Kleidungsstil der Lehrkräfte und ihre Wirkung auf Schülerinnen und Schüler im schulischen Kontext


Forschungsarbeit, 2020

16 Seiten, Note: 1,3

Anonym


Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Theoretischer Hintergrund und aktueller Forschungsstand

3. Fragestellung

4. Ziele

5. Methodische Umsetzung

6. Literatur- und Quellenverzeichnis

1. Einleitung

Weltweit beschäftigten und beschäftigen sich ForscherInnen mit der Frage, was guter Unterricht ist oder sein sollte (Vgl. Helmke, 2009; Meyer, 2002; Terhart, 2007). John Hattie (2009) gelang es, in 15 Jahren die globalen Studien zum Lernerfolg von SchülerInnen zusammenzutragen und sie zu analysieren. Er hat durch mehr als 800 Metaanalysen zum Einfluss verschiedenster Merkmale auf den kognitiven Lernerfolg von Schülern u. a. fundieren können, dass Lehrkräfte den Unterschied ausmachen. Das heißt, dass Lehrkräfte einen sehr hohen Einfluss auf den kognitiven Lernerfolg der SchülerInnen haben. Hatties (2009) Ergebnisse überraschten wenig, waren aber eindeutig.

Im Rahmen des Seminars „Forschungswerkstatt BiWi I: Themenschwerpunkt: Die Relevanz der Lehrer-Schüler-Beziehung in Schule und Unterricht“ wurde zweifellos herausgestellt, dass eine gute Lehrer-Schüler-Beziehung die Lernfreude der SchülerInnen erhöht, ihre Motivation steigert und durch die Klassenführung der Lehrkraft ein lernförderliches Klassenklima resultiert (Vgl. Schweer, 2017; Aldrup, 2017).

Sowohl im Seminar als ebenso durch die Studien zum Lernerfolg der SchülerInnen kristallisiert sich die zentrale Rolle der Lehrkraft heraus. Da die Lehrkraft essenziell ist, ist sie das Hauptaugenmerk dieser Arbeit.

Die Lehrkraft soll nicht wie üblich in ihrem Handeln und Nicht-Handeln untersucht werden, sondern ihre äußere Erscheinung und ihre Wirkung auf SchülerInnen soll näher betrachtet werden. Der Fokus dieser Arbeit richtet sich auf den Kleidungsstil der Lehrkräfte.

An einigen Universitäten werden beispielsweise Themen wie Bekleidungsvorschriften behandelt (Kraft, 2012, S. 154). Die Lehramtsausbildung an der Universität Duisburg-Essen beinhaltet nicht die Vermittlung der Bekleidungsvorschriften oder Outfitkompetenzen für die spätere Tätigkeit an den Schulen. Dies ist einerseits verständlich, da es keine Bekleidungsvorschriften an den Schulen gibt und jede Lehrkraft frei entscheiden kann, wie sie sich kleiden möchte. Andererseits existiert die Tatsache, dass die Erwartungshaltung gegenüber Lehrkräften in Bezug auf ihre äußere Erscheinung hoch ist. Frank Kortüm - vom Ministerium für Schule und Bildung Nordrhein-Westfalen - betont, dass es keine expliziten Bekleidungsvorschriften für Lehrerinnen und Lehrer sowie für Lehramtsanwärterinnen und Lehramtsanwärter an öffentlichen Schulen gibt. Dann stellt er dar, dass sich Einschränkungen bei der Bekleidungswahl aus der Neutralitätspflicht ergeben können. Des Weiteren konstatiert er, dass unter den beamtenrechtlichen Pflichten auch die Pflicht zum amtsangemessenen Verhalten zu verstehen sei. Lehrkräfte dürfen sich nicht in unangemessener und ansehensschädigender Weise kleiden (persönliche Kommunikation mit Frank Kortüm, am 01.04.2020). Lehrkräfte repräsentieren somit in ihrem Beamtenstatus die Institution Schule und sind deshalb immer im öffentlichen Diskurs präsent (Stockinger, 2017; Gruschka, 2004). Nicht nur in der medialen Öffentlichkeit sind sie im Vordergrund, sondern auch im Unterrichten.

Der Unterricht geht von der Lehrkraft aus und in der Regel setzen 30 SchülerInnen ihren Fokus auf die vorne stehende oder sitzende Lehrkraft (Nix, 2018). Da mehr SchülerInnen mehr Zeit in der Schule verbringen und beispielsweise vom offenen Ganztag profitieren, erhalten Lehrkräfte mehr und mehr eine Vorbildfunktion (Bönsch, 2010; Hascher, 2006). Letztendlich hat die Kleidung einen großen Einfluss auf die nonverbale Kommunikation (Gröschner, 2007; Phillips & Smith, 1992; Gorham, Cohan & Morris, 1997; Bradford & Hickson; 2017). Da der Kleidungsstil oder Kleidung allgemein sowohl in der Forschung als auch in der Lehramtsausbildung vernachlässigt wird, soll dieses Forschungsvorhaben ein Bewusstsein für das Thema schaffen und wegweisend für die spätere Tätigkeit an der Institution Schule sein. Wenn angehende LehramtsanwärterInnen vor dem Antritt in den Vorbereitungsdienst Wissen darüber haben, was kleidungstechnisch bei den SchülerInnen gut und schlecht ankommt, können sie sich morgens schneller und bewusster für ein Kleidungsstück entscheiden. Da im Unterrichtsgeschehen SchülerInnen die Dinge anders erfahren als Lehrkräfte, sollte ihre Sichtweise bspw. auf die Bekleidung untersucht werden (Pfitzner & Schoppek, 2000).

Aus diesen Überlegungen resultiert die Fragestellung: „Hat der Kleidungsstil der Lehrkraft Effekte auf die Lehrer-Schüler-Beziehung? “. Ziel dieser Arbeit ist es, mithilfe eines Fragebogens exemplarisch zu ermitteln, welche Haltung SchülerInnen zur Lehrerkleidung haben. Im weiteren Verlauf der Arbeit wird zunächst ein Blick in die zu dem Thema vorhandene Forschungsliteratur geworfen. Anschließend wird die Forschungsfrage erläutert und die Ziele dieser Arbeit formuliert. Beendet wird die Arbeit mit der Darstellung des methodischen Vorgehens des Forschungsvorhabens.

2. Theoretischer Hintergrund und aktueller Forschungsstand

LehrerInnenkleidung hat eine lange Tradition (Grube, 2012; Justo, 2015). Wichtig für das schulische Setting sind zwei Aspekte: Kleidung hat eine funktionale Seite und eine kommunikative Seite. Sie funktioniert als Schutz vor Wärme oder Kälte (Justo, 2015). In dieser Arbeit soll die kommunikative Seite im Fokus stehen. Durch die Kleidung kommunizieren Menschen nonverbal. Die Wahl der Kleidung erzeugt bei anderen Menschen ein bestimmtes Bild oder einen Eindruck. Da die Lehrkraft im Zentrum des Unterrichts und des Unterrichtens steht, liegt der Fokus dieser Arbeit auf ihrem Kleidungsstil.

Einer der meist zitierten Forscher zum Thema nonverbale Kommunikation ist Albert Mehrabian. Mehrabian hat im Jahre 1972 zum Thema der verbalen und nonverbalen Kommunikation geforscht und er stellte heraus, dass „die zentralen Informationen mündlicher Botschaften nur zu 7 % auf dem verbalen Inhalt beruhen, wohingegen die Wirkungen zu 38 % von der stimmlichen und zu 55 % von der visuell übertragenen (nonverbalen) Information ausgehen“ (Leitz, 2015, S. 270).

Dementsprechend schenken SchülerInnen der Kleidung ihrer LehrerInnen Beachtung und bemerken sogar, wenn ihre Lehrerinnen eine neue Nagellackfarbe aufgetragen haben (Weber & Mitchell, 1995).

Nix (2018) betont, dass Lehrkräfte die Kommunikation und die Interaktion wesentlich beeinflussen können. Nach Leitz (2015) ist der autoritative Führungsstil als günstige Form des Auftretens vor einer Gruppe anzusehen. Der autoritative Führungsstil ist durch die Dimensionen der Lenkung und emotionalen Verbundenheit charakterisiert. Im Bezug der Lenkung sind zwei Themen von Bedeutung: „Einerseits die verbindliche Sprache, aber andererseits auch das selbstsichere Auftreten, das in hohem Maße durch nonverbale Anteile beeinflusst wird“ (Ebd., S. 243).

Sowohl Gleich & Vogel (2013) als auch Heidemann (2012) vertreten die Meinung, dass die Körpersprache bzw. die nonverbale Kommunikation der Lehrkräfte mehr ins Blickfeld der Forschung eingefunden haben. Gleich & Vogel (2013) argumentieren mit der Kommunikationstheorie nach Watzlawick, die besagt: „Man kann nicht nicht kommunizieren“ (S. 29).

Ununterbrochen sendet der Körper Signale über das aus, was die Person gerade denkt und empfindet, seien es nun „Freude oder Trauer, Misstrauen, Langeweile, Konzentration usw.“ (Heidemann, 2012, S. 84f.).

Zusammenfassend kann festgehalten werden, dass die Körpersprache für die menschliche Kommunikation von großer Bedeutung ist (Heidemann, 2012; Gleich & Vogel, 2013).

Nach Heidemann (2012) gehören zur Körpersprache der Blickkontakt, die Körperstellung vor der Klasse, proxemisches Verhalten, Körperhaltung, Gestik, Mimik, Sicherheit, Lehrersprache, Sprachstil und die äußere Erscheinung bzw. die Kleidung.

Er betont die Sensibilität des Themas Kleidung. Er sagt, dass „sehr schnell der Persönlichkeitskern des jungen Kollegen mit entsprechenden Reaktionen berührt“ werden kann (Ebd., S. 116f.). Oftmals wären der Kleidungsstil und die Frisur die einzigen Dinge, die angehende Lehrkräfte selbst entscheiden dürften (Ebd.). Die Gesellschaft vertritt eine liberalere und tolerantere Einstellung gegenüber Kleidungsstilen (Ebd.). Weder der Rock noch die Krawatte sind heute noch standardisierte „Status-Signale“ einer entsprechend gekleideten Lehrkraft (Ebd.). Die fehlende Krawatte ist der heutige Ausdruck eines gewandelten Selbstverständnisses im Lehrerberuf (Ebd.). Die Lehrkraft distanziert sich nicht mehr durch seine/ihre Kleidung, um sich und seine/ihre Funktion primär kenntlich zu machen, sondern er/sie fokussiert sich bei der Kleiderwahl auf den Zweck und die Zielgruppe (Ebd.). Im weiteren Verlauf seiner Darstellung argumentiert Weidemann (2012), dass eine große Spannweite von Bekleidungsmöglichkeiten gegeben ist, die allein modisch ausgewählt sein kann und „zum persönlichen Intimitätsbereich des Betreffenden gehören und deshalb auch nicht Bestandteil der Lehrerausbildung sein sollte“ (Ebd.). Die persönliche Kleiderwahl der LehrerInnen kommt bei einer Befragung von SchülerInnen nicht gut an. Sie haben sich darüber beschwert, „dass einige ihrer Lehrer aus dem Mund riechen und dass deren Kleider auch wohl lange nicht mehr gelüftet worden seien“ (Ebd.). Heidemann gibt an dieser Stelle die Quelle der Befragung nicht an, obwohl es interessant wäre zu wissen, ob die Befragten überhaupt SchülerInnen in Deutschland sind und in welchem Alter sie sind.

Schließlich legt Heidemann (2012) dar, dass Kleidung ein Bestandteil der scheinbar unwichtigen Äußerlichkeiten ist, dass aber zur rhetorischen Technik gehört, die für die Lehrkraft auch gültig ist (Ebd.). Eine Kleidervorschrift gibt er vorsichtig vor, in dem er sagt, dass „extravagante und sexuell signal-besetzte Kleidung im Unterricht vor heranwachsenden Schülern fehl am Platze ist“ (Ebd.). Ein ganz zugeknöpftes Jackett ebenso wie ein bis oben geschlossenes Hemd würden Unsicherheit und Distanz signalisieren, ein offenes Jackett und das Öffnen der beiden obersten Hemdknöpfe würden dagegen kontaktfreudig wirken. „Drei und mehr geöffnete Knöpfe wiederum machen einen legeren bis unordentlichen Eindruck“ (Ebd.). Zusammenfassend kann man nach Heidemanns Argumentationsstruktur bezüglich des Kleidungsstils festhalten, dass die Kleiderwahl in Bezug auf die nonverbalen Kommunikation einen wesentlichen Einfluss auf die Interaktion zwischen SchülerInnen und LehrerInnen hat.

Im Gegensatz zu Heidemann (2012) charakterisieren Gleich & Vogel (2013) den hohen Stellenwert des Kleidungsstil der Lehrkraft präziser. Nach Gleich & Vogel (2013) werden u. a. durch die Kleiderwahl „kulturelle bzw. subkulturelle Zugehörigkeiten, sowie Einstellungen, Werte und Normen“ sichtbar. Nonverbale Signale können bewusst dazu genutzt werden, um Anderen ein gewisses Bild der eigenen Person zu vermitteln (Ebd.). Diese nonverbalen Zeichen sind es auch, die den ersten Eindruck über eine Person stark beeinflussen (Ebd.). „Um sich schnell ein Urteil über jemanden bilden zu können, werden direkt zur Verfügung stehende Informationen, wie z. B. Aussehen, Kleidung, Haltung, Gestik, Mimik und paraverbale Merkmale genutzt.“ (Ebd.) Die Kleiderwahl ist also konstitutiv für die Identitätsdarstellung und dem Identitätsmanagement der Lehrkraft.

Doch wie waren Lehrkräfte früher gekleidet? Ein Blick in die Geschichte des Dresscodes der Lehrkräfte zeigt, dass sie nicht immer frei entscheiden konnten, wie sie sich vor einer Klasse präsentierten. Kleiderordnungen markierten bis ins 19. Jahrhundert geburts- und binnenständische, geschlechtsspezifische Abgrenzungen und Standeszugehörigkeiten (Grube, 2012). Insbesondere Lehrpersonen waren bestimmten Kleidervorschriften unterzogen (Ebd.). Beispielsweise sollten Lehrkräfte „ein langes schwarzes Kleid oder einen Talar, einen schwarzen Halskragen, schwarze Strümpfe und einen schwarzen Mantel“ tragen (Ebd.). Das Hauptaugenmerk der Kleidervorschrift lag demnach auf der Farbe schwarz. Denn „(s)chwarze Kleidung sollte Lehrpersonen öffentlich und in der Schule als Respektspersonen indizieren, um als Vorbild der Strenge, Sittlichkeit, Reinlichkeit und des Anstands auf die Schüler/innen zu wirken“ (Ebd.). Allein durch die getragene Kleidung haben also Lehrkräfte bezwecken wollen, bestimmte Signale bzw. Werte zu vermitteln. Durch das Outfit der Lehrkräfte sollte nicht mehr symbolische Achtung, Gehorsam, Respekt, Reinlichkeit und Ordentlichkeit indirekt verlangt werden (Ebd.).

Im Kontext von Urbanisierung, Industrialisierung und Massengesellschaft wurden die Kriterien der Kleiderwahl erweitert. Es wurde nicht mehr primär bezweckt, traditionelle Erziehungsziele mit der Kleiderwahl durchzusetzen. Vielmehr standen bei der Kleiderwahl der Lehrkräfte die Zweckmäßigkeit, Effizienz und körperliche Leistungskraft im Vordergrund (Ebd.). Vom 19. zum 20. Jahrhundert wurden Lehrkräfte in Bezug auf ihre Kleiderwahl „immer weniger von obrigkeitlichen Reglements oder kirchlichen Ordnungen bestimmt“ (Ebd.). Grube (2012) bringt schließlich eine neue Dimension in den Kleidungsdiskurs ein. Der gegenwärtige Kleidungsstil wurde „durch medizinisch-wissenschaftliche Debatten legitimiert und vom Angebot der Kleidungsproduzenten bzw. der Nachfrage und Modeanpassungen insbesondere von konsumierenden Jugendlichen geprägt“. Erstaunlicherweise bezieht sich nur Grube auf den Aspekt des Jugendlichen. Auch wenn die Lehrkraft im Zentrum der Darstellungen steht, steht sie in einer Wechselwirkung mit SchülerInnen, weil sie die Personengruppe sind, die die nonverbalen Signale der Lehrkraft decodieren.

Ein weiterer interessanter Punkt ist die Differenzierung des Geschlechts bei der Decodierung der nonverbalen Kommunikation. Gleich & Vogel (2013) stellen heraus, „dass Frauen sowohl bei der Encodierung als auch bei der Decodierung nicht-verbaler Signale offenbar die besseren nicht-verbalen Kommunizierer sind als Männer“. Außerdem betonen sie, dass Frauen sich auch mehr Details im Bezug der äußeren Erscheinung von Personen als Männer merken können (Ebd.).

Bönsch (2010) betont, dass Lehrkräfte als wichtige Träger des Schulsystems vor einer großen Verantwortung stehen. Er weist darauf hin, dass Lehrkräfte eine Vorbildfunktion innehaben. In diesem Zusammenhang hebt Nix (2018) hervor, dass die Art und Weise, wie sich eine Lehrkraft kleidet, immer eine Vorbild- bzw. Feedbackfunktion überträgt. Des Weiteren unterstreicht er, dass Kleidung ein Transportmittel für die Ansichten, Vorlieben und Haltungen der Lehrkräfte sein kann (Ebd.). Auch Nix (2018) bringt die Jugendlichen bzw. SchülerInnen in seine Argumentation ein. Es gibt an Schulen keinen Dresscode, deshalb kann das Feedback der SchülerInnen relevant sein (Ebd.). Dafür kann sich die angehende Lehrkraft folgende Fragen stellen: „Wie stehen Sie z. B. zu Markenkleidung? Welches Feedback erhalten Ihre Schüler von Ihnen, wenn Sie besonders ausgefallene und hochwertige Kleidung oder Accessoires tragen?“ (Ebd.). Einerseits kann die schülerähnliche Markenorientierung Nähe erzeugen. Andererseits kann damit Distanz erzeugt werden (Ebd.). Auch Nix (2018) geht am Ende seiner Argumentation auf bestimmte Kleidungsgewohnheiten ein. Seiner Meinung nach kann bequeme Kleidung den SchülerInnen das Gefühl geben, dass sich die Lehrkräfte an ihrem Arbeitsplatz wohlfühlen. Andererseits würden Strandkleidung im Unterricht als Indiz dafür verstanden werden, dass die Lehrkräfte lieber einer anderen Beschäftigung nachgehen würden als zu Unterrichten (Vgl. ebd.). Sein Fazit ist, die mit dem Lehrerberuf verbundene Freiheit Möglichkeiten eröffnet, „ein nonverbales Feedback auszusenden, sie birgt aber auch die Gefahr, missverstanden zu werden“ (Ebd.).

Die deutschsprachige Forschung zum Thema Kleidungsstil der Lehrkräfte, kann als ein Kratzen an der Oberfläche zusammengefasst werden. Es scheint so, als gäbe es auf Themengebiet ein Forschungsdesinteresse. Vermutlich ist die sehr wenig vorhandene Forschung ein Resultat der Bildungspolitik in Deutschland. In vielen Ländern herrscht ein vereinheitlichter Dresscode sowohl für Lehrkräfte als auch für SchülerInnen (bspw. Schuluniform, etc.), welcher seine Vor- und Nachteile hat, die hier nicht weiter diskutiert werden. In Deutschland ist es nicht einheitlich geregelt, wie sich Lehrkräfte oder SchülerInnen zu kleiden haben, da Bildung Ländersache ist. Da es kein politisches Thema ist und Kleidung etwas Privates bzw. Persönliches darstellt, ist es in der Lehramtsausbildung keine relevante Thematik.

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Ende der Leseprobe aus 16 Seiten

Details

Titel
Kleidungsstil der Lehrkräfte und ihre Wirkung auf Schülerinnen und Schüler im schulischen Kontext
Hochschule
Universität Duisburg-Essen
Note
1,3
Jahr
2020
Seiten
16
Katalognummer
V1064465
ISBN (eBook)
9783346474698
ISBN (Buch)
9783346474704
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Kleidungsstil, Dresscode, Lehrkräfte, Outfit
Arbeit zitieren
Anonym, 2020, Kleidungsstil der Lehrkräfte und ihre Wirkung auf Schülerinnen und Schüler im schulischen Kontext, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1064465

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