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Macht durch Sprache. Zur Macht konsolidierenden Wirkung von Worten am Beispiel von Donald Trump

Titel: Macht durch Sprache. Zur Macht konsolidierenden Wirkung von Worten am Beispiel von Donald Trump

Essay , 2020 , 14 Seiten , Note: 1,0

Autor:in: Anonym (Autor:in)

Medien / Kommunikation - Medien und Politik, Pol. Kommunikation
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Am 08.11.2016 wurde Donald Trump mit weniger Stimmen als seine Konkurrentin Hillary Clinton zum Präsidenten der Vereinigten Staaten gewählt und wenige Monate später im Amt vereidigt. Der Weg zum Aufstieg des ehemaligen Entertainers an die Spitze einer Weltmacht ist ein vergleichsweise kurzer. Er war nie zuvor aktiver Politiker und hatte lediglich öffentlich verlauten lassen, sich gegebenenfalls zur Präsidentschaftswahl aufstellen zu lassen. Umso erstaunlicher ist es, wie ein quasi unerfahrener Politiker knapp die Hälfte aller Stimmen erreichen konnte. Die Gründe für seinen Aufstieg sehen viele in seiner Art, mit der etablierten Politik zu brechen. Mit dem Anspruch an sich selbst aufzuräumen, das Land wieder groß zu machen und vor Feinden und Eindringlingen zu schützen werden die ganz großen Felder der Unzufriedenen, von der Gesellschaft Abgehängten zum Thema gemacht und reproduziert. Die damit verbundene Nachricht: Das Establishment arbeite weniger für das Land, als gegen die eigene Bevölkerung. Doch die Themen selbst sind nur ein Teil der Geschichte. Donald Trump hat mit seiner Art einen nicht unbedingt neuen Weg eingeschlagen. Doch diesen Weg verfolgt er wie kein Zweiter, bedient populistische Ressentiments und nutzt seine Sprache, um zu polarisieren.

In diesem Essay soll versucht werden, aufzuzeigen, welche Auswirkungen Worte haben können, inwieweit Trump sich dies zunutze macht und gemacht hat und gegebenenfalls eine Konsequenz daraus für den zukünftigen Umgang mit öffentlichen Meinungsäußerungen zu ziehen. Dabei werden beispielhaft Aussagen seines Wahlkampfes sowie während der Präsidentschaft in Reden oder über Twitter herangezogen und mit Hilfe des „Fact Checkers“ der Washington Post überprüft.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Die Macht der Lüge

3. Legitimität der Lüge

4. Die neuen Methoden des Wahlkampfs

4.1 Polarisierung durch Populistische Forderungen

4.2 Twitter – die neue Plattform des Wahlkampfes

4.3 „Fake News“ – Journalismus unter Beschuss

5. Fazit

Zielsetzung und thematische Schwerpunkte

Die vorliegende Arbeit untersucht die machtkonsolidierende Wirkung von Sprache und Rhetorik am Beispiel von Donald Trump. Dabei steht die Forschungsfrage im Mittelpunkt, wie durch den gezielten Einsatz von Lügen, populistischen Forderungen und digitalen Medien sowie der Diskreditierung des Journalismus Machtansprüche politisch gefestigt werden können und welche gesellschaftlichen Folgen sich daraus ableiten lassen.

  • Die psychologische und machtpolitische Funktion von Lügen und Falschaussagen im politischen Diskurs.
  • Die Veränderung von Wahlkampfmethoden durch den Einsatz von Social Media und Social Bots.
  • Die Auswirkungen populistischer Rhetorik auf die gesellschaftliche Polarisierung.
  • Die gezielte Untergrabung journalistischer Instanzen durch den Begriff „Fake News“.
  • Die gesellschaftliche Verantwortung und die Gefahren für die demokratische Meinungsdiversität.

Auszug aus dem Buch

4.2 Twitter – die neue Plattform des Wahlkampfes

Neben solch populistischen Forderungen oder Falschaussagen, geriet ein weiteres Mittel der Wählerrekrutierung in den Fokus: Twitter. Vorweg muss aber gesagt werden, dass Social Media Kampagnen oder die gleich angesprochenen Social Bots keineswegs nur einem Lager zugeschrieben werden kann. Der Fokus liegt eher auf dem Ausmaß, den dieses Mittel hat.

Am 19. Oktober 2016, unmittelbar vor dem letzten TV-Duell zwischen Hillary Clinton und Donald Trump titelte Zeit Online: „Die Erfolgreiche und das Biest“. Im Untertitel die Aussage, Hillary Clinton würde fast uneinholbar vor Trump liegen. Zwei Monate später wurde Trump knapp zum US-Präsidenten gewählt. Was war passiert? Fünf Minuten nach Beginn der Debatte wurden zehntausende Tweets über Wahlbetrug bezogen auf Clinton erstellt und anschließend millionenfach geteilt. Anschließend twitterte Trump höchstpersönlich: „Hillary Clinton deleted Emails with her Email server technician”, sowie: “Hillary Clinton will use American tax dollars to provide amnesty for thousands of illegals […]”. Bereits zwei Tage vorher twitterte Trump: „Voter fraud! Hillary Clinton even got the questions to a debate, and nobody says a word […]”.

Laut Deutschlandfunk hätten mehr als vier Millionen Accounts die Tweets von Trump geteilt sowie knapp eine Millionen Accounts die Gegendarstellung Clintons. Trumps Aussage soll so bis zu 90 Millionen Amerikaner erreicht haben. Um eine solche enorme Reichweite zu erreichen, mussten beide Lager auf programmierte Social Bots zurückgreifen, die von einem echten Nutzerprofil kaum zu unterscheiden sind und in hoher Geschwindigkeit für die Verbreitung von Tweets sorgen. Nachdem Trump dem Clinton Lager also Wählermanipulation vorwirft macht er einen Skandal öffentlich und unterstellt zusätzlich, dass Steuergelder verwendet werden sollen, um Amnestie für illegale Immigranten zu gewähren. Einen Beweis für seine These nennt er nicht.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung beleuchtet den unerwarteten Aufstieg Donald Trumps zur Präsidentschaft und führt in die Thematik der Sprachmacht sowie der Veränderung des Begriffs „Schreibtischtäter“ ein.

2. Die Macht der Lüge: Dieses Kapitel analysiert die hohe Frequenz offizieller Falschaussagen Trumps und diskutiert, wie Sprache zur politischen Meinungsbildung und Beeinflussung eingesetzt wird.

3. Legitimität der Lüge: Hier wird das Spannungsfeld zwischen der juristischen Legalität von Unwahrheiten und der ethischen Legitimität politischer Kommunikation erörtert.

4. Die neuen Methoden des Wahlkampfs: Dieses Kapitel untersucht die Auswirkungen populistischer Forderungen und neuer digitaler Instrumente auf das politische Geschehen.

4.1 Polarisierung durch Populistische Forderungen: Es wird analysiert, wie beispielhafte Wahlkampfversprechen, wie die Grenzmauer zu Mexiko, zur gezielten Polarisierung und zur Stärkung der Wählerbasis genutzt wurden.

4.2 Twitter – die neue Plattform des Wahlkampfes: Dieses Kapitel thematisiert die Nutzung von Twitter und Social Bots als Instrumente zur massiven Verbreitung politischer Botschaften und zur Manipulation der öffentlichen Meinung.

4.3 „Fake News“ – Journalismus unter Beschuss: Es wird dargestellt, wie der Begriff „Fake News“ gezielt eingesetzt wird, um die Kontrollfunktion des Journalismus zu diskreditieren und die öffentliche Debatte zu schwächen.

5. Fazit: Das Fazit fasst die gesellschaftliche Spaltung durch populistische Rhetorik zusammen und appelliert an eine aktive, kritische Diskurskultur zur Wahrung demokratischer Werte.

Schlüsselwörter

Donald Trump, Sprache, Macht, Lüge, Wahlkampf, Populismus, Twitter, Social Bots, Fake News, Journalismus, Polarisierung, Meinungsbildung, Demokratie, Pressefreiheit, politische Kommunikation.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert die machtkonsolidierende Wirkung von Sprache, Worten und Lügen am Beispiel der politischen Kommunikation von Donald Trump.

Was sind die zentralen Themenfelder der Analyse?

Zu den Schwerpunkten zählen die Rhetorik des Populismus, die Auswirkungen digitaler Medienplattformen auf Wahlkämpfe sowie die Diskreditierung unabhängiger Medien.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Ziel ist es aufzuzeigen, wie Sprache aktiv zur Machtausübung genutzt wird und welche Konsequenzen dies für den öffentlichen Diskurs und die Demokratie hat.

Welche wissenschaftliche Methode wird in dem Essay verwendet?

Die Arbeit nutzt eine diskursanalytische Herangehensweise, bei der beispielhafte Aussagen des Wahlkampfes und der Präsidentschaft mithilfe von „Fact-Checking“-Recherchen kritisch geprüft werden.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Im Hauptteil werden die Instrumente der Machtausübung durch Lügen, die Rolle von Twitter und Social Bots sowie die strategische Verwendung des Begriffs „Fake News“ detailliert untersucht.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Untersuchung am besten?

Die Arbeit wird maßgeblich durch Begriffe wie Populismus, politische Rhetorik, digitale Meinungsbeeinflussung, Fake News und gesellschaftliche Polarisierung geprägt.

Welche Rolle spielen „Social Bots“ bei der Verbreitung von Trumps Botschaften?

Social Bots werden als Werkzeuge beschrieben, die durch hohe Reichweite und Geschwindigkeit dazu beitragen, Skandale zu konstruieren und die öffentliche Meinung in einer Weise zu beeinflussen, die von menschlichem Nutzerverhalten kaum zu unterscheiden ist.

Wie definiert der Autor das Phänomen „Fake News“ im Kontext der Arbeit?

„Fake News“ wird hier nicht als einfache journalistische Fehlleistung, sondern als bewusste Strategie zur gezielten Verbreitung von Falschmeldungen verstanden, um journalistische Kontrollinstanzen zu delegitimieren.

Welche Schlussfolgerung zieht der Autor in Bezug auf die zukünftige Debattenkultur?

Der Autor appelliert an die „schweigende Mehrheit“, sich aktiv in den Diskurs einzubringen, Aussagen kritisch zu hinterfragen und sich für eine respektvolle Auseinandersetzung einzusetzen, um einer weiteren gesellschaftlichen Spaltung entgegenzuwirken.

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Details

Titel
Macht durch Sprache. Zur Macht konsolidierenden Wirkung von Worten am Beispiel von Donald Trump
Hochschule
Universität Hamburg  (Geisteswissenschaften)
Veranstaltung
Hauptseminar Schreibtischtäter
Note
1,0
Autor
Anonym (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2020
Seiten
14
Katalognummer
V1044451
ISBN (eBook)
9783346469496
ISBN (Buch)
9783346469502
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Geschichte Politik Donald Trump Schreibtischtäter Eichmann Macht Sprache Gesellschaftskritik Gesellschaftsforschung
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Anonym (Autor:in), 2020, Macht durch Sprache. Zur Macht konsolidierenden Wirkung von Worten am Beispiel von Donald Trump, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1044451
Blick ins Buch
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Leseprobe aus  14  Seiten
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