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Sexuelle Ausbeutung in der spätrömischen Sklavenhaltergesellschaft

Title: Sexuelle Ausbeutung in der spätrömischen Sklavenhaltergesellschaft

Term Paper , 2019 , 20 Pages , Grade: 1,0

Autor:in: Anton Drutschmann (Author)

World History - Early and Ancient History
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Summary Excerpt Details

In dieser Arbeit soll die sexuelle Ausbeutung der Sklaven und Sklavinnen im römischen Reich des vierten und fünften Jahrhunderts beleuchtet und der Frage nachgegangen werden, auf welche Weise diese in die Sexualität der römischen Gesellschaft integriert wurde.

Ziel der Arbeit ist es, grundlegende Mechanismen aufzudecken, welche die sexuelle Ausbeutung förderten und in das sexuelle Landschaftsbild der römischen Gesellschaft integrierten. Hierzu soll das Thema auf zwei Ebenen betrachtet werden. Zunächst soll die Ausbeutung von Sklavinnen und Sklaven durch ihren Herrn beleuchtet werden. Hierzu sollen die gesellschaftlichen Verhältnisse bezüglich der römischen Sexualität, genauer der Praxis der Eheschließung, untersucht werden, welche sich wiederum auf die Ausbeutung der Sklaven und Sklavinnen innerhalb der familia auswirkten. Anschließend wird das Konkubinat als soziale Praxis von sexuellen, länger andauernden Beziehungen zu Sklavinnen betrachtet. Als zweite Ebene wird die Zwangsprostitution von Sklavinnen thematisiert und es wird insbesondere auf die Bedeutung der „ne serva prostituatur“-Klausel eingegangen. Um einen genauen Eindruck zu gewinnen, wird bei diesen Ebenen jeweils die Gesetzgebung sowie die gesellschaftliche Praxis untersucht.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Sexuelle Ausbeutung in der spätrömischen Sklavenhaltergesellschaft

2.1. Besitzbedingte Ausbeutung

2.1.1. Sexualität als Ware

2.1.2. Ehe und Eheschließung

2.1.3. Sexualdelikte im römischen Recht

2.1.4. Das Konkubinat

2.2. Prostitution

2.2.1. Die Klausel „ne serva prostituatur“

3. Zusammenfassung - Sklaverei und römische Sexualität

4. Quellen- und Literaturverzeichnis

4.1. Quellen

4.2. Literatur

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die Mechanismen der sexuellen Ausbeutung von Sklaven und Sklavinnen im römischen Reich des 4. und 5. Jahrhunderts und analysiert, wie diese Praktiken tief in das soziale und rechtliche System der römischen Gesellschaft integriert waren.

  • Struktur der besitzbedingten sexuellen Ausbeutung innerhalb der familia.
  • Die Rolle von Ehe und Eheschließung bei der Exklusion von Sklaven.
  • Das Konkubinat als sozial anerkannte Form sexueller Beziehungen zu Versklavten.
  • Die Bedeutung der Prostitution und die Funktion der „ne serva prostituatur“-Klausel.
  • Gesetzliche Rahmenbedingungen und deren Einfluss auf die sexuelle Ehre.

Auszug aus dem Buch

2.1.1. Sexualität als Ware

Sklavinnen und Sklaven konnten täglich Opfer von sexueller Ausbeutung durch ihre Besitzer werden, denn diese erwarteten die Erfüllung auch dieser Bedürfnisse als logische Folge ihres Besitzanspruches. Diese Erwartung existierte jedoch schon seit den Anfängen der Sklaverei und durchzieht mit Beständigkeit als interkulturelles Merkmal diese Institution. Dies unterstützt auch die große Menge an Quellen, welche die sexuelle Nutzung von Sklavinnen und Sklaven durch ihre Eigentümer thematisieren. Um aufzudecken wie genau die Sklavenhaltergesellschaft die sexuelle Ausbeutung ihrer Sklavinnen und Sklaven in ihr System integrierte, sollen nun in diesem Kapitel die Einstellung gegenüber der Sexualität der Sklaven und Sklavinnen sowie die römischen Prinzipien von Ehe, Ehre und Recht, welche die Methodik der sexuelle Ausbeutung festlegten, elaboriert werden.

Eindeutige Merkmale für die sexuelle Ausbeutung lassen sich schon beim Verkauf der Sklaven und Sklavinnen beobachten. So stellten Merkmale wie Fruchtbarkeit, Jungfräulichkeit und Attraktivität als Teile der sexuellen Geschichte der Sklavinnen und Sklaven wichtige Parameter dar, welche durch erniedrigende Befragungen und physische Untersuchungen auf dem Sklavenmarkt festgestellt und ausgehandelt wurden. Die Attraktivität der Sklavinnen und Sklaven stellte hier auch einen Faktor für eine Art Statussymbol dar, indem beispielsweise Chrysostomos beschreibt, wie reiche Männer danach streben „Körperschönheit und Bewunderung“ durch den Kauf von „Mägden“ zu erlangen. Welche Wichtigkeit die Sexualität als kaufbares Gut für die zukünftigen Patrone hatte, zeigt auch der Fakt, dass nur die durchschnittlichen Preise von frühjugendlichen Sklavinnen denen von männlichen Sklaven ebenbürtig waren.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Diese Einleitung führt in die Problematik der sexuellen Verfügbarkeit von Sklaven ein und umreißt die Forschungsfrage sowie das methodische Vorgehen der Arbeit.

2. Sexuelle Ausbeutung in der spätrömischen Sklavenhaltergesellschaft: Dieses Kapitel analysiert, wie die sexuelle Ausbeutung durch rechtliche und soziale Normen wie das Konkubinat oder die Prostitution in den Alltag integriert wurde.

2.1. Besitzbedingte Ausbeutung: Untersucht die Grundlagen der Ausbeutung, die durch den Status als Eigentum und das römische Eherecht bedingt waren.

2.1.1. Sexualität als Ware: Behandelt die Kommerzialisierung und die physische Bewertung von Sklaven auf dem Markt hinsichtlich ihrer sexuellen Nutzbarkeit.

2.1.2. Ehe und Eheschließung: Erläutert die institutionelle Bedeutung der Ehe zur Wahrung der sozialen Ordnung und deren exkludierende Wirkung auf Sklaven.

2.1.3. Sexualdelikte im römischen Recht: Analysiert, inwiefern die römische Gesetzgebung sexuelle Handlungen gegen Sklaven nicht als Verbrechen, sondern als Sachbeschädigung oder als irrelevant einstufte.

2.1.4. Das Konkubinat: Untersucht das Konkubinat als eine informelle, aber sozial akzeptierte Form längerfristiger sexueller Verbindungen zu Sklavinnen.

2.2. Prostitution: Beschreibt die Allgegenwart der Prostitution und deren Funktion als Bollwerk zur Aufrechterhaltung der ehrbaren Ehe.

2.2.1. Die Klausel „ne serva prostituatur“: Analysiert eine spezifische Schutzklausel beim Verkauf von Sklaven und deren rechtliche sowie soziale Grenzen.

3. Zusammenfassung - Sklaverei und römische Sexualität: Führt die Ergebnisse zusammen und verdeutlicht, dass die sexuelle Ausbeutung ein intrinsischer Bestandteil der römischen Sklavenhaltergesellschaft war.

4. Quellen- und Literaturverzeichnis: Listet die verwendeten antiken Primärquellen und die moderne wissenschaftliche Sekundärliteratur auf.

4.1. Quellen: Aufführung der antiken Texte, wie Digesten und Schriften der Kirchenväter.

4.2. Literatur: Verzeichnis der modernen Forschungswerke zur Thematik.

Schlüsselwörter

Sklaverei, römische Gesellschaft, sexuelle Ausbeutung, Konkubinat, Prostitution, ne serva prostituatur, Rechtsprechung, familia, Eigentum, Ehre-Scham-System, Antike, soziale Hierarchie, Gesetzgebung.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit grundlegend?

Die Arbeit untersucht die sexuelle Ausbeutung von Sklaven und Sklavinnen im spätrömischen Reich des 4. und 5. Jahrhunderts.

Was sind die zentralen Themenfelder der Untersuchung?

Die Schwerpunkte liegen auf der besitzbedingten sexuellen Nutzung, der Rolle der Ehe, dem Konkubinat und der Zwangsprostitution als Instrumente des patriarchalen Systems.

Was ist das primäre Ziel der Forschungsarbeit?

Das Ziel ist es, die grundlegenden Mechanismen aufzudecken, durch die sexuelle Ausbeutung in das soziale Landschaftsbild und die römische Gesellschaft integriert wurde.

Welche wissenschaftlichen Methoden werden angewandt?

Die Untersuchung basiert auf einer juristischen und historischen Analyse von Primärquellen wie Digesten, dem Codex Theodosianus und dem Codex Justinianus sowie der Auswertung einschlägiger Sekundärliteratur.

Was wird im Hauptteil der Arbeit detailliert behandelt?

Der Hauptteil analysiert die rechtliche Konstruktion der Ehe, das Konkubinat als soziale Praxis und die Kommerzialisierung von Sexualität durch Prostitution sowie spezifische Schutzklauseln.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren diese Arbeit?

Sklaverei, sexuelle Ausbeutung, römische Antike, Konkubinat, Prostitution, Rechtsprechung und Ehre-Scham-System.

Warum wurde die „ne serva prostituatur“-Klausel eingeführt?

Sie diente als Rücktrittsvorbehalt beim Sklavenverkauf, um Sklavinnen vor Zwangsprostitution zu schützen, wobei die Motivationen zwischen echtem Schutz und der Wahrung der Ehre des Vorbesitzers schwankten.

Wie unterschied sich das Konkubinat von der römischen Ehe?

Das Konkubinat war eine informelle Verbindung zwischen Partnern ungleichen Stands, die im Gegensatz zur Ehe keine legitimen, erbberechtigten Nachkommen produzieren sollte und somit die soziale Hierarchie wahrte.

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Details

Title
Sexuelle Ausbeutung in der spätrömischen Sklavenhaltergesellschaft
College
Free University of Berlin
Grade
1,0
Author
Anton Drutschmann (Author)
Publication Year
2019
Pages
20
Catalog Number
V1128233
ISBN (eBook)
9783346487827
ISBN (Book)
9783346487834
Language
German
Tags
sexuelle ausbeutung sklavenhaltergesellschaft
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Anton Drutschmann (Author), 2019, Sexuelle Ausbeutung in der spätrömischen Sklavenhaltergesellschaft, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1128233
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