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Das Frauenbild in Susan Hillers Werk PSI Girls

Title: Das Frauenbild in Susan Hillers Werk PSI Girls

Term Paper , 2018 , 17 Pages , Grade: 1,7

Autor:in: Aileen Ramm (Author)

Art - Photography and Film
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Summary Excerpt Details

Susan Hillers Werk macht auf den noch immer problematischen Stereotyp Frau im Hollywood Blockbuster aufmerksam. Die Protagonistinnen sind nicht länger Randfigur des Geschehens, gleichberechtigt sind sie aber erst durch ihre psychische Übermacht. Die Blickstruktur ist noch immer patriarchal geprägt und setzt die Frau herab, indem sie diese als Spektakel auftreten lässt.

Der vorgefertigte Stereotyp der weiblichen Protagonistin war lange Zeit eintönig und herabsetzend. Die Frau wurde meist als Jungfer in Nöten dargestellt und war auf die Hilfe eines Mannes angewiesen. Dieser archaische Rollentyp hielt sich in der patriarchal geprägten Filmszene Hollywoods besonders lange und war für dessen voyeuristische Kameraführung profitabel. Wegen ihrer im Durchschnitt schwächeren Statur wurden die Frau als natürlich unterlegen angesehen, was natürlich auch in den Medien aufgefasst wurde. Frauen wurden bis 1970 oft als Randfiguren im Film dargestellt und waren eher anschauliche Dekorobjekte statt Akteure.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

I. Einleitende Anschauungen

1.1 Weibliche Rollentypen in den Medien

II. Hauptteil

2.1 Werkbeschreibung

2.2 Verwendetes Bildmaterial

2.3 Unterschiede von Werk und Film

2.4 Art der Paranormalen Kräfte

2.5 Das Frauenbild in PSI Girls

2.6 Vergleich mit dem Frauenbild in Carrie

III. Resümee

3.1 Die Kulturkritik PSI Girls´

Zielsetzung und Themen

Die Arbeit untersucht die Darstellung junger Frauen in Susan Hillers Videoinstallation PSI Girls im Kontext der filmischen Repräsentation von Weiblichkeit und übersinnlichen Kräften. Das zentrale Forschungsziel ist es, aufzuzeigen, wie Hiller durch die Dekonstruktion von Hollywood-Stereotypen die patriarchale Blickstruktur hinterfragt und die Verbindung von weiblicher Macht mit Bedrohung und voyeuristischem Spektakel kritisch beleuchtet.

  • Analyse der Konstruktion weiblicher Identität in Hollywood-Blockbustern des 20. Jahrhunderts.
  • Untersuchung der Bedeutung von PSI Girls als Werk der Installationskunst und Kulturkritik.
  • Vergleich der Rollendarstellung von jungen Mädchen mit übersinnlichen Fähigkeiten in verschiedenen Genres.
  • Hinterfragung der männlichen Blickstruktur und voyeuristischer Sehgewohnheiten im Film.
  • Kritische Gegenüberstellung des Frauenbildes in PSI Girls mit dem Horrorklassiker Carrie.

Auszug aus dem Buch

2.5 Das Frauenbild in PSI Girls

Die im Werk gezeigten Mädchen wirken machtvoll und souverän. Dank ihrer Fähigkeiten sind sie ihrem Umfeld überlegen und stellen eine ernstzunehmende Gefahr dar. Das Werk macht darauf aufmerksam, warum genau dies problematisch ist: eine Frau ist dem Mann erst überlegen beziehungsweise gleichberechtigt, wenn sie übermenschliche Kräfte besitzt. Eine normale Frau hat somit keine Möglichkeit diesen Stand zu erreichen. Obwohl die Darstellung von Frauen im Film facettenreicher wird, herrschen noch immer Stereotypen. Frauen gelten weiterhin als andächtige, liebliche Wesen, die den Schutz eines Mannes benötigen. In PSI Girls basiert die gesamte Macht und Souveränität der Mädchen auf ihren psychischen Fähigkeiten. Ihre Selbstermächtigung ist erst durch Genmutation möglich und so wird suggeriert, dass die Frauen der Realwelt nicht zu solchem fähig wären.

Die Unwirklichkeit des Geschehens macht die Frauen im Film zum Spektakel für den Zuschauer. Viele Hollywoodfilme sind gezielt auf diese Form des Voyeurismus ausgelegt und lassen die Protagonistinnen als Show Akt für den Betrachter auftreten. Hillers Werk hingegen entschärft diese Blickstruktur indem sie diesen mit visueller und auditiver Sinnesüberlastung in das Werk integriert. So wird dieser gezwungen die Rolle des Voyeuristen für eine Beziehung zum Werk aufzugeben. Umso stärker tut sich hier die Kritik am voyeuristischen Film hervor.

Zusammenfassung der Kapitel

I. Einleitende Anschauungen: Dieses Kapitel führt in die historische Darstellung der Frau als "Jungfer in Nöten" im patriarchal geprägten Kino ein und beschreibt den Wandel hin zu aktiveren, wenn auch oft stereotypisierten Frauenbildern.

II. Hauptteil: Der Hauptteil analysiert detailliert Susan Hillers PSI Girls, das verwendete Filmmaterial, die Modifikationen für die Installation sowie die spezifische Art der dargestellten paranormalen Kräfte und zieht Vergleiche zu anderen Filmen wie Carrie.

III. Resümee: Hier werden die Ergebnisse zusammengeführt, wobei die Arbeit Hillers als Kulturkritik verstanden wird, die patriarchale Sehgewohnheiten entlarvt und das Hexenbild als Ausdruck der Selbstermächtigung im Spannungsfeld zur Bedrohung reflektiert.

Schlüsselwörter

Susan Hiller, PSI Girls, Frauenbild, Hollywood-Stereotypen, Voyeurismus, Weiblichkeit, Übersinnliche Kräfte, Installationskunst, Kulturkritik, Patriarchale Blickstruktur, Hexenbild, Selbstermächtigung, Carrie, Genmutation, Medienanalyse

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit grundlegend?

Die Arbeit analysiert die Videoinstallation PSI Girls von Susan Hiller und deren kritische Auseinandersetzung mit der Darstellung junger Frauen und weiblicher Macht im Hollywood-Film des 20. Jahrhunderts.

Welche zentralen Themenfelder stehen im Fokus?

Die Themen umfassen die Dekonstruktion filmischer Rollenbilder, die Verbindung von Weiblichkeit und übernatürlichen Kräften sowie die Untersuchung voyeuristischer Blickstrukturen in der Gesellschaft.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es aufzuzeigen, wie Hillers Werk die patriarchale Wahrnehmung von Frauen als "Spektakel" kritisiert und hinterfragt, warum weibliche Souveränität in den Medien oft an übernatürliche Fähigkeiten gekoppelt wird.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Autorin nutzt eine filmwissenschaftliche und kulturkritische Analyse, indem sie die ausgewählten Filmszenen in PSI Girls sowie den Vergleichsfilm Carrie in den Kontext soziokultureller Stereotypen setzt.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil befasst sich mit der Werkbeschreibung, dem Einsatz von Bildmaterial, dem Vergleich zwischen den Filmvorlagen und der Installation sowie der Analyse der dargestellten paranormalen Kräfte und Rollenbilder.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind unter anderem Frauenbild, Voyeurismus, PSI Girls, kulturelle Kritik, patriarchale Strukturen und mediale Selbstermächtigung.

Warum spielt der Film Carrie eine besondere Rolle für die Argumentation?

Carrie dient als komplementäres Beispiel, um zu illustrieren, wie Weiblichkeit und übernatürliche Kräfte im Horrorkontext zu einer monströsen und tragischen Bedrohung umgedeutet werden, im Gegensatz zur bewussten Souveränität in PSI Girls.

Wie unterscheidet sich die Darstellung in PSI Girls von herkömmlichen Hollywoodfilmen?

Hiller verändert das Ausgangsmaterial (Schnitt, Farbe, Ton), um den Fokus vom eigentlichen Filmplot auf die gemeinsame Symbolik der "PSI Girls" zu lenken, wodurch der Zuschauer gezwungen wird, seine voyeuristische Rolle zu hinterfragen.

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Details

Title
Das Frauenbild in Susan Hillers Werk PSI Girls
College
University of Hamburg
Grade
1,7
Author
Aileen Ramm (Author)
Publication Year
2018
Pages
17
Catalog Number
V1024782
ISBN (eBook)
9783346428837
ISBN (Book)
9783346428844
Language
German
Tags
Moderne Kunst PSI PSI Girls Susan Hiller Multimedia Installation Installationskunst
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Aileen Ramm (Author), 2018, Das Frauenbild in Susan Hillers Werk PSI Girls, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1024782
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