Die Arbeit basiert auf den Ansätzen der Prozesskostenrechnung und der Geschäftsprozessmodellierung. Ziel dieser Arbeit ist, die Anknüpfungspunkte und die Integrationspotentiale der Prozesskostenrechnung und Geschäftsprozessmodellierung aufzudecken. Ferner werden die Zusammenführungen der beiden Ansätze analysiert und einige Grundgedanken zum möglichen Einsatz im IT-Controlling kritisch reflektiert.
Inhaltsverzeichnis
1 EINLEITUNG UND MOTIVATION
2 PROZESSKOSTENRECHNUNG
2.1 ENTSTEHUNG DER PROZESSKOSTENRECHNUNG
2.2 GRUNDLAGEN UND ZIELE DER PROZESSKOSTENRECHNUNG
2.3 AUFBAU DER PROZESSKOSTENRECHNUNG
2.3.1 Tätigkeitsanalyse
2.3.2 Teilprozessanalyse
2.3.3 Hauptprozessanalyse
2.4 KRITISCHE BETRACHTUNG DER PROZESSKOSTENRECHNUNG UND ANFORDERUNGEN IM IT-CONTROLLING
3 GESCHÄFTSPROZESSMODELLIERUNG
3.1 GRUNDLAGEN VON GESCHÄFTSPROZESSEN
3.2 GRUNDLAGEN UND ZIELE DER GESCHÄFTSPROZESSMODELLIERUNG
3.3 KRITISCHE WÜRDIGUNG DER GESCHÄFTSPROZESSMODELLIERUNG
4 NUTZUNGSPOTENZIALE VON GESCHÄFTSPROZESSMODELLEN UND PROZESSKOSTENRECHNUNG
4.1 IDENTIFIZIERUNG VON ANKNÜPFUNGSPUNKTEN UND INTEGRATIONSPOTENZIALE
4.2 VERKNÜPFUNG DER ANSÄTZE UND ANWENDUNG IM IT-CONTROLLING
5 ZUSAMMENFASSUNG DER GEWONNENEN ERKENNTNISSE
Zielsetzung & Themen
Die Arbeit untersucht die Synergien zwischen Prozesskostenrechnung und Geschäftsprozessmodellierung, um eine verursachungsgerechte Kostenverrechnung und verbesserte Steuerungsmöglichkeiten insbesondere in IT-Abteilungen zu ermöglichen.
- Prozessorientierte Kostenrechnungsmethoden (ABC)
- Methodik der Geschäftsprozessmodellierung
- Integrationsmöglichkeiten beider Ansätze für das IT-Controlling
- Identifikation und Bewertung von Prozesskostenpotenzialen
Auszug aus dem Buch
2.3.1 Tätigkeitsanalyse
Das Hauptziel der Analyse ist es, eine Prozessstruktur bzw. eine Prozesshierarchie zu entwickeln. Begonnen wird zu diesem Zweck mit einer kostenstellenbezogenen Tätigkeitsanalyse (Braun 2007, S. 50). Zuerst werden alle betroffenen Kostenstellen tiefgehend analysiert. Diese umfassende Analyse der Arbeitsinhalte und Arbeitsabläufe kann mit Hilfe von Beobachtungsverfahren, Selbstaufschreibungen, Multimomentanaufnahmen oder Interviews erreicht werden. Abhängig von dem Volumen des Analysevorhabens kann es sinnvoll sein eine Datenbank aufzubauen, um diese Datenmengen bewältigen zu können (Walter und Wünsche 2005, S. 301). Ziel der Aktivitätsanalyse ist es festzustellen, was genau in den einzelnen Kostenstellen geschieht. Als Output der Analyse erhält man die Tätigkeiten (Aktivitäten), die in einer Kostenstelle ausgeführt werden (Deimel et al. 2006, S. 336). Diese Aktivitäten bilden die unterste Ebene in der Prozesshierarchie und können nicht weiter untergliedert werden (Braun 2007, S. 54).
Zusammenfassung der Kapitel
1 EINLEITUNG UND MOTIVATION: Diese Einleitung beleuchtet die Relevanz der Prozessorientierung in Unternehmen und begründet den Bedarf einer verursachungsgerechten Verrechnung von Gemeinkosten in der IT.
2 PROZESSKOSTENRECHNUNG: Das Kapitel erläutert Ursprung, Zielsetzung, Aufbau und die kritische Würdigung der Prozesskostenrechnung als Controlling-Instrument.
3 GESCHÄFTSPROZESSMODELLIERUNG: Hier werden die theoretischen Grundlagen von Geschäftsprozessen sowie die Ziele und Herausforderungen der Geschäftsprozessmodellierung dargestellt.
4 NUTZUNGSPOTENZIALE VON GESCHÄFTSPROZESSMODELLEN UND PROZESSKOSTENRECHNUNG: Dieses Kapitel verknüpft beide methodischen Ansätze und diskutiert deren gemeinsame Anwendung zur Optimierung im IT-Controlling.
5 ZUSAMMENFASSUNG DER GEWONNENEN ERKENNTNISSE: Es erfolgt eine Zusammenführung der Ergebnisse, die verdeutlicht, wie durch die Kombination beider Ansätze das IT-Controlling effizienter gestaltet werden kann.
Schlüsselwörter
Prozesskostenrechnung, Geschäftsprozessmodellierung, IT-Controlling, Gemeinkosten, Kostentreiber, Prozessorientierung, Tätigkeitsanalyse, Teilprozessanalyse, Hauptprozessanalyse, Wirtschaftlichkeit, Prozesskosten, Kostentransparenz, Business Process Management, Prozesshierarchie
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit analysiert die theoretischen Grundlagen und praktischen Anwendungsmöglichkeiten der Prozesskostenrechnung und Geschäftsprozessmodellierung, um deren Integrationspotenziale für ein effektives Controlling aufzuzeigen.
Welche zentralen Themenfelder werden behandelt?
Die zentralen Felder sind das Prozessmanagement, die Kostenstellenanalyse, die Ermittlung von Kostentreibern sowie die methodische Verknüpfung von Prozessmodellen mit kostenrechnerischen Daten.
Was ist das primäre Ziel der Forschungsarbeit?
Das Hauptziel ist es, die Anknüpfungspunkte zwischen Prozesskostenrechnung und Geschäftsprozessmodellierung aufzudecken, um insbesondere in indirekten Bereichen wie der IT eine verursachungsgerechtere Kostenverrechnung zu ermöglichen.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Es handelt sich um eine theoretische Arbeit, die auf einer umfassenden Literaturanalyse und der vergleichenden Gegenüberstellung von bestehenden Kostenrechnungsverfahren und Modellierungskonzepten basiert.
Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in die detaillierte Darstellung der Prozesskostenrechnung, der Geschäftsprozessmodellierung sowie deren theoretische und praktische Integration im Kontext des IT-Controllings.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Wichtige Begriffe sind Prozesskostenrechnung, IT-Controlling, Geschäftsprozessmodellierung, Kostentreiber und Prozessorientierung.
Warum ist die Prozesskostenrechnung gerade für die IT relevant?
Da IT-Abteilungen überwiegend hohe Gemeinkosten verursachen, bietet die Prozesskostenrechnung die Möglichkeit, diese Kosten durch eine Analyse der zugrunde liegenden IT-Prozesse verursachungsgerecht zuzuordnen.
Welche Herausforderungen bestehen bei der Einführung?
Die Einführung erfordert einen hohen Arbeitsaufwand zur Identifikation geeigneter Kostentreiber und stellt hohe Anforderungen an die Mitarbeiter, weshalb sie methodisch sorgfältig vorbereitet werden muss.
Wie unterstützen Prozessmodelle die Kostenrechnung?
Prozessmodelle bieten eine grafische Grundlage, die es ermöglicht, Tätigkeiten und Abläufe zu strukturieren und diese mit den für die Prozesskostenrechnung notwendigen Kostengrößen und Attributen zu verknüpfen.
Welche Rolle spielt die "Prozessverdichtung"?
Die Prozessverdichtung ermöglicht es, logisch zusammenhängende Teilprozesse zu Hauptprozessen zusammenzufassen, um die Kostenstruktur übersichtlicher zu gestalten und die Komplexität der Datenanalyse zu reduzieren.
- Citation du texte
- Laszlo Juhasz (Auteur), 2008, Geschäftsprozessmodellierung und Prozesskostenrechnung, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/112351