generationen haben andere Bedürfnisse (z. B. Work-Life-Balance) als erfahrene Fachkräfte, was in der Ansprache berücksichtigt werden muss.
- Citar trabajo
- Andre Maier (Autor), 2021, Personalmarketing im Handwerk. Methoden zur Beschaffung neuer Mitarbeiter, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1024541