Grin logo
de en es fr
Shop
GRIN Website
Publicación mundial de textos académicos
Go to shop › Medios / Comunicación - Comunicación profesional

Wissenschaftskommunikation zum Klimawandel und die Rolle von Wissen und Wissenschaftsverständnis

Título: Wissenschaftskommunikation zum Klimawandel und die Rolle von Wissen und Wissenschaftsverständnis

Trabajo Escrito , 2020 , 14 Páginas , Calificación: 1,0

Autor:in: Daniel Lange (Autor)

Medios / Comunicación - Comunicación profesional
Extracto de texto & Detalles   Leer eBook
Resumen Extracto de texto Detalles

Die Arbeit beschäftigt sich mit der Frage, inwiefern Wissen und Wissenschaftsverständnis für Wissenschaftskommunikation zum Klimawandel eine Rolle spielt. In der sozialpsychologischen Forschung herrscht ein Dissens über die Wirkweise von Wissen und Wissenschaftsverständnis auf den Klimawandel betreffende Überzeugungen. Manche Forscher gehen davon aus, dass Wissen und Wissenschaftsverständnis durch motivated cognition Überzeugungen jeder Art verstärkt, aber nicht dabei helfen kann, Klimaskeptizismus zu beheben. Andere Wissenschaftler heben die Bedeutung von subjektiven Konsenswahrnehmungen und von kritischen Fake-News-Kompetenzen hervor.

Die Wahrnehmung des wissenschaftlichen Konsenses über den menschengemachten Klimawandel hat diesen Forschern zufolge einen Katalysator-Effekt für weitere klimawandelbezogene Einstellungen und Verhaltensweisen. Wissen und ein wissenschaftliches Verständnis des Klimawandels können kommuniziert werden, ohne dass sie Polarisierung erzeugen. Motivated cognition ist allerdings ebenfalls nicht zu vernachlässigen bei der Entwicklung von Wissenschaftskommunikationsstrategien.

Extracto


Inhaltsverzeichnis

1. Zusammenfassung

2. Einleitung

3. Hauptteil

3.1 Die pessimistische Position

3.2 Die optimistische Position

4. Praktische Implikationen für die Wissenschaftskommunikation und Ausblick

Zielsetzung & Themen

Diese Arbeit untersucht die konträren sozialpsychologischen Erklärungsansätze für die anhaltende Skepsis gegenüber dem menschengemachten Klimawandel in der Bevölkerung, um Strategien für eine effektivere Wissenschaftskommunikation zu bewerten.

  • Wirkweise von Wissen und Wissenschaftsverständnis
  • Die „kulturelle Kognition“ (Pessimistische Position)
  • Das „Gateway Belief Model“ (Optimistische Position)
  • Rolle von Identitätsschutz und Motivated Reasoning
  • Ansätze zur Inoculation (Impfung) gegen Falschinformationen

Auszug aus dem Buch

3.1 Die pessimistische Position

Dan Kahan (University of Yale) und Kollegen forschen seit circa 20 Jahren zu einem Phänomen, welches sie als kulturelle Kognition bezeichnen. Die kulturelle-Kognitions-Hypothese (KKH) dient dazu, Intergruppen-Unterschiede in der Wahrnehmung von öffentlich debattierten Themen innerhalb der US-Amerikanischen Gesellschaft zu erklären (van der Linden 2015). Als Ausgangssituation nimmt die KKH die in vielen politischen Fragen polarisierte US-Amerikanische Gesellschaft. Als bestes Beispiel dient der menschengemachte Klimawandel, über dessen Existenz in der US-Amerikanischen Bevölkerung noch deutliche Unsicherheit herrscht. Die Bildung der KKH erfolgt als Gegenhypothese zur sogenannten Science Comprehension Thesis (SCT) (Kahan et al. 2012). Die SCT erklärt Klimaskeptizismus durch einen in der Bevölkerung vorliegenden Mangel an Wissen und (natur)wissenschaftlichem Verständnis.

In der Tat fehlt der überwältigenden Mehrheit der US-Amerikanischen Bevölkerung das physikalische und chemische Basiswissen, um die Mechanismen des Klimawandels akkurat zu erklären (Ranney et al. 2016). Kahan und Kollegen verwerfen die SCT, für deren empirische Gültigkeit eine positive Korrelation zwischen wissenschaftlichem bzw. technischem Verständnis und der klimawandelbezogenen Risikowahrnehmung zu erwarten wäre. Durch die Abwesenheit der erwarteten positiven Korrelation schließen die Autoren auf eine alternative Erklärung, die KKH. Plausibel wird die KKH insbesondere durch die Ergebnisse, die die Forscher erhalten, wenn man die Stichprobe nach Weltanschauungen (hierarchisch-individualistisch / egalitär-kommunitaristisch) differenziert.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Zusammenfassung: Dieses Kapitel gibt einen Überblick über den wissenschaftlichen Dissens bezüglich der Rolle von Wissen bei der Entstehung von klimawandelbezogenen Überzeugungen.

2. Einleitung: Die Einleitung führt in die Problematik ein, dass trotz wissenschaftlichem Konsens in der Bevölkerung Unsicherheit herrscht, und stellt die Einteilung der Debatte in eine optimistische und eine pessimistische Position vor.

3. Hauptteil: Der Hauptteil analysiert die theoretischen Grundlagen des Klimaskeptizismus, wobei zwischen kultureller Kognition und dem Gateway Belief Model unterschieden wird.

3.1 Die pessimistische Position: Dieses Kapitel erläutert die KKH von Kahan et al., welche Wissen als instrumentelle Ressource zur Identitätsverteidigung und Polarisierung beschreibt.

3.2 Die optimistische Position: Dieses Kapitel präsentiert das Gateway Belief Model von van der Linden et al. und diskutiert das Potenzial von Wissensvermittlung und Debunking-Strategien.

4. Praktische Implikationen für die Wissenschaftskommunikation und Ausblick: Dieses Kapitel diskutiert Strategien wie Identity Affirmation und Prebunking als Werkzeuge für eine wirksame Kommunikation wissenschaftlicher Erkenntnisse.

Schlüsselwörter

Klimawandel, Wissenschaftskommunikation, Klimaskeptizismus, Kulturelle Kognition, Motivated Reasoning, Gateway Belief Model, Wissenschaftlicher Konsens, Fake News, Identitätsschutz, Inoculation, Prebunking, Debunking, Medienkompetenz, Risikowahrnehmung, Politische Identität

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit der Frage, warum trotz eines deutlichen wissenschaftlichen Konsenses über den Klimawandel in weiten Teilen der Bevölkerung Skepsis und abweichende Auffassungen bestehen.

Was sind die zentralen Themenfelder der Analyse?

Zentral sind die psychologischen Mechanismen der Meinungsbildung, die Rolle von Wissen und wissenschaftlichem Verständnis sowie die Auswirkungen von Identität auf die Akzeptanz wissenschaftlicher Fakten.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Die Forschungsfrage lautet: Inwiefern spielen Wissen und Wissenschaftsverständnis für die Wissenschaftskommunikation zum Klimawandel eine Rolle? Ziel ist es, zwischen den Positionen der „Optimisten“ und „Pessimisten“ zu vermitteln.

Welche wissenschaftliche Methode wird in der Arbeit verwendet?

Es handelt sich um eine theoretische Arbeit, die eine Literaturanalyse durchführt, um die Debatte zwischen verschiedenen sozialpsychologischen Forschungsgruppen systematisch aufzubereiten.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die pessimistische Sicht der kulturellen Kognition, die das Wissen als Polarisierungstreiber sieht, und die optimistische Sicht, die durch Kommunikation des wissenschaftlichen Konsenses und Inoculation Vertrauen aufbauen möchte.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit wird durch Begriffe wie Klimaskeptizismus, Motivated Reasoning, Gateway Belief Model, Prebunking und kulturelle Kognition definiert.

Wie unterscheidet sich die pessimistische von der optimistischen Position?

Die pessimistische Position nach Kahan geht davon aus, dass Wissen bestehende Überzeugungen eher verstärkt, während die optimistische Position nach van der Linden davon ausgeht, dass die Vermittlung des Konsenses einen positiven Einfluss auf die Einstellungsbildung hat.

Was bedeutet „Inoculation“ im Kontext der Arbeit?

Inoculation wird als „vorsorgliche Impfung“ gegen Falschinformationen verstanden, bei der die Öffentlichkeit präventiv über Manipulationstechniken informiert wird, um ihre Resilienz zu stärken.

Final del extracto de 14 páginas  - subir

Detalles

Título
Wissenschaftskommunikation zum Klimawandel und die Rolle von Wissen und Wissenschaftsverständnis
Universidad
University of Heidelberg  (Psychologisches Institut)
Curso
Meinungspolarisierung und Fake-News in Zeiten des Klimawandels
Calificación
1,0
Autor
Daniel Lange (Autor)
Año de publicación
2020
Páginas
14
No. de catálogo
V1061245
ISBN (Ebook)
9783346475961
ISBN (Libro)
9783346475978
Idioma
Alemán
Etiqueta
Klimawandel Wissenschaftlicher Konsens Fake News Polarisierung Wissenschaftskommunikation
Seguridad del producto
GRIN Publishing Ltd.
Citar trabajo
Daniel Lange (Autor), 2020, Wissenschaftskommunikation zum Klimawandel und die Rolle von Wissen und Wissenschaftsverständnis, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1061245
Leer eBook
  • Si ve este mensaje, la imagen no pudo ser cargada y visualizada.
  • Si ve este mensaje, la imagen no pudo ser cargada y visualizada.
  • Si ve este mensaje, la imagen no pudo ser cargada y visualizada.
  • Si ve este mensaje, la imagen no pudo ser cargada y visualizada.
  • Si ve este mensaje, la imagen no pudo ser cargada y visualizada.
  • Si ve este mensaje, la imagen no pudo ser cargada y visualizada.
  • Si ve este mensaje, la imagen no pudo ser cargada y visualizada.
Extracto de  14  Páginas
Grin logo
  • Grin.com
  • Envío
  • Contacto
  • Privacidad
  • Aviso legal
  • Imprint