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Der Markterfolg strukturierter Anlageprodukte in Deutschland. Erklärungsansätze aus Sicht der Behavioral Finance

Título: Der Markterfolg strukturierter  Anlageprodukte in Deutschland. Erklärungsansätze aus Sicht der Behavioral Finance

Tesis , 2007 , 122 Páginas , Calificación: 1,3

Autor:in: Dipl.-Kfm. David Nicolaus (Autor)

Economía de las empresas - Banca, bolsa de valores, seguros, contabilidad
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Innerhalb nur weniger Jahre haben sich strukturierte Anlageprodukte zu einer festen Größe im deutschen Retailmarkt für Investmentprodukte entwickelt. Dabei handelt es sich um besonders flexible Finanzinstrumente, welche die Anlagemöglichkeiten von Privatanlegern in Bezug auf investierbare Basiswerte und erzielbare Auszahlungsprofile durch die Kombination verschiedenener Finanzinstrumente wesentlich erweitern.
In der vorliegenden Arbeit wird eine Bestandsaufnahme des Retailmarktes für strukturierte Anlageprodukte durchgeführt und der beobachtete Markterfolg bestimmter Produktstrukturen unter besonderer Berücksichtigung des Anlage- und Entscheidungsverhaltens von Individuen analysiert. Hierzu wird ein Modellrahmen aus der aktuellen Behavioral Finance Literatur verwendet, der durch die Kombination von Optionspreistheorie und kumulativer Prospect-Theorie die Darstellung der Bewertung eines beschränkt rationalen Anlegers ermöglicht und bestimmte, systematisch auftretende Bewertungs- und Wahrnehmungsverzerrungen von Individuen berücksichtigt. Anhand von zwei Fallbeispielen werden exemplarisch für Discount- und Bonusprodukte verschiedene Einflussgrößen der beschränkt rationalen Bewertung eines Anlegers untersucht. Dabei zeigt sich unter anderem, dass aufgrund einer systematisch verzerrten Risikowahrnehmung die Nachfrage nach Discountprodukten mit zunehmendem Kompetenzniveau steigt und die Nachfrage nach Bonusprodukten mit zunehmendem Kompetenzniveau sinkt. Der "Bonus" als Sicherheitspuffer scheint deshalb von Anlegern mit geringem subjektivem Kompetenzniveau höher als ein "Discount" bewertet zu werden.
Eine wichtige Implikation aus den gefundenen Ergebnissen ist, dass die aktuellen Marktanteile von Discount- und Bonusprodukten auf ein tendenziell geringeres subjektives Kompetenzniveau deutscher Anleger schließen lässt. Die Ergebnisse dieser Arbeit tragen damit zu einem besseren Verständnis der beobachteten Dynamik bei. Daneben erweitert die vorliegende Arbeit die aktuelle Literatur um die Bewertung eines Bonusproduktes durch einen beschränkt rationalen Anleger.

Extracto


Inhaltsverzeichnis

1 EINLEITUNG

2 DER RETAILMARKT FÜR STRUKTURIERTE ANLAGEPRODUKTE

2.1 Begriffsdefinition

2.2 Produktkategorisierung

2.3 Produktbeschreibungen

2.3.1 Bonusprodukte

2.3.1.1 Basiskomponenten

2.3.1.2 Vorzufindende Strukturen

2.3.2 Discountprodukte

2.3.2.1 Basiskomponenten

2.3.2.2 Vorzufindende Strukturen

2.4 Marktentwicklung und Marktvolumen

2.5 Rechtliche und steuerliche Rahmenbedingungen

2.5.1 Rechtliche Rahmenbedingungen

2.5.2 Steuerliche Rahmenbedingungen

2.6 Primärmarkt

2.6.1 Produktentwicklung und Emission

2.6.2 Emittenten

2.6.3 Interessenverbände der Emittenten

2.6.4 Emittentenrisiko

2.6.5 Vertriebskanäle

2.7 Sekundärmarkt

2.7.1 Außerbörslicher Handel

2.7.2 Börslicher Handel

2.8 Zwischenfazit

3 STRUKTURIERTE ANLAGEPRODUKTE UND BEHAVIORAL FINANCE

3.1 Strukturierte Anlageprodukte und traditionelle Finanztheorie

3.2 Behavioral Finance

3.2.1 Prospect-Theorie

3.2.2 Kumulative Prospect-Theorie

3.3 Behavioral Finance als Erklärungsansatz für den Markterfolg strukturierter Anlageprodukte

4 FALLBEISPIELE

4.1 Discountprodukt

4.1.1 Prognose der Wahrscheinlichkeitsverteilung des Basiswertes

4.1.2 CPT-Bewertung

4.1.3 EUT-Bewertung

4.1.4 Diskussion der Ergebnisse

4.2 Bonusprodukt

4.2.1 Prognose der Wahrscheinlichkeitsverteilung des Basiswertes

4.2.2 CPT-Bewertung

4.2.3 EUT-Bewertung

4.2.4 Diskussion der Ergebnisse

5 FAZIT UND AUSBLICK

Zielsetzung und Themen

Die Arbeit untersucht, warum strukturierte Anlageprodukte trotz ihres vermeintlich unterlegenen Risiko-Rendite-Profils bei Privatanlegern so erfolgreich sind, und nutzt dabei Erkenntnisse der Behavioral Finance, um dieses Phänomen jenseits der traditionellen Finanztheorie zu erklären.

  • Marktstrukturanalyse strukturierter Anlageprodukte in Deutschland
  • Identifikation von Marktunvollkommenheiten als Erklärung für den Markterfolg
  • Anwendung der Behavioral Finance zur Analyse beschränkt rationaler Anlegerentscheidungen
  • Modellierung und Vergleich von Discount- und Bonusprodukten
  • Kritische Diskussion der Erklärungsansätze für die hohe Nachfrage

Auszug aus dem Buch

3.2 Behavioral Finance

Die Beobachtung, dass Individuen die Axiome rationalen Verhaltens systematisch verletzen, führte bereits kurz nach der Entwicklung der Erwartungsnutzentheorie zu zahlreicher Kritik an ihrer Aussagekraft und Anwendbarkeit. Zu den bekanntesten Beobachtungen zählt das nach Maurice Allais benannte Allais-Paradoxon. In einem Experiment zum Entscheidungsverhalten von Individuen weist Allais (1953) eine systematische Verletzung des Unabhängigkeitsaxioms der Erwartungsnutzentheorie nach. Das Unabhängigkeitsaxiom der Erwartungsnutzentheorie verlangt, dass sich die Präferenz eines Entscheiders durch die Hinzu- oder Hinwegnahme von gemeinsamen Konsequenzen einer Entscheidung nicht verändert. In einem Experiment konnte Allais (1953) jedoch zeigen, dass dieses Axiom bei bestimmten Lotterien regelmäßig verletzt wird.

Das Allais-Paradoxon offenbarte damit die Schwäche, dass die Erwartungsnutzentheorie zur Erklärung beobachtbarer Phänomene lediglich in dem Maße dienen kann, wie die zu Grunde liegenden Axiome rationalen Verhaltens vom Entscheider erfüllt werden. Als Konsequenz aus dieser Beobachtung entwickelten sich sogenannte deskriptive Entscheidungstheorien, welche versuchen, das tatsächliche, intuitive Entscheidungsverhalten von Individuen abzubilden statt als Grundannahme das Bild eines unbeschränkt rational handelnden Menschen zu verwenden. Deskriptive Entscheidungstheorien bilden damit das Gegenstück zu normativen Entscheidungstheorien wie der Erwartungsnutzentheorie. Zur Beschreibung menschlichen Verhaltens nutzen deskriptive Entscheidungstheorien die Kenntnisse der kognitiven Psychologie, welche sich bereits seit ihren Anfängen damit beschäftigt, menschliches Entscheidungsverhalten und Verhaltensanomalien zu erklären.

Neben dem Allais-Paradoxon beschreibt das Ellsberg-Paradoxon eine weitere Verhaltensanomalie von Individuen. Es bezeichnet das Vorziehen von Alternativen mit bekannter Wahrscheinlichkeitsverteilung gegenüber Alternativen mit unbekannter Wahrscheinlichkeitsverteilung. Dieses Phänomen wird allgemein auch als Ambiguitätsaversion (engl.: ambiguity aversion) bezeichnet und konnte in zahlreichen empirischen Studien bestätigt werden. Der Grund für dieses Phänomen wird darin gesehen, dass das Nichtwissen von Wahrscheinlichkeiten von Individuen als zusätzliches Risiko angesehen wird. Hierdurch gewinnt das Vertrauen eines Individuums in die eigene Wahrscheinlichkeitsschätzung an Bedeutung.

Zusammenfassung der Kapitel

1 EINLEITUNG: Einführung in die Thematik strukturierter Anlageprodukte, Darlegung des Markterfolgs und der Zielsetzung der Arbeit, die Nachfrage aus Sicht der Behavioral Finance zu untersuchen.

2 DER RETAILMARKT FÜR STRUKTURIERTE ANLAGEPRODUKTE: Umfassende Bestandsaufnahme des deutschen Marktes, einschließlich Definitionen, Produktkategorisierungen, rechtlicher/steuerlicher Rahmenbedingungen und Analysen zur Marktentwicklung sowie Handelsstruktur.

3 STRUKTURIERTE ANLAGEPRODUKTE UND BEHAVIORAL FINANCE: Diskussion der traditionellen Finanztheorie im Kontext strukturierter Produkte und Einführung in die Behavioral Finance, einschließlich Prospect-Theorie und weiterer Verhaltensanomalien.

4 FALLBEISPIELE: Empirische Anwendung des Modellrahmens auf konkrete Discount- und Bonusprodukte, um deren Bewertung durch einen beschränkt rationalen Anleger im Vergleich zur rationalen Standardtheorie zu analysieren.

5 FAZIT UND AUSBLICK: Zusammenfassung der zentralen Forschungsergebnisse, kritische Würdigung der Modellannahmen und Ausblick auf künftige Forschungsbedarfe im Bereich strukturierter Anlageprodukte.

Schlüsselwörter

Strukturierte Anlageprodukte, Behavioral Finance, Prospect-Theorie, Kumulative Prospect-Theorie, Retailmarkt, Discountprodukte, Bonusprodukte, Erwartungsnutzentheorie, Anlegerentscheidungen, Referenzpunkteffekt, Verlustaversion, Markterfolg, Finanztheorie, Markttransparenz, Entscheidungsanomalien.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Diplomarbeit analysiert den bemerkenswerten Erfolg strukturierter Anlageprodukte in Deutschland. Sie hinterfragt, warum Anleger diese Produkte trotz theoretischer Nachteile stark nachfragen.

Welches sind die zentralen Themenfelder der Arbeit?

Die Schwerpunkte liegen auf der Marktstrukturanalyse, der rechtlichen und steuerlichen Einordnung, der theoretischen Erklärung durch die traditionelle Finanztheorie sowie der Analyse mittels Behavioral Finance.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Das Ziel ist es, Erklärungsansätze für die hohe Nachfrage nach strukturierten Produkten zu finden, indem man die Entscheidungen von Anlegern unter der Annahme beschränkter Rationalität untersucht.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es werden Literaturanalysen und Experteninterviews für die Bestandsaufnahme sowie eine modellbasierte Analyse (aufbauend auf Optionspreistheorie und kumulativer Prospect-Theorie) für die Fallbeispiele genutzt.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine Bestandsaufnahme des Retailmarktes, die theoretische Fundierung (inklusive Behavioral Finance und Prospect-Theorie) sowie konkrete Fallbeispiele für Discount- und Bonusprodukte.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Strukturierte Anlageprodukte, Behavioral Finance, Prospect-Theorie, Anlegerentscheidungen und Marktunvollkommenheiten sind die zentralen Begriffe.

Welche Rolle spielt das "Kompetenzniveau" des Anlegers in den Fallbeispielen?

Das subjektiv empfundene Kompetenzniveau beeinflusst die Attraktivitätswahrnehmung und Unterscheidbarkeit von Wahrscheinlichkeiten; ein geringeres Kompetenzgefühl kann hierbei die Nachfrage nach bestimmten Produkten wie dem Bonusprodukt steigern.

Warum wird die Dividendenzahlung in den Fallstudien gesondert analysiert?

Die Berücksichtigung oder Vernachlässigung der Dividendenzahlung verändert die wahrgenommene Vorteilhaftigkeit und den Präferenzbereich der Produkte, was wichtige Einblicke in das Anlegerverhalten liefert.

Final del extracto de 122 páginas  - subir

Detalles

Título
Der Markterfolg strukturierter Anlageprodukte in Deutschland. Erklärungsansätze aus Sicht der Behavioral Finance
Universidad
University of Frankfurt (Main)  (Fachbereich Wirtschaftswissenschaften)
Calificación
1,3
Autor
Dipl.-Kfm. David Nicolaus (Autor)
Año de publicación
2007
Páginas
122
No. de catálogo
V111722
ISBN (Ebook)
9783640149957
ISBN (Libro)
9783656526995
Idioma
Alemán
Etiqueta
Markterfolg Anlageprodukte Deutschland Erklärungsansätze Sicht Behavioral Finance
Seguridad del producto
GRIN Publishing Ltd.
Citar trabajo
Dipl.-Kfm. David Nicolaus (Autor), 2007, Der Markterfolg strukturierter Anlageprodukte in Deutschland. Erklärungsansätze aus Sicht der Behavioral Finance, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/111722
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