Der mit dieser Arbeit dokumentierte Pflegeprozess wurde mit einer Bewohnerin in einem Altersund
Pflegeheim in CH-Basel durchgeführt. Diese Institution gehört nicht zu jenen, in denen Teile der
Zwischenpraktika geleistet wurden, es handelt sich vielmehr um die Institution des
Betriebspraktischen Semesters (BPS). Aufgrund der Möglichkeit, das Assessment in einer Institution
durchführen zu können, in der mit dem RAI gearbeitet wird, wurde dieser Bericht hinausgezögert
und in dieses Setting verlegt. Zur praktischen Durchführung dieser Arbeit sowie zur Verwendung der erhobenen Daten und
Ergebnisse wurden das Einverständnis der betreffenden Bewohnerin sowie der Heimleitung und der
Pflegedienstleitung eingeholt. Alle Beteiligten wurde auf die Verschwiegenheitspflicht (auch seitens
der korrigierenden Praxisreferentin) hingewiesen und personenbezogene Daten anonymisiert.
Inhaltsverzeichnis
1. RAHMENBEDINGUNGEN
1.1 INSTITUTION
1.2 RECHTLICHE RESTRIKTIONEN
1.3 DURCHFÜHRUNG
2. ZUR ERGÄNZENDEN VERWENDUNG VON RAI UND PFLEGEDIAGNOSEN
3. DIE DIAGNOSTIK
3.1 ASSESSMENT
3.2 IDENTIFIZIERUNG DER ALARMZEICHEN
3.3 ABARBEITUNG DER RAPS ZU DEN IDENTIFIZIERTEN ALARMZEICHEN
3.4 DIAGNOSTISCHE HYPOTHESEN, ÜBERPRÜFUNG
3.5 ZUSÄTZLICHE DATENSAMMLUNG ZUR ERHÄRTUNG
3.6 AUSWAHL DER AKKURATESTEN DIAGNOSEN
3.7 VALIDIERUNG DER DIAGNOSEN
3.8 DIAGNOSTISCHE STATEMENTS
3.9 PRIORITÄTENSETZUNG
4. ERWARTETE OUTCOMES
4.1 DIAGNOSE:„GEFAHR EINER KÖRPERSCHÄDIGUNG [STURZ]“
4.2 DIAGNOSE: „RISIKO EINER HAUTSCHÄDIGUNG“
5. PLANUNG DER INTERVENTIONEN
6. EVALUATION
7. REFLEXION
7.1 RAHMENBEDINGUNGEN
7.2 ANWENDUNG DER INSTRUMENTE (LERNZUWACHS)
Zielsetzung und Themen
Diese Arbeit dokumentiert die Entwicklung und Implementierung eines wissenschaftlich fundierten Pflegeplans für eine Bewohnerin eines Alters- und Pflegeheims. Ziel ist es, unter Nutzung des Resident Assessment Instruments (RAI) in Kombination mit NANDA-Pflegediagnosen und der Nursing Intervention Classification (NIC) eine strukturierte und individuell angepasste Pflegeplanung zu erstellen, die insbesondere Hochrisikodiagnosen adressiert.
- Verknüpfung von RAI-Datenerhebung und pflegerischer Diagnostik
- Identifikation und Priorisierung von Pflegeproblemen
- Entwicklung evidenzbasierter Outcome-Kriterien
- Integration standardisierter Pflegediagnosen und Interventionen in den Pflegealltag
Auszug aus dem Buch
3.2 Identifizierung der Alarmzeichen
Folgende RAPs wurden nach Dateneingabe vom EDV- Programm „MDS-RAVEN“ kalkuliert:
Risiko- Alarmzeichen Zugrunde liegende Items
Kognitive Beeinträchtigung/ Demenz C6=1; B4=1; B2b=1; B2a=1
Kommunikative Fähigkeiten/ Hören C6=1; C4=1; C1=1
Rehabilitationspotential ADL G2A=3/ G1jA=2; G8b=1; G1iA=2; G1gA=2; G1fA=4; G1cA=1; G1bA=2; G1aA=3
Urininkontinenz/ Dauerkatheter H3g=1; H1b=2
Stürze J4a=1
Dehydration/ Flüssigkeitsbilanz O4e=7; J1d=1
Druckgeschwüre/ Decubitus H1A=1; G1aA=3; M3=1
Psychopharmaka O4a=7; J4a=1; G3b=2; J1n=1
Zusammenfassung der Kapitel
1. RAHMENBEDINGUNGEN: Beschreibung des Settings, der rechtlichen Voraussetzungen und des methodischen Vorgehens bei der Datenerhebung.
2. ZUR ERGÄNZENDEN VERWENDUNG VON RAI UND PFLEGEDIAGNOSEN: Theoretische Auseinandersetzung mit der Kompatibilität von RAI und Pflegediagnosen zur Ermittlung des Pflegebedarfs.
3. DIE DIAGNOSTIK: Detaillierte Durchführung des diagnostischen Prozesses, von der Identifikation der Alarmzeichen bis hin zur Prioritätensetzung.
4. ERWARTETE OUTCOMES: Formulierung von langfristigen und kurzfristigen Zielen für die ausgewählten Hochrisikodiagnosen.
5. PLANUNG DER INTERVENTIONEN: Auswahl und Anpassung spezifischer pflegerischer Interventionen basierend auf den NANDA-NIC-Linkages.
6. EVALUATION: Überprüfung der Wirksamkeit der umgesetzten Maßnahmen nach einer Woche sowie Ableitung von Schlussfolgerungen.
7. REFLEXION: Kritische Würdigung des Prozesses, der Teamakzeptanz und des persönlichen Lernzuwachses im Umgang mit den Instrumenten.
Schlüsselwörter
Pflegeprozess, RAI, NANDA, NIC, Pflegediagnosen, Langzeitpflege, Sturzprävention, Dekubitusprophylaxe, Assessments, Qualitätsmanagement, Outcome-Orientierung, Implementierung, Datenerhebung, Prioritätensetzung, Interventionsplanung.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit befasst sich mit der methodischen Entwicklung und praktischen Umsetzung eines wissenschaftlich fundierten Pflegeplans, der verschiedene Instrumente wie RAI, NANDA und NIC integriert.
Was sind die zentralen Themenfelder?
Im Fokus stehen die strukturierte Datenerhebung, die pflegerische Diagnostik, die Zielformulierung und die Planung von Interventionen für spezifische Bewohnerbedürfnisse.
Was ist das primäre Ziel der Arbeit?
Das Hauptziel ist die Demonstration einer systematischen und fundierten Pflegeplanung bei einer Bewohnerin, um die Qualität der Pflege durch gezielte, an ätiologischen Faktoren ausgerichtete Interventionen zu optimieren.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Es wird eine Kombination aus dem RAI 2.0 (Schweizer Version) zur Datengrundlage und dem diagnostischen Prozess nach NANDA zur Problemidentifikation sowie NIC zur Interventionsplanung eingesetzt.
Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?
Der Hauptteil umfasst den gesamten Diagnostik- und Planungsprozess, einschließlich der Identifikation von Alarmzeichen, der Validierung von Diagnosen, der Festlegung von Outcomes und der Auswahl passender Nursing Activities.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Zentrale Begriffe sind Pflegeprozess, RAI, Pflegediagnosen, Interventionsplanung und Qualitätssicherung.
Wie wurde die Wirksamkeit der Maßnahmen überprüft?
Durch eine Evaluation nach einer Woche wurden die kurzfristigen Ziele (Short-Term Goals) anhand festgelegter Kriterien bewertet und Schlussfolgerungen für die weitere Anpassung des Pflegeplans gezogen.
Warum wurden genau zwei Diagnosen für die detaillierte Planung ausgewählt?
Im Rahmen der Aufgabenstellung wurde aus der Gruppe der Hochrisikodiagnosen die Gefahr einer Hautschädigung und die Gefahr einer Körperschädigung (Sturz) ausgewählt, da diese eine hohe gesundheitliche Relevanz aufweisen.
- Quote paper
- Christian Grebe (Author), 2002, Entwicklung und Implementierung eines wissenschaftlich fundierten Pflegeplans auf Basis von RAI, NANDA-Pflegediagnosen und NIC, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/11022