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Sprechen lernen in einer mehrsprachigen Umgebung - wie Eltern und Lehrer Kindern helfen können

Title: Sprechen lernen in einer mehrsprachigen Umgebung - wie Eltern und Lehrer Kindern helfen können

Term Paper (Advanced seminar) , 2000 , 26 Pages , Grade: sehr gut

Autor:in: Tessa Rothe (Author)

Didactics for the subject German - Pedagogy, Linguistics
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Summary Excerpt Details

In Anbetracht der gesellschaftlichen Entwicklungen und der daraus resultierenden Veränderungen bezüglich der beruflichen Zukunft der Kinder unserer Zeit, bleibt das Thema Zweisprachigkeitserziehung aktuell, es wird sogar immer wichtiger. In den letzten Jahren hat man die Vorteile der Zweisprachigkeit immer mehr erkannt und es erscheint sinnvoll, diese dort zu fördern, wo die Voraussetzungen durch Mischehen oder andere familiäre Konstellationen gegeben sind. In der vorliegenden Arbeit werde ich zunächst in das große Thema Zweisprachigkeit einführen, indem ich Definitionsansätze sowie gängige Vorurteile, Vor- und Nachteile beschreiben werde. Im zweiten Teil werde ich darstellen, welchen Einfluss Eltern auf die Zweisprachigkeit ihrer Kinder nehmen können und im letzten Kapitel soll gezeigt werden, dass auch Lehrer Kinder in ihrem Zweitspracherwerb unterstützen können. Es soll deutlich werden, dass erfolgreiche Zweisprachigkeit mit ein wenig Zeit und Aufwand der Eltern und Lehrer realistisch ist. Damit werden Kindern neue Zukunftsperspektiven geboten, die man ihnen nicht vorenthalten sollte.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

Einleitung

1. Zweisprachigkeit – Chance oder Risiko?

1.1 Definition

1.2 Vorurteile

1.3 Vorteile und Nachteile

2. Bedingungen an die Eltern für eine erfolgreiche Zweisprachigkeitserziehung

2.1 Voraussetzung

2.2 Une personne, une langue – die erfolgversprechendste Methode der Zweisprachigkeitserziehung

2.3 Alternativen

3. Die Unterstützung durch die Lehrer

3.1 Voraussetzungen

3.2 Was Lehrer tun können

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht, wie Eltern und Lehrkräfte Kinder in ihrem Zweitspracherwerb unterstützen können, um ihnen in einer zunehmend mehrsprachigen Gesellschaft neue Zukunftsperspektiven zu eröffnen. Dabei wird der Frage nachgegangen, ob Zweisprachigkeit als Chance oder Risiko zu bewerten ist und welche pädagogischen sowie familiären Rahmenbedingungen für eine erfolgreiche Entwicklung notwendig sind.

  • Grundlagen und Definitionen der Zweisprachigkeit
  • Entkräftung gängiger Vorurteile gegenüber mehrsprachiger Entwicklung
  • Methoden und Prinzipien für eine erfolgreiche zweisprachige Erziehung in der Familie
  • Rolle und Handlungsmöglichkeiten von Lehrkräften in der schulischen Unterstützung
  • Bedeutung der emotionalen Zuwendung und konsequenten Sprachnutzung

Auszug aus dem Buch

1.1 Definition

In der Literatur findet man gegensätzliche Positionen, wenn es um die Definition des Begriffes Zweisprachigkeit geht. Während die eine Seite die Meinung vertritt, eine Grenzziehung zwischen Monolingualismus und Bilingualismus sei unhaltbar, diskutiert die andere Seite darüber, wie eine Definition am treffendsten ausdrücken kann, was Zweisprachigkeit denn nun genau ist.

Als eine Vertreterin der Seite, die eine Definition nicht für möglich hält, wehrt sich Rosemarie Tracy dagegen, Monolingualismus und Bilingualismus als zwei „klar voneinander unterscheidbare mentale Zustände oder Prozesse“ zu betrachten. Anhand eines Beispiels widerspricht sie der Vorstellung, dass bei Monolingualen „zwei in jeder Hinsicht formal oder funktional äquivalente und dennoch voneinander strikt isolierbare Systeme“ präsent sind und dem daraus resultierenden Trugschluss, „Bilinguale entsprächen sprachlich in jeder Hinsicht der Summe zweier Monolingualer“. Zudem erläutert sie, dass nicht zweisprachig aufwachsende Kinder schon sehr früh mit „sozialen und regionalen Varietäten und stilistischen Registern“ konfrontiert werden und sich diese auch aneignen. Als strikt monolingual wären sie demnach nicht mehr zu charakterisieren.

Bei denjenigen, die eine Definition für möglich erachten, dreht sich alles um die Frage, was genau ein Mensch leisten muss, um als zweisprachig bezeichnet werden zu können.

Siebert-Ott erläutert, dass die Kriterien hierbei auf einem Kontinuum liegen, dessen Maximum verlangt, zwei Sprachen in Wort und Schrift perfekt zu beherrschen, und dessen Minimum „Kenntnisse in mehr als einer Sprache“ „zumindest in einem der vier Bereiche Hörverstehen, Textverstehen, Sprechen und Schreiben“ fordert. Wäre nun eine dieser beiden Extrempositionen die absolute Definition der Zweisprachigkeit, so würde es viel weniger bzw. viel mehr zweisprachige Menschen geben als es tatsächlich der Fall ist.

Zusammenfassung der Kapitel

Einleitung: Einführung in die Relevanz der Zweisprachigkeitserziehung und Überblick über den Aufbau der Arbeit.

1. Zweisprachigkeit – Chance oder Risiko?: Auseinandersetzung mit verschiedenen Definitionsansätzen, historischen Vorurteilen und den tatsächlichen kognitiven Vor- und Nachteilen des Zweitspracherwerbs.

2. Bedingungen an die Eltern für eine erfolgreiche Zweisprachigkeitserziehung: Darstellung der elterlichen Voraussetzungen, des Prinzips „une personne, une langue“ und weiterer alternativer Erziehungsmethoden.

3. Die Unterstützung durch die Lehrer: Analyse der schulischen Rahmenbedingungen und konkrete Handlungsempfehlungen für Lehrer zur Förderung der Mehrsprachigkeit im Unterricht.

Schlüsselwörter

Zweisprachigkeit, Bilingualismus, Spracherwerb, Zweitsprache, Muttersprache, Kindesentwicklung, Mehrsprachigkeit, Erziehung, Sprachdidaktik, Sprachförderung, Familiensprache, kognitive Fähigkeiten, Sprachprestige, Schule.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit behandelt die Chancen und Herausforderungen, die mit dem Aufwachsen in einer mehrsprachigen Umgebung verbunden sind, und zeigt auf, wie Eltern und Lehrer dabei unterstützend wirken können.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Zentrale Themen sind die theoretische Definition der Zweisprachigkeit, die Widerlegung von Vorurteilen, methodische Erziehungsansätze in der Familie sowie die Rolle der Schule bei der Sprachförderung.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Das Ziel ist es, Wege aufzuzeigen, wie Kinder durch bewusste Förderung und angemessene Rahmenbedingungen zweisprachig aufwachsen können, ohne Nachteile gegenüber einsprachigen Kindern zu erfahren.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit basiert auf einer Literaturanalyse, in der verschiedene fachwissenschaftliche Positionen zu Zweisprachigkeit, Spracherwerb und pädagogischen Ansätzen zusammengeführt und diskutiert werden.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Im Hauptteil werden zunächst Definitionen und die Auswirkungen auf die kindliche Entwicklung analysiert, gefolgt von einer detaillierten Betrachtung elterlicher Erziehungsmethoden und schulischer Fördermöglichkeiten.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit ist geprägt durch Begriffe wie Zweisprachigkeit, Bilingualismus, Spracherwerb, Erziehung, Sprachdidaktik und Sprachförderung.

Welches ist die erfolgversprechendste Methode für Eltern?

Die Arbeit identifiziert das Prinzip „une personne, une langue“ (eine Person, eine Sprache) als besonders effektiv, da es dem Kind klare sprachliche Strukturen und Rollen vermittelt.

Warum ist die Rolle der Lehrer für mehrsprachige Kinder wichtig?

Lehrer sind entscheidend für die soziale Integration und die schulische Sprachförderung; durch eine individualisierte Didaktik können sie Mehrsprachigkeit als pädagogischen Reichtum statt als Hindernis behandeln.

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Details

Title
Sprechen lernen in einer mehrsprachigen Umgebung - wie Eltern und Lehrer Kindern helfen können
College
University of Cologne  (Seminar für Deutsche Sprache und ihre Didaktik)
Course
Die sprachliche Entwicklung des Kindes
Grade
sehr gut
Author
Tessa Rothe (Author)
Publication Year
2000
Pages
26
Catalog Number
V10623
ISBN (eBook)
9783638169943
Language
German
Tags
Sprechen Umgebung Eltern Lehrer Kindern Entwicklung Kindes
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Tessa Rothe (Author), 2000, Sprechen lernen in einer mehrsprachigen Umgebung - wie Eltern und Lehrer Kindern helfen können, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/10623
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