Diese Arbeit geht anhand dreier konkreter Beispiele der Frage nach, inwieweit Unternehmen von Influencern, die sie im Zuge von Social Relations (oder Influencer Relations) einsetzen, profitieren und welche Chancen und Risiken damit verbunden sind. Es wird die Sichtweise der Bezugsgruppen und die Rolle der Influencer als Multiplikatoren mit einbezogen.
Unternehmen rund um den Globus, auf europäischer Ebene oder vor unserer Haustür praktizieren aktive Öffentlichkeitsarbeit, um sich stärker von der Konkurrenz zu differenzieren. Viele Unternehmen haben erkannt, dass der wirksame Aufbau einer PR-Strategie langfristig den Erfolg eines Unternehmens in wirtschaftlicher, politischer oder sozialer Hinsicht positiv beeinflussen kann. In einer globalisierten Weltwirtschaft, mit einem von hoher Qualität geprägten Wettbewerb, sind Organisationen zwingend darauf angewiesen, sich von der Konkurrenz abzugrenzen. Dies spiegelt sich einerseits im Angebot der Waren oder Dienstleistungen wider, andererseits auf strategischer Ebene über eine gezielte Profil schärfende Öffentlichkeitsarbeit.
Inhaltsverzeichnis
1. Einleitung
2. Soziale Netzwerke als Trend für unternehmerische Public Relations
a. Das Social Web als Kommunikationsplattform
b. Einordnung des Begriffs Influencer
3. Social Relations an drei konkreten Beispielen
a. milenskaya
i. Steckbrief
ii. Profilanalyse
iii. Praxisimplementierung und Nutzen
b. Madame Moneypenny
i. Steckbrief
ii. Profilanalyse
iii. Praxisimplementierung und Nutzen
c. Gewitter im Kopf
i. Steckbrief
ii. Profilanalyse
iii. Praxisimplementierung und Nutzen
4. Wissenschaftliche Betrachtung von Influencer Relations im Unternehmen
5. Fazit
Zielsetzung & Themen
Diese Arbeit untersucht die Rolle von Influencern im Rahmen der modernen Public Relations. Ziel ist es, anhand von Fallbeispielen zu analysieren, wie Unternehmen durch strategische Kooperationen mit Influencern Vertrauen und Glaubwürdigkeit in ihrer Kommunikation gewinnen können, und welche Chancen und Risiken dabei für die Markenwahrnehmung entstehen.
- Bedeutung des Social Web für die Unternehmenskommunikation
- Einfluss von Influencern als Multiplikatoren und Meinungsmacher
- Analyse von Influencer-Strategien anhand konkreter Beispiele (milenskaya, Madame Moneypenny, Gewitter im Kopf)
- Theoretische Einordnung mittels Two-Step-Flow-Modell und Pyramide of Influence
- Ableitung strategischer Handlungsempfehlungen für Unternehmen
Auszug aus dem Buch
Praxisimplementierung und Nutzen
Aus Sicht ihrer Community besitzt Milena Glimbovski aus vielerlei Gründen ein exorbitantes Maß an Glaubwürdigkeit, Integrität & Authentizität, was daran festzumachen ist, dass die Gründerin ihre persönliche Überzeugung in ihrem beruflichen und privaten Handeln zum Ausdruck bringt. Mit der Gründung des Labels Original Unverpackt ist sie 2012, also lange vor der Nachhaltigkeitsdebatte wie wir sie heute führen, ein beträchtliches wirtschaftliches Risiko eingegangen ist, um ihre Überzeugung in ein Business Model zu überführen. Ihr Profil spiegelt ihre Werte zum Thema Plastikvermeidung und zeigt ihrer Userschaft, dass ein plastik- und verpackungsfreies Leben mit vielen Höhen und Tiefen funktionieren kann. Sie nimmt innerhalb ihrer Community ein Hero-Funktion dar: Ihre User schauen zu ihr auf und versuchen ihren Lifestyle zu übernehmen. Milena Glimbovski ist aus Sicht ihrer Community deshalb ein starker Opinion Leader, weil sie mit Original Unverpackt nicht nur ein Unternehmen erschaffen hat, sondern eine Bewegung anführt. Bewegungen leben von Personen, mit denen man sie in Verbindung bringen kann. Milena Glimbovski steht in Deutschland für Zero Waste. Wenn sie als Person zu Öffentlichkeitszwecken für ein Unternehmen auftritt, hat das für ihre Fans sehr starkes Gewicht. Aufgrund ihrer Follower-Struktur kann davon ausgegangen werden, dass ein Testimonial Milena Glimbovski positive Abstrahleffekte auf Imagewerte eines Unternehmens haben wird. Dies kann vor allem langfristig von enormer Bedeutung sein, denn Nachhaltigkeit und Umweltschutz sind die relevanten Themen des Jahres 2020, die uns für Jahrzehnte prägen werden. Die Wirtschaft in ihrer Gesamtheit steht in Zukunft viel stärker in der ökologischen Verantwortung. Die Anforderung wächst bei Verbrauchern seit Jahren stetig, einer Studie der Verbrauchs- und Medienanalyse 2020 (VuMa) zufolge ist knapp 38 Mio. Deutschen dies besonders wichtig. Das Bewusstsein der für dieses Thema ist gesamtgesellschaftlich im Wachstum, Protestbewegungen wie Fridays for Future finden in den Medien und der Politik immer mehr Gehör und ziehen politische Maßnahmen auf globaler, europäischer und nationaler Ebene – angefangen von Klimazielen, über EU-Richtlinien bis hin zum Atomausstieg – nach sich.
Zusammenfassung der Kapitel
1. Einleitung: Diese Einleitung stellt die wachsende Bedeutung von Public Relations dar und führt in die Fallstudie ein, welche die Rolle von Influencern im Rahmen von Social Relations untersucht.
2. Soziale Netzwerke als Trend für unternehmerische Public Relations: Das Kapitel beleuchtet das Social Web als Kommunikationsplattform und definiert den Begriff Influencer im Kontext der Unternehmenskommunikation.
3. Social Relations an drei konkreten Beispielen: Anhand der Profile von milenskaya, Madame Moneypenny und Gewitter im Kopf wird die praktische Wirkung und der Nutzen von Influencern für Unternehmen analysiert.
4. Wissenschaftliche Betrachtung von Influencer Relations im Unternehmen: Dieses Kapitel verknüpft die Praxis mit wissenschaftlichen Modellen wie dem Two-Step-Flow-Communication-Modell und der „Pyramid of Influence“.
5. Fazit: Das Fazit fasst zusammen, dass Influencer einen berechtigten Stellenwert in der Öffentlichkeitsarbeit haben, sofern die Zusammenarbeit auf Vertrauen, Augenhöhe und Langfristigkeit basiert.
Schlüsselwörter
Public Relations, Influencer Marketing, Social Relations, Social Web, Glaubwürdigkeit, Vertrauen, Meinungsführer, Two-Step-Flow, Nachhaltigkeit, Finanzvorsorge, Tourette, Reichweite, Markenwahrnehmung, Influencer Relations, Online-Community
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit untersucht, wie Unternehmen Influencer strategisch in ihre Public Relations einbinden können und welchen Mehrwert diese Kooperationen für beide Seiten bieten.
Welche zentralen Themenfelder werden bearbeitet?
Die Arbeit deckt Bereiche wie soziale Netzwerke, die Bedeutung von Vertrauen und Glaubwürdigkeit in der digitalen Kommunikation sowie die strategische Auswahl von Influencern ab.
Was ist das primäre Ziel der Forschungsarbeit?
Das Ziel ist es, anhand realer Fallbeispiele aufzuzeigen, wie Unternehmen von Influencern profitieren können und welche Chancen und Risiken mit dieser Form der Öffentlichkeitsarbeit verbunden sind.
Welche wissenschaftlichen Methoden werden verwendet?
Es werden qualitative Analysen von Influencer-Profilen durchgeführt und diese durch etablierte Kommunikationsmodelle wie das Two-Step-Flow-Modell und die „Pyramid of Influence“ theoretisch untermauert.
Was wird im Hauptteil behandelt?
Im Hauptteil werden drei konkrete Influencer (milenskaya, Madame Moneypenny, Gewitter im Kopf) analysiert sowie eine wissenschaftliche Einordnung der gewonnenen Erkenntnisse vorgenommen.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Die zentralen Schlagworte sind Public Relations, Influencer Marketing, Glaubwürdigkeit, Vertrauen und strategische Markenführung im Social Web.
Warum spielt die Follower-Struktur bei der Auswahl von Influencern eine so wichtige Rolle?
Reine Reichweite (Followerzahlen) reicht nicht aus. Unternehmen müssen prüfen, ob die Follower organisch gewachsen sind und ob das Engagement (Interaktionsrate) zu den Zielen der PR-Maßnahmen passt.
Wie unterscheidet sich der Ansatz der untersuchten Influencer?
Während milenskaya für Werte und eine Bewegung steht, liegt der Fokus bei Madame Moneypenny auf Consulting und Wissensvermittlung, während bei Gewitter im Kopf die Identifikation über die persönliche Lebensgeschichte und Unterhaltung dominiert.
- Citar trabajo
- Jan Moritz Behrens (Autor), 2020, Influencer und ihre Rolle für Public Relations in Unternehmen, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1043373