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Die Förderung der Lesekompetenz in der Mittelschule. Ausgewählte Konzepte

Titel: Die Förderung der Lesekompetenz in der Mittelschule. Ausgewählte Konzepte

Hausarbeit , 2020 , 20 Seiten , Note: 1,7

Autor:in: Fabian Jobst (Autor:in)

Pädagogik - Leseerziehung
Leseprobe & Details   Blick ins Buch
Zusammenfassung Leseprobe Details

In dieser Arbeit werden knapp die wichtigsten Lautleseverfahren umrissen und ihre Bedeutung herausgearbeitet, sowie das Anwenden von Lesestrategien thematisiert. Sie kann als Portfolio verstanden werden, in dem Aufgabenstellungen in Fließtext beantwortet wurden.

Mehrere insbesondere heute gewichtige Charakteristika der Literatur und des Lesens als Kulturtechnik lassen sich aus dem Zitat herausarbeiten: die Unvorstellbarkeit einer bücherlosen Kindheit, die Isolation und der Aspekt des Ge-nuss-Lesens. Nicht nur, dass uns Literatur in Büchern begleitet, sie stellt viel mehr ein uns alle umgebendes im Medienzeitalter omnipräsentes Mittel der Informations-aufnahme, -gestaltung und verbreitung dar.

Um eine Komparation anzuführen: Es gibt kein Leben ohne Literatur, ferner Lektüre. Die Kinderbuch-Autorin nutzt das Wort „aussperren“ und verdeutlicht metaphorisch, wie sich Menschen in bildungs-ferneren Schichten (oder auch Analphabeten) in ihrer Partizipation an der Gesellschaft eingeschränkt wahrnehmen.

Kongruent zu diesen Aspekten u.a. nimmt die Forschung aus heutiger Sicht das Lesen multiperspektivischer und differenzierter wahr. Bevor ein mögliches Verfahren zur Förderung der Lesekompetenz in den Blick genommen werden soll, wird einleitend die umgangssprachliche Vorstellung von den „nichtlesenden Kindern des 21. Jahrhunderts“ aus der Perspektive der Forschung und unter Einbezug verschiedener Stu-dien beleuchtet.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Das Buch als Fremdwort? Ein Einblick in die Forschung

2. Kompetenzorientierung im Lehrplan PLUS

2.1 Hintergrund der Überarbeitung des Lehrplans

2.2 Lesekompetenz im Lehrplan PLUS - Sichtung des Fachprofils und Fachlehrpläne

2.3 Kompetenzbereiche zu „Lesen - mit Texten und weiteren Medien umgehen“ im Fachprofil

2.4 Zusammenfassung der Struktur und der kompetenzbezogenen Dynamik

3. Substitution der stigmatisierenden Verfahren - Eine Handreichung

3.1 Bedeutung und Ausprägung von Lautleseverfahren

3.2 Begleitendes Lautlesen - Kooperative Leseförderung

3.3 Wiederholtes Lautlesen: Monotones Relikt des 20. Jahrhunders?

3.3.1 Das Lesetheater: Eine Handreichung zur Leseförderung

3.3.2 Schema zur Realisierung einer/mehrerer Förderstunde(n)

4. Mulitple-Choice-Aufgaben zu Vielleseverfahren

5. Aufgabenset zu Lesestrategien

6. Medienkompetenz als Kulturtechnik des 21. Jahrhunderts

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit zielt darauf ab, Möglichkeiten der Leseförderung im Unterricht der Mittelschule fachdidaktisch aufzuarbeiten und fundierte Methoden zur Steigerung der Lesekompetenz vorzustellen. Dabei steht die Forschungsfrage im Mittelpunkt, wie durch den Einsatz kompetenzorientierter Verfahren, wie Lautlesemethoden oder gezielte Lesestrategien, die Qualität des Leseprozesses verbessert und die Lesemotivation bei Schülern nachhaltig gestärkt werden kann.

  • Analyse der Kompetenzorientierung im Lehrplan PLUS im Fach Deutsch.
  • Substitution herkömmlicher, demotivierender Leseverfahren durch moderne Lautlesemethoden.
  • Didaktische Aufbereitung des Lesetheaters als Instrument zur Leseförderung.
  • Implementierung von Vielleseverfahren zur Überwindung von Lesedefiziten.
  • Vermittlung von Lesestrategien zur aktiven Unterstützung des Textverstehens.

Auszug aus dem Buch

3.2 Begleitendes Lautlesen - Kooperative Leseförderung

Beim zuvor kurz anzuführenden Begleitenden Lautlesen liegt der Fokus darauf, die Leistungsheterogenität gewissermaßen zu äquilibrieren, d.h. die oft großen Differenzen zwischen den einzelnen Schülerinnen und Schülern „anzugleichen“, wobei nicht außer Acht gelassen werden darf, dass dem kompetenten Partner - dem sogenannten „Modell“ - ebenfalls ein Kompetenzzuwachs nachgewiesen werden kann. Bevor das eigentliche „Lesetandem“ (vgl. Rosebrock/Nix 2017) beginnen kann, sollen leistungsheterogene Paare gebildet werden, sodass am Ende jeweils ein kompenter(er) und ein schwächerer Leser gemeinsam vor einem Text sitzen. Dieser Text soll dann gemeinsam und vor allem synchron, laut vorgelesen werden. Ziel dieses kooperativen Ansatzes ist es, durch das Vormachen, die aufmerksame Begleitung des Prozesses und die Abstimmung durch den kompetenteren den schwächeren Partner dazu zu befähigen, Schritt für Schritt längere Passagen des Textes mit möglichst wenig Pausen und Fehlern vorlesen zu können und so sowohl auf konkreter Lesetechnik-Ebene aber auch im Selbstkonzept eine Steigerung/Verstärkung zu erfahren.

Die Schwierigkeit aber auch die Chance für den leistungsstärkeren Partner liegt sowohl in der Anpassung seiner eigenen Lautstärke, seinem Tempo und der korrekten Intonation. Das entscheidende Kriterium, weshalb für beide - Rosebrock und Nix verwenden hier die Begriffe Tutor und Tutand (vgl. Rosebrock/Nix 2017) - Potenzial zum Erwerb neuer bzw. Ausbau bereits internalisierter Kompetenzen besteht, ist die Tatsache, dass der/die Tutor(in) aus seiner/ihrer Position des einfachen Lesers heraustreten und den Prozess reflexiv überwachen muss. Es muss also der Aufstieg auf eine Metaebene erfolgen, wodurch die Anforderungen mit dem „normalen“ sinnentnehmenden Lesen zur reinen Informationsentnahme wenig kohärent sind.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Das Buch als Fremdwort? Ein Einblick in die Forschung: Dieses Kapitel gibt einen theoretischen Überblick über die Bedeutung des Lesens als grundlegende Kulturtechnik und beleuchtet aktuelle Forschungsansätze zum Leseverhalten von Kindern im Medienzeitalter.

2. Kompetenzorientierung im Lehrplan PLUS: Hier wird der bildungspolitische Hintergrund der Lehrplanreform analysiert und die Struktur der Lesekompetenz im Fach Deutsch sowie deren dynamische Entwicklung über die Jahrgangsstufen hinweg dargestellt.

3. Substitution der stigmatisierenden Verfahren - Eine Handreichung: Das Kapitel kritisiert ineffektive Lautleseverfahren und schlägt stattdessen kooperative Methoden wie das Lesetheater vor, um die Lesekompetenz und Motivation der Schüler systematisch zu fördern.

4. Mulitple-Choice-Aufgaben zu Vielleseverfahren: Dieses Kapitel erläutert den Einsatz von Vielleseverfahren zur Unterstützung leseschwacher Schüler und stellt didaktische Materialien zur Kontrolle und Reflexion vor.

5. Aufgabenset zu Lesestrategien: Hier werden verschiedene Kategorien von Lesestrategien definiert und praktische Anregungen gegeben, wie diese als handlungsleitende Kompetenzen im Unterricht vermittelt werden können.

6. Medienkompetenz als Kulturtechnik des 21. Jahrhunderts: Den Abschluss bildet eine Reflexion über die Rolle digitaler Medien im Unterricht und die Notwendigkeit, den zwischenmenschlichen Faktor bei der Leseförderung nicht zu vernachlässigen.

Schlüsselwörter

Lesekompetenz, Lehrplan PLUS, Leseförderung, Lautleseverfahren, Lesetheater, Vielleseverfahren, Lesestrategien, Lesemotivation, Medienkompetenz, Schulpädagogik, Didaktik, Lesesozialisation, Leistungsheterogenität, Textverstehen, Selbstkonzept.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit der theoretischen Fundierung und praktischen Umsetzung moderner Verfahren der Leseförderung für die Mittelschule, unter besonderer Berücksichtigung der Kompetenzorientierung.

Was sind die zentralen Themenfelder der Publikation?

Zentrale Themen sind die fachdidaktische Einordnung von Lesetechniken, die Überwindung demotivierender Unterrichtspraktiken sowie die Förderung von Lesestrategien und Medienkompetenz.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist die Bereitstellung eines praxisorientierten Leitfadens, der Lehrkräften fundierte Methoden an die Hand gibt, um die Leseflüssigkeit und das Textverständnis der Lernenden gezielt zu verbessern.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit stützt sich auf eine theoretische Auseinandersetzung mit der aktuellen Lesedidaktik, PISA-Ergebnissen und empirischen Studien zur Lesesozialisation und Lernpsychologie.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Im Hauptteil werden konkrete Lautleseverfahren, das Konzept des Lesetheaters, Strategien zur Arbeit mit Sachtexten sowie der Umgang mit Lesemotivation bei Jugendlichen detailliert erläutert.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit am besten?

Die wichtigsten Schlagworte sind Lesekompetenz, Lehrplan PLUS, Leseförderung, Lesestrategien und Lautleseverfahren.

Was zeichnet das im Buch beschriebene „Lesetheater“ als Fördermaßnahme aus?

Das Lesetheater dient als motivierende Lautlesemethode, bei der durch das schauspielerische Element die Sinnentnahme und Leseflüssigkeit gefördert wird, während gleichzeitig das Selbstkonzept gestärkt wird.

Wie soll nach Auffassung des Autors die Heterogenität in der Klasse bei der Leseförderung berücksichtigt werden?

Der Autor empfiehlt die Bildung leistungsheterogener Lesetandems, in denen ein kompetenterer Partner (Tutor) einen schwächeren Partner (Tutand) beim Lesen unterstützt, um individuelle Lernfortschritte zu erzielen.

Ende der Leseprobe aus 20 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Die Förderung der Lesekompetenz in der Mittelschule. Ausgewählte Konzepte
Hochschule
Universität Passau
Note
1,7
Autor
Fabian Jobst (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2020
Seiten
20
Katalognummer
V1037260
ISBN (eBook)
9783346458025
ISBN (Buch)
9783346458032
Sprache
Deutsch
Schlagworte
förderung lesekompetenz mittelschule ausgewählte konzepte
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Fabian Jobst (Autor:in), 2020, Die Förderung der Lesekompetenz in der Mittelschule. Ausgewählte Konzepte, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1037260
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