Das Hauptziel dieser Ausarbeitung ist es, die Notwendigkeit der Einbindung von Führungskräften in den Prozess der Entwicklung einer Employer Branding Strategie zur Vermeidung von Widerständen darzustellen. Daraus ergeben sich die Unterziele, die Begrifflichkeit des Employer Brandings zu erläutern, dessen Bedeutung im Kontext der heutigen personalwirtschaftlichen Moderne zu erörtern und die grundsätzlichen Inhalte einer Employer Branding Strategie darzustellen. Diese Arbeit verfolgt zudem das Nebenziel über die theoretischen Grundlagen von Widerständen aufzuklären und die Arbeit wissenschaftlich darzustellen.
Personalpolitische Strategien wie z.B. Diversity-, Kompetenz- oder Retention-management wurden in der Vergangenheit forciert, um bestmögliche Leistungen zu erzielen, Rahmenrichtlinien zu erfüllen und den stetig wachsenden Anforderungen des Arbeitnehmers gerecht zu werden. Ein aktuelles und in diesem Zusammenhang stehendes weiteres Handlungsfeld ist die Schaffung einer attraktiven Arbeitgebermarke, dem sogenannten Employer Branding.
Doch nicht immer sind alle Mitarbeiter mit der Employer Branding Strategie des eigenen Unternehmens zufrieden und insbesondere Mitarbeiter mit Weisungsbefugnissen, können Widerstände bei der Umsetzung leisten. Die Darstellung und Bedeutung der Einbindung von Führungskräften in den Prozess der (Weiter-) Entwicklung der Employer Branding Strategie eines Unternehmens zur Prävention eben dieser Widerstände, stellt den Anlass dieser Arbeit dar.
Inhaltsverzeichnis
1 Einleitung
1.1 Hintergrund der Arbeit
1.2 Anlass der Arbeit
1.3 Ziel der Arbeit
1.4 Aufbau der Arbeit
2 Theoretische Grundlagen zum Employer Branding
2.1 Die Definition des Employer Brandings
2.2 Die Entwicklung einer Employer Branding Strategie
3 Die Einbindung von Führungskräften im Employer Branding
3.1 Die Bedeutung von Führungskräften im Employer Branding
3.2 Die Einbindung der Führungskräfte zur Vermeidung von Widerständen
4 Kritische Reflexion
4.1 Reflexion der Vorgehensweise und der Methodik
4.2 Reflexion der Ergebnisse
5 Schlussbetrachtung
Zielsetzung & Themen
Diese Arbeit zielt darauf ab, die Notwendigkeit darzustellen, Führungskräfte aktiv in den Prozess der Employer-Branding-Strategieentwicklung einzubinden, um Widerstände zu vermeiden und eine authentische Verankerung der Arbeitgebermarke sicherzustellen.
- Bedeutung des Employer Brandings in der modernen Personalwirtschaft
- Phasen der Entwicklung einer Employer Branding Strategie
- Rolle von Führungskräften als Promotoren der Arbeitgebermarke
- Identifikation und Prävention von rationalen, emotionalen und politischen Widerständen
- Methodik der Literaturrecherche im Kontext von Personalführung und Branding
Auszug aus dem Buch
3.2 Die Einbindung der Führungskräfte zur Vermeidung von Widerständen
Wie im vorherigen Teilkapitel beschrieben, ist das richtige Einbeziehen der Führungskräfte in den Prozess bei der Entwicklung oder auch Weiterentwicklung einer Employer Branding Strategie besonders wichtig. Geht man während der Strategieentwicklung der eigenen Arbeitgebermarke nicht ausreichend auf die Führungskräfte ein, können aufgrund von persönlichen Unsicherheiten, psychologischen Abwehrreaktionen oder Missverständnissen in der Kommunikation, Widerstände bei der praktischen Umsetzung auftreten. Widerstände führen dazu, dass die Botschaft der Arbeitgebermarke nicht oder inhaltlich falsch an die Mitarbeiter kommuniziert wird und schlechtesten falls die Verankerung der gesamten Employer Branding Strategie im Unternehmen fehlschlägt. Widerstände können rational, emotional und oder aus politischen Gründen entstehen.
Im Folgenden werden die Arten der Widerstände erläutert und dabei zusätzlich beschrieben, wie eine sinnvolle Einbindung der Führungsebene beispielhaft möglich wäre, um möglichen Widerständen vorzubeugen. So spricht man vom rationalen Widerstand, wenn die Ziele oder Maßnahmen der Employer Brand mit den Interessen der Führungskraft nicht übereinstimmen und ggf. sogar ein Zielkonflikt entsteht. Ein Zielkonflikt könnte bspw. die Entscheidung sein, das Thema Digitalisierung voranzutreiben und im Unternehmen als festen Bestandteil der Unternehmenskultur zu verankern, während einige Führungskräfte überhaupt nicht mit den modernen Möglichkeiten der Digitalisierung vertraut sind. Dieser Konflikt beinhaltet ein rational logisches Argument und kann durch einen gemeinsamen Kompromiss im Lenkungsausschuss diskutiert und gelöst werden. So könnte man bspw. zuerst den Führungskräften alle notwendigen Informationen zur Verfügung stellen, sodass sie sich rechtzeitig mit der Thematik befassen können und zu einem späteren Zeitpunkt über die Implementierung der Digitalisierung im Steuerungsausschuss entscheiden können.
Zusammenfassung der Kapitel
1 Einleitung: Diese Einleitung erläutert den Hintergrund des Fachkräftemangels und definiert das Ziel, die Bedeutung der Einbindung von Führungskräften beim Employer Branding wissenschaftlich zu untersuchen.
2 Theoretische Grundlagen zum Employer Branding: Dieses Kapitel definiert den Begriff der Arbeitgebermarke und skizziert das Prozessmodell zur Entwicklung einer Employer Branding Strategie.
3 Die Einbindung von Führungskräften im Employer Branding: Hier wird die Rolle der Führungskräfte als zentrale Multiplikatoren analysiert und Strategien zur Vermeidung von Widerständen durch frühzeitige Einbindung dargelegt.
4 Kritische Reflexion: Der Autor reflektiert das methodische Vorgehen der Literaturrecherche sowie die erzielten Ergebnisse bezüglich der Einbindung von Führungsebenen im Organisationskontext.
5 Schlussbetrachtung: Die Arbeit schließt mit einer Zusammenfassung der Notwendigkeit einer partizipativen Strategieentwicklung und einem Ausblick auf die steigende Relevanz des Arbeitnehmermarktes.
Schlüsselwörter
Employer Branding, Arbeitgebermarke, Führungskräfte, Personalmarketing, Strategieentwicklung, Widerstandsmanagement, Arbeitnehmermarkt, Unternehmenskultur, Personalführung, Change Management, Organisationsentwicklung, Fachkräftemangel, Arbeitgeberpositionierung, Steuerungsausschuss
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit befasst sich mit der zentralen Rolle von Führungskräften im Prozess der Entwicklung und Implementierung einer Employer Branding Strategie in Unternehmen.
Was sind die zentralen Themenfelder?
Die Schwerpunkte liegen auf den theoretischen Grundlagen der Arbeitgebermarkenbildung, der Bedeutung von Führungskräften als Kommunikatoren sowie der Analyse und Vermeidung von Widerständen bei organisatorischen Veränderungsprozessen.
Was ist das primäre Ziel der Arbeit?
Das Hauptziel ist es aufzuzeigen, warum die Einbindung der Führungsebene essenziell ist, um Widerstände zu verhindern und eine glaubwürdige Arbeitgebermarke erfolgreich zu etablieren.
Welche wissenschaftliche Methode wurde verwendet?
Der Autor stützt sich auf eine strukturierte Literaturrecherche, die sowohl grundlegende Fachliteratur zur Wirtschaftspsychologie und zum Personalmanagement als auch empirische Erkenntnisse umfasst.
Was wird im Hauptteil behandelt?
Der Hauptteil analysiert, wie Führungskräfte als Vorbilder fungieren und wie durch den Einsatz von Steuerungsausschüssen emotionale, rationale und politische Widerstände effektiv adressiert werden können.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Die Arbeit wird maßgeblich durch Begriffe wie Employer Branding, Führungskräfteeinbindung, Widerstandsmanagement und Organisationskultur geprägt.
Wie unterscheidet sich der Steuerungsausschuss von einem Soundingboard?
Während der Steuerungsausschuss hochrangig besetzte Führungskräfte mit echter Entscheidungsbefugnis vereint, besteht ein Soundingboard aus Mitarbeitern ohne direkte Verantwortung, die lediglich Feedback zu Zwischenergebnissen geben.
Warum entstehen bei Employer Branding Prozessen politische Widerstände?
Politische Widerstände resultieren meist aus der Sorge von Führungskräften, dass sich durch eine neue Markenbotschaft ihre eigene Machtposition verschlechtert oder ihre gewohnten Arbeitsabläufe durch notwendige Veränderungen (wie etwa einen kooperativeren Führungsstil) belastet werden.
- Citar trabajo
- Fabian Franke (Autor), 2021, Einbindung von Führungskräften in die Employer-Branding-Strategie eines Unternehmens. Bedeutung und Vermeidung von Widerständen, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1036981