Grundlagen empirischer Sozialforschung

Quick-Votes, Spannweite, Spannenmitte, arithmetischer Mittelwert, Standardabweichung, Variationskoeffizient


Hausarbeit, 2007

12 Seiten, Note: 1,0


Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

1. Einführung

2. Aufgabe 1
Manchmal wird gefordert, die Auswertung der erhobenen Daten müsse von einem neutralen Dritten, nicht von dem Planer der Untersuchung, durchgeführt werden. Wie beurteilen Sie den Vorschlag?

3. Aufgabe 2
Im Internet wird häufig die Möglichkeit zum Abstimmen angeboten (sog. Quick-Vote). Wie sind derartige Abstimmungen aus der Sicht der empirischen Sozialforschung zu beurteilen?

4. Aufgabe 3
Es werden folgende Preise für 1 Glas (380 g) maltesische Ribixos beobachtet (in EUR): 1,99; 3,99; 2,99; 2,49; 3,49 Wie groß sind Spannweite, Spannenmitte, arithmetischer Mittelwert, Standardabweichung und der Variationskoeffizient?

5. Quellenverzeichnis

1. Einführung

Der Verfasser beschäftigt sich im Rahmen des Studiums „Master of Public Administration“ mit den an ihn gestellten Fragen im Wahlangebot „Grundlagen der empirischen Sozialforschung“.

In der ersten Frage beurteilt der Verfasser die Forderung nach einem unabhängigen Dritten, der die Auswertung erhobener Daten vornehmen soll.

In der zweiten Aufgabe werden die Online-Abstimmungen (Quick-Votes) aus der Sicht der empirischen Sozialforschung beurteilt.

In Aufgabe 3 führt der Verfasser anhand einer gestellten Aufgabe mathematische Statistikberechnungen durch.

2. Aufgabe 1

Manchmal wird gefordert, die Auswertung der erhobenen Daten müsse von einem neutralen Dritten, nicht von dem Planer der Untersuchung, durchgeführt werden. Wie beurteilen Sie den Vorschlag?

„Nachdem die Daten einer Untersuchung erhoben und aufgearbeitet wurden, müssen sie ausgewertet werden. Erst durch die Auswertung der erhobenen Daten sind Aussagen über die Annahme oder Verwerfung von Hypothesen möglich.“[1]

Die Auswertung ist der letzte Schritt des Ablaufs des Forschungsprozesses nach der Planung und der Durchführung. Die durch Befragung oder Beobachtung erhobenen Daten müssen nun ausgewertet werden. „Die Auswertung einer empirischen Untersuchung umfasst hauptsächlich drei Schritte: die (nachträgliche) Codierung der Ereignisse, die Datenverarbeitung, oft auch als „Datenaufbereitung“ bezeichnet, und die Interpretation.“[2]

Die Person oder Personen, die die Auswertung vornehmen, müssen zur Auswertung und Analyse der Daten nicht nur technisches Wissen vorweisen (Kenntnisse in mathematischen und statistischen Bereichen), sonder vor allem auch klare, inhaltliche und theoretische Vorstellungen haben. Bereits bei der Planung bestehen bestimmte, theoretische Vorstelllungen. Es wird festgelegt, auf welche Art und Weise gemessen wird (Operationalisierung = Messbarmachung), welche Erhebungsmethode und welches Erhebungsinstrument angewendet wird.

Die Operationalisierung hat eine große Bedeutung. Sie ist die Grundlage dafür, dass Experimente wiederholt werden können und wieder zu dem gleichen Ergebnis kommen. Erst dadurch kann eine Hypothese zuverlässig überprüft werden. Die Operationalisierung muss hierbei jedoch die drei Qualitätskriterien Objektivität, Reliabilität und Validität erfüllen. Durch Standardisierung, Normung der Schritte des Forschungsprozesses und Verwendung der stets selben Kriterien erfolgt eine Auswertung objektiv.

Fazit:

Vor der Auswertung der erhobenen Daten sollten Operationalisierung, Standardisierung und Normung festgelegt werden. Dadurch kommt es bei der Auswertung der erhobenen Daten nicht auf die Persönlichkeit der auswertenden Person an. Das Verfahren ist klar und eindeutig. Die eventuell vorhandene Subjektivität der auswertenden Person kann nicht mit eingebracht werden. Die Forderung, die Auswertung der erhobenen Daten müsse von einem neutralen Dritten, nicht von dem Planer der Untersuchung, durchgeführt werden, ist nicht gültig.

3. Aufgabe 2

Im Internet wird häufig die Möglichkeit zum Abstimmen angeboten (sog. Quick-Vote). Wie sind derartige Abstimmungen aus der Sicht der empirischen Sozialforschung zu beurteilen?

Im Internet sind häufig auf den verschiedensten Websites Online-Abstimmungen (Quick-Votes) zu finden. Mittlerweile existieren viele Unternehmen, die Websitebetreibern auf einfachste Art und Weise onlinebasierte Befragungen anbieten. Der Websitebetreiber hat dort die Möglichkeit, eigene Fragebögen zu erstellen und mittels HTML-, PHP-Code[3] oder anderer Programmiersprachen auf seiner Website einzubinden.[4]

„Mit dem Quick-Vote können Sie auf Ihrer Webseite die Meinung Ihrer Besucher einfangen. Hierbei handelt es sich um eine Umfrage mit genau einer Frage und mehreren Antwortmöglichkeiten.“[5]

Es sind im Handel auch zahlreiche Softwares erhältlich über die eine Einbindung selbst erstellter Fragebögen im Internet möglich ist.[6]

Aus der Sicht der empirischen Sozialforschung handelt es sich bei den Abstimmungen im Internet um schriftliche Befragungen, die online ausgeführt werden. Diese werden unter anderem wie folgt definiert: „Sozialwissenschaftliche Befragungen sind eine auf einer systematisch gesteuerten Kommunikation zwischen Personen beruhende Erhebungsmethode.“[7]

Wie schriftliche Befragungen sind die online durchgeführten Abstimmungen geplant und verfolgen meist ein wissenschaftliches Ziel. Sie sind einseitig, folgenlos für den Befragten und finden unter fremden Personen statt. Damit erfüllen die Online-Abstimmungen die Merkmale der schriftlichen Befragung.

[...]


[1] Dr. Schnell, Rainer: Methoden der empirischen Sozialforschung; 3. Aufl., München 1992, S. 445

[2] Friedrichs, Jürgen: Methoden empirischer Sozialforschung; 14. Aufl., Opladen 1980, S. 376

[3] HTML und PHP sind Programmiersprachen zum Erstellen von Websites. Mittels PHP lassen sich auch dynamische Websites und Webanwendungen erstellen. Daneben gibt es noch zahlreiche andere Programmiersprachen wie XML, Java, Flash u. a.

[4] Als Beispiel sei hier das Unternehmen amundis communications GmbH genannt, das eine solche Möglichkeit unter der Domain http://www.2ask.de Websitebetreibern anbietet.

[5] URL: http://www.webmaid.de/index.php?site=quickvote; Download vom 25.05.2007

[6] Auch hier seien einige Softwares genannt: confrmit von Firm, umfragecenter von Globalpark GmbH,

IRQuest von Interrogare oder Interviewer Web von VOXCO;

[7] Häder, Michael: Empirische Sozialforschung – Eine Einführung; 1. Aufl., Wiesbaden 2006, S. 185

Ende der Leseprobe aus 12 Seiten

Details

Titel
Grundlagen empirischer Sozialforschung
Untertitel
Quick-Votes, Spannweite, Spannenmitte, arithmetischer Mittelwert, Standardabweichung, Variationskoeffizient
Hochschule
Universität Kassel
Veranstaltung
MPA-Studiengang
Note
1,0
Autor
Jahr
2007
Seiten
12
Katalognummer
V112782
ISBN (eBook)
9783640122639
ISBN (Buch)
9783640123988
Dateigröße
399 KB
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Grundlagen, Sozialforschung, MPA-Studiengang
Arbeit zitieren
Marko Haselböck (Autor), 2007, Grundlagen empirischer Sozialforschung, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/112782

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