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Arabismen im Standardfranzösischen

Ihre Entwicklung während des Ägyptenfeldzugs Napoleon Bonapartes (1789-1799) und des Orientalismus, der Französischen Kolonialherrschaft und des 20. Jahrhunderts, sowie der Gegenwart

Titre: Arabismen im Standardfranzösischen

Dossier / Travail , 2020 , 33 Pages , Note: 1,0

Autor:in: Viktoria Woronin (Auteur)

Philologie française - Linguistique
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Diese Hausarbeit beschäftigt sich mit der Frage, aus welchen semantischen Gruppen direkte wie indirekte Arabismen im Standardfranzösischen entlehnt wurden und wie sich die Wörter vom arabischen Etymon zum Wort im Französischen entwickelt haben.

Arabisch und Französisch sind zwar nur entfernt miteinander verwandt, haben sich in der Geschichte jedoch ständig beeinflusst. Es finden sich aber nicht nur im Französischen Arabismen. Im gesamten romanischen Sprachraum nehmen sie einen wichtigen Platz ein. Dabei existieren direkte wie indirekte Arabismen. Seit dem frühen Mittelalter im Zuge der Ausbreitung des islamischen Glaubens bis heute im Kontext der politischen Konflikte im Nahen Osten und Nordafrika und des islamistischen Terrorismus gelangen Arabismen in andere Sprachen.

Damit einhergehend existiert Makki zufolge der französisch-arabische Sprach- und Kulturkontakt seit rund zwölf Jahrhunderten, die Beziehungen manifestieren sich insbesondere in der Lexik. Die meisten Arabismen sind jedoch in den vergangenen 200 Jahren in die romanischen Sprachen gekommen, vor allem während der französischen Kolonialherrschaft in Nordafrika und im Nahen Osten.

Extrait


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Theoretische Hinführung

2.1. Definitionen

2.2. Forschungsstand

2.3. Französisch-arabischer Sprach- und Kulturkontakt

2.3.1. Sprach- und Kulturkontakt

2.3.2. Sprachliche Adaptationen

3. Methodisches Vorgehen

4. Arabismen im Standardfranzösischen in der Neuzeit

4.1. Ägyptenfeldzug Napoleon Bonapartes (1798-1799) und Orientalismus

4.1.1. Historischer Kontext

4.1.2. Semantische Felder

4.1.3. Exemplarische Besprechung von Beispielwörtern

4.2. Französische Kolonialherrschaft

4.2.1. Historischer Kontext

4.2.2. Semantische Felder

4.2.3. Exemplarische Besprechung von Beispielwörtern

4.3. 20. Jahrhundert nach dem Ende der Kolonialherrschaft und die Gegenwart

4.3.1. Historischer Kontext

4.3.2. Semantische Felder

4.3.3. Exemplarische Besprechung von Beispielwörtern

5. Fazit und Ausblick

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht, aus welchen semantischen Gruppen direkte und indirekte Arabismen seit dem Jahr 1798 in das Standardfranzösische entlehnt wurden. Dabei wird analysiert, wie sich die Wörter vom ursprünglichen arabischen Etymon bis zur modernen französischen Form entwickelt haben, unter Berücksichtigung historischer Kontextfaktoren wie dem Ägyptenfeldzug, der französischen Kolonialherrschaft und der postkolonialen Ära.

  • Historische Etappen des französisch-arabischen Sprachkontakts.
  • Systematische Einordnung von Arabismen in semantische Felder.
  • Phonologische und graphische Adaptationsprozesse bei der Entlehnung.
  • Untersuchung der Entwicklung ausgewählter Beispielwörter.
  • Rolle von Reiseberichten und kolonialer Präsenz als Vermittlungsinstanzen.

Auszug aus dem Buch

4.1.1. Historischer Kontext

Das während der Französischen Revolution entstandene Konzept der französischen Zivilisation sollte mit dem Ägyptenfeldzug außerhalb Europas verbreitet werden. Napoleon Bonaparte und seine Armee nutzten diese zivilisatorische Mission als Rechtfertigung für ihre Invasion in Ägypten im Jahr 1798 (vgl. Benkhouya 1998: 16). Vielmehr ging es ihnen jedoch darum, die Vorherrschaft Großbritanniens in Ägypten zurückzudrängen. Aber auch ein Forschungsinteresse seitens der französischen Regierung wird deutlich. So beauftragte Napoleon den Chemiker Claude-Louis Berthollet damit, die Commission des sciences et des arts zu gründen, die die Armee nach Ägypten begleiten sollte. Dieser Commission gehörten unter anderem Mathematiker, Chemiker, Physiker und Zoologen an (vgl. Weller 1999: 62 f.). In Ägypten gründete Napoleon des Weiteren das Institut d’Egypte und ernannte den Mathematiker, Chemiker und Physiker Gaspard Monge zu dessen Präsidenten und sich selbst zum Vizepräsidenten. Nach militärischen Siegen folgten jedoch Niederlagen für die französische Armee in Ägypten, sodass Napoleon im Jahr 1799 heimlich nach Frankreich zurückkehrte, begleitet von Monge und Berthollet (vgl. Weller 1999: 63).

Der Mathematiker und Physiker Joseph Fourier hatte eine entscheidende Rolle beim Verfassen der 21 Bände der Description de l’Égypte inne, die zwischen 1809 und 1828 erschienen. Fourier kann als ein früher Ägyptologe angesehen werden (vgl. ebd.).

Insgesamt scheiterte der Ägyptenfeldzug und nach der Bildung der Zweiten Koalition gegen Frankreich fuhr dieses weitere militärische Misserfolge ein, die die latente innenpolitische Krise anfachten und schlussendlich den Weg für Napoleons Staatsstreich des 18. Brumaire (9. November 1799) bereiteten (vgl. Hartmann 2015: 52 f.).

Ein wichtiger Moment für die Entstehung des Orientalismus kann in der französischen Übersetzung der Märchen aus ‚tausend und einer Nacht‘ von Antoine Galland im 18. Jahrhundert gesehen werden, die bereits damals das europäische Interesse am Nahen Osten und Nordafrika anfachte (vgl. Walter/Baraké 2006: 14).

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Einführung in das Thema Arabismen im Französischen, Darlegung der Fragestellung und Begründung der zeitlichen Eingrenzung ab 1798.

2. Theoretische Hinführung: Definition der Arabismen, Überblick über den Forschungsstand sowie Erläuterung der Arten des Sprachkontakts und der Adaptationsmechanismen.

3. Methodisches Vorgehen: Beschreibung des Untersuchungsgegenstandes und Einteilung des Zeitraums von 1798 bis heute in drei historische Epochen.

4. Arabismen im Standardfranzösischen in der Neuzeit: Detaillierte Untersuchung der drei Epochen (Ägyptenfeldzug, Kolonialherrschaft, Zeit nach 1962) mit jeweils historischem Kontext, semantischen Feldern und Beispielanalysen.

5. Fazit und Ausblick: Zusammenfassung der wichtigsten Ergebnisse der sprachwissenschaftlichen Analyse und Ausblick auf zukünftige Forschungsmöglichkeiten.

Schlüsselwörter

Arabismen, Standardfranzösisch, Sprachkontakt, Ägyptenfeldzug, Orientalismus, Kolonialherrschaft, Etymologie, semantische Felder, phonologische Adaptation, graphische Adaptation, Lehnwörter, Kulturkontakt, Sprachgeschichte, Interkulturalität, Französisch.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit grundlegend?

Die Arbeit untersucht den Einfluss des Arabischen auf das Standardfranzösische durch die Analyse von Entlehnungen, die seit dem Ägyptenfeldzug Napoleons im Jahr 1798 stattgefunden haben.

Was sind die zentralen Themenfelder der Analyse?

Zentrale Themen sind die historische Einbettung des Sprachkontakts, die sprachwissenschaftliche Einordnung der Arabismen in semantische Gruppen sowie der Prozess der phonologischen und graphischen Angleichung arabischer Wörter an das Französische.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Das Ziel ist zu klären, aus welchen semantischen Gruppen direkte und indirekte Arabismen entlehnt wurden und wie genau die Transformation vom arabischen Etymon zum französischen Wort vollzogen wurde.

Welche wissenschaftliche Methode wird in der Arbeit verwendet?

Es wird ein diachroner, epochenbasierter Ansatz gewählt. Die Arbeit gliedert den Untersuchungszeitraum in drei Phasen, analysiert den historischen Kontext jeder Phase und untersucht für diese jeweils die semantischen Felder der Entlehnungen sowie exemplarisch die Entwicklung spezifischer Beispielwörter.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil ist in drei Abschnitte unterteilt, die sich dem Ägyptenfeldzug und Orientalismus, der Ära der französischen Kolonialherrschaft sowie der Zeit des 20. Jahrhunderts nach der Kolonialherrschaft und der Gegenwart widmen.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Untersuchung?

Die Untersuchung wird maßgeblich durch Begriffe wie Arabismen, Sprachkontakt, Etymologie, semantische Felder und kulturelle Adaptation geprägt.

Warum wurde der Beginn des Untersuchungszeitraums auf das Jahr 1798 festgelegt?

Das Jahr 1798 markiert den Beginn des Ägyptenfeldzugs von Napoleon Bonaparte, welcher das Interesse der westlichen Welt an Ägypten und dem Nahen Osten nachhaltig weckte und einen Wendepunkt für den Orientalismus darstellt.

Welchen Einfluss hatte die französische Kolonialherrschaft auf die Sprachentwicklung?

Die Kolonialherrschaft im Maghreb und im Nahen Osten forcierte den Kontakt zu verschiedenen arabischen Dialekten, was zu einer verstärkten Entlehnung von Fach- und Alltagsvokabular führte, insbesondere in den Bereichen Geografie, Militär und Kochkunst.

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Résumé des informations

Titre
Arabismen im Standardfranzösischen
Sous-titre
Ihre Entwicklung während des Ägyptenfeldzugs Napoleon Bonapartes (1789-1799) und des Orientalismus, der Französischen Kolonialherrschaft und des 20. Jahrhunderts, sowie der Gegenwart
Université
University of Göttingen  (Seminar für Romanische Philologie)
Cours
Sprach- und Kulturkontakt im mediterranen Raum
Note
1,0
Auteur
Viktoria Woronin (Auteur)
Année de publication
2020
Pages
33
N° de catalogue
V1113086
ISBN (ebook)
9783346479662
ISBN (Livre)
9783346479679
Langue
allemand
mots-clé
sprachkontakt kulturkontakt französisch arabisch neuzeit napoleon bonaparte ägyptenfeldzug arabismen semantik semantische felder linguistik lexik sprachwissenschaft mediterraner raum mittelmeerraum mittelmeer
Sécurité des produits
GRIN Publishing GmbH
Citation du texte
Viktoria Woronin (Auteur), 2020, Arabismen im Standardfranzösischen, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1113086
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Extrait de  33  pages
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