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Von Heimerziehung zu Care Leaver. Die Bedeutung sozialer Beziehungen für den Übergang

Titel: Von Heimerziehung zu Care Leaver. Die Bedeutung sozialer Beziehungen für den Übergang

Hausarbeit , 2021 , 13 Seiten , Note: 1.0

Autor:in: Victoria Recht (Autor:in)

Soziale Arbeit / Sozialarbeit
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Im Zuge dieser Arbeit soll die These geprüft werden, ob es nur durch ein stabiles soziales Netzwerk für die jungen Erwachsenen möglich ist, den Übergang aus der Heimerziehung nicht als Krise wahrzunehmen. Vor diesem Hintergrund soll in dieser Arbeit die Frage geklärt werden, wie bedeutend ein soziales Netzwerk für Care Leaver ist, um den Übergang aus der Heimerziehung gelingend absolvieren zu können.

Im Jahr 2017 lebten rund 96000 Kinder und Jugendliche in der Heimerziehung, während die Tendenz weiterhin steigt. Die jungen Menschen müssen aufgrund familiärer Belastungen aus ihrer Familie genommen werden und haben verstärkt mit persönlichen Problemen zu kämpfen. Sobald sie 18 Jahre alt sind, müssen sie selbstständig werden, und können nicht mehr länger in den Einrichtungen der Jugendhilfe bleiben. Zwar gibt es Möglichkeiten der Nachbetreuung bis Vollendung des 21. Lebensjahres, welche allerdings nicht immer gewährt oder in Anspruch genommen werden. Der Übergang aus der Heimerziehung stellt somit für viele Jugendliche eine Krise dar. Die Soziale Arbeit ist dabei eine entscheidende helfende Instanz, da sie die Jugendlichen im Übergang begleitet. Um diese Begleitung gelingend gestalten zu können, bedarf es verschiedener Faktoren, die begünstigend wirken. Ein bedeutender Faktor ist das Aufbauen eines Netzwerkes sozialer Beziehungen.

Zu Beginn der Arbeit wird in Kapitel zwei der zentrale Begriff Care Leaver definiert, sowie die Lebensphase junges Erwachsenenalter und die strukturellen Rahmenbedingungen der Heimerziehung dargestellt, um ein näheres Verständnis für die Zielgruppe zu erlangen. Daraufhin wird in Kapitel drei der Begriff Übergang betrachtet und der spezifische Übergang aus der Heimerziehung erläutert, um die Grundlage für den folgenden Abschnitt zu klären. In Kapitel vier wird anschließend der Schlüsselfaktor der sozialen Beziehungen veranschaulicht, und die drei wichtigen Gruppen Familie, Mitarbeitende der Jugendhilfe, sowie Freunde und Gleichaltrige porträtiert, um damit die Fragestellung zu beantworten. Die Arbeit schließt mit einem Fazit über die gewonnenen Erkenntnisse und einem Ausblick für Handlungsanlässe in der Sozialen Arbeit.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

2 Care Leaver

2.1 Begriffsklärung

2.2 Lebensphase junges Erwachsenenalter

2.3 Rahmenbedingungen der Heimerziehung

3 Der Übergang Leaving Care

3.1 Definition: Übergang

3.2 Leaving Care: Der Übergang aus der Heimerziehung

4 Soziale Beziehungen und ihre Bedeutung

4.1 Herkunftsfamilie

4.2 Mitarbeitende der Jugendhilfe

4.3 Freunde und Gleichaltrige

5 Fazit

Zielsetzung und Themen

Diese Hausarbeit untersucht die zentrale Fragestellung, welche Bedeutung soziale Netzwerke für Care Leaver haben, um den Übergang aus der Heimerziehung in ein eigenständiges Leben erfolgreich zu bewältigen und Krisen zu vermeiden.

  • Definition und Lebenssituation von Care Leavern
  • Strukturelle Rahmenbedingungen der Heimerziehung und des Übergangs
  • Rolle der Herkunftsfamilie als Ressource oder Belastungsfaktor
  • Einfluss von Fachkräften der Jugendhilfe auf Kontinuität und Stabilität
  • Bedeutung von Freundschaften und Gleichaltrigen im Prozess des Erwachsenwerdens

Auszug aus dem Buch

4.2 Mitarbeitende der Jugendhilfe

Ein großes Problem, welches das Aufwachsen Jugendlicher in der stationären Jugendhilfe mit sich bringt, ist, dass der Aufbau und das Bestehen von konstanten sozialen Beziehungen Herausforderungen darstellen. Es kommt vielfach zu Beziehungsabbrüchen, da sowohl die Mitarbeitenden der Jugendhilfe wechseln, aber auch die Wohnform sich ändern kann. Doch gerade im Übergang in die Selbstständigkeit sind Bezugspersonen von zentraler Bedeutung, da sie eine Grundlage für Kontinuität bilden (vgl. Sievers 2018. S. 130). Auch wenn die Beziehungen zu den Mitarbeitenden der Jugendhilfe aufgrund der zeitlichen Begrenzung auf die Heimerziehung befristet sind, werden diese von den Jugendlichen selbst als positive Unterstützung angesehen.

Sie übernehmen dabei verschiedene Aufgaben, wie Betreuen, Erziehen, Trösten, die Freizeit gestalten, und im Alltag und der allgemeinen Organisation helfen. Den Jugendlichen ist besonders wichtig, dass die Beziehung zu den Professionellen keine reine Arbeitsbeziehung darstellt, sondern auch eine persönliche Fürsorge und ein ernstgemeintes Interesse mit sich bringen. Eine besondere Bedeutung haben die Bezugsbetreuer*innen, da diese die wichtigsten Vertrauenspersonen in der Einrichtung darstellen. Gerade im Umzug sind sie große Hilfen (vgl. Theile 2020, S. 314). Findet allerdings ein Wechsel in der Wohnform, wie zum Beispiel von stationärer zu ambulanter Hilfe, statt, ist es meistens praktisch nicht umsetzbar, eine Kontinuität in der Betreuung durch eine*n bleibende*n Bezugsbetreuer*in zu gewährleisten.

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Die Einleitung beleuchtet die prekäre Situation von Care Leavern und formuliert die Forschungsfrage zur Bedeutung sozialer Netzwerke für einen gelingenden Übergang aus der Heimerziehung.

2 Care Leaver: Dieses Kapitel definiert den Begriff Care Leaver, beschreibt die spezifische Lebensphase des jungen Erwachsenenalters und erläutert die strukturellen Rahmenbedingungen der stationären Jugendhilfe.

3 Der Übergang Leaving Care: Hier werden der theoretische Begriff des Übergangs geklärt und die besonderen Herausforderungen beim Verlassen der Heimerziehung als kritischer Lebensabschnitt herausgearbeitet.

4 Soziale Beziehungen und ihre Bedeutung: Das Kapitel analysiert die Rolle von Familie, Fachkräften und Gleichaltrigen als entscheidende Schlüsselfaktoren für die Stabilität von Care Leavern im Transitions-Prozess.

5 Fazit: Die Arbeit schließt mit einer Synthese der Ergebnisse, die soziale Beziehungen als zentrale Ressource für die Bewältigung des Übergangs bestätigen.

Schlüsselwörter

Care Leaver, Heimerziehung, Soziale Beziehungen, Übergang, Soziale Arbeit, Jugendhilfe, Lebensphase, Selbstständigkeit, Soziales Netzwerk, Herkunftsfamilie, Bezugsbetreuer, Gleichaltrige, Transition, Erwachsenwerden, Hilfe zur Erziehung.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit beschäftigt sich mit den Herausforderungen, denen sich Care Leaver beim Verlassen der Heimerziehung gegenübersehen, und der zentralen Rolle, die soziale Beziehungen dabei spielen.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die zentralen Felder umfassen die Definition der Lebensphase junges Erwachsenenalter, die strukturellen Aspekte der Heimerziehung und die Bedeutung sozialer Unterstützung durch Familie, Fachkräfte und Freunde.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Das Ziel ist es, zu klären, wie bedeutend ein stabiles soziales Netzwerk für Care Leaver ist, damit sie den Übergang in die Selbstständigkeit gelingend absolvieren können.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit basiert auf einer Literaturanalyse, in der aktuelle Forschungsergebnisse und Studien zu Übergängen aus der Heimerziehung ausgewertet werden.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil analysiert die theoretischen Grundlagen des Übergangs und porträtiert die drei wichtigsten sozialen Bezugsgruppen, die einen Einfluss auf den Erfolg des Austritts aus der Heimerziehung haben.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die wichtigsten Begriffe sind Care Leaver, Soziale Netzwerke, Heimerziehung, Transition, Soziale Arbeit und Unterstützungssysteme.

Wie wirkt sich die Herkunftsfamilie auf den Übergang aus?

Die Herkunftsfamilie kann sowohl eine Ressource sein, die sozialer Isolation entgegenwirkt, als auch ein Belastungsfaktor, sofern Konflikte nicht geklärt sind.

Warum ist die Kontinuität durch Bezugsbetreuer so schwer zu gewährleisten?

Oftmals führt der Wechsel der Wohnform oder das Ende der Maßnahme mit 18 bzw. 21 Jahren zu einem Beziehungsabbruch, da die professionelle Zuständigkeit in der Regel endet.

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Details

Titel
Von Heimerziehung zu Care Leaver. Die Bedeutung sozialer Beziehungen für den Übergang
Hochschule
Fachhochschule Münster
Note
1.0
Autor
Victoria Recht (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2021
Seiten
13
Katalognummer
V1031117
ISBN (eBook)
9783346433978
ISBN (Buch)
9783346433985
Sprache
Deutsch
Schlagworte
heimerziehung care leaver bedeutung beziehungen übergang
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Victoria Recht (Autor:in), 2021, Von Heimerziehung zu Care Leaver. Die Bedeutung sozialer Beziehungen für den Übergang, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1031117
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Leseprobe aus  13  Seiten
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