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Die "Stifter" GmbH (gGmbH) als Ersatzform der selbstständigen, gemeinnützigen Stiftung

Title: Die "Stifter" GmbH (gGmbH) als Ersatzform der selbstständigen, gemeinnützigen Stiftung

Research Paper (undergraduate) , 2008 , 30 Pages , Grade: "-"

Autor:in: Josef Schoberer (Author)

Business economics - Accounting and Taxes
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Summary Excerpt Details

Die Bürger stellen nach wie vor hohe Anssprüche an den Staat und seine Leistungen. Angesichts des riesigen Schuldenberges sind dessen finanzielle Möglichkeiten jedoch begrenzt. Die "Rundumversorgung" durch den Staat ist nicht bezahlbar und auch nicht wünschenswert.
Immer mehr Bürger erkennen den Zusammenhang zwischen der Zunahme des privaten Wohlstandes und dem gleichzeitigen Rückzug des Staates aus der Förderung öffentlicher Ausgaben und sind bereit sich mit Geld und/oder Arbeit für das Gemeinwohl einzusetzen.
Hinzu kommt, dass die in Deutschland zwischenzeitlich angesammelten Vermögen auch ein "Zurückgeben an die Gesellschaft" möglich machen. Die Stärkung des Spenden- und Stiftungswesens durch den Staat ist demnach eine folgerichtige Konsequenz. Der Staat ist auf engagierte Bürger angewiesen.
Der Beitrag beschäftigt sich mit den Anforderungen an den Gesellschaftsvertrag einer "Stifter" GmbH, den steuerlichen Besonderheiten und den steuer-lichen Folgen bei Verletzung gegen die satzungs-mäßige Vermögensbindung.

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Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Merkmale der „selbstständigen“, gemeinnützigen Stiftung und der gGmbH

3. Anforderungen an den Gesellschaftsvertrag

3.1. „Muß“Anforderungen zum Erhalt der Gemeinnützigkeit nach den §§ 61 und 62 AO

3.2. Anforderungen um den Gemeinnützigkeitsstatus „nachhaltig“ sicherzustellen.

3.2.1. Satzungsänderung

3.2.2. Änderungen auf der Anteilseignerebene (Verfügung über den Geschäfts anteil, Eintritt und Austritt)

4. Steuerliche Besonderheiten einer gGmbH

4.1. Einkommensermittlung und partielle Steuerpflicht für den wirtschaftlichen Ge schäftsbetrieb nach § 14 S .1 AO

4.2. Steuerliche Behandlung von Vermögensübertragungen aus dem steuerpflichtigen Bereich in den nichtsteuerpflichtigen Bereich einer GmbH

4.2.1. Einzelne Wirtschaftsgüter

4.2.2. Betrieb oder Teilbetrieb

4.3. Körperschaft/Gewerbesteuerbelastung

4.4. Umsatzsteuer

4.5. Spendenabzug

4.6. Gewährung von Unterhalt

4.7. Angemessene Tätigkeitsvergütung

4.8. Erlöschen der Erbschaft/Schenkungssteuer mit Wirkung für die Vergangenheit

4.9. Mittelzuwendung an Gesellschafter

4.10. Grunderwerbsteuer, Grundsteuer, Kraftfahrzeugsteuer

5. Steuerliche Folgen bei Verstoß gegen die satzungsmäßige Vermögensbildung

5.1. Körperschaft/Gewerbesteuer

5.2. Umsatzsteuer

5.3. Spendenabzug

5.4. Schenkungsteuer

5.5. andere Steuerarten

6. Resümee

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht die Anforderungen an die Gestaltung von Gesellschaftsverträgen für eine gemeinnützige GmbH (gGmbH) als Ersatzform zur selbstständigen Stiftung. Ziel ist es, die steuerlichen Rahmenbedingungen, Gestaltungsmöglichkeiten für die Satzung und die Konsequenzen bei Verstößen gegen die satzungsmäßige Vermögensbindung aufzuzeigen, um eine dauerhafte Zweckverfolgung sicherzustellen.

  • Rechtliche Anforderungen an den Gesellschaftsvertrag zur Wahrung der Gemeinnützigkeit.
  • Möglichkeiten zur nachhaltigen Sicherung des Stifterwillens durch Satzungsgestaltungen.
  • Steuerliche Behandlung von Vermögensübertragungen und wirtschaftlichen Geschäftsbetrieben.
  • Folgen bei Verstößen gegen die Gemeinnützigkeitsvorschriften und die satzungsmäßige Vermögensbindung.
  • Vergleich der Flexibilität einer gGmbH gegenüber einer klassischen Stiftung.

Auszug aus dem Buch

3.2.2. Änderungen auf der Anteilseignerebene (Verfügung über den Geschäftsanteil, Eintritt und Austritt)

Um die Übertragung von Geschäftsanteilen auf Personen zu erschweren, welche den Zweck des Unternehmens nicht unterstützen, kommt einer Beschränkung besondere Bedeutung zu. In der Satzung kann mit Hilfe von sog. Vinkulierungsklauseln (§ 15 Abs. 5 GmbHG) die Abtretbarkeit ausgeschlossen oder an weitere Voraussetzungen gebunden werden. Häufig werden Vorkaufs-, Ankaufs- oder Erwerbsrechte vereinbart.

Die Zustimmung zur Abtretung wird durch den Geschäftsführer erklärt. Die Abtretung bedarf der Genehmigung durch die Gesellschafter. Hierfür ist ein Gesellschafterbeschluss erforderlich. Nachstehende Erfordernisse sind u. a. möglich:

• Es ist eine qualifizierte Mehrheit, jedoch noch besser Einstimmigkeit erforderlich.

• Ist kein einstimmiger Beschluss erforderlich, kann durch Sonderrechte einzelner Gesellschafter die Zustimmung vorbehalten werden.

• Es ist zulässig die Zustimmung zur Anteilsabtretung an die Genehmigung eines Gesellschaftorgans (z. B. Gesellschafterversammlung, Aufsichtsrat falls eingerichtet oder des Geschäftsführers) zu knüpfen.

Ein Ausschluss von Gesellschaftern kann nur über die Einziehung oder Pflicht zur Anteilsabtretung erfolgen. Dies muss in der Satzung ausdrücklich vorgesehen sein (§ 34 Abs. 1 GmbHG). Eine Einziehung gegen den Willen ist nur zulässig, wenn die Anforderungsgründe im Gesellschaftsvertrag hinreichend bestimmt sind (§ 34 Abs. 2 GmbHG).

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Arbeit thematisiert die steigende Bedeutung bürgerschaftlichen Engagements und die Rolle der gGmbH als flexibles Instrument für gemeinnützige Zwecke neben der klassischen Stiftung.

2. Merkmale der „selbstständigen“, gemeinnützigen Stiftung und der gGmbH: Das Kapitel erläutert die konzeptionellen Unterschiede zwischen der stiftungsrechtlichen „Konzessionssystem“-Organisation und der gGmbH als zweckoffener Kapitalgesellschaft.

3. Anforderungen an den Gesellschaftsvertrag: Hier werden die zwingenden Satzungsvorgaben zur Erlangung der Gemeinnützigkeit sowie Möglichkeiten zur Sicherung der stiftungsähnlichen Struktur durch Satzungsregelungen beschrieben.

4. Steuerliche Besonderheiten einer gGmbH: Dieses Kapitel behandelt die komplexe steuerliche Sphärenabgrenzung zwischen ideellem Bereich, Vermögensverwaltung, Zweckbetrieb und wirtschaftlichem Geschäftsbetrieb.

5. Steuerliche Folgen bei Verstoß gegen die satzungsmäßige Vermögensbildung: Es werden die Konsequenzen der Verletzung gemeinnützigkeitsrechtlicher Vorschriften, insbesondere die Nachversteuerung, detailliert erörtert.

6. Resümee: Das Resümee fasst zusammen, dass die gGmbH durch geschickte Satzungsgestaltung eine flexible und rechtssichere Alternative zur klassischen Stiftung bieten kann.

Schlüsselwörter

gGmbH, Gemeinnützigkeit, Abgabenordnung, Gesellschaftsvertrag, Satzung, Steuerbegünstigung, Vermögensbindung, wirtschaftlicher Geschäftsbetrieb, Zweckbetrieb, Körperschaftsteuer, Umsatzsteuer, Anteilsabtretung, Spendenabzug, Nachversteuerung, Stiftung.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit der gemeinnützigen GmbH (gGmbH) als Rechtsform für gemeinnützige Zwecke, insbesondere im Hinblick auf deren Ausgestaltung als Ersatzform zur selbstständigen Stiftung.

Was sind die zentralen Themenfelder der Untersuchung?

Zentrale Themen sind das Gemeinnützigkeitsrecht nach der Abgabenordnung (AO), die Satzungsgestaltung für gGmbHs, die steuerliche Sphärenabgrenzung und die rechtlichen Folgen bei Verstößen gegen Gemeinnützigkeitsvorgaben.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Das Ziel ist es, aufzuzeigen, wie eine gGmbH durch entsprechende vertragliche Gestaltung die Anforderungen an die Gemeinnützigkeit erfüllen und eine stiftungsähnliche dauerhafte Zweckverfolgung gewährleisten kann.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es handelt sich um eine rechts- und steuerwissenschaftliche Arbeit, die Gesetze, Rechtsprechung und Fachliteratur analysiert, um die Anforderungen an den Gesellschaftsvertrag und die steuerlichen Konsequenzen systematisch darzulegen.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Anforderungen an den Gesellschaftsvertrag, die Darstellung steuerlicher Besonderheiten für verschiedene Tätigkeitsbereiche einer gGmbH und die Analyse der steuerlichen Konsequenzen bei Verstößen gegen die Vermögensbindung.

Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit wird maßgeblich durch Begriffe wie Gemeinnützigkeit, gGmbH, Satzung, Vermögensbindung, steuerliche Sonderbereiche (ideeller Bereich, Zweckbetrieb) und Nachversteuerung charakterisiert.

Warum ist die Unterscheidung der Tätigkeitsbereiche in einer gGmbH so wichtig?

Die Unterscheidung ist entscheidend, da nur der wirtschaftliche Geschäftsbetrieb der vollen Steuerpflicht unterliegt, während ideeller Bereich, Vermögensverwaltung und Zweckbetrieb steuerbegünstigt sind.

Welche Rolle spielt die Satzungsgestaltung für den Stifterwillen?

Da das GmbH-Recht sehr flexibel ist, müssen durch Satzungsklauseln (z.B. Vinkulierung, Erschwerung von Satzungsänderungen) gezielt Einschränkungen vorgenommen werden, um den ursprünglichen Zweck stiftungsähnlich abzusichern.

Welche Folgen drohen bei einem Verstoß gegen die Vermögensbindung?

Ein Verstoß führt zur Aberkennung der Gemeinnützigkeit und kann eine Nachversteuerung der letzten 10 Jahre nach sich ziehen, was das steuerliche Begünstigungssystem einer gGmbH empfindlich trifft.

Kann eine gGmbH in Bezug auf ihre steuerliche Behandlung völlig mit einer Stiftung gleichgesetzt werden?

Nein, es gibt marginale Unterschiede, insbesondere hinsichtlich bestimmter Freibeträge oder Ausnahmevorschriften, die im Stiftungsrecht gelten, für die gGmbH jedoch nicht oder nur eingeschränkt anwendbar sind.

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Details

Title
Die "Stifter" GmbH (gGmbH) als Ersatzform der selbstständigen, gemeinnützigen Stiftung
Grade
"-"
Author
Josef Schoberer (Author)
Publication Year
2008
Pages
30
Catalog Number
V112176
ISBN (eBook)
9783640108015
ISBN (Book)
9783640109760
Language
German
Tags
Stifter GmbH Ersatzform Stiftung
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Josef Schoberer (Author), 2008, Die "Stifter" GmbH (gGmbH) als Ersatzform der selbstständigen, gemeinnützigen Stiftung, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/112176
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