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Der Krieg der deutschen Schutztruppen gegen die Herero - ein Völkermord?

Título: Der Krieg der deutschen Schutztruppen gegen die Herero - ein Völkermord?

Trabajo Universitario , 2005 , 13 Páginas

Autor:in: Thomas Keller (Autor)

Historia de Alemania - 1848, Imperio alemán, Imperialismo
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Die Seminararbeit beschäftigt sich mit der Frage, ob die Massaker und Greueltaten der deutschen Truppen in Südwestafrika (heute: Namibia) zwar äußerst grausam waren, aber nicht als Völkermord zu bezeichnen sind, da es die damals übliche Form der Kriegsführung war oder warum sich die deutsche Politik so schwer getan hat bei den Herero zu entschuldigen.

Extracto


Inhaltsverzeichnis

A. Einleitung

I. Allgemeine Einleitung

II. Historischer Überblick

B. Hauptteil

I. Der Weg in den Krieg

II. Der Kriegsverlauf und die Kriegsfolgen

III. Völkerrechtliche Schutzvorschriften

C. Schluss / Beurteilung

D. Anhang

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht den Krieg der deutschen Schutztruppen gegen die Herero (1904) unter der zentralen Fragestellung, ob dieser historisch und rechtlich als Völkermord einzustufen ist. Dabei liegt der Fokus insbesondere auf der völkerrechtlichen Bewertung der damaligen Ereignisse sowie der kritischen Auseinandersetzung mit den Motiven der deutschen Militärführung.

  • Historische Einordnung des deutsch-südwestafrikanischen Kolonialkonflikts
  • Ursachenanalyse des Herero-Aufstandes
  • Militärische Strategie unter Generalleutnant von Trotha
  • Völkerrechtliche Würdigung der Kriegsfolgen und Schutzvorschriften

Auszug aus dem Buch

II. Der Kriegsverlauf und die Kriegsfolgen

Von dem in der zweiten Januarwoche 1904 beginnenden Aufstand wurden die Deutschen völlig überrascht. Den Herero gelang es nicht nur die Eisenbahnlinie Swakopmund – Windhuk an mehreren Stellen zu zerstören, sondern es wurden auch 123 deutsche Soldaten und Siedler bei den Kämpfen getötet. Bis Anfang Juni waren die Herero wohl – hauptsächlich aufgrund der zahlenmäßigen Überlegenheit – militärisch überlegen, was sie aber nicht ausnutzten. Den Deutschen gelang es aufgrund der relativ passiven Kriegsführung der Herero die Bahnstrecke wieder instand zu setzen und sich in den Ortschaften zu verbarrikadieren, bis genügend Nachschub aus Deutschland gekommen war. Laut Drechsler war „die Kriegsführung der Herero ausgesprochen human“, da sie nur gegen männliche Siedler und Soldaten kämpften, Missionare, Frauen und Kinder – von wenigen Ausnahmen abgesehen – aber verschonten. Im Juni 1904 traf Generalleutnant von Trotha in Deutsch-Südwest ein und übernahm den militärischen Oberbefehl.

Die Herero zogen sich Anfang Mai an das wasserreiche Massiv des Waterberg zurück, was taktisch klug war, da sich hierdurch die Nachschubwege der Deutschen deutlich verlängerten. Andere Autoren wiederum beschreiben dies als Verdienst Leutweins, der so eine Einkesselung und Entscheidungsschlacht ermöglichte. Diese Entscheidungsschlacht fand am 11.8.1904 statt. Generalleutnant von Trotha lies – gegen den Rat einiger seiner Offiziere – auf der Seite, die dem Omaheke-Sandfeld zugewendet ist nur eine zahlenmäßig schwache Truppe aufstellen. Nach zweitägigem Beschuss aus 30 Geschützen und 12 Maschinengewehren brachen die Herero genau an dieser Stelle durch und flüchteten in die fast wasserlose Omaheke. Dass Trotha diesen Durchbruch an dieser Stelle anscheinend geplant hat, kann man auch aus dem folgenden Zitat schließen: „Die wasserlose Omaheke sollte vollenden, was die deutschen Waffen begonnen hatten: die Vernichtung des Hererovolkes.“

Zusammenfassung der Kapitel

A. Einleitung: Diese Einleitung führt in die historische Debatte um die Anerkennung der Schuld Deutschlands am Genozid an den Herero ein und benennt den rechtlichen Rahmen der Untersuchung.

I. Allgemeine Einleitung: Das Kapitel beleuchtet politische Positionierungen der Bundesregierung und den Bezug zu den geltenden Rechtsnormen des Völkerstrafrechts.

II. Historischer Überblick: Hier werden die kolonialgeschichtlichen Grundlagen und die Schutzverträge zwischen dem Deutschen Reich und den Herero dargestellt.

B. Hauptteil: Der Hauptteil analysiert die Ursachen, den militärischen Verlauf sowie die völkerrechtlichen Konsequenzen des Krieges.

I. Der Weg in den Krieg: Dieses Kapitel erörtert die kontroversen Ursachen des Konflikts, insbesondere die Rolle der Landfrage und der Willkür gegenüber der einheimischen Bevölkerung.

II. Der Kriegsverlauf und die Kriegsfolgen: Detaillierte Schilderung der militärischen Auseinandersetzungen, der Schlacht am Waterberg und der verheerenden Auswirkungen auf die Herero.

III. Völkerrechtliche Schutzvorschriften: Untersuchung der Anwendbarkeit des Völkervertragsrechts, speziell der Generalakte der Berliner Kongokonferenz, auf die Handlungen der Schutztruppen.

C. Schluss / Beurteilung: Fazit der Arbeit, das die historische und juristische Einstufung der Ereignisse als Völkermord bekräftigt.

D. Anhang: Enthält das Verzeichnis der verwendeten Quellen und Literatur.

Schlüsselwörter

Herero, Deutsch-Südwestafrika, Kolonialismus, Völkermord, General von Trotha, Schlacht am Waterberg, Völkerrecht, Genozid, Omaheke, Konzentrationslager, deutsche Schutztruppen, Historische Aufarbeitung, Schuldfrage, Schutzverträge, Reservatspolitik

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit?

Die Arbeit beschäftigt sich mit dem bewaffneten Konflikt zwischen den deutschen Schutztruppen und dem Volk der Herero in Deutsch-Südwestafrika zu Beginn des 20. Jahrhunderts.

Welche zentralen Themenfelder werden behandelt?

Die Themenfelder umfassen die koloniale Vorgeschichte, die Ursachen des Aufstandes, den Verlauf des Krieges, die Rolle der deutschen Militärführung sowie die völkerrechtliche Bewertung der Taten.

Was ist die Forschungsfrage der Arbeit?

Das primäre Ziel ist es zu klären, ob der Krieg gegen die Herero unter Berücksichtigung historischer Quellen und der damaligen völkerrechtlichen Lage als Völkermord einzustufen ist.

Welche wissenschaftliche Methode verwendet der Autor?

Es handelt sich um eine historische Analyse, die auf einer Auswertung der Forschungsliteratur, zeitgenössischen Dokumenten und rechtshistorischen Dokumenten basiert.

Was wird im Hauptteil der Untersuchung behandelt?

Im Hauptteil liegt der Fokus auf der Analyse der Eskalationsfaktoren, der militärischen Strategie unter von Trotha sowie der Prüfung, ob ein Verstoß gegen das damals geltende Völkervertragsrecht, insbesondere die Generalakte der Berliner Kongokonferenz, vorlag.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Zentrale Begriffe sind Genozid, Herero, Kolonialgeschichte, Völkerrecht, von Trotha und Deutsch-Südwestafrika.

Warum spielt die Rolle von General von Trotha eine so wichtige Rolle?

Von Trotha übernahm den militärischen Oberbefehl und gab Befehle, die auf eine Vernichtung des Hererovolkes zielten, was in der Arbeit als zentrales Indiz für die Absicht eines Völkermords gewertet wird.

Wie bewertet der Autor die "Erinnerungsliteratur" im Kontext der Vernichtungsstrategie?

Der Autor stellt fest, dass die historische Überlieferung und die Berichte der beteiligten Stellen durchgehend auf eine planmäßige Vernichtung hindeuten, weshalb gegenteilige Interpretationen als historisch schwach begründet angesehen werden.

Final del extracto de 13 páginas  - subir

Detalles

Título
Der Krieg der deutschen Schutztruppen gegen die Herero - ein Völkermord?
Universidad
Technical University of Berlin
Curso
Übung Kolonialismus und Kaiserreich
Autor
Thomas Keller (Autor)
Año de publicación
2005
Páginas
13
No. de catálogo
V110145
ISBN (Ebook)
9783640083213
ISBN (Libro)
9783640716395
Idioma
Alemán
Etiqueta
Krieg Schutztruppen Herero Völkermord Kolonialismus Kaiserreich
Seguridad del producto
GRIN Publishing Ltd.
Citar trabajo
Thomas Keller (Autor), 2005, Der Krieg der deutschen Schutztruppen gegen die Herero - ein Völkermord?, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/110145
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