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Farbe um uns, Farbe in uns

Title: Farbe um uns, Farbe in uns

Term Paper , 2000 , 19 Pages , Grade: 2,3

Autor:in: Tobias Krumscheid (Author)

Psychology - General
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Welche Empfindungen habe ich beim Anblick von Rot oder Blau? Und sind dies die selben die meine Mitmenschen in der gleichen Situation fühlen? Ist nicht das Rot der untergehenden Sonne, welches mir einen letzten warmen Gruß des Tages schickt das selbe, das mich bei einem Brand in Schrecken versetzt?
Farben können verschiedenste Assoziationen, Reaktionen und Emotionen beim Menschen auslösen. Unser Körper reagiert rein physiologisch und für uns unbewußt auf die Farbreize, die aus der Umwelt auf uns treffen, verändert Puls, Blutdruck und Atemfrequenz. Doch nicht darum soll es in den nachfolgenden Abschnitten gehen. Vielmehr möchte ich aufzeigen, warum bestimmte Farben bestimmte Emotionen auslösen, welche Farbe wie wahrgenommen wird und die Nutzung dieses Phänomens in therapeutischer Hinsicht in unserer Zeit.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

2 Emotionen

2.1 Das Erleben von Gefühlen

3 Farbe

4 Die Farbenpsychologie

4.1 Historische Entwicklung

4.2 Kurzer Abriß zur Farbensymbolik

4.3 Die innere und äußere Farbe

4.4 Kann man Farben fühlen?

4.5 Farbe und Traum

4.6 Stimmen uns Farben?

4.7 Lieblingsfarben im Zuge der persönlichen Entwicklung

5 Die einzelnen Farben und ihre psychologische Bedeutung

5.1 Blau

5.2 Rot

5.3 Grün

5.4 Gelb

5.5 Schwarz

5.6 Weiß

5.7 Abschließende Bemerkungen zum Kapitel Farben

Zielsetzung und Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die psychologische Wirkung von Farben auf den Menschen, analysiert die Zusammenhänge zwischen Farbwahrnehmung und emotionalen Zuständen und beleuchtet die therapeutische Anwendung dieses Phänomens.

  • Psychologische Grundlagen der Farbwahrnehmung
  • Historische Entwicklung der Farbpsychologie und -symbolik
  • Einfluss von Farben auf Emotionen und Stimmungen
  • Bedeutung von Lieblingsfarben in der menschlichen Entwicklung
  • Psychologische Einordnung einzelner Farbtöne

Auszug aus dem Buch

4.1 Historische Entwicklung

Der Einsatz von Farbe als psychologisches Mittel um Stimmungen und Emotionen zu beeinflusse, entstand zu dem Zeitpunkt, als der Mensch anfing, sich Gedanken zu machen um die Beziehungen untereinander, dem eigenen Wesen und seiner Umgebung. Sie dienten zum Ausdruck und zur Unterscheidung der Stämme, Gemeinschaften, Familien und Persönlichkeiten. Höhlenmalereien zeugen heute noch von der schon zu Urzeiten herrschenden Verbundenheit der Farbe mit dem Mystischen. Man findet den Einsatz von Farben in allen Religionen und Kulturen um kultische Handlungen noch zu verstärken. Man kann also sagen, das die ersten Farbpsychologen Schamanen und Priester waren. In Babylon wurden den Planeten entsprechende Farben zugeordnet. Im alten Ägypten hatten die Gottheiten bestimmte Farben. So war Gold die Farbe des Sonnengottes Ra, Seth als gefährlicher Gott Rot und Amun, dem Mystische, wurde die Farbe Blau zugeschrieben. Auch in der Bibel werden Farben symbolisch eingesetzt. In der Offenbarung des Johannes liest man von roten, schwarzen und weißen Pferden, die für Krieg, Gerechtigkeit und Tod stehen.

Im antiken Griechenland legte Hippokrates mit seiner Viersaftlehre, die dem Blut die Farbe Rot, der Galle Schwarz und Gelb und dem Schleim die weiße Farbe zuordnet, den Grundstein der Medizin der nächsten 2000 Jahre.

Im europäischen Raum geriet die Nutzung von Licht und Farbe dann aber mehrere Jahrhunderte in Vergessenheit. Erst mit der Farbenlehre Johann Wolfgang von Goethes begann man sich wieder mit der Erforschung und der Bedeutung von Farbe zu befassen. Sie ist heute noch eine Grundlage der modernen Farbtherapie. Aber erst im letzten Jahrhundert fing man an den wirklichen Stellenwert der Farbpsychologie und – therapie zu realisieren. Wesentlich dazu beigetragen haben unter anderem Joseph von Frauenhofer, Nils Ryberg Finsen und Rudolf Steiner.

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Diese Einleitung führt in die Fragestellung ein, wie Farben Emotionen und Reaktionen beim Menschen auslösen und wie diese Erkenntnisse therapeutisch genutzt werden können.

2 Emotionen: Das Kapitel bietet einen Überblick über den Begriff der Emotion innerhalb der Psychologie, unter besonderer Berücksichtigung der kognitiven Wende.

2.1 Das Erleben von Gefühlen: Hier wird die subjektive Komponente von Emotionen und die Frage nach deren spezifischer Qualität diskutiert.

3 Farbe: Dieser Abschnitt klärt grundlegende Fragen zur Natur der Farbe, abseits von physikalischen Erklärungsmodellen der Farbmetrik.

4 Die Farbenpsychologie: Dieses Kapitel widmet sich der psychologischen Erforschung von Farben, ihrer historischen Entwicklung und ihrer Wirkung auf den Menschen.

4.1 Historische Entwicklung: Eine Darstellung der kulturellen und religiösen Bedeutung von Farben von der Antike bis zur modernen Farbtherapie.

4.2 Kurzer Abriß zur Farbensymbolik: Erläutert, wie sich Farbensymbolik durch kollektive Erfahrungen innerhalb verschiedener Kulturkreise bildet.

4.3 Die innere und äußere Farbe: Untersucht die bildhafte Verwendung von Farben und ihre Bedeutung als Ausdruck des inneren Zustands.

4.4 Kann man Farben fühlen?: Beleuchtet den physischen und psychischen Einfluss von Farben auf den menschlichen Organismus, etwa auf die Körpertemperatur.

4.5 Farbe und Traum: Analysiert den symbolischen Gehalt und die psychologische Bedeutung von Farben in Träumen.

4.6 Stimmen uns Farben?: Erörtert, wie die farbliche Gestaltung unserer Umgebung unsere Gemütslage und unser vegetatives Nervensystem beeinflussen kann.

4.7 Lieblingsfarben im Zuge der persönlichen Entwicklung: Beschreibt die gesetzmäßige Wandlung der Farbbevorzugung im Kindes- und Jugendalter als Spiegel der seelischen Entwicklung.

5 Die einzelnen Farben und ihre psychologische Bedeutung: Eine detaillierte Analyse der psychologischen Wirkung und Symbolik spezifischer Farben.

5.1 Blau: Blau wird als Farbe der Harmonie und Ruhe analysiert und mit physiologischen Beruhigungseffekten in Verbindung gebracht.

5.2 Rot: Untersuchung der Farbe Rot als anregendes Signal, das mit Leidenschaft, Gefahr und Dominanz assoziiert wird.

5.3 Grün: Grün wird als neutrale Farbe der Natur, der Hoffnung und des Lebens sowie als "Äquator" zwischen Rot und Blau beschrieben.

5.4 Gelb: Erläutert die widersprüchliche Symbolik von Gelb als Farbe der Sonne und Kommunikation sowie der historischen Ausgrenzung.

5.5 Schwarz: Analyse von Schwarz als unbunte Farbe, die mit Tod, Trauer, Abgrenzung und Individualität verknüpft ist.

5.6 Weiß: Betrachtung von Weiß als Symbol der Reinheit und Vollkommenheit, aber auch als Farbe der Trauer in anderen Kulturkreisen.

5.7 Abschließende Bemerkungen zum Kapitel Farben: Zusammenfassendes Fazit über die Bedeutung von Nuancen und individuellem Vorwissen für die Farbwirkung.

Schlüsselwörter

Farbenpsychologie, Farbsymbolik, Emotionen, Farbwahrnehmung, Farbtherapie, Lieblingsfarben, menschliche Entwicklung, Farbwirkung, Blau, Rot, Grün, Gelb, Schwarz, Weiß, Psyche

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit beschäftigt sich mit der psychologischen Bedeutung von Farben und wie diese unser Erleben, unsere Emotionen und unser Verhalten beeinflussen.

Was sind die zentralen Themenfelder der Publikation?

Zu den Kernbereichen gehören die historische Farbensymbolik, die physiologischen Wirkungen von Farben sowie die psychologische Analyse einzelner Grundfarben.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Ziel ist es, aufzuzeigen, warum bestimmte Farben spezifische Emotionen auslösen und welche therapeutische Bedeutung dieses Wissen in der heutigen Zeit hat.

Welche wissenschaftliche Methode wird in der Arbeit verwendet?

Der Autor stützt sich auf eine Literaturanalyse psychologischer und farbtheoretischer Konzepte, um Hypothesen zur Wirkung von Farben auf die menschliche Psyche zu bilden.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische Einführung in die Farbpsychologie sowie eine detaillierte, farbspezifische Analyse, inklusive Aspekten wie Farbwahrnehmung, Träumen und der Entwicklung von Farbpräferenzen.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren das Werk?

Die Arbeit lässt sich durch Begriffe wie Farbpsychologie, Farbsymbolik, emotionale Wirkung, menschliche Entwicklung und therapeutische Anwendung charakterisieren.

Wie verändert sich die Farbpräferenz laut Autor im Laufe der Kindheit?

Der Autor beschreibt eine relativ gesetzmäßige Entwicklung, bei der Kinder beispielsweise von Purpur und Grün hin zu differenzierteren Farbwahlen übergehen, was jeweils unterschiedliche Phasen der Integration und intellektuellen Reifung widerspiegelt.

Warum wird Rot als eine besonders "unnatürliche" Farbe bezeichnet?

Rot wird so bezeichnet, da es im Straßenverkehr und in Gefahrenbereichen bewusst eingesetzt wird, um die Aufmerksamkeit zu erregen, während es sich optisch stark von der natürlichen Umgebung (Grün- und Blautöne) abhebt.

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Details

Title
Farbe um uns, Farbe in uns
College
University of Applied Sciences Merseburg  (Kultur- und Medienpädagogik)
Grade
2,3
Author
Tobias Krumscheid (Author)
Publication Year
2000
Pages
19
Catalog Number
V10543
ISBN (eBook)
9783638169370
ISBN (Book)
9783640336340
Language
German
Tags
Farbe Psychologie
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Tobias Krumscheid (Author), 2000, Farbe um uns, Farbe in uns, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/10543
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