Einleitung
Innovation ist ein Bestandteil der im März 2000 verabschiedeten sog. „Lissabon-Strategie“ der Kommission der Europäischen Gemeinschaft mit dem Ziel, die EU innerhalb von 10 Jahren, also bis 2010 zum wettbewerbsfähigsten und dynamischsten wissensbasierten Wirtschaftsraum der Welt zu machen“. Dieses Ziel blieb auch nach der Reform der Lissabon-Strategie von Februar 2005 bestehen. Um das Ziel von „mehr Forschung für Europa. Hin zu 3 % des BIP“ zu erreichen, sind die europäischen Mitgliedsstaaten dazu verpflichtet, „ihre eigenen nationalen Innovationsstrategien- und Politiken aufzubauen und zu festigen, eigene Ziele zu setzen und mit der Kommission zusammen zu arbeiten“. Die Kommission hingegen wird im Gegenzug u.a. eine Plattform zum Austausch von Informationen und Erfahrungen für Beitrittsländer errichten, alle zwei Jahre über den Fortschritt berichten und verstärkt mit den Mitgliedsstaaten bei der Analyse der Innovationsprozess, -Politik und –Leistungen zusammenarbeiten.
In dieser Arbeit werde ich die Umsetzung der Bundesregierung bzgl. der Innovationspolitik innerhalb der Lissabon-Strategie darstellen und Förderprojekte vorstellen. Da Innovationspolitik in der Regel auf nationaler und regionaler Ebene stattfindet, konzentriere ich mich in dieser Arbeit auf die Arten der Innovationsförderung durch den Bund und die Länder
Inhaltsverzeichnis
1 Einleitung
2 Notwendigkeit der staatlichen Innovationsförderung
3 Innovation
3.1 Definition
3.2 Wer wird gefördert?
4 Arten der Innovationsförderung
4.1 Fördermaßnahmen des Bundes
4.1.1 High-Tech-Strategie
4.1.2 Pro Inno
4.1.3 ERP-Innovationsprogramm
4.1.3.1 Voraussetzungen
4.1.3.2 Art und Höhe der Förderung
4.1.4 InnoNet
4.1.5 High-Tech-Gründerfonds
4.1.6 Clusterwettbewerb
4.1.7 Forschungsprämie
4.1.7.1 Das Ziel
4.1.7.2 Das Prinzip
4.1.8 INNO-WATT
4.1.9 Neues Förderprogramm für Gründer und junge Unternehmen (kfw)
4.2 Förderung der Länder
4.2.1 EU-Strukturfondsförderung 2007 – 2013
4.2.2 Regional
4.2.2.1 InnoProfile
4.2.2.2 Niedersächsisches Innovationsförderprogramm (NBank)
5 Fazit und kritische Würdigung
Zielsetzung & Themen
Die vorliegende Arbeit untersucht die Umsetzung der Innovationspolitik der Bundesregierung im Kontext der Lissabon-Strategie. Das primäre Ziel ist die systematische Darstellung der verschiedenen Förderinstrumente für kleine und mittlere Unternehmen (KMU) auf nationaler und regionaler Ebene, um deren Innovationsfähigkeit zu stärken.
- Analyse der Notwendigkeit staatlicher Innovationsförderung aufgrund von Marktversagen und hohen Investitionsrisiken.
- Detaillierte Vorstellung der wichtigsten Fördermaßnahmen des Bundes, wie der High-Tech-Strategie und dem ERP-Innovationsprogramm.
- Untersuchung regionaler Förderansätze, insbesondere am Beispiel von Programmen in Niedersachsen.
- Kritische Würdigung der Effizienz der aktuellen Förderlandschaft und der Koordination zwischen den verschiedenen staatlichen Ebenen.
Auszug aus dem Buch
4.1.1 High-Tech-Strategie
Die Mitte 2006 verabschiedete "Hightech-Strategie für Deutschland" umfasst alle innovations- und technologiepolitischen Maßnahmen der Bundesregierung in der laufenden Legislaturperiode. Dabei wurden erstmalig alle Fördermaßnahmen und Aktivitäten zur Verbesserung der Rahmenbedingungen zu einer Innovationspolitik verknüpft. Für neue Maßnahmen stehen im Zeitraum 2006 bis 2009 sechs Mrd. € zusätzlich zur Verfügung; insgesamt stellt die Bundesregierung im Bereich der Technologie- und Innovationspolitik bis 2009 etwa 15 Mrd. € bereit. Hinzu kommen weitere 14 Mrd. € für die institutionelle Förderung der Hochschulen und Forschungseinrichtungen. Mit der Hightech-Strategie legt die Bundesregierung Ziele für 17 Zukunftsfelder fest, die als arbeitsplatz- und wohlstandsrelevant angesehen werden. Für jedes Feld gibt es einen klaren "Fahrplan" von Initiativen, der die Forschungsförderung und das intelligente Setzen von Rahmenbedingungen im Zusammenhang darstellt. Innerhalb der 17 Felder fokussiert sich die Hightech-Strategie auf Bereiche von herausragendem nationalen Interesse und wirtschaftlichem bzw. wissenschaftlichem Potenzial.
Zusammenfassung der Kapitel
1 Einleitung: Die Einleitung bettet die Innovationsförderung in den Rahmen der europäischen Lissabon-Strategie ein und legt den Fokus auf die deutsche Förderpolitik für KMU.
2 Notwendigkeit der staatlichen Innovationsförderung: Das Kapitel begründet den staatlichen Eingriff durch Faktoren wie hohe Fixkosten, externe Effekte und risikoaverses Kapitalgeberverhalten.
3 Innovation: Es erfolgt eine Definition des Innovationsbegriffs basierend auf dem Grünbuch der EU sowie eine Eingrenzung der Zielgruppen für Förderungen.
4 Arten der Innovationsförderung: Dieses umfangreiche Kapitel detailliert die verschiedenen direkten und indirekten Förderinstrumente von Bund und Ländern.
5 Fazit und kritische Würdigung: Die Autorin resümiert die aktuelle Förderlandschaft, bemängelt die Unübersichtlichkeit und gibt Handlungsempfehlungen für eine effektivere Unterstützung von KMU.
Schlüsselwörter
Innovationsförderung, Lissabon-Strategie, High-Tech-Strategie, KMU, Forschungsförderung, Technologietransfer, Pro Inno, ERP-Innovationsprogramm, InnoNet, Clusterwettbewerb, staatliche Zuschüsse, Forschungsprämie, Wettbewerbsfähigkeit, Innovationsmanagement, Wirtschaftsförderung.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit analysiert, wie der deutsche Staat Unternehmen, insbesondere kleine und mittlere Betriebe (KMU), bei der Entwicklung und Umsetzung von Innovationen unterstützt.
Was sind die zentralen Themenfelder der Arbeit?
Die zentralen Felder umfassen die Innovationspolitik der Bundesregierung, die verschiedenen Finanzierungsinstrumente (Zuschüsse, Darlehen) sowie die regionale und nationale Förderstruktur.
Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?
Das Ziel ist es, einen strukturierten Überblick über die komplexen Förderlandschaften zu geben und zu prüfen, inwieweit diese die Wettbewerbsfähigkeit von KMU tatsächlich fördern.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Die Autorin nutzt eine Literatur- und Sekundärdatenanalyse, um die staatlichen Förderprogramme darzustellen und kritisch zu hinterfragen.
Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische Herleitung der Fördernotwendigkeit und eine detaillierte Auflistung spezifischer Programme wie der High-Tech-Strategie oder der EU-Strukturfondsförderung.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Wichtige Begriffe sind Innovationsförderung, KMU, High-Tech-Strategie, Forschungsprämie und der Abbau von Innovationshemmnissen.
Warum wird die "High-Tech-Strategie" so hervorgehoben?
Sie gilt als das zentrale Dachkonzept der Bundesregierung, das erstmals verschiedene Fördermaßnahmen verknüpft und eine klare Strategie für 17 Zukunftsfelder vorgibt.
Welche Kritik übt die Autorin am aktuellen Fördersystem?
Sie kritisiert insbesondere die Unübersichtlichkeit des "Förderdschungels" und das Fehlen eines effizienten Koordinationsmechanismus für die Forschungsförderung auf Länderebene.
- Quote paper
- Carolin Sauer (Author), 2008, Staatliche Innovationsförderung, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/112206