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Entwicklung und Veränderung der menschlichen Einstellung zu Sterben, Tod und Trauer

Hospizarbeit und Sterbebegleitung heute: "würdig leben bis zuletzt"

Title: Entwicklung und Veränderung der menschlichen Einstellung zu Sterben, Tod und Trauer

Term Paper , 2007 , 29 Pages , Grade: 2,3

Autor:in: Marion Rosenkranz (Author)

Social Work
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„Hospiz - weil Sterben ein Teil des Lebens ist“. Dieser Gedanke ist tief greifend und für viele
Menschen nur schwer nachvollziehbar. Tod und Sterben gehören zum Leben- (vgl. Schneider,
2005, S.55-79. In: Knoblauch, Hubert & Zingerle.) jeder wird innerhalb seines Lebenszyklus
mit diesen Themen konfrontiert. Aktuell beschäftigt mich dieses Thema in der eigenen
Familie, genauso, wie im Freundes- und Bekanntenkreis. Ich musste feststellen, dass ich das
Sterben und den Tod aktiv und emotional in meinem Alltag lebe (Krankenpflege in
Institutionen, Patientenverfügungen, Sterbebegleitung in der Familie, Tod nahe stehender
Verwandter, Umgang mit dem Verlust von Seiten der Lebenden, Umgang mit Trauer in der
Familie und in der Gesellschaft, Kommunikation über diese Themen in der Familie, mit
Freunden, auf der Arbeit, mit Bekannten etc.). Ich arbeite in der Jugendhilfe. Hier habe ich
täglich mit trauernden Kindern und Jugendlichen zu tun. Meine Zielgruppe hat eins gemeinsam:
Alle nahmen Abschied von einem vorherigen Leben. Alle haben eine Bezugsperson
verloren, einige auch durch den Tod. So begegnet mir das Thema „Leben und Tod/Abschied“
in der täglichen Arbeit. [...]
Fakt in den letzten Wochen ist: Unzählige
Schlagzeilen, Filme und Diskussionsrunden handeln vom Sterben, Sterbehilfe, Hilfe beim
Sterben und einem selbst bestimmten Lebensende. Hierzulande ist aktive Sterbehilfe verboten.
Der Titel der Sendung von Anne Will am 25.11.2007 (ARD) „Der organisierte Tod:
Geschäft oder Gnadenakt?“ erweckte mein Interesse. Interessant für diese Hausarbeit finde
ich folgende Informationen: „… Die CDU/CSU befürchtet mit der Ausweitung der Aktivitäten
von Dignitate in Deutschland eine Kommerzialisierung der Sterbebegleitung und will
mit einem entsprechenden Gesetz gewerbsmäßige Sterbehilfe untersagen lassen. …dagegen
erheben sich zahlreiche kritische Stimmen, die das Recht auf einen selbstbestimmten Tod
nicht juristisch einschränken und unheilbar Kranken Hilfe auf dem Weg in den Freitod
zugestehen wollen. …“[...]
Einleitend werde ich die soeben genannten Begriffe
definieren. Das Wissen um die geschichtliche Entwicklung dieser definierten Begriffe ist
notwendig, um die Entstehung der Hospizbewegung, das Spektrum der Hospizarbeit und ihre Chancen, nachvollziehen zu können, welche ich ebenfalls in dieser Hausarbeit vorstellen
möchte.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Leben, Krankheit, Tod, Sterben und Trauer im Wandel der Zeit

2.1 Definition Leben

2.2 Definition Sterben

2.2.1 Sterben in Deutschland

2.2.2 Stellungnahme des Nationalen Ethikrates über den verantwortlichen Umgang mit dem Sterben

2.3 Definition Tod

2.4 Trauer

2.4.1 Erste Phase: Ohnmacht und Schock

2.4.2 Zweite Phase: Angst

2.4.3 Dritte Phase: Integration und Entscheidung

2.4.4 Vierte Phase: Identität

3. Hospizarbeit

3.1 Geschichte und Entwicklung

3.2 Die Hospizphilosophie, Inhalte und Handlungsziele der Hospizbewegung

3.3 Grundprinzipien der Hospizarbeit

3.3.1 Ehrenamtliche Hospizhilfe

3.3.2 Qualifikation der Mitarbeiter in der Hospizhilfe

3.3.3 Schwerpunkte der Hospizarbeit

3.3.4 Organisationsformen der Hospizeinrichtung

4. Umsetzung der Hospizidee in Gesetzen

5. Aktuelle Ziele des Deutschen Hospiz- und PalliativVerbandes

6. Fazit

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die Entwicklung und Veränderung der menschlichen Einstellung zu Sterben, Tod und Trauer und analysiert, wie diese gesellschaftlichen Prozesse die moderne Hospizarbeit und Sterbebegleitung prägen. Im Fokus steht die Frage, wie ein „würdiges Leben bis zuletzt“ unter Berücksichtigung medizinischer, ethischer und sozialer Aspekte ermöglicht werden kann.

  • Historische und gesellschaftliche Betrachtung von Sterben und Tod
  • Psychologische Trauerphasenmodelle und deren Bedeutung für die Begleitung
  • Grundprinzipien und Handlungsziele der Hospizbewegung
  • Strukturen, rechtliche Rahmenbedingungen und Professionalisierung der Hospizarbeit in Deutschland

Auszug aus dem Buch

2.4.1 Erste Phase: Ohnmacht und Schock

Mehrere Autoren beschreiben, dass Betroffene unmittelbar nach der Information über eine unheilbare Krankheit mit schneller Todesfolge oder vom Tod eines nahe stehenden Menschen, mit Schock (z.B. veränderter Pulsschlag, Herzrasen, Schweißausbrüche, Übelkeit, Erbrechen, motorische Unruhe), Ohnmacht (z.B. Gefühlsleere, Bewegungslosigkeit, verzögerte Reaktion, Sprachlosigkeit, Verwirrtheitszustände, körperliche und geistige Starre, Kontaktverweigerung und Desinteresse) oder Unglaube/Verleugnung (vgl. Bowlby, 1991, S.116) reagieren.

Bowlby (a. a. O) beschreibt, dass diese Phase von einigen Stunden bis zu einer Woche andauern kann. Die Phase des Nicht- Wahrhaben- Wollens, wie sie Verena Kast (1999, S.71f) beschreibt, beinhaltet, dass die Trauernden Theorien zum Verbleib der Angehörigen entwickeln, die das Signal geben, dass der Verstorbene noch lebt (z.B. in Urlaub, entführt). Beim krankhaften Verlauf dieser Phase erhält der Trauernde dieses Verhalten (z.B. für den Verstorbenen den Tisch decken, gemeinsame Rituale weiterführen). Wenn eine krankhafte Entwicklung beobachtet wird, sollten Begleiter immer einen Therapeuten oder Psychologen zu Rate ziehen.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Autorin reflektiert ihre persönliche Motivation und die Relevanz der Thematik für ihre tägliche Arbeit in der Jugendhilfe sowie im privaten Umfeld.

2. Leben, Krankheit, Tod, Sterben und Trauer im Wandel der Zeit: Dieses Kapitel definiert die zentralen Begriffe und analysiert den gesellschaftlichen Wandel im Umgang mit dem Lebensende, einschließlich psychologischer Phasenmodelle des Sterbens und der Trauer.

3. Hospizarbeit: Hier werden die Geschichte, die philosophischen Grundlagen sowie die verschiedenen Organisationsformen und Prinzipien der modernen Hospizbewegung detailliert erläutert.

4. Umsetzung der Hospizidee in Gesetzen: Dieses Kapitel gibt einen Überblick über die gesetzliche Verankerung der Hospiz- und Palliativversorgung im deutschen Sozialgesetzbuch.

5. Aktuelle Ziele des Deutschen Hospiz- und PalliativVerbandes: Die zentralen politischen und strukturellen Forderungen des Verbandes zur flächendeckenden Sicherung der Versorgung werden hier aufgeführt.

6. Fazit: Die Autorin resümiert die Notwendigkeit einer gesamtgesellschaftlichen Auseinandersetzung mit dem Tod und betont den Stellenwert fachlicher sowie ehrenamtlicher Hospizarbeit für eine menschliche Sterbekultur.

Schlüsselwörter

Hospizarbeit, Sterbebegleitung, Palliative Care, Trauerphasen, Tod, Leben, Ethik, Sterbehilfe, Autonomie, Palliativmedizin, Ehrenamt, Gesundheitswesen, Lebensqualität, Sozialpädagogik, Sterbeprozess

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit der Entwicklung und Veränderung der menschlichen Einstellung zu Sterben, Tod und Trauer sowie der Rolle der Hospizarbeit in unserer Gesellschaft.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die Arbeit behandelt die Definitionen von Leben, Sterben und Tod, die psychologischen Phasen der Trauer, die Hospizphilosophie, die rechtliche Umsetzung der Hospizidee sowie die Ziele des Deutschen Hospiz- und PalliativVerbandes.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Ziel ist es, ein besseres Verständnis für das Sterben als Teil des Lebens zu schaffen und aufzuzeigen, wie durch eine hospizlich-palliative Grundhaltung ein „würdiges Leben bis zuletzt“ gesichert werden kann.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es handelt sich um eine theoretische Analyse, die auf einer fundierten Literaturrecherche und der Auseinandersetzung mit Fachdiskursen zu ethischen, medizinischen und sozialen Aspekten des Sterbens basiert.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Begriffsdefinitionen, eine detaillierte Auseinandersetzung mit Sterbe- und Trauerprozessen, die Vorstellung der Hospizarbeit und deren Einordnung in den rechtlichen und gesellschaftlichen Kontext.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die wichtigsten Begriffe sind Hospizarbeit, Sterbebegleitung, Palliative Care, Autonomie des Sterbenden, Trauerphasen und die gesellschaftliche Integration Sterbender.

Warum ist die Trauerbegleitung nach Ansicht der Autorin so wichtig?

Die Autorin betont, dass eine fachliche Begleitung in den verschiedenen Trauerphasen notwendig ist, um krankhaften Entwicklungen vorzubeugen und den Betroffenen Raum für ihre individuelle Bewältigung zu geben.

Welche Rolle spielen die Ehrenamtlichen in der Hospizarbeit?

Das Ehrenamt bildet nach Auffassung der Autorin den Kern der gesamten Hospizbewegung und leistet einen unverzichtbaren Beitrag zur ganzheitlichen Betreuung von Sterbenden und ihren Angehörigen.

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Details

Title
Entwicklung und Veränderung der menschlichen Einstellung zu Sterben, Tod und Trauer
Subtitle
Hospizarbeit und Sterbebegleitung heute: "würdig leben bis zuletzt"
College
University of Applied Sciences Düsseldorf
Course
Der Tod ist ein Problem der Lebenden
Grade
2,3
Author
Marion Rosenkranz (Author)
Publication Year
2007
Pages
29
Catalog Number
V112026
ISBN (eBook)
9783640105007
ISBN (Book)
9783640105250
Language
German
Tags
Entwicklung Veränderung Einstellung Sterben Trauer Problem Lebenden Hospiz Sterbebegleitung Trauerphasen Palliativverband Palliativmedizin Ehrenamt und Hospiz
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Marion Rosenkranz (Author), 2007, Entwicklung und Veränderung der menschlichen Einstellung zu Sterben, Tod und Trauer, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/112026
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