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Künstliche Intelligenz (KI) in der Bewerberauswahl. Wie beeinflusst die Quantität der zu Verfügung stehenden Informationen die Qualität der Entscheidung?

Titel: Künstliche Intelligenz (KI) in der Bewerberauswahl. Wie beeinflusst die Quantität der zu Verfügung stehenden Informationen die Qualität der Entscheidung?

Hausarbeit (Hauptseminar) , 2020 , 16 Seiten , Note: 1,3

Autor:in: Dorothea Winter (Autor:in)

BWL - Unternehmensethik, Wirtschaftsethik
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Diese Arbeit beschäftigt sich mit der These, dass auf KI (Künstliche Intelligenz) basierende Bewerberauswahlprozesse im Vergleich zum Menschen auf eine höhere Informationsquantität und eine höhere Informationsqualität zurückgreifen und daher optimale Entscheidungsergebnisse liefern können.

Zur Begründung dieser These wird es erforderlich sein, aufzuzeigen, wie optimale Entscheidungen zustande kommen, wie sich menschliche und auf KI basierende Entscheidungsprozesse unterscheiden und welche Vorteile auf KI basierende Bewerberauswahlprozesse ermöglichen.

In zunehmendem Maße setzen Unternehmen auf Künstliche Intelligenz (KI) basierende Bewerberauswahlprozesse ein. Dabei wird stillschweigend vorausgesetzt, dass auf KI basierende Bewerberauswahlprozesse bessere Entscheidungsergebnisse liefern als menschliche Entscheider. Die Stichhaltigkeit dieser Annahme soll in der nachfolgenden Untersuchung geklärt werden.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Allgemeine Grundlagen der Bewerberauswahl

2.1. Vertragsfreiheit und Entscheidungssituation in der Bewerberauswahl

2.2. Optimale Entscheidung: Informationsqualität und Informationsquantität in der Bewerberauswahl

3. KI versus Mensch in der Bewerberauswahl

3.1. Der Mensch in der Bewerberauswahl

3.2. KI in der Bewerberauswahl allgemein

3.3. Wasabi Waiter in der Bewerberauswahl

4. Ordnungsethische Implikationen auf KI basierender Bewerberauswahlprozesse

5. Conclusio

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht die These, dass KI-basierte Bewerberauswahlprozesse aufgrund einer höheren Informationsquantität und -qualität zu optimaleren Entscheidungsergebnissen führen als menschliche Entscheider. Dabei wird analysiert, wie diese Systeme funktionieren, welche Rolle sie in der modernen Arbeitswelt spielen und welche ordnungsethischen Implikationen mit ihrem Einsatz verbunden sind.

  • Vergleich von menschlichen und KI-gestützten Entscheidungsprozessen
  • Optimierung der Informationsmenge und -qualität bei der Personalauswahl
  • Analyse des KI-Systems "Wasabi Waiter" als Praxisbeispiel
  • Ordnungsethische Betrachtung automatisierter Auswahlprozesse
  • Diskussion von Diskriminierungsrisiken und Marktkorrekturmechanismen

Auszug aus dem Buch

3.3. Wasabi Waiter in der Bewerberauswahl

Wasabi Waiter fußt auf den neusten Erkenntnissen und Trends in der HRM-Forschung. Diese hat jüngst einen Paradigmenwechsel von einer Erfahrungs- und Erfolgsmessung hin zur Kompetenz- und Potenzialmessung vollzogen – d. i. weg von der Suche nach den „Besten“ hin zur Suche nach den „Passendsten“ (Dräger und Müller-Eiselt 2019, S. 81). Denn in zahlreichen Big Data Analysen wurde herausgearbeitet, dass weder Erfahrungs-, noch Erfolgsfaktoren, wie z. B. das Renommée der Universität noch der Examensdurchschnitt, entscheidend für den Erfolg des späteren Karriereverlaufs sind (Bryant 2013). Softwaresysteme wie Wasabi Waiter können folglich dazu beitragen, einer wachsenden Zahl von Mitarbeitern die Berufschancen zu eröffnen – auch denjenigen, die bis dato aufgrund ihrer biografischen Daten aussortiert wurden (Bryant 2013).

Das ist deshalb der Fall, weil Wasabi Waiter in seiner Funktionsweise auf die optimale Menge relevanter Informationen hin ausgelegt wurde. Über diesen funktionalen Aspekt hinaus, tragen algorithmische Systeme wie Wasabi Waiter das in Abschnitt 2.1. angesprochene ordnungsethische Versprechen (Lütge und Uhl 2018) in sich, durch automatisierte Entscheidungen gerechteren Zugang zu gesellschaftlich knappen Gütern zu ermöglichen. Doch damit dieses Versprechen eingelöst wird, muss u. a. Diskriminierung ausgeschlossen werden können (Dräger und Müller-Eiselt 2019, S. 81). Wie kann Wasabi Waiter diesen funktionalen und ordnungsethischen Ansprüchen genügen?

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Einführung in die Thematik der KI in der Bewerberauswahl und Aufstellung der Forschungsthese bezüglich optimaler Entscheidungsergebnisse durch höhere Informationsquantität und -qualität.

2. Allgemeine Grundlagen der Bewerberauswahl: Erläuterung der rechtlichen Rahmenbedingungen der Vertragsfreiheit und Definition des Begriffs der optimalen Entscheidung im Kontext der Bewerberauswahl.

3. KI versus Mensch in der Bewerberauswahl: Detaillierter Vergleich zwischen der menschlichen Personalauswahl und KI-gestützten Verfahren unter Einbeziehung von "Wasabi Waiter" als konkretes Anwendungsbeispiel.

4. Ordnungsethische Implikationen auf KI basierender Bewerberauswahlprozesse: Untersuchung der wirtschaftsethischen Aspekte und der moralischen Normenbegründung beim Einsatz von Algorithmen in Auswahlprozessen.

5. Conclusio: Zusammenfassende Bestätigung der eingangs aufgestellten These, dass KI durch Datenverarbeitung und Methodik zu besseren und gerechteren Entscheidungen beitragen kann.

Schlüsselwörter

Künstliche Intelligenz, Bewerberauswahl, Informationsqualität, Big Data, Wasabi Waiter, Wirtschaftsethik, Vertragsfreiheit, Personalauswahl, Entscheidungsprozess, Algorithmus, Diskriminierung, Kompetenzmessung, HRM, Informatik, Rationalität

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit grundlegend?

Die Arbeit analysiert, wie KI-basierte Prozesse die Qualität von Bewerberauswahlverfahren verbessern können, indem sie die Informationsgrundlage optimieren.

Was sind die zentralen Themenfelder der Publikation?

Die zentralen Themen umfassen Personalauswahl, künstliche Intelligenz, ökonomische Entscheidungstheorie und die ordnungsethische Bewertung digitaler Prozesse.

Welches primäre Ziel verfolgt die Forschungsarbeit?

Das Ziel ist es zu belegen, dass KI-Systeme aufgrund einer überlegenen Informationsverarbeitung besser dazu in der Lage sind, "passende" Bewerber zu identifizieren als menschliche Entscheider.

Welche wissenschaftliche Methode kommt zum Einsatz?

Die Arbeit nutzt einen analytischen Ansatz, der spieltheoretische Konzepte und wirtschaftsethische Theorien (insbesondere im Sinne der Hobbes'schen Vertragskonzeption) auf die aktuelle Personalpraxis anwendet.

Was wird im Hauptteil der Untersuchung behandelt?

Der Hauptteil befasst sich mit dem Vergleich zwischen menschlichen HRM-Entscheidern und KI-Systemen, der Funktionsweise von Big-Data-Analysen sowie dem spezifischen Beispiel des "Wasabi Waiter"-Systems.

Durch welche Schlagworte lässt sich die Arbeit am besten charakterisieren?

Die Arbeit lässt sich durch Begriffe wie KI-Bewerberauswahl, Informationsrelevanz, Big Data, Wirtschaftsethik und Kompetenzmessung definieren.

Wie unterscheidet sich "Wasabi Waiter" von klassischen Auswahlverfahren?

Im Gegensatz zur klassischen Prüfung von Zeugnissen bewertet "Wasabi Waiter" Kandidaten mittels eines Computerspiels, das Persönlichkeitsmerkmale und Kompetenzen direkt in einer simulierten Stresssituation erfasst.

Welche ordnungsethischen Bedenken werden im Text diskutiert?

Es wird kritisch beleuchtet, ob Algorithmen Vorurteile ihrer Programmierer oder veraltete Datensätze übernehmen können, was zu ungewollter Diskriminierung führen kann, wobei der Wettbewerb als Korrektiv fungiert.

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Details

Titel
Künstliche Intelligenz (KI) in der Bewerberauswahl. Wie beeinflusst die Quantität der zu Verfügung stehenden Informationen die Qualität der Entscheidung?
Hochschule
Ludwig-Maximilians-Universität München  (FAKULTÄT FÜR PHILOSOPHIE, WISSENSCHAFTSTHEORIE UND RELIGIONSWISSENSCHAFT)
Veranstaltung
Wirtschaftsethik
Note
1,3
Autor
Dorothea Winter (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2020
Seiten
16
Katalognummer
V1025322
ISBN (eBook)
9783346441850
ISBN (Buch)
9783346441867
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Bewerberauswahltool Künstliche Intelligenz Wirtschaftsethik KI Unternehmensethik
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Dorothea Winter (Autor:in), 2020, Künstliche Intelligenz (KI) in der Bewerberauswahl. Wie beeinflusst die Quantität der zu Verfügung stehenden Informationen die Qualität der Entscheidung?, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1025322
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Leseprobe aus  16  Seiten
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