1) Definition von Beobachtung:
Um ein besseres Verständnis hinsichtlich der Spielbeobachtung im Hallenhandball entwickeln zu können, ist es sinnvoll mit einer allgemeinen Definition von Beobachtung zu beginnen.
Nach GRAUMANN, 1973 ist Beobachtung „die absichtliche, aufmerksam-selektive Art des Wahrnehmens, die ganz bestimmte Aspekte auf Kosten der Bestimmtheit von anderen beachtet.[...]Gegenüber dem üblichen Wahrnehmen ist das beobachtende Verhalten planvoller, selektiver, von einer Suchhaltung bestimmt und von vornherein auf die Möglichkeit der Auswertung des Beobachteten im Sinne der übergreifenden Absicht gerichtet“.
2) Leitfragen zur Spielbeobachtung (nach TROSSE, 1990):
Wenn eine systematische Spielbeobachtung durchgeführt werden soll, können die folgenden Leitfragen im Vorfeld der Beobachtung als Orientierungshilfe genutzt werden.
• Wer soll beobachten ?
• Was soll beobachtet werden ?
• Wie viel Erfahrung sollte der Beobachter einbringen, um konstruktiv arbeiten zu können ?
• Welche Ergebnisse sind wichtig ?
• Was sollen die Ergebnisse im Hinblick auf die Trainingsplanung und den Wettkampf aussagen?
• Sind die gewünschten Ergebnisse aus dem Bogen herauslesbar ?
Inhaltsverzeichnis
1) Definition von Beobachtung
2) Leitfragen zur Spielbeobachtung
3) Ziele der Spielbeobachtung
4) Beobachtungsarten
5) Vorteile der Spielbeobachtung
6) Formen der Spielbeobachtung
7) Aufzeichnungstechniken
8) Probleme der Spielbeobachtung
9) Items zur Spielbeobachtung
Zielsetzung und Themen
Diese Arbeit befasst sich mit der systematischen Spielbeobachtung im Hallenhandball als Instrument zur Leistungsanalyse und Trainingssteuerung. Das primäre Ziel ist es, Methoden und Kriterien aufzuzeigen, mit denen sportliche Leistungen von Mannschaften und Einzelspielern objektiv erfasst, bewertet und für die Optimierung des Trainings genutzt werden können.
- Grundlagen und Definition der Beobachtung im Sport
- Einsatzmöglichkeiten und Ziele der Spielbeobachtung
- Kategorisierung und Formen der Beobachtungsarten
- Methodik der Aufzeichnungstechniken
- Praktische Anwendung von Beobachtungsbögen (nach Trosse)
Auszug aus dem Buch
1) Definition von Beobachtung:
Um ein besseres Verständnis hinsichtlich der Spielbeobachtung im Hallenhandball entwickeln zu können, ist es sinnvoll mit einer allgemeinen Definition von Beobachtung zu beginnen. Nach GRAUMANN, 1973 ist Beobachtung „die absichtliche, aufmerksam-selektive Art des Wahrnehmens, die ganz bestimmte Aspekte auf Kosten der Bestimmtheit von anderen beachtet.[...]Gegenüber dem üblichen Wahrnehmen ist das beobachtende Verhalten planvoller, selektiver, von einer Suchhaltung bestimmt und von vornherein auf die Möglichkeit der Auswertung des Beobachteten im Sinne der übergreifenden Absicht gerichtet“.
Zusammenfassung der Kapitel
1) Definition von Beobachtung: Dieses Kapitel liefert eine theoretische Grundlage, indem es Beobachtung als zielgerichteten, selektiven Wahrnehmungsprozess definiert.
2) Leitfragen zur Spielbeobachtung: Hier werden zentrale Fragen vorgestellt, die vor einer systematischen Beobachtung geklärt werden müssen, um den Fokus der Analyse zu schärfen.
3) Ziele der Spielbeobachtung: Das Kapitel erläutert, wie Beobachtungen zur objektiven Leistungsbeurteilung und als Basis für eine wissenschaftlich fundierte Trainingsplanung dienen.
4) Beobachtungsarten: Eine Übersicht über verschiedene methodische Ansätze, wie etwa systematische gegenüber unsystematischer oder offener gegenüber verdeckter Beobachtung.
5) Vorteile der Spielbeobachtung: Dieser Abschnitt hebt die Wirtschaftlichkeit und den hohen Nutzwert von Spielbeobachtungsbögen für unterschiedliche Leistungs- und Altersklassen hervor.
6) Formen der Spielbeobachtung: Hier wird zwischen der unsystematischen freien Beobachtung und der systematischen, kategorienbasierten Spielanalyse differenziert.
7) Aufzeichnungstechniken: Eine Auflistung gängiger Methoden zur Erfassung von Spieldaten, von der manuellen bis zur computergestützten Technik.
8) Probleme der Spielbeobachtung: Das Kapitel thematisiert Herausforderungen wie die Subjektivität der Beobachter und die Schwierigkeit, schnelle Spielsituationen valide zu erfassen.
9) Items zur Spielbeobachtung: Anhand des Modells von H.D. Trosse wird konkret dargestellt, wie ein Beobachtungsbogen für Spielverlauf, Abwehr und Angriff aufgebaut sein kann.
Schlüsselwörter
Spielbeobachtung, Hallenhandball, Trainingsplanung, Leistungsbeurteilung, Beobachtungsbogen, systematische Beobachtung, Spielanalyse, Trosse, Abwehrfehler, Angriffsverhalten, Trainingssteuerung, Aufzeichnungstechniken, Objektivität, Sportwissenschaft
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in der vorliegenden Arbeit grundlegend?
Die Arbeit beschäftigt sich mit der systematischen Spielbeobachtung im Handball als Instrument zur Leistungsdiagnose und Trainingsoptimierung.
Welche zentralen Themenfelder werden behandelt?
Im Fokus stehen die theoretische Fundierung der Beobachtung, die verschiedenen Beobachtungsmethoden, deren Vorteile sowie die praktische Anwendung von Erfassungsbögen.
Was ist das primäre Ziel der Spielbeobachtung?
Das Hauptziel ist die objektive Leistungsanalyse von Spielern und Mannschaften, um daraus wissenschaftlich fundierte Maßnahmen für die Trainingsplanung abzuleiten.
Welche wissenschaftliche Methode wird zur Spielbeobachtung verwendet?
Die Arbeit stellt vorwiegend systematisierte Beobachtungsverfahren vor, bei denen das Spielgeschehen nach vorab definierten Kriterien und Kategorien erfasst wird.
Was wird im Hauptteil der Arbeit detailliert dargestellt?
Der Hauptteil gliedert sich in methodische Aspekte der Beobachtungsarten sowie die konkrete Anwendung eines Beobachtungsinstruments nach H.D. Trosse.
Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren diese Arbeit?
Wichtige Begriffe sind Spielbeobachtung, Beobachtungsbogen, Leistungsbeurteilung, Trainingssteuerung und Analyse des Angriffs- bzw. Abwehrverhaltens.
Welche Bedeutung hat die Erfahrung des Beobachters für die Datenqualität?
Die Arbeit betont, dass Erfahrung und Schulung des Beobachters entscheidend sind, insbesondere in höheren Spielklassen, um valide und reliable Ergebnisse zu erzielen.
Wie kann die Subjektivität des Beobachters minimiert werden?
Durch die Nutzung präzise konzipierter Beobachtungsbögen mit klar definierten Items soll erreicht werden, dass verschiedene Auswerter bei gleicher Situation zum selben Ergebnis kommen.
Welche praktischen Hilfsmittel werden für die Analyse genannt?
Neben einfachen Beobachtungsbögen werden Video-Aufzeichnungen, Diktiergeräte und computergestützte Analysesysteme erwähnt.
- Citation du texte
- M.A. Timm Knodel (Auteur), 2002, Spielbeobachtung im Hallenhandball, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/11224