The present investigation deals with the phenomenon of the increasing internationalization by Social Entrepreneurs. This new manifestation will be analyzed from a network-theoretical perspective to answer the question, to what extent single network aspects and network elements can describe and explain this development. To reach this purpose, the network actors and network structures of Social Entrepreneurs were identified by means of a simplified snowball procedure and were explained network-theoretically. It appeared with the fact that with the help of the network-theoretical figures in terms of “Strong and Weak Ties”, “Structural Holes” and “Gatekeepers” the internationalization trends by Social Entrepreneurs could be described and explained.
Inhaltsverzeichnis
1. Einleitung
2. Social Entrepreneurs
2.1. Begriff und Bedeutung
2.2. Schwierigkeiten und Widerstände
2.3. Internationalisierungstendenzen
3. Netzwerktheoretische Untersuchung der Internationalisierung von Social Entrepreneurs
3.1. Netzwerkanalyse und -abgrenzung
3.2. Darstellung der Netzwerkakteure
3.3. Netzwerktheoretische Fundierung
4. Abschließende Bemerkungen zur behandelten Thematik
Zielsetzung & Themen
Die vorliegende Arbeit zielt darauf ab, die zunehmende Internationalisierung von Social Entrepreneurs (SE) aus einer netzwerktheoretischen Perspektive zu erklären. Dabei wird untersucht, inwiefern spezifische Netzwerkstrukturen und -akteure als Treiber für diese globale Expansion fungieren und welche Rolle dabei Konzepte wie "Strong and Weak Ties" sowie "Gatekeepers" spielen.
- Analyse des Phänomens Social Entrepreneurship und deren Internationalisierungstendenzen
- Netzwerkanalyse von Social Entrepreneurs mittels eines simplifizierten Schneeballverfahrens
- Identifikation wesentlicher Netzwerkcluster und deren Beitrag zur Ressourcenbeschaffung
- Netzwerktheoretische Fundierung durch "Strong and Weak Ties" und "Structural Holes"
- Untersuchung der Gatekeeper-Funktion von unterstützenden Organisationen
Auszug aus dem Buch
3.3. Netzwerktheoretische Fundierung
Für das Zustandekommen und Funktionieren des in dieser Untersuchung betrachteten Netzwerks von SE bildet die Erwartung der einzelnen Netzwerkakteure bzgl. des reziproken Tausches eine fundamentale Voraussetzung. Es leuchtet unmittelbar ein, dass Netzwerke ohne diese Erwartung weder entwicklungs- noch überlebensfähig sind, da die Motivation eines Akteurs, Informationen oder Ressourcen in ein bestehendes Netzwerk hineinzugeben, ohne dabei eine etwaige Gegenleistung erwarten zu dürfen, unmittelbar auf ein Minimum reduziert wäre. Dieser Umstand wird vor allem dadurch begründet, dass soziale Beziehungen grundsätzlich nach Gleichgewicht streben. Vor allem im Kontext eines internationalen Austauschs nimmt dieser Aspekt eine tragende Rolle ein, da internationale Austauschbeziehungen ein hohes Maß an Risiko bereithalten, welches abgegolten werden muss.
In dem hier betrachteten Netzwerk von SE kann jedoch eine zufriedenstellende Ausprägung an Reziprozität konstatiert werden, wobei dies mehr auf den spezifischen Kontext dieser und weniger auf die rationale Situationseinschätzung der jeweiligen Akteure zurückzuführen ist. So ist festzustellen, dass durch den Handlungsrahmen und die Orientierung von SE primär auf soziale Ziele eine stabile Vertrauensbasis im Netzwerk vorliegt. Aufgrund der Tatsache, dass SE eine soziale Wirkung erreichen wollen und eine Unterstützung dieser einen wertvollen Beitrag zu ihrer Zielsetzung liefert, werden sämtliche Austauschprozesse der Netzwerkakteure mit dem SE und vice versa als gleichwertig empfunden. Erst durch die weitgehende Erfüllung dieser Reziprozitätserwartung konnten sich einzelne Beziehungen und schließlich ein umfassendes Netzwerk etablieren.
Zusammenfassung der Kapitel
1. Einleitung: Die Einleitung führt in das wachsende Phänomen der Social Entrepreneurs ein und begründet das Forschungsziel, deren internationale Expansion netzwerktheoretisch zu analysieren.
2. Social Entrepreneurs: Dieses Kapitel definiert den Begriff des Sozialunternehmers, erläutert die spezifischen Herausforderungen und Hindernisse bei ihrer Arbeit und diskutiert die beobachtbare Tendenz zur Internationalisierung.
3. Netzwerktheoretische Untersuchung der Internationalisierung von Social Entrepreneurs: Das Hauptkapitel identifiziert Netzwerkakteure mittels eines Schneeballverfahrens, stellt diese in Clustern dar und fundiert ihre Bedeutung durch netzwerktheoretische Konzepte wie "Strong and Weak Ties" sowie "Gatekeepers".
4. Abschließende Bemerkungen zur behandelten Thematik: Das Fazit fasst die Ergebnisse zusammen, wonach Netzwerkstrukturen maßgeblich zur Internationalisierung beitragen, betont jedoch die notwendige Ergänzung durch sozio-ökonomische und politische Rahmenbedingungen.
Schlüsselwörter
Social Entrepreneurs, Sozialunternehmer, Internationalisierung, Netzwerktheorie, Netzwerkanalyse, Strong Ties, Weak Ties, Structural Holes, Gatekeepers, Venture Philanthropy, Soziale Wirkung, Reziprozität, Ressourcenallokation, Soziale Innovation, Gemeinnützigkeit
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in der vorliegenden Arbeit?
Die Arbeit befasst sich mit der zunehmenden internationalen Ausbreitung von Social Entrepreneurs und untersucht, wie diese Entwicklung durch soziale Netzwerke gefördert wird.
Welche Themenfelder stehen im Zentrum?
Zentrale Themen sind die Definition von Sozialunternehmern, ihre Finanzierungsschwierigkeiten, die Rolle von strategischen Netzwerken und die netzwerktheoretische Erklärung ihrer globalen Aktivitäten.
Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?
Das Ziel ist es, die Internationalisierung von Social Entrepreneurs durch die Anwendung netzwerktheoretischer Figuren wie "Structural Holes" und "Gatekeepers" wissenschaftlich greifbar und erklärbar zu machen.
Welche wissenschaftliche Methode wird angewendet?
Der Autor nutzt eine netzwerktheoretische Untersuchungsmethode und identifiziert Netzwerkakteure und -strukturen mittels eines simplifizierten Schneeballverfahrens.
Was wird im Hauptteil behandelt?
Der Hauptteil widmet sich der Identifikation und Kategorisierung verschiedener Netzwerkcluster (z.B. Venture Philanthropy, Universitäten, Banken) und analysiert deren funktionalen Beitrag zum Erfolg und zur Internationalisierung von Sozialunternehmern.
Durch welche Schlüsselwörter lässt sich die Arbeit charakterisieren?
Wichtige Begriffe sind unter anderem Social Entrepreneurship, Netzwerktheorie, Strong/Weak Ties, Internationalisierung und Soziale Wirkung.
Welche Rolle spielen "Gatekeeper" im Netzwerk der Sozialunternehmer?
Gatekeeper wie große Stiftungen (z.B. Ashoka) kontrollieren den Zugang zu Informationen und Netzwerken, wodurch sie Sozialunternehmern helfen, Distanzen zu überbrücken und wertvolle Ressourcen effizienter zu erschließen.
Warum sind "Weak Ties" laut dem Autor für die Internationalisierung entscheidend?
Im Gegensatz zu "Strong Ties", die oft redundante Informationen im direkten Umfeld liefern, ermöglichen "Weak Ties" den Zugang zu neuen, exklusiven Informationen außerhalb des eigenen Umfeldes, was die Voraussetzung für eine erfolgreiche Expansion ins Ausland bildet.
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- Dipl. Betriebswirt (Univ.) Thomas Martin Fojcik (Author), 2008, Internationalisierung von Social Entrepreneurs - Eine netzwerktheoretische Untersuchung, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/112589