Grin logo
de en es fr
Shop
GRIN Website
Publish your texts - enjoy our full service for authors
Go to shop › Theology - Biblical Theology

Das Verständnis der Liebe in den Johannesbriefen

Title: Das Verständnis der Liebe in den Johannesbriefen

Term Paper (Advanced seminar) , 2003 , 38 Pages , Grade: 2

Autor:in: Diplom Theologe Sascha Ralf-Herbert Pracher (Author)

Theology - Biblical Theology
Excerpt & Details   Look inside the ebook
Summary Excerpt Details

Die vorliegende Arbeit beschäftigt sich mit dem Thema Liebe
in den Johannesbriefen. Der Plural "Johannesbriefe" weist schon darauf hin, dass es sich hierbei um mehrere Johannesbriefe handeln muss. Die in der Arbeit zugrunde gelegten Briefe sind die drei Johannesbriefe, die in den Kanon der Bibel aufgenommen wurden. Seit Euseb werden die Johannesbriefe, der Jakobusbrief, der Judasbrief und die beiden Petrusbriefe mit dem Terminus "katholische Briefe" bezeichnet. Katholisch werden diese Briefe genannt, da sie sich nicht wie die anderen Briefe an bestimmte Gemeinden wenden, sondern "an die gesamte Christenheit"; beispielhaft für bestimmte Gemeinden nenne ich hier nur den Römerbrief und der Galaterbrief.
Für mich stellt sich an dieser Stelle die Frage, ob damit das Thema der Liebe automatisch auf die katholischen Briefe ausgeweitet ist, oder hierbei die anderen katholischen Briefe ausser Acht gelassen werden können? Nach meiner Einschätzung ist eine Betrachtung der Liebe in Hinblick auf die anderen Katholischen Briefe nicht angebracht, da die Forschung in der jüngeren Zeit davon abgekommen ist, die Johannesbriefe im Kontext der katholischen Briefe zu behandeln. Die jüngere Forschung geht mehr und mehr in die Richtung, dass die Johannesbriefe in Verbindung mit der johanneischen Schule behandelt werden, zu der das Johannesevangelium und die Johannesbriefe gehören. Dass diese Schriften einer Schule zuzuschreiben sind, ist relativer Konsens. Im Gegensatz dazu steht die Apokalypse.
Aus diesen Erwägungen heraus habe ich mich dazu entschlossen, dass ich in meiner Arbeit zum Thema der Liebe in den Johannesbriefen die johanneische Schule, also das Johannesevangelium, eher in Betracht ziehen werde, als die katholischen Briefe.
Der Tenor dieser Arbeit ist das Thema Liebe, wobei ich mich dabei nicht nur auf die Sicht der Liebe beschränken werde, da Liebe zugleich auch den Gegenpol des Hasses in sich birgt. Einige Fragen werden mich dabei begleiten:
- Was macht Liebe in den Johannesbriefen aus?
- Wie sieht der Kontrast, sofern es einen Kontrast gibt, zu der
Liebe aus?
- Handelt es sich um gegenseitige Liebe?
- Was bewirkt die Liebe und wie ist diese Liebe erreichbar?
- Gibt es qualitativ unterschiedliche Liebe?

Excerpt


Gliederung

Einleitung

1. Die Formen der Anrede in den Johannesbriefen

1.1. Das Verbaladjektiv „ἀγαπητός“

1.1.1. Das Verbaladjektiv „ἀγαπητός“ in dem 1. Johannesbrief

1.1.2. Das Verbaladjektiv „ἀγαπητός“ in dem 3. Johannesbrief

1.1.3. Ergebnis der Untersuchung des Verbaladjektives „ἀγαπητός“ in den Johannesbriefen

1.2. Das Nomen „ἀγάπη“ in den Johannesbriefen

1.2.1. Das Nomen „ἀγάπη“ im 1. Johannesbrief

1.2.2. Das Nomen „ἀγάπη“ im 2. Johannesbrief

1.2.3. Das Nomen „ἀγάπη“ im 3. Johannesbrief

1.3. Das Verb „ἀγαπάω“

1.3.1. Das Verb „ἀγαπάω“ im 1. Johannesbrief

1.3.2. Das Verb „ἀγαπάω“ im 2. Johannesbrief

1.3.3. Das Verb „ἀγαπάω“ im 3. Johannesbrief

1.4. Nächstenliebe als vorgegebenes Gebot, oder Nächstenliebe als Konsequenz der Liebe Gottes

1.5. Ergebnis

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Seminararbeit untersucht das Verständnis der Liebe innerhalb der Johannesbriefe, wobei sie diese in den Kontext der johanneischen Schule (inklusive des Johannesevangeliums) stellt. Zentral ist dabei die Frage, wie sich die Liebe definiert, welche Rolle der Kontrast zum Hass spielt und wie Liebe innerhalb der christlichen Gemeinschaft erreicht und gelebt werden kann.

  • Analyse der verschiedenen Anredeformen in den drei Johannesbriefen.
  • Untersuchung des Verhältnisses von Liebe zu Gott, Nächstenliebe und Bruderliebe.
  • Deutung der Liebe als Gebot und deren Zusammenhang mit dem Halten der Gebote.
  • Erörterung der Bedeutung von „Wahrheit“ in Verbindung mit dem Liebesbegriff.
  • Differenzierung der Liebe zwischen dem Verfasser und den Adressaten sowie dem göttlichen Ursprung der Liebe.

Auszug aus dem Buch

1.1.3. Ergebnis der Untersuchung des Verbaladjektives „ἀγαπητός“ in den Johannesbriefen

Die Untersuchung des Verbaladjektives „ἀγαπητός“ hat ergeben, dass das Verbaladjektiv in unterschiedlichen Funktionen eingesetzt wird. Den Briefen ist gemeinsam, dass beide bei der Anrede die Funktion des gliedernden Elementes in sich tragen. Die Anrede steht hierbei immer an thematischen Einschnitten bzw. an Unterbrechungen, bei denen noch einmal neu eingesetzt wird. Eine weitere Gemeinsamkeit hat sich darin gezeigt, dass in den beiden Briefen die Anrede „ἀγαπητός“ ein persönliches Verhältnis zu dem Adressaten ausdrückt.

Der 1. Johannesbrief geht über diese zwei Funktionen jedoch noch hinaus. Im gesamten 1. Johannesbrief war eine theozentrische Ausrichtung festzustellen. Mit der Anrede schwingt daher eine theologische Dimension mit: Die Geliebtheit durch Gott. Die Anrede „ἀγαπητός“ hat somit im 1. Johannesbrief zwei Perspektiven; die erste Perspektive des Verfassers und dessen Liebe zu den Adressaten und zweitens die Perspektive der Menschen, die sich als Adressaten als von Gott geliebt verstehen dürfen.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Die Formen der Anrede in den Johannesbriefen: Dieses Kapitel bietet eine Übersicht über die vielfältigen Anredeformen in den Johannesbriefen, wobei der Fokus besonders auf dem Verbaladjektiv „ἀγαπητός“ liegt, dessen Funktion als gliederndes Element und Ausdruck eines theologischen Verhältnisses untersucht wird.

1.1. Das Verbaladjektiv „ἀγαπητός“: Hier wird die Verwendung des Verbaladjektivs im 1. und 3. Johannesbrief analysiert, wobei zwischen einer gliedernden Funktion im Text und der Zusage des Geliebtseins unterschieden wird.

1.2. Das Nomen „ἀγάπη“ in den Johannesbriefen: Dieser Abschnitt behandelt die Bedeutung und Häufigkeit des Nomens „ἀγάπη“ sowie dessen Verbindung mit dem Begriff der Wahrheit, insbesondere im Hinblick auf Gottesliebe und Bruderliebe.

1.3. Das Verb „ἀγαπάω“: Das Kapitel untersucht die Verwendung des Verbs „lieben“ (ἀγαπάω) und zeigt auf, dass es in den Briefen primär den Gehorsam gegenüber Gottes Geboten und die Praxis der Bruderliebe bezeichnet.

1.4. Nächstenliebe als vorgegebenes Gebot, oder Nächstenliebe als Konsequenz der Liebe Gottes: Dieser Teil erörtert, ob Nächstenliebe nur eine Pflichtübung darstellt oder aus dem Glauben und der Liebe Gottes resultiert, wobei die Bruderliebe als Gradmesser für den Glauben fungiert.

1.5. Ergebnis: Das abschließende Kapitel fasst die wesentlichen Erkenntnisse zusammen: Liebe ist begründet in der Liebe Gottes, steht im Zusammenhang mit der Bruderliebe und zeigt sich im praktischen Handeln innerhalb der Gemeinde.

Schlüsselwörter

Johannesbriefe, Liebe, Agape, Gottesliebe, Bruderliebe, Nächstenliebe, Gebot, Wahrheit, Glauben, Theozentrik, Gemeinde, Briefanrede, Offenbarung, Christentum, Hermeneutik.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der Arbeit grundlegend?

Die Arbeit beschäftigt sich mit der Bedeutung des Liebesbegriffs in den drei Johannesbriefen des Neuen Testaments.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die zentralen Felder sind die Analyse der Anredeformen, das Verständnis der göttlichen Liebe im Vergleich zur Bruderliebe sowie die Verbindung von Liebe, Wahrheit und Gehorsam gegenüber den Geboten.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Das Ziel ist es, das theologische Verständnis der Liebe in den Johannesbriefen zu klären und aufzuzeigen, wie Liebe als Handlungsanweisung und Glaubensfundament zu verstehen ist.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit stützt sich primär auf die exegetische Analyse der griechischen Originalbegriffe (wie ἀγαπητός, ἀγάπη, ἀγαπάω) und deren Kontextualisierung durch verschiedene neutestamentliche Kommentare.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil analysiert detailliert die Anredeformen, das Nomen der Liebe, das Verb „lieben“, die Bedeutung der Nächstenliebe sowie die Verschränkung von Liebe und Wahrheit.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind Liebe, Agape, Bruderliebe, Wahrheit, Gottesliebe, Gebotserfüllung und die johanneische Schule.

Inwiefern unterscheidet sich die Bruderliebe von der Nächstenliebe?

Der Autor argumentiert, dass Bruderliebe in den Johannesbriefen spezifisch das Leben innerhalb der christlichen Gemeinde meint, während das synoptische Gebot der Nächstenliebe methodisch davon zu unterscheiden ist.

Wird Liebe in den Johannesbriefen als Gefühl verstanden?

Nein, die Arbeit kommt zu dem Ergebnis, dass Liebe im johanneischen Sinn kein bloßes Gefühl ist, sondern sich im konkreten Handeln, Gehorsam gegenüber Gottes Geboten und in der Bruderliebe manifestiert.

Excerpt out of 38 pages  - scroll top

Details

Title
Das Verständnis der Liebe in den Johannesbriefen
College
Johannes Gutenberg University Mainz
Grade
2
Author
Diplom Theologe Sascha Ralf-Herbert Pracher (Author)
Publication Year
2003
Pages
38
Catalog Number
V112446
ISBN (eBook)
9783640149964
ISBN (Book)
9783640150328
Language
German
Tags
Verständnis Liebe Johannesbriefen Liebesgebot Nächstenliebe Gott ist Liebe Johannesbrief Liebe Gottes Gottesliebe Geliebte Johanneische Theologie johanneische Schriften
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Diplom Theologe Sascha Ralf-Herbert Pracher (Author), 2003, Das Verständnis der Liebe in den Johannesbriefen, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/112446
Look inside the ebook
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
Excerpt from  38  pages
Grin logo
  • Grin.com
  • Shipping
  • Contact
  • Privacy
  • Terms
  • Imprint