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Faschistische Entvölkerungspolitik in Osteuropa

Titre: Faschistische Entvölkerungspolitik in Osteuropa

Essai , 2005 , 29 Pages

Autor:in: Dr. phil. Walter Grode (Auteur)

Histoire de l'Allemagne - National-socialisme, La seconde guerre mondiale
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Résumé Extrait Résumé des informations

[...] Die Tätigkeit der 'Organisation T4' in den Konzentrationslagern bildete für einen großen Teil ihrer Mitarbeiter eine Vorübung für ihre Teilnahme an der sog. 'Aktion Reinhard' (1) Der im Rahmen dieser Aktion, maßgeblich von ehemaligen Mitarbeitern der 'Aktion 14f3' praktizierte Mord an hunderttausenden polnischen Menschen jüdischen Glaubens in den Vernichtungslagern Belzec, Sobibor und Treblinka war lediglich ein Teil des vom Nazi-Regime begangenen millionenfachen Massenmordes, insbesondere an den jüdischen Menschen, in Osteuropa. Dennoch erscheint es auf den ersten Blick, als stünde die faschistischr "Entvölkerungspolitik" (2) im Osten Europas nurmehr in einem zufälligen Zusammenhang mit dem Thema dieser Arbeit, der Vernichtungsaktion '14f13'. Dieser scheinbaren Nichtzusammengehörigkeit soll durch die Bezeichnung dieses Kapitels als "Exkurs" Rechnung getragen werden. Während der Aufarbeitung der Vernichtungsaktion in den Konzentrationslagern zeigte es sich hingegen immer deutlicher, daß gerade der Gesamtzusammenhang mit der faschistischen Entvölkerungspolitik in der Sowjetunion, vom Winter 1941/42 an, seinerseits den weiteren Verlauf der 'Aktion 14f13' entscheidend prägte. Eine Untersuchung der Tätigkeit der 'Organisation T4' in den KZ muß deshalb m.E. zumindest ansatzweise diese Massenverbrechen mit aufnehmen und insbesondere der Frage nachgehen, ob und wieweit die faschistischen Massenmorde in Osteuropa und, im Zusammenhang mit der Tätigkeit der 'Organisation T4', besonders die Massenmorde an der jüdischen Bevölkerung Polens, Teil eines im faschistischen Sinne funktionalen Gesamtkonzepts waren. [...]

Extrait


Inhaltsverzeichnis

1. Planungen zur Umgestaltung der unterworfenen Sowjetunion in eine Agrarkolonie des 'Großdeutschen Reiches'

2. Zur Mordpraxis der 'SS-Einsatzgruppen' in der Sowjetunion

3. Die Behandlung der ost- und zentralpolnischen Territorien durch die faschistischen Okkupanten

3.1 Die Funktion des 'Generalgouvernements' für die deutschen Okkupanten bis zum Beginn des Jahres 1941

3.2 Die Veränderung der Funktion des sog. 'Generalgouvernements' für die deutschen Okkupanten durch die Planung und Führung des Vernichtungskriegs gegen die SU

Zielsetzung und Themen der Untersuchung

Die vorliegende Untersuchung analysiert den engen Zusammenhang zwischen der faschistischen Entvölkerungspolitik in Osteuropa, den wirtschaftlichen Ausbeutungsplänen des NS-Regimes und der Mordpraxis in den Konzentrationslagern sowie den besetzten Gebieten. Der Verfasser verfolgt dabei die These, dass die Massenmorde, insbesondere an der jüdischen Bevölkerung, funktional in ein ökonomisch kalkuliertes Gesamtkonzept der deutschen Kriegswirtschaft eingebettet waren.

  • Analyse der wirtschaftlichen Raubplanungen gegenüber der Sowjetunion ('Grüne Mappe').
  • Untersuchung der Mordpraxis der SS-Einsatzgruppen im Kontext ökonomischer Zielsetzungen.
  • Untersuchung der Rolle des 'Generalgouvernements' als landwirtschaftliche Nachschubbasis.
  • Kritische Auseinandersetzung mit der NS-Rassenideologie als ökonomisch funktionalem Instrument.

Auszug aus dem Buch

Die Veränderung der Funktion des sog. 'Generalgouvernements' für die deutschen Okkupanten durch die Planung und Führung des Vernichtungskriegs gegen die SU

Der Schritt von der Einpferchung der polnischen jüdischen Bevölkerung in den Ghettos zum systematisch geplanten und betriebenen Völkermord war, nach Ansicht des Verfassers, auf das engste mit den Vorstellungen verbunden, die die faschistischen Eroberer von der Funktion der zentral- und ostpolnischen Territorien für ihre weiteren Eroberungspläne hatten.

Während noch bis zum Frühjahr 1940, so weist Pätzold nach, allgemeine Pläne bestanden hatten, die Gebiete östlich der Weichsel zu einer Art 'Judenreservat' zu erklären, in dem die jüdische Bevölkerung der eroberten nord- und westpolnischen Gebiete und des 'Altreichs' vollständig deportiert werden sollte (97), begann das 'Generalgouvernement' ab Sommer 1940 in den Absichten der deutschen Besatzer eine andere Funktion zu bekommen, was sich auch darin äußerte, daß die in diesem Gebiet zusammengepferchten 'Juden' in den sog. 'Madagaskar-Plan' (98) mit eingeschlossen wurden und auf diese Weise die ostpolnischen Territorien 'judenfrei' gemacht werden sollten. (99)

Zusammenfassung der Kapitel

1. Planungen zur Umgestaltung der unterworfenen Sowjetunion in eine Agrarkolonie des 'Großdeutschen Reiches': Dieses Kapitel beschreibt die ökonomischen Vorbereitungen des NS-Regimes für den Überfall auf die UdSSR, insbesondere durch das Programm der 'Grünen Mappe' zur systematischen Ausbeutung der besetzten Gebiete.

2. Zur Mordpraxis der 'SS-Einsatzgruppen' in der Sowjetunion: Der Abschnitt analysiert die gezielte Mordpraxis der Einsatzgruppen und setzt die unterschiedlichen Opferzahlen in den verschiedenen Regionen der UdSSR in Bezug zu deren ökonomischer Bedeutung als Versorgungs- oder Konsumzonen.

3. Die Behandlung der ost- und zentralpolnischen Territorien durch die faschistischen Okkupanten: Hier wird der Wandel der Funktion Polens unter deutscher Besatzung dargestellt, die sich von einer reinen Ausbeutungszone hin zur logistischen 'Brücke nach dem Osten' und landwirtschaftlichen Nachschubbasis entwickelte.

3.1 Die Funktion des 'Generalgouvernements' für die deutschen Okkupanten bis zum Beginn des Jahres 1941: Das Kapitel erläutert die frühe Phase der Besatzung, in der polnische Gebiete zur wirtschaftlichen Eingliederung in das 'Großdeutsche Reich' oder zur Rohstoffentnahme genutzt wurden.

3.2 Die Veränderung der Funktion des sog. 'Generalgouvernements' für die deutschen Okkupanten durch die Planung und Führung des Vernichtungskriegs gegen die SU: Abschließend wird aufgezeigt, wie der Vernichtungskrieg gegen die Sowjetunion den Druck auf das 'Generalgouvernement' massiv erhöhte, um die Ernährungslage der Wehrmacht und des Reiches auf Kosten der lokalen Bevölkerung sicherzustellen.

Schlüsselwörter

Faschismus, Entvölkerungspolitik, Osteuropa, Organisation T4, Aktion 14f13, Generalgouvernement, Kriegswirtschaft, SS-Einsatzgruppen, Ausbeutung, Vernichtungspolitik, Hunger, Nationalsozialismus, Besatzungspolitik, Judenverfolgung, Agrarkolonie.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht die systematische faschistische Entvölkerungspolitik in Osteuropa während des Zweiten Weltkriegs unter dem Aspekt ökonomischer Funktionalität für das nationalsozialistische Regime.

Welche zentralen Themenfelder behandelt das Werk?

Zentrale Themen sind die wirtschaftliche Ausplünderung der Sowjetunion, die Mordpraxis der SS-Einsatzgruppen sowie die drastische Veränderung der Besatzungspolitik im polnischen 'Generalgouvernement'.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Ziel ist der Nachweis, dass der NS-Völkermord nicht nur ideologisch motiviert war, sondern als funktionaler Bestandteil eines ökonomischen Gesamtkonzepts zur Versorgung des Reiches und der Wehrmacht diente.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Der Autor stützt sich maßgeblich auf die Auswertung umfangreicher Dokumente der Nürnberger Hauptkriegsverbrecherprozesse sowie auf historische Fachliteratur, um die Dynamik der faschistischen Vernichtungspolitik zu belegen.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Im Hauptteil werden die konkreten Pläne zur Umgestaltung besetzter Gebiete in Agrarkolonien, die Einsatzpraxis der SS im Osten und die wirtschaftliche Auspressung des 'Generalgouvernements' detailliert analysiert.

Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind Entvölkerungspolitik, 'Sonderbehandlung 14f13', 'Grüne Mappe', ökonomische Funktionalität und Vernichtungslager.

Wie veränderte sich die Rolle des 'Generalgouvernements' durch den Krieg gegen die Sowjetunion?

Polen wandelte sich von einer Rohstoff-Quelle zu einer essenziellen logistischen Transitzone und landwirtschaftlichen Nachschubbasis, was mit einer extremen Verschlechterung der Versorgungslage für die dortige Bevölkerung einherging.

Welche Rolle spielten die ghettosierten Juden im ökonomischen Kalkül der Okkupanten?

Die jüdische Bevölkerung wurde von den Besatzern als 'Konsumseite' eingestuft, deren 'Ausschaltung' oder Drosselung des Eigenkonsums dazu dienen sollte, Nahrungsmittelüberschüsse für das deutsche Reich freizusetzen.

Fin de l'extrait de 29 pages  - haut de page

Résumé des informations

Titre
Faschistische Entvölkerungspolitik in Osteuropa
Auteur
Dr. phil. Walter Grode (Auteur)
Année de publication
2005
Pages
29
N° de catalogue
V109982
ISBN (ebook)
9783640081608
ISBN (Livre)
9783656247173
Langue
allemand
mots-clé
Faschistische Entvölkerungspolitik Osteuropa
Sécurité des produits
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Citation du texte
Dr. phil. Walter Grode (Auteur), 2005, Faschistische Entvölkerungspolitik in Osteuropa, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/109982
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Extrait de  29  pages
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