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Kann eine elternähnliche Erziehung auch in Kindertagesstätten erfolgen?

Ein Vergleich zwischen Eltern-Kind-Beziehung und der Erzieher*innen-Kind-Beziehung

Titel: Kann eine elternähnliche Erziehung auch in Kindertagesstätten erfolgen?

Hausarbeit , 2020 , 27 Seiten , Note: 1,4

Autor:in: Anonym (Autor:in)

Pädagogik - Kindergarten, Vorschule, frühkindl. Erziehung
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Kann eine elternähnliche Erziehung auch in der Kindertagesstätte erfolgen? In der Arbeit wird untersucht, ob eine solche Erziehung in Kindertagesstätten gewährleistet werden kann und somit mit der elterlichen Erziehung vergleichbar ist oder ob sie ausschließlich durch die Eltern erfolgen kann.

Dazu wird die Fragestellung auf Grundlage der von Herman Nohl entwickelten Theorie über die sozialpädagogische Bewegung in Deutschland, in der die Erziehung eine wichtige Rolle einnimmt, untersucht. Hierzu wird zunächst unter Berücksichtigung der geschichtlichen Hintergründe genauer auf die formulierte Theorie Nohls eingegangen und diese einer kritischen Würdigung unterzogen. Daraufhin werden alle zentralen Begriffe dieser Arbeit definiert und die Rechtslage zur Inanspruchnahme einer Kindertagestätte geklärt.

Anschließend wird ein ausführlicher Blick auf die verschiedenen Familienformen, die Bindungsbeziehung sowie die Kindertagesstätte geworfen. Dabei wird die Erziehungs- und Bildungspartnerschaft mit den Eltern sowie dessen Bedeutung für die Erziehung von Kindern in Kindertagesstätten geklärt. Des Weiteren werden die Erzieher*innen-Kind-Beziehung und die Eltern-Kind-Beziehung miteinander verglichen, woraufhin noch kritische Aspekte der Kindertagesstätte erläutert werden. Im Laufe dieser Gliederungspunkte wird dabei immer wieder Bezug zu Nohls Theorie hergestellt, sodass die Bedeutung für die Praxis verdeutlicht wird.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

2 Historischer Hintergrund

3 Die Theorie Herman Nohls

4 Definitionen

4.1 Erziehung

4.2 Kindertagesstätte

5 Rechtsansprüche nach dem SGB VIII

6 Die Familie

7 Bindungsbeziehungen

8 Die Kindertagesstätte

8.1 Die Erziehungs- und Bildungspartnerschaft mit den Eltern

8.2 Das Berliner Eingewöhnungsmodell

8.3 Elternbeteiligung

9 Vergleich zwischen Eltern-Kind-Beziehung und der Erzieher*innen-Kind-Beziehung

10 Kritik an den Kindertagesstätten

11 Fazit

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht, ob eine elternähnliche Erziehung in Kindertagesstätten realisiert werden kann und inwieweit diese mit der Erziehung im familiären Kontext vergleichbar ist, wobei die Theorie von Herman Nohl als theoretische Grundlage dient.

  • Die pädagogische Theorie nach Herman Nohl
  • Grundlagen der Erziehung und Kindertagesbetreuung
  • Bedeutung von Bindungsbeziehungen und Erziehungspartnerschaft
  • Vergleich der Erziehungsqualität von Eltern und Erzieher*innen
  • Kritische Auseinandersetzung mit Kindertageseinrichtungen

Auszug aus dem Buch

3 Die Theorie Herman Nohls

Als Grundlage seiner Theorie zieht Nohl die Erziehungswirklichkeit heran. Dabei stellt sich zu Beginn von Nohls Pädagogik die Frage: „Wie wird erzogen?“. Somit folgt Nohl von Grund auf einem anderen Ansatz als beispielsweise Paul Natorp, dessen Ausgangsfrage „Wie soll erzogen werden?“ lautet (vgl. Engelke et al., 2018, S. 277). Nachdem Nohl einige Ausgangspunkte für eine wissenschaftliche Pädagogik betrachtete (vgl. Nohl, 2002, S. 133-150) kam er zu folgendem Entschluss:

„Der wahre Ausgangspunkt für eine allgemeingültige Theorie der Bildung ist die Tatsache der Erziehungswirklichkeit als eines sinnvollen Ganzen. Aus dem Leben erwachsend, aus seinen Bedürfnissen und Idealen, ist sie da als ein Zusammenhang von Leistungen, durch die Geschichte hindurchgehend, sich aufbauend in Einrichtungen, Organen und Gesetzen – zugleich sich besinnend auf ihr Verhalten, ihre Ziele und Mittel, Ideale und Methoden in den Theorien – eine große objektive Wirklichkeit, wie Kunst und Wirtschaft, Recht und Wissenschaft ein relativ selbstständiges Kultursystem, unabhängig von den einzelnen Subjekten, die in ihm tätig sind, und von einer eigenen Idee regiert, die in jedem echt erzieherischen Akt wirksam ist und doch wieder nur faßlich [sic!] wird in ihrer geschichtlichen Entfaltung“ (Nohl, 2002, S. 150).

In der Geschichte der Pädagogik entfaltet sich für Herman Nohl die selbst ergründete, eigengesetzliche und innerlich zusammenhängende Kontinuität der pädagogischen Idee, weshalb die Pädagogik für ihn eine Wissenschaft mit einer allgemeingültigen Theorie für alle Zeiten darstellt. Nur durch die Methode des Verstehens wird einem diese Idee beziehungsweise diese Theorie laut Nohl bewusst. Da in der Erziehungswirklichkeit Gegensätze und Doppelseitigkeiten vorgegeben sind und diese sowohl eine Einheit bilden als auch die Eigenart und Eigengesetzlichkeit der Pädagogik bestimmen, hat die wissenschaftliche Theorie der Bildung von diesen Gegensätzen und den Bezügen aufeinander auszugehen (vgl. Engelke et al., 2018, S. 278).

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Vorstellung der Problemstellung und der Forschungsfrage sowie Erläuterung des methodischen Vorgehens anhand der Theorie von Herman Nohl.

2 Historischer Hintergrund: Darstellung des geschichtlichen Kontextes der Weimarer Republik und Einflüsse auf die Pädagogik Herman Nohls.

3 Die Theorie Herman Nohls: Analyse der erziehungswissenschaftlichen Konzepte Nohls, insbesondere des pädagogischen Bezugs und der Erziehungswirklichkeit.

4 Definitionen: Begriffliche Klärung der Termini Erziehung und Kindertagesstätte als Basis für die weitere Argumentation.

5 Rechtsansprüche nach dem SGB VIII: Erläuterung der gesetzlichen Grundlagen und des Rechtsanspruchs auf frühkindliche Förderung.

6 Die Familie: Beschreibung des Wandels moderner Familienformen und deren Rolle als erste Sozialisationsinstanz.

7 Bindungsbeziehungen: Untersuchung der Bedeutung sicherer Bindungen für die kindliche Entwicklung.

8 Die Kindertagesstätte: Erläuterung der pädagogischen Rahmenbedingungen, der Kooperation mit Eltern und Eingewöhnungsmodellen.

9 Vergleich zwischen Eltern-Kind-Beziehung und der Erzieher*innen-Kind-Beziehung: Gegenüberstellung der Interaktionsformen und der erzieherischen Qualität in Familie und Kita.

10 Kritik an den Kindertagesstätten: Auseinandersetzung mit kritischen Perspektiven zur institutionellen Betreuung.

11 Fazit: Zusammenfassende Beantwortung der Ausgangsfrage zur Vergleichbarkeit elternähnlicher Erziehung in Kindertagesstätten.

Schlüsselwörter

Herman Nohl, Pädagogischer Bezug, Erziehung, Kindertagesstätte, Bindungsbeziehung, Sozialpädagogik, Erziehungspartnerschaft, Familienformen, Frühe Kindheit, Eingewöhnungsmodell, Bildung, Sozialmanagement, Betreuungsqualität, Elternbeteiligung, Sozialisation.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert, ob Kindertagesstätten eine Erziehung leisten können, die in ihrer Qualität mit der elterlichen Erziehung vergleichbar ist.

Was sind die zentralen Themenfelder der Arbeit?

Zentrale Themen sind die pädagogische Theorie von Herman Nohl, die rechtlichen Grundlagen der Kindertagesbetreuung sowie die Bedeutung von Bindung und Erziehungspartnerschaft.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Die Forschungsfrage lautet: „Kann eine elternähnliche Erziehung auch in Kindertagesstätten erfolgen?“

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit nutzt die geisteswissenschaftliche Methode des Verstehens und stützt sich auf die Theorie der sozialpädagogischen Bewegung nach Herman Nohl.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil befasst sich mit den historischen Grundlagen, der Definition zentraler Begriffe, rechtlichen Ansprüchen, Bindungsforschung sowie einem Vergleich der pädagogischen Interaktion in Familie und Kita.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Schlüsselbegriffe sind unter anderem Herman Nohl, Pädagogischer Bezug, Bindungsbeziehung, Sozialpädagogik und Erziehungspartnerschaft.

Warum spielt die Theorie von Herman Nohl eine so große Rolle?

Nohls Theorie bietet einen theoretischen Rahmen, um die Bedeutung des pädagogischen Bezugs und die Subjektivität des Kindes als Mittelpunkt erzieherischen Handelns zu verstehen.

Wie bewertet die Arbeit die Kritik von Jesper Juul?

Die Arbeit nimmt Juuls Kritik an der politischen Instrumentalisierung von Kindertagesstätten auf und reflektiert diese im Kontext der Anforderung an hohe pädagogische Qualifikationen.

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Details

Titel
Kann eine elternähnliche Erziehung auch in Kindertagesstätten erfolgen?
Untertitel
Ein Vergleich zwischen Eltern-Kind-Beziehung und der Erzieher*innen-Kind-Beziehung
Hochschule
Duale Hochschule Baden-Württemberg Heidenheim, früher: Berufsakademie Heidenheim
Note
1,4
Autor
Anonym (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2020
Seiten
27
Katalognummer
V1129385
ISBN (eBook)
9783346494528
ISBN (Buch)
9783346494535
Sprache
Deutsch
Schlagworte
kann erziehung kindertagesstätten vergleich eltern-kind-beziehung erzieher*innen-kind-beziehung
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Anonym (Autor:in), 2020, Kann eine elternähnliche Erziehung auch in Kindertagesstätten erfolgen?, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1129385
Blick ins Buch
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Leseprobe aus  27  Seiten
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