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Die Bedeutung des Motives der Teufel im `Sankt Brandan´

Título: Die Bedeutung des Motives der Teufel im `Sankt Brandan´

Trabajo de Seminario , 1999 , 13 Páginas , Calificación: 2

Autor:in: Stefan Wagner (Autor)

Filología alemana - Literatura alemana antigua y medieval
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EINFÜHRUNG
Die Reisen, Irrfahrten und Abenteuer des Mönches Sankt Brandan mit seinen Gefährten sind geprägt vom Zusammentreffen mit schrecklichen Monstern, dem Auffinden von Gold und Juwelen, deren Schein die dunkelsten Orten erhellt, sowie der Allgegenwart des rettenden und schützenden Gottes und einem verfolgenden und strafenden Teufel samt seiner Gefolgschaft. Da mich an dieser Reiseerzählung am meisten das Auftreten und Handeln des Teufels fasziniert hat, habe ich ihn bzw. sie(1) (meistens sind es mehrere Teufel) zum Thema dieser Arbeit auserkoren. Ich werde insbesondere am Motiv des Teufels hier untersuchen, von welchen Seiten er dem Leser vorgestellt wird und welche Funktion er in der Erzählung einnimmt, sowie in welchem Verhältnis er zu Gott, Sankt Brandan und den weiteren Mönchen steht.
Um dies angemessen untersuchen zu können, möchte ich wie folgt verfahren: Zunächst betrachte ich den Teufel im Alten Testament: seine Herkunft, seine Aufgaben, um dann die hieraus gewonnenen Erkenntnisse mit dem Motiv des Teufels im Sankt Brandan vergleichen zu können.
[...]

Extracto


Inhaltsverzeichnis

1 EINFÜHRUNG

2 Die Entwicklung des Teufels

2.1 Von der monistischen Gottesauffassung zum dualistischem Weltbild

2.2 Eine Einführung in die Etymologie des Begriffs ,,Satan"

2.3 Die wesentlichen Funktionen des Teufels im Alten Testament

3 Der Teufel im Sankt Brandan

3.1 Eingreifen des Teufels in die Reise

3.2 Der Teufel als Diener Gott

3.3 Die ,,äußere und innere Bestrafung" des Menschen durch den Teufel

3.4 Die Buße und Verjagung des Teufels durch die Gläubigen

3.5 Sankt Brandans Sieg über den Teufel

4 AUSWERTUNG

Zielsetzung und Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die Rolle und Funktion des Teufelsmotivs in der mittelalterlichen Erzählung "Sankt Brandan", wobei insbesondere das Verhältnis zwischen dem Teufel, Gott und den Protagonisten analysiert wird, um das zugrunde liegende Weltbild der Epoche zu verdeutlichen.

  • Historisch-religiöse Entwicklung des Teufelsbegriffs
  • Die Funktion des Teufels im "Sankt Brandan" als ausführendes Organ Gottes
  • Symbolik und Vorgehensweise bei Bestrafungen durch den Teufel
  • Die Kraft des Glaubens als Mittel zur Emanzipation gegenüber dem Teufel
  • Vergleichende Analyse des dualistischen Weltbildes im Mittelalter

Auszug aus dem Buch

Die ,,äußere und innere Bestrafung" des Menschen durch den Teufel

,,Do furent die tewfel vmb den kyel, vnd fur vnd schoß in auß den meülern swebel vnd pech vnd auch grosser stinckender rauch vnnd nebel, (...)"

Noch in der heutigen Gesellschaft empfinden wir ,,Pech und Schwefel" als typisch für die mystische Unterwelt und bringen dies in Verbindung mit dem Teufel. Im ,,Sankt Brandan" dienen Pech, Schwefel und Harz jedoch nicht nur der Charakterisierung der Teufel, sondern gleichfalls der somit für sich und die Gesellschaft gebrandmarkten Sünder.

,,(...) vnd warf den Bruder herticlich in das Schiff. do was er also schwarcz worden von dem Pech, das an im erhert was, das sye in nit mer erkanten. Sein har vnd sein part was im hert von pech vnd von harcz, (...)"

Auch auf die Frage, wie genau der Teufel mit den Sündern verfährt, wenn er sie zu sich geholt hat, findet man eine über seine Funktion weiter Auskunft gebende Antwort: Nachdem die ,,äußerliche Bestrafung" durch Pech und Schwefel erfolgt ist, erfolgt die Bestrafung der Seelen der Menschen. Noch bevor sie ,,zur Hölle fahren", setzt damit bereits die ,,innere Bestrafung" ein.

,,vnd da ward von den Teufeln ain wunderlicher hall vnd wutten, und wurffen die sel auff und nieder unnd tetten in so wee, das sie iemerlichen schrien, und furen mit grosser ungestumikait in die hell."

Zusammenfassung der Kapitel

1 EINFÜHRUNG: Der Autor erläutert die Faszination für das Teufelsmotiv im "Sankt Brandan" und skizziert sein methodisches Vorgehen durch den Vergleich mit alttestamentarischen Vorbildern.

2 Die Entwicklung des Teufels: Dieses Kapitel behandelt den historischen Wandel von einem monistischen Gottesbild hin zu einem dualistischen Weltbild unter Einbeziehung etymologischer Herleitungen des Teufelsbegriffs.

3 Der Teufel im Sankt Brandan: Hier erfolgt eine detaillierte Analyse der konkreten Interaktionen des Teufels mit den Mönchen, seiner Rolle als göttliches Werkzeug sowie der Abwehrmöglichkeiten der Gläubigen.

4 AUSWERTUNG: Die Ergebnisse werden zusammengefasst, wobei betont wird, dass der Teufel im Werk stets der Allmacht Gottes untergeordnet bleibt und als Bestrafer der Sünder fungiert.

Schlüsselwörter

Sankt Brandan, Mittelalter, Teufel, Teufelsmotiv, Gottesallmacht, Dualismus, Sündenbestrafung, Geisterglaube, Glaube, Heilsgeschichte, Literaturwissenschaft, Weltbild, Religion, Dämonologie, Askese.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit beschäftigt sich mit der Bedeutung und Darstellung des Teufelsmotivs in der mittelalterlichen Erzählung "Sankt Brandan".

Was sind die zentralen Themenfelder?

Zentrale Themen sind die historische Genese des Teufelsbegriffs, das Verhältnis zwischen Gott und Teufel sowie die Rolle des Glaubens als Schutzinstrument für den Menschen.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Die Arbeit zielt darauf ab zu klären, in welcher Funktion der Teufel dem Leser begegnet und ob er als gleichberechtigter Partner Gottes oder als bloßes ausführendes Organ agiert.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es wird ein historisch-religiöser sowie literaturanalytischer Ansatz gewählt, der theologische Grundlagen mit einer textualen Analyse des Primärwerks verbindet.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil analysiert das Eingreifen des Teufels, seine Bestrafungsmethoden, die Bußrituale der Mönche sowie den abschließenden Sieg durch den Glauben.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind unter anderem Sankt Brandan, Teufel, Dualismus, Gottesallmacht und Sündenbestrafung.

Welche Rolle spielt der "Diebstahl des Pferdezaums" im Text?

Dies ist ein zentrales Schlüsselereignis, welches den ersten Eingriff des Teufels in die Reise rechtfertigt, da der Mönch gegen das siebte Gebot verstieß.

Wie verändert sich die Rolle von Sankt Brandan gegenüber dem Teufel?

Im Verlauf der Reise entwickelt Sankt Brandan durch seinen tiefen Glauben eine solche Autorität, dass er dem Teufel schließlich im Namen Gottes direkte Befehle erteilen kann.

Final del extracto de 13 páginas  - subir

Detalles

Título
Die Bedeutung des Motives der Teufel im `Sankt Brandan´
Universidad
Free University of Berlin  (Fachbereich Philosophie und Geisteswissenschaften)
Curso
Proseminar Reisen im Mittelalter
Calificación
2
Autor
Stefan Wagner (Autor)
Año de publicación
1999
Páginas
13
No. de catálogo
V1084
ISBN (Ebook)
9783638106696
Idioma
Alemán
Etiqueta
Bedeutung Motives Teufel Brandan´ Proseminar Reisen Mittelalter
Seguridad del producto
GRIN Publishing Ltd.
Citar trabajo
Stefan Wagner (Autor), 1999, Die Bedeutung des Motives der Teufel im `Sankt Brandan´, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1084
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