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Tugend und Lasterhaftigkeit in Lessings "Miss Sara Sampson"

Título: Tugend und Lasterhaftigkeit in Lessings "Miss Sara Sampson"

Trabajo Escrito , 2021 , 18 Páginas , Calificación: 2,3

Autor:in: Michelle Spilling (Autor)

Filología alemana - Literatura alemana moderna
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Gotthold Ephraim Lessings Drama erschien 1755 unter dem Titel "Miß Sara Sampson". Ein bürgerliches Trauerspiel, in fünf Aufzügen und stellt heute eines der wenigen Stücke dar, bei denen die Abweichung zwischen gegenwärtiger und historischer Bedeutung so groß war. Voreheliche Sexualität wird heute nicht mehr als Sünde angesehen, Vorstellung von Tugend und Laster sind eine gänzlich andere. Diese Arbeit setzt sich mit der Frage auseinander, inwiefern die Begriffe "Tugend" und "Laster" bei Lessing zu verstehen sind und inwiefern die beiden Figuren Miss Sara Sampson als Vertreterin der "Beste[n] Ihres Geschlechts" und Marwood als Vertreterin der "Schande ihres Geschlechts" zu bewerten sind. Zu diesem Zweck wird Lessings Miss Sara Sampson, sowie allerhand weiterer Literatur, wie unter anderem Hempels Drei tugendhafte Töchter, Sorensens Herrschaft und Zärtlichkeit und Wittkowskis Hausväter im Drama Lessings und des Sturm und Drangs zurate gezogen.

Extracto


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Das allgemeine Frauenbild im 18. Jahrhundert

3. Der Begriff der Tugend und des Lasters in Miss Sara Sampson

4. Beziehungen der Sara und der Marwood zu anderen Figuren

4.1 Sara - Mellefont

4.2 Sara - Sir William

4.3 Marwood - Mellefont

4.4 Sara - Marwood

5. Fazit

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht die Konzepte von „Tugend“ und „Laster“ im bürgerlichen Trauerspiel Miss Sara Sampson von Gotthold Ephraim Lessing, indem sie die Charaktereigenschaften und zwischenmenschlichen Beziehungen der beiden Protagonistinnen Sara und Marwood analysiert und deren Rollen als „Beste“ bzw. „Schande“ ihres Geschlechts hinterfragt.

  • Das Frauenbild des 18. Jahrhunderts im Kontext der Aufklärung
  • Die literarische Konstruktion von Tugendhaftigkeit und Lasterhaftigkeit
  • Analyse der Beziehungsdynamiken zwischen den Hauptfiguren
  • Die Rolle der väterlichen Autorität und die familiale Ordnung
  • Kritische Reflexion der moralischen Bewertung weiblicher Figuren

Auszug aus dem Buch

4.1 Sara - Mellefont

Saras und Mellefonts Vorgeschichte spiegelt sich in der Verführung wieder. Mellefont in der Rolle des Verführers, Sara in der Rolle der Verführten. So deutet es zumindest Sir William, Saras Vater. Dennoch spielt die erotische Ebene dieses Verhältnisses nach der Flucht aus Saras Elternhaus keine Rolle. Weder tauschen die Liebenden Umarmungen oder Küsse aus, noch schlafen sie in dem „elenden Wirtshause“ in einem Zimmer, wie es deutlich wird, als sich Mellefont bei Saras Dienstmädchen über dessen nächtliches Wohlbefinden erkundigt. Sara ist über alle Maßen darum bemüht, ihre wahre, aufrichtige Liebe von jedem Verdacht der Verführung fern zu halten. Dennoch leidet die junge Frau enorm unter dem Verstoß gegen die gesellschaftlichen Normen, was sich durch Alpträume und exzessives Weinen und Klagen äußert. Auch Mellefont leidet bei dem Anblick der sich quälenden Sara, die sich nun als lasterhaft empfindet. Er selbst macht durch die Liebe, die er zu Sara empfindet und seinem anhaltenden Respekt gegenüber ihrer Tugend, eine charakterliche Veränderung durch. Er legt die Rolle des damaligen Verführers ab, da er dieser nicht mehr gerecht werden kann.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung führt in die Handlung des Stücks ein und stellt die zentrale Forschungsfrage nach der Bewertung der Begriffe „Tugend“ und „Laster“ sowie der Figuren Sara und Marwood.

2. Das allgemeine Frauenbild im 18. Jahrhundert: Dieses Kapitel beleuchtet das historische Frauenbild der Aufklärung, das zwischen dem Wunsch nach Autonomie und der Realität gesellschaftlicher Rollenzuweisungen schwankte.

3. Der Begriff der Tugend und des Lasters in Miss Sara Sampson: Hier wird der Fokus auf die im bürgerlichen Trauerspiel vorherrschende moralische Debatte gelegt, in der insbesondere sexuelle Reinheit als wesentliches Merkmal tugendhafter Frauen definiert wird.

4. Beziehungen der Sara und der Marwood zu anderen Figuren: In diesem Hauptteil werden die Interaktionen der beiden Protagonistinnen mit Mellefont, Sir William und untereinander analysiert, um ihre Charakteristik herauszuarbeiten.

5. Fazit: Das Fazit fasst die Ergebnisse zusammen und kommt zu dem Schluss, dass die starre Einteilung in „tugendhaft“ und „lasterhaft“ der Komplexität der Figuren nicht vollständig gerecht wird.

Schlüsselwörter

Lessing, Miss Sara Sampson, Tugend, Laster, bürgerliches Trauerspiel, Aufklärung, Frauenbild, Mellefont, Marwood, Familienordnung, Vater-Tochter-Beziehung, Sittsamkeit, Sexualmoral, Verführung, Literaturwissenschaft

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert Lessings Trauerspiel hinsichtlich der moralischen Kategorien „Tugend“ und „Laster“ und untersucht, wie diese Begriffe das Handeln und die Bewertung der weiblichen Hauptfiguren bestimmen.

Was sind die zentralen Themenfelder der Untersuchung?

Im Zentrum stehen das Frauenbild des 18. Jahrhunderts, die familiären Machtstrukturen, die patriarchale Erwartungshaltung sowie die psychologische Ausgestaltung der Charaktere Sara und Marwood.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Das Ziel ist es, kritisch zu hinterfragen, ob die traditionelle Zuschreibung von Sara als „Beste“ und Marwood als „Schande“ ihres Geschlechts angesichts ihrer Handlungen und Intentionen im Drama haltbar ist.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit folgt einer literaturwissenschaftlichen Analyse, die den Text unter Einbeziehung von Sekundärliteratur zu gesellschaftlichen und historischen Hintergründen des 18. Jahrhunderts untersucht.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil konzentriert sich auf die spezifischen Beziehungsgeflechte der beiden Frauen zu Mellefont, zu Saras Vater Sir William sowie ihre direkte Konfrontation miteinander.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren diese Publikation?

Wichtige Begriffe sind unter anderem bürgerliches Trauerspiel, Tugenddiskurs, patriarchales Wertesystem, Verführung, und die spezifische Figurenkonstellation bei Lessing.

Inwiefern beeinflusst die väterliche Autorität das Handeln von Sara?

Saras Handeln ist stark von ihrem schlechten Gewissen gegenüber dem Vater geprägt, was sie in einen inneren Konflikt zwischen ihrem individuellen Begehren und dem Wunsch nach Wiederherstellung der familiären Harmonie stürzt.

Was unterscheidet die Motivation von Marwood von derjenigen Saras?

Während Sara stark durch moralische Ideale und Reue geleitet wird, agiert Marwood strategisch und unabhängig, um ihre Ziele – wenn auch durch manipulatives und teils gewalttätiges Verhalten – zu erreichen.

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Detalles

Título
Tugend und Lasterhaftigkeit in Lessings "Miss Sara Sampson"
Universidad
University of Potsdam  (Institut für Germanistik)
Calificación
2,3
Autor
Michelle Spilling (Autor)
Año de publicación
2021
Páginas
18
No. de catálogo
V1128136
ISBN (Ebook)
9783346489586
ISBN (Libro)
9783346489593
Idioma
Alemán
Etiqueta
Lessing Sara Sampson Vergleich Tugend Lasterhaftigkeit
Seguridad del producto
GRIN Publishing Ltd.
Citar trabajo
Michelle Spilling (Autor), 2021, Tugend und Lasterhaftigkeit in Lessings "Miss Sara Sampson", Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1128136
Leer eBook
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