Der Verfasser beschäftigt sich im Rahmen des Studiums „Master of Public
Administration“ mit den an ihn gestellten Fragen im Wahlangebot „Grundlagen der
empirischen Sozialforschung“.
In der ersten Frage beurteilt der Verfasser die Forderung nach einem unabhängigen
Dritten, der die Auswertung erhobener Daten vornehmen soll.
In der zweiten Aufgabe werden die Online-Abstimmungen (Quick-Votes) aus der
Sicht der empirischen Sozialforschung beurteilt.
In Aufgabe 3 führt der Verfasser anhand einer gestellten Aufgabe mathematische
Statistikberechnungen durch.
Inhaltsverzeichnis
1. EINFÜHRUNG
2. AUFGABE 1
3. AUFGABE 2
4. AUFGABE 3
Zielsetzung & Themen
Die Arbeit befasst sich mit grundlegenden Fragestellungen der empirischen Sozialforschung. Ziel ist es, methodische Standards zu erläutern, den wissenschaftlichen Nutzen von Online-Umfragen kritisch zu bewerten und statistische Kennzahlen anhand praktischer Beispiele korrekt zu berechnen.
- Beurteilung der Objektivität bei der Datenauswertung durch Dritte.
- Kritische Analyse von Online-Abstimmungen (Quick-Votes) in der Sozialforschung.
- Durchführung statistischer Grundberechnungen (Mittelwert, Streuung).
- Bedeutung von Operationalisierung, Reliabilität und Validität.
Auszug aus dem Buch
2. Aufgabe 1
„Nachdem die Daten einer Untersuchung erhoben und aufgearbeitet wurden, müssen sie ausgewertet werden. Erst durch die Auswertung der erhobenen Daten sind Aussagen über die Annahme oder Verwerfung von Hypothesen möglich.“
Die Auswertung ist der letzte Schritt des Ablaufs des Forschungsprozesses nach der Planung und der Durchführung. Die durch Befragung oder Beobachtung erhobenen Daten müssen nun ausgewertet werden. „Die Auswertung einer empirischen Untersuchung umfasst hauptsächlich drei Schritte: die (nachträgliche) Codierung der Ereignisse, die Datenverarbeitung, oft auch als „Datenaufbereitung“ bezeichnet, und die Interpretation.“
Die Person oder Personen, die die Auswertung vornehmen, müssen zur Auswertung und Analyse der Daten nicht nur technisches Wissen vorweisen (Kenntnisse in mathematischen und statistischen Bereichen), sonder vor allem auch klare, inhaltliche und theoretische Vorstellungen haben. Bereits bei der Planung bestehen bestimmte, theoretische Vorstelllungen. Es wird festgelegt, auf welche Art und Weise gemessen wird (Operationalisierung = Messbarmachung), welche Erhebungsmethode und welches Erhebungsinstrument angewendet wird.
Die Operationalisierung hat eine große Bedeutung. Sie ist die Grundlage dafür, dass Experimente wiederholt werden können und wieder zu dem gleichen Ergebnis kommen. Erst dadurch kann eine Hypothese zuverlässig überprüft werden. Die Operationalisierung muss hierbei jedoch die drei Qualitätskriterien Objektivität, Reliabilität und Validität erfüllen. Durch Standardisierung, Normung der Schritte des Forschungsprozesses und Verwendung der stets selben Kriterien erfolgt eine Auswertung objektiv.
Zusammenfassung der Kapitel
1. EINFÜHRUNG: Der Verfasser erläutert die thematische Einbettung der Arbeit in das Modul „Grundlagen der empirischen Sozialforschung“ und gibt einen Überblick über die behandelten Aufgaben.
2. AUFGABE 1: Das Kapitel analysiert die Forderung nach einer neutralen Datenauswertung und kommt zu dem Schluss, dass die Planung und Auswertung aufgrund notwendiger theoretischer Vorabentscheidungen eng miteinander verknüpft sein sollten.
3. AUFGABE 2: Hier werden Online-Abstimmungen auf ihren wissenschaftlichen Wert geprüft, wobei deren Vorteile in der Effizienz und ihre Nachteile in der mangelnden Kontrolle der Stichprobe hervorgehoben werden.
4. AUFGABE 3: Dieser Abschnitt dient der praktischen Anwendung statistischer Methoden durch die Berechnung von Spannweite, Mittelwert, Standardabweichung und Variationskoeffizient.
Schlüsselwörter
Empirische Sozialforschung, Datenauswertung, Operationalisierung, Objektivität, Reliabilität, Validität, Online-Abstimmung, Quick-Vote, Statistik, Spannweite, Arithmetisches Mittel, Standardabweichung, Variationskoeffizient, Forschungsprozess, Messbarmachung.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit befasst sich mit zentralen theoretischen und praktischen Fragestellungen der empirischen Sozialforschung im Kontext eines Public-Administration-Studiums.
Was sind die zentralen Themenfelder dieser Publikation?
Die Arbeit deckt die methodische Qualitätssicherung bei der Datenauswertung, die Bewertung von Online-Umfragetools sowie die Anwendung grundlegender statistischer Kennzahlen ab.
Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?
Das Ziel ist die kritische Auseinandersetzung mit methodischen Anforderungen der empirischen Forschung und der Nachweis praktischer Anwendungskompetenz in der statistischen Datenanalyse.
Welche wissenschaftlichen Methoden werden angewendet?
Neben der theoretischen Literaturrecherche werden explizit Methoden der deskriptiven Statistik zur Aufbereitung und Auswertung quantitativer Daten eingesetzt.
Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in die methodologische Einordnung der Datenauswertung, eine Evaluation von Internet-Abstimmungsverfahren und eine rechnerische Analyse von Preisen anhand statistischer Lagemaße.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit am besten?
Zu den prägenden Begriffen zählen Operationalisierung, Standardisierung, Objektivität, Online-Abstimmung sowie statistische Streuungsmaße.
Warum lehnt der Autor die Forderung nach einem neutralen Dritten bei der Auswertung ab?
Der Autor argumentiert, dass die Auswertung bereits eng mit den theoretischen Planungen und der Operationalisierung verzahnt ist, weshalb eine externe Person ohne dieses Vorwissen das Verfahren nicht objektiv verbessern würde.
Für welche Einsatzgebiete sind Online-Kurz-Abstimmungen laut Autor geeignet?
Solche Umfragen sind laut Autor vor allem für geschlossene Systeme mit einer klar definierten Zielgruppe, etwa innerhalb eines Intranets, sinnvoll.
Warum ist der Variationskoeffizient für den Autor eine wichtige Kennzahl?
Der Variationskoeffizient ermöglicht den Vergleich von Streuungen über verschiedene Größenordnungen hinweg, da er eine dimensionale bzw. normierte Vergleichbarkeit bietet.
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- Marko Haselböck (Author), 2007, Grundlagen empirischer Sozialforschung, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/112782