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Lyrik und (Un-)Übersetzbarkeit von poetischen Werken anhand von Joana da Gamas "Soneto"

Title: Lyrik und (Un-)Übersetzbarkeit von poetischen Werken anhand von Joana da Gamas "Soneto"

Term Paper (Advanced seminar) , 2021 , 18 Pages , Grade: 1,3

Autor:in: Anonym (Author)

Cultural Studies - Miscellaneous
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Summary Excerpt Details

Die vorliegende Seminararbeit soll sich mit den auftretenden Schwierigkeiten bei der Übersetzung von Lyrik befassen und sich somit mit der These der Unübersetzbarkeit und Übersetzbarkeit von lyrischen Werken auseinandersetzen. Ziel der Arbeit ist es der portugiesischen Poetin Joana da Gama eine Stimme zu verleihen. Sie gilt als moderne Frau, die ihrer Zeit voraus war. Dabei ist ihr größtes Werk Ditos da Freira, in welchem ihr Gedicht Soneto veröffentlicht wurde. Dieses soll Forschungsgegenstand dieser Seminararbeit sein. Dafür wurde das Sonett da Gamas aus dem Werk von Vanda Anastácio (2013) Uma Antologia Improvável? A escrita das mulheres (1495-1830) entnommen.

Im Rahmen der Seminararbeit soll zunächst geklärt werden, was unter Lyrik überhaupt zu verstehen ist und eine mögliche Definition gegeben werden. Des Weiteren soll auf den historischen Hintergrund der Epoche und auf Joana da Gamas Leben selbst eingegangen werden, um zu verstehen, welche Themen ihre Zeit und ihr Leben prägten und deshalb möglicherweise Inhalt ihrer Gedichte wurden. Folgend wird das Gedicht Soneto auf die formellen Merkmale analysiert, welche später bei der Übersetzung beachtet werden müssen. Weiterhin wird eine Interpretation des Gedichtes selbst dargelegt. Daraufhin folgt eine Analyse der angefertigten Übersetzung mit etwaigen Schwierigkeiten und Kommentaren zu einzelnen übersetzten Abschnitten. Abschließend wird das Ergebnis der Analyse dargestellt und ein Fazit gezogen.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

2 Definition Lyrik

3 Forschungsobjekt

3.1 Historische Epoche

3.2 Poetin Joana da Gama

3.3 Werk Ditos da Freira

4 Merkmale Sonett

4.1 Ursprung

4.2 Im Deutschen

4.3 Im Portugiesischen

5 Soneto

5.1 Gedichtanalyse

5.1.1 Formale Merkmale

5.1.2 Interpretation

5.2 Übersetzungsanalyse

5.2.1 Formale Merkmale

5.2.2 Interpretation

6 Ergebnis der Analyse

7 Schlussbemerkung

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die grundlegende Problematik der Übersetzbarkeit lyrischer Werke und setzt sich kritisch mit der These auseinander, ob diese Gattung als unübersetzbar zu betrachten ist. Ziel ist es, der portugiesischen Poetin Joana da Gama eine wissenschaftliche Stimme zu verleihen und ihr Werk Soneto exemplarisch einer Übersetzungs- und Interpretationsanalyse zu unterziehen.

  • Debatte um die (Un-)Übersetzbarkeit von Lyrik
  • Biografischer und historischer Kontext der Renaissance-Dichterin Joana da Gama
  • Analyse der formalen und inhaltlichen Merkmale des Werkes Ditos da Freira
  • Methodische Untersuchung der Übersetzungsschwierigkeiten am Beispiel des Sonetts

Auszug aus dem Buch

5.1.2 Interpretation

Die vier Strophen des Sonetts bilden eine eigene Sinneinheit, wobei der Gedanke der zweiten Strophe an den Anfang der dritten Strophe übertragen wurde. Da Gama spricht den Leser direkt an und bindet ihn gar in das Gesagte mit ein, indem sie kein lyrisches Ich, sondern stattdessen die ‚nós‘-Form verwendet. Dies führt zu einem direkten Kontakt zwischen der Poetin und dem Leser. Da Gama stellt sich nicht über die Leserschaft, sondern sieht sich auf derselben Ebene wie diese. Weiterhin ist in dem Gedicht da Gamas Leben als weltliche Nonne wiederzufinden. So spricht sie am Anfang des Sonetts von Erwartungen oder Hoffnungen, später von den Tugenden und dann direkt von Gott selbst, verwendet also Themen der Religion und des Glaubens in Soneto.

Die erste Strophe handelt vom eigenen Begehren. Da Gama sagt aus, dass der Mensch sich von langwierigen Erwartungen lösen kann, wenn er oder sie das eigene Begehren zügelt. Da die Menschen immer auf das Eintreten dieser Erwartungen warten, diese jedoch nie eintreffen, bereiten sie dem Menschen lediglich großen Schmerz.

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Diese Einleitung führt in die wissenschaftliche Debatte über die Übersetzbarkeit von Lyrik ein und steckt den Forschungsrahmen für die Analyse des Werkes von Joana da Gama ab.

2 Definition Lyrik: Hier wird der Gattungsbegriff Lyrik historisch hergeleitet und seine Abgrenzung zu anderen literarischen Formen wie Epik und Dramatik erörtert.

3 Forschungsobjekt: Dieses Kapitel stellt die historische Epoche der Renaissance sowie die Biografie der Poetin Joana da Gama und ihr spezifisches Werk Ditos da Freira vor.

4 Merkmale Sonett: Es werden die formalen Charakteristika des Sonetts erläutert, wobei ein besonderer Fokus auf den Unterschieden zwischen der deutschen und portugiesischen Tradition liegt.

5 Soneto: Dieser zentrale Teil der Arbeit beinhaltet eine detaillierte Gedichtanalyse sowie eine systematische Übersetzungsanalyse mit Fokus auf die Übertragung formaler und inhaltlicher Aspekte.

6 Ergebnis der Analyse: Hier werden die Erkenntnisse über die Schwierigkeiten beim Übersetzen lyrischer Texte zusammengeführt und die Rolle des Übersetzers als Interpret kritisch reflektiert.

7 Schlussbemerkung: Die Arbeit schließt mit einer Synthese der Ergebnisse, wobei die Frage der Übersetzbarkeit als stetiger Diskurs zwischen Wissenschaft und Praxis bewertet wird.

Schlüsselwörter

Lyrik, Übersetzbarkeit, Joana da Gama, Sonett, Renaissance, Ditos da Freira, Literaturübersetzung, Portugiesische Literatur, Gedichtanalyse, Interpretationsanalyse, Metrik, Reimschema, Weltliche Nonne, Literaturwissenschaft, Translatologie.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit behandelt die wissenschaftliche Debatte um die theoretische Unübersetzbarkeit von Lyrik und prüft diese These anhand einer konkreten praktischen Analyse.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Zentrale Felder sind die literarische Gattungstheorie der Lyrik, die Geschichte des Sonetts sowie die portugiesische Literaturgeschichte des 16. Jahrhunderts.

Was ist das primäre Ziel der Forschungsarbeit?

Ziel ist es, Joana da Gama als wichtige, bisher wenig beachtete Stimme der portugiesischen Literatur zu würdigen und die Übersetzungsschwierigkeiten ihres Sonetts methodisch aufzuarbeiten.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit kombiniert einen literaturwissenschaftlichen biografisch-historischen Kontext mit einer formalen Gedichtanalyse und einer vergleichenden Übersetzungsanalyse.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Vorstellung der Poetin, die Erläuterung der Sonett-Merkmale sowie die detaillierte Analyse und Übersetzung des Gedichtes Soneto.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit ist geprägt durch Begriffe wie Lyrik, Übersetzbarkeit, Renaissance, Sonett-Struktur und die interkulturelle Vermittlung literarischer Texte.

Welche Rolle spielt die ‚nós‘-Form im Gedicht Soneto?

Die ‚nós‘-Form (Wir-Form) dient dazu, den Leser direkt anzusprechen und ihn in die moralischen und religiösen Reflexionen der Poetin einzubinden, anstatt ein distanziertes lyrisches Ich zu verwenden.

Warum wird Joana da Gama als untypische Frau ihrer Zeit beschrieben?

Sie lebte als weltliche Nonne ohne männliche Vormundschaft, besaß keine höhere formale Bildung und gilt dennoch als erste Frau, die ein eigenständiges literarisches Werk auf Portugiesisch veröffentlichte.

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Details

Title
Lyrik und (Un-)Übersetzbarkeit von poetischen Werken anhand von Joana da Gamas "Soneto"
College
Johannes Gutenberg University Mainz
Grade
1,3
Author
Anonym (Author)
Publication Year
2021
Pages
18
Catalog Number
V1026253
ISBN (eBook)
9783346425911
ISBN (Book)
9783346425928
Language
German
Tags
Lyrik Translation Joana da Gama Soneto Sonett Portugiesisch
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Anonym (Author), 2021, Lyrik und (Un-)Übersetzbarkeit von poetischen Werken anhand von Joana da Gamas "Soneto", Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1026253
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