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Reformen in der Kulturpolitik. Die Jugendkultur in Deutschland

Title: Reformen in der Kulturpolitik. Die Jugendkultur in Deutschland

Term Paper , 1999 , 13 Pages , Grade: 2,0

Autor:in: Tobias Krumscheid (Author)

Cultural Studies - Basics and Definitions
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Am Anfang war das Ziel, und das Ziel hieß: " Kultur für alle". Dieses Ziel verlangte nach Reformen in der Kulturpolitik. Und dieses Ziel steht noch heute.
Größer den je ist der Widerspruch zwischen der Pluralität der einzelnen Kulturen und der Einheit der Kultur der Gesellschaft. Und mehr den je muß nachgedacht werden über Aufgaben und Grenzen der Kulturpolitik und dem zugrundeliegenden Kultur- und Kunstverständnis.

1.1 Vom Ereignis zum Prozeß

Das frühere Verständnis von Kultur als Ereignis, nur messbar ein einem fortbestehenden Wert, hat sich in den 70er Jahren gewandelt, und man erkannte und fördert seitdem den sozialen Prozeßcharakter der Kultur. Dahinein fällt auch das Anliegen, Kunst als Kommunikationsprozeß zu begreifen. Man wandelte sich dahingehend, Kultur nicht als eingleisig anzusehen, sondern man erkannte, daß sie sich aus vielen kleinen Steinchen zusammensetzt, welche aber wiederum miteinander konkurieren. Dies erkennend mußte man natürlich auch die einzelnen sozialen Gruppen akzeptieren, welche ihre spezielle Lebensauffassung mit einem dieser Steinchen des Kulturmosaiks manifestieren.

In diesem Kontext ist auch der Begriff der "kulturellen Demokratie" erklärbar, welcher besagt, daß die individuelle kulturelle Entfaltung des Einzelnen in seinem jeweiligen sozialen Umfeld hinsichtlich Herkunft und Interesse, der Grundbaustein ist für das Bauwerk Kultur und als dieser auch akzeptiert werden muß. Dies begreifend mußte natürlich eine Demokratisierung der Kultur einsetzen, indem man kulturelle Prozesse und Institutionen für jederman zugänglich machte.

[...]

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Kultur im Wandel

1.1 Vom Ereignis zum Prozeß

1.2 Kultur in der politischen Umklammerung

2. Der Künstler in der Sozialen Arbeit

2.1 Ansatzpunkte für ein kulturell angereichertes Umfeld

3. Jugendkultur

3.1 Jugendkultur als Ausdrucksform

3.2 Verkommerzialisierung eines Protestes

3.3 Niedergang des politischen Interesses

3.4 Die weibliche Jugendkultur

3.5 Diktate für die weibliche Jugend

3.6 Jugendkultur und Musik

3.7 Jugendkulturelle Stile im Osten

3.8 Kultureller Kahlschlag in den neuen Bundesländern

3.9 Drogen"kultur" in Ostdeutschland

4. Schlußwort

Zielsetzung und Themen der Arbeit

Die vorliegende Arbeit untersucht die komplexe Wechselwirkung zwischen Kultur und Jugendkultur im Kontext der gesamtgesellschaftlichen Entwicklung, mit einem besonderen Fokus auf die Herausforderungen der Sozialisation in den neuen Bundesländern. Das primäre Ziel ist es, den Einfluss kultureller Räume auf die Persönlichkeitsentwicklung junger Menschen aufzuzeigen und die Notwendigkeit einer aktiven sozialpädagogischen Gestaltung in diesem Bereich zu begründen.

  • Kulturwandel und das Konzept der kulturellen Demokratie
  • Die Rolle des Künstlers als Akteur in der Sozialarbeit
  • Jugendkultur als Ausdrucksform, Protestmittel und Identitätsstifter
  • Geschlechtsspezifische Aspekte und Körperbilder in der Jugendkultur
  • Auswirkungen der gesellschaftlichen Umbrüche in Ostdeutschland auf die Jugendfreizeit

Auszug aus dem Buch

3.1 Jugendstil als Ausdrucksform

Jugendliche bedienen sich in unserer heutigen Zeit an Mitteln wie Kleidung,Musik und Ritualen, um sich mit bestimmten Werten zu identifizieren und ihre Position in und zur Gesellschaft zu definieren. Dabei kommt diesen Mitteln eine Funktion der Metakommunikation auf einer non-verbalen Ebene zu. Um sich dabei von der Gruppe der Erwachsenen abzuheben, muß sich einer Ausdrucksform bedient werden, die diese nicht verstehen oder ablehnen. Darum sind Stile innerhalb der Jugendszene ständigem Wandel unterlegen und es kommt zur Herausbildung immer neuer Abgrenzungsszenarien. Zu bemerken ist, das Trends oftmals großflächig übernommen werden, den Details in ihrer Ausfürung aber regional eine eigene Bedeutung zugemessen wird. Am Beispiel der HipHop-Kultur heißt das, daß z.B. die Kleidung weitestgehend übereinstimmend definiert ist (Basecap, weite Hosen, weite T-Shirts usw.), den Aplikationen auf den Kleidungsstücken aber oftmals regional eine differente Bedeutung zugemessen wird.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Kultur im Wandel: Erläutert den Übergang von einem statischen Kulturverständnis hin zu einem sozialen Prozessbegriff und thematisiert die Herausforderungen der Kulturpolitik im Spannungsfeld zwischen Pluralität und gesellschaftlicher Einheit.

2. Der Künstler in der Sozialen Arbeit: Untersucht die zunehmende Einbeziehung von Künstlern in pädagogische Kontexte und deren Potenzial für die Persönlichkeitsbildung durch eine intuitiv-emotionale Herangehensweise.

3. Jugendkultur: Analysiert vielfältige Facetten jugendlicher Identitätssuche, von Ausdrucksformen und Protestkultur über geschlechtsspezifische Rollenbilder bis hin zu den spezifischen Problemlagen und dem Kahlschlag soziokultureller Einrichtungen in Ostdeutschland.

4. Schlußwort: Reflektiert den vorangegangenen Diskurs und betont die bleibende Relevanz der Losung "Kultur für alle" sowie die Notwendigkeit gesellschaftlicher Anstrengungen in diesem Feld.

Schlüsselwörter

Kulturpolitik, kulturelle Demokratie, Soziale Arbeit, Jugendkultur, Identitätsbildung, Ausdrucksform, HipHop-Kultur, Sozialisation, Geschlechterrolle, Körperkult, Drogenprävention, Jugendarbeit, Ostdeutschland, Transformationsprozess, gesellschaftliche Verantwortung.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der vorliegenden Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit der Bedeutung von Kultur und Jugendkultur für die Sozialisation und Persönlichkeitsentwicklung Heranwachsender im modernen gesellschaftlichen Kontext.

Was sind die zentralen Themenfelder der Analyse?

Zentrale Themen sind der Wandel des Kulturbegriffs, die Rolle von Künstlern in sozialen Arbeitsfeldern sowie die vielfältigen Erscheinungsformen und Problemstellungen der Jugendkultur nach der Wende.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es, aufzuzeigen, wie kulturelle Angebote und die Auseinandersetzung mit Kunst zur Stärkung der Persönlichkeit junger Menschen beitragen und welche gesellschaftliche Verantwortung hierbei besteht.

Welche wissenschaftliche Methode wird in der Arbeit verwendet?

Die Arbeit stützt sich auf eine theoretische Auseinandersetzung mit soziologischen und pädagogischen Diskursen sowie auf die Analyse aktueller Entwicklungstrends, unterlegt mit Fachliteratur.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Im Hauptteil werden der Wandel von Kultur, die Integration von Künstlern in die Sozialarbeit und eine detaillierte Betrachtung der Jugendkultur inklusive spezifischer ostdeutscher Herausforderungen dargelegt.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind Kulturpolitik, Jugendkultur, Identitätsbildung, Sozialisation, Transformation in Ostdeutschland und gesellschaftliche Verantwortung.

Welche Rolle spielen Jugendclubs in der ostdeutschen Sozialisationslandschaft?

Jugendclubs fungieren als wichtige Kristallisationskerne für die eigene Kultur und bieten notwendige Räume zur Identitätsstabilisierung, deren massiver Abbau nach 1989 kritisch betrachtet wird.

Wie wird das Phänomen der Magersucht im Kontext der Jugendkultur interpretiert?

Das Buch interpretiert Magersucht und extreme Fitnessdisziplin nicht nur als pathologisches Problem, sondern als Ausdruck einer Protesthaltung gegen gesellschaftliche Schönheitsdiktate.

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Details

Title
Reformen in der Kulturpolitik. Die Jugendkultur in Deutschland
College
University of Applied Sciences Merseburg  (Kultur- und Medienpädagogik)
Grade
2,0
Author
Tobias Krumscheid (Author)
Publication Year
1999
Pages
13
Catalog Number
V10542
ISBN (eBook)
9783638169363
ISBN (Book)
9783640336333
Language
German
Tags
Jugendkultur Deutschland
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Tobias Krumscheid (Author), 1999, Reformen in der Kulturpolitik. Die Jugendkultur in Deutschland, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/10542
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