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Sterbehilfe. Ethische Einordnung der "letzter Wille Pille" oder Pille von Drion

Titre: Sterbehilfe. Ethische Einordnung der "letzter Wille Pille" oder Pille von Drion

Dossier / Travail , 2020 , 21 Pages , Note: 1,3

Autor:in: Anonym (Auteur)

Philosophie - Divers
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Résumé Extrait Résumé des informations

Um die Frage, ob eine „letzter Wille Pille“ als würdiger Ausweg aus dem Leben wünschenswert ist, zu beantworten möchte ich zunächst den Begriff Sterbehilfe genauer eingrenzen und die „letzte Wille Pille“ entsprechend einordnen. Danach werde ich auf die aktuelle gesetzliche Lage in Bezug auf die Sterbehilfe in Deutschland eingehen. Diese sollte einen Schluss auf die öffentliche ethische Einschätzung der Sterbehilfe zulassen, da sich unsere Gesetze ja (hoffentlich) an unserem moralischen Kompass orientieren. Danach möchte ich überprüfen, ob die Ausgabe einer „letzter Wille Pille“ mit dem Georgetown-Mantra von Childress und Beauchamp vereinbar oder unter entsprechenden Umständen vielleicht sogar geboten ist. Ein starkes und häufig gebrachtes Argument gegen die Legalisierung der Sterbehilfe ist der Normschutz. Ich möchte meinen Geist diesbezüglich erhellen und dann mit diesem auch dieses Argument beleuchten.

Extrait


Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

2 Hauptteil

2.1 Definition der Sterbehilfe nach Bettina Schöne-Seifert

2.1.1 Aktive Sterbehilfe

2.1.2 Passive Sterbehilfe

2.1.3 Indirekte Sterbehilfe

2.1.4 Beihilfe zum Suizid

2.2 Anwendung des Georgetown Mantra / Prinzipienethik

2.2.1 Das Prinzip Autonomie (respect for autonomy)

2.2.2 Das Prinzip Schadenvermeidung (nonmaleficience)

2.2.3 Das Prinzip Fürsorge (beneficience)

2.2.4 Das Prinzip Gerechtigkeit (justice)

2.3 Bedingungen echter Dammbruchrisiken nach Bettina Schöne-Seifert

3 Fazit und Ergebnis

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die ethische Vertretbarkeit der Bereitstellung einer sogenannten "letzter Wille Pille" (oder "Pille von Drion") als humane Alternative zur Suizidhilfe. Ziel ist es, unter Einbeziehung der aktuellen Rechtslage in Deutschland und der medizinethischen Prinzipien nach Beauchamp und Childress zu prüfen, ob eine solche Maßnahme moralisch geboten oder zulässig sein kann, insbesondere unter Berücksichtigung von Dammbruchrisiken.

  • Ethische Einordnung der "letzter Wille Pille" als Form der Sterbehilfe
  • Rechtliche Bewertung der Beihilfe zum Suizid nach der Aufhebung des § 217 StGB
  • Anwendung des "Georgetown Mantra" (Autonomie, Nicht-Schaden, Fürsorge, Gerechtigkeit)
  • Kritische Analyse von Dammbruchargumenten im Kontext der Suizidhilfe
  • Diskussion über die Relevanz palliativer und psychologischer Begleitung

Auszug aus dem Buch

2.2.2 Das Prinzip Schadenvermeidung (nonmaleficience)

Das Prinzip Schadenvermeidung basiert auf dem Grundsatz „primum non nocere“ (zu dt. zunächst kein Schaden). Dem Prinzip nach sollen Ärzt*innen und medizinisches Personal schädliche Eingriffe unterlassen (vgl. Childress und Beauchamp S. 149). Das scheint zunächst klar und offensichtlich zu sein. Häufig steht das Prinzip der Schadensvermeidung allerdings conträr zum Prinzip der Fürsorge. Ein Beispiel ist der Stich mit einer Nadel im Zuge einer Behandlung (vgl. Childress und Beauchamp S. 150). Hier wird das Prinzip Schadensvermeidung dem Prinzip Fürsorge nachgeordnet. Ein Stich und gegebenen Falls eine Schwellung oder andere Nebenwirkungen werden beispielsweise der positiven Wirkung einer Impfung nachgeordnet, weil der zu erwartende Nutzen deutlich größer ist, als der entstehende Schaden. Aber nicht immer ist es so leicht zu erkennen, welches Verfahren einem Patienten mehr hilft als schadet. Ein beliebtes Beispiel ist die Chemotherapie bei Krebspatienten. Hier wird das Abwägen wohl deutlich schwieriger. Im Fall der Suizidbeihilfe wird es noch etwas komplizierter.

Das Prinzip Schadenvermeidung ist dabei mit einer weiteren Besonderheit verbunden, ähnlich wie schon unter dem Punkt Patientenautonomie behandelt. Der sterbewillige Patient geht auf Grund seiner leidvollen und aussichtslosen Situation davon aus, dass der Tod das heilbringende Agens ist, während der Tod im Selbstverständnis eines Arztes in der Regel wohl den schlimmsten möglichen Schadensfall darstellt (Vgl. Barbara Häcker S. 163). Den Schadensfall also, den es üblicher Weise um jeden Preis zu verhindern gilt. Für den Fall jedoch, dass die Aussicht auf das Weiterleben eines Menschen so düster ist, dass eben jener Mensch den eigenen Tod vorzieht, für diesen Fall wäre der Tod eine Form von Schadenvermeidung und somit nach dem Prinzip Schadenvermeidung moralisch richtig.

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Die Einleitung führt in die Problematik der Sterbehilfe ein und stellt das Konzept der "letzter Wille Pille" vor, welches als Ausweg für Menschen in ausweglosen Lebenssituationen diskutiert wird.

2 Hauptteil: Der Hauptteil definiert verschiedene Formen der Sterbehilfe, prüft die rechtliche Situation in Deutschland und analysiert das Konzept anhand der vier Prinzipien der medizinischen Ethik sowie der Dammbruchtheorie.

3 Fazit und Ergebnis: Das Fazit fasst zusammen, dass nach heutiger Rechtslage keine rechtlichen Hindernisse bestehen und das Risiko eines Dammbruchs als gering eingeschätzt wird, weshalb die Bereitstellung tendenziell befürwortet wird.

Schlüsselwörter

Sterbehilfe, Letzter Wille Pille, Pille von Drion, Medizinethik, Georgetown Mantra, Suizidhilfe, Autonomie, Schadenvermeidung, Fürsorge, Gerechtigkeit, Dammbruchrisiko, Selbstbestimmung, § 217 StGB, Beihilfe zum Suizid, Medizinische Ethik.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der Arbeit grundlegend?

Die Arbeit untersucht die ethische Einordnung und die moralische Vertretbarkeit der sogenannten "letzter Wille Pille", einer bereitgestellten Pille zur Selbsttötung für Menschen in aussichtslosen Lebenssituationen.

Welche zentralen Themenfelder werden behandelt?

Zentrale Themen sind die verschiedenen Kategorien der Sterbehilfe, die rechtliche Entwicklung in Deutschland nach Aufhebung des § 217 StGB sowie die Anwendung der Prinzipienethik auf diesen spezifischen Suizidhilfefall.

Was ist die primäre Forschungsfrage?

Die Forschungsfrage ist, ob die Bereitstellung einer solchen Pille moralisch geboten oder zumindest ethisch vertretbar ist und welche Risiken oder Vorteile mit ihrer Freigabe verbunden sind.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit nutzt die medizinethische Prinzipienethik nach Childress und Beauchamp (Georgetown Mantra) sowie eine Analyse von Dammbruchrisiken nach Bettina Schöne-Seifert.

Was wird im Hauptteil analysiert?

Der Hauptteil gliedert sich in eine begriffliche Einordnung der Sterbehilfe, eine rechtliche Prüfung der Suizidhilfe in Deutschland und eine ethische Bewertung anhand der vier medizinischen Prinzipien.

Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren die Arbeit?

Schlüsselbegriffe sind Sterbehilfe, Letzter Wille Pille, Autonomieprinzip, Schadenvermeidung, Dammbruchargumente und das Selbstbestimmungsrecht.

Wie bewertet der Autor das Autonomieprinzip im Kontext der Pille?

Der Autor stellt fest, dass das Autonomieprinzip zwar keine explizite Pflicht zur Bereitstellung der Pille gebietet, da es meist als Vetorecht ausgelegt wird, die Bereitstellung jedoch auch keine Verletzung des Autonomieprinzips darstellt.

Welches Argument führt der Autor gegen das Dammbruchrisiko an?

Der Autor argumentiert, dass das Risiko eines Dammbruchs durch die Einführung einer solchen Pille gering ist, da es bereits jetzt andere Suizidmethoden gibt und eine restriktive Praxis (z.B. durch Beratung) Missbrauch minimieren kann.

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Résumé des informations

Titre
Sterbehilfe. Ethische Einordnung der "letzter Wille Pille" oder Pille von Drion
Université
University of Potsdam
Note
1,3
Auteur
Anonym (Auteur)
Année de publication
2020
Pages
21
N° de catalogue
V1128979
ISBN (ebook)
9783346492548
ISBN (Livre)
9783346492555
Langue
allemand
mots-clé
Sterbehilfe Letzter Wille Pille Pille von Drion ethische Einordnung
Sécurité des produits
GRIN Publishing GmbH
Citation du texte
Anonym (Auteur), 2020, Sterbehilfe. Ethische Einordnung der "letzter Wille Pille" oder Pille von Drion, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1128979
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Extrait de  21  pages
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