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Digitale Geschäftsmodelle im deutschen Steuerrecht

Eine kritische Analyse aktueller Entwicklungen

Titre: Digitale Geschäftsmodelle im deutschen Steuerrecht

Thèse de Master , 2020 , 95 Pages , Note: 1,3

Autor:in: Tobias Siemssen (Auteur)

Droit - Droit fiscal
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Aufgrund der aufdrängenden digitalen Inkompetenz Deutschlands und der Wichtigkeit der Digitalisierung soll untersucht werden, ob das deutsche Steuerrecht digitale Geschäftsmodelle ausbremst und ferner, ob das deutsche Steuersystem etwaige Besteuerungspotentiale, die sich durch die „New Economy“ ergeben, verschenkt. Dies geschieht unter Beachtung aktueller und für das Thema relevanter Entwicklungen auch in Hinblick darauf, was zu tun ist, sollten tatsächlich Unternehmen ausgebremst und Besteuerungspotentiale verschenkt werden.

Die digitale Wirtschaft ist die Zukunft. Darüber sind sich Politiker aller Fraktionen und Parteien längst einig. Selbst klassische Geschäftsmodelle unterliegen einer digitalen Transformation. Wer sich nicht digitalisiert, wird abgehängt. Disruption lautet das Stichwort. Doch im Bereich der digitalen Wirtschaft ist Deutschland schlecht aufgestellt. Es gibt so gut wie kein einziges deutsches Digitalunternehmen bis auf SAP, dass sich im Weltmarkt etablieren konnten. Lediglich Wirecard stellte einen Lichtblick am deutschen Startup-Himmel dar, konnte sich diesen Status aber letztlich nur durch Bilanzfälschung „verdienen“.

Extrait


Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

1.1 Problemstellung und Relevanz des Themas

1.2 Zielsetzung der Masterthesis

1.3 Aufbau der Masterthesis

2 Theoretische und steuerrechtliche Grundlagen

2.1 Die Digitalisierung im Bereich der Wirtschaft

2.2 Digitale Geschäftsmodelle

2.2.1 Im Allgemeinen

2.2.2 Unter handelsrechtlichen Aspekten

2.2.3 Unter steuerrechtlichen Aspekten

2.2.3.1 Verfahrensrechtliche Aspekte

2.2.3.2 Ertragsteuerliche Aspekte

2.2.3.3 Umsatzsteuerliche Aspekte

2.3 Digitalisierung in der Finanzverwaltung

3 Zwischenfazit

4 Kritische Analyse aktueller Entwicklungen

4.1 Umsatzsteuerliche Entwicklungen: MwSt-Digitalpaket und elektronische Rechnungen

4.2 Auswirkungen und aktuelle Entwicklungen des BEPS-Projektes

4.3 Die Betriebsstättenproblematik digitaler Geschäftsmodelle

4.4 EU-Digitalsteuer

4.5 Besteuerung von Anteilen bei Mitarbeitern

4.6 Kryptowährungen und Blockchaintechnologie

4.7 Auswirkungen durch die Coronapandemie

5 Ergebnisse und Handlungsempfehlungen

6 Fazit

6.1 Zusammenfassung und kritische Reflexion

6.2 Ausblick

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht kritisch, inwieweit das deutsche Steuerrecht die digitale Transformation behindert und ob durch fehlende Anpassungen in einer zunehmend digitalen Wirtschaft Steuersubstrat verloren geht. Ziel ist es, auf Basis einer Analyse der aktuellen Rechtslage und technologischer Trends konkrete Handlungsempfehlungen für eine zukunftsfähige Ausgestaltung des Steuerrechts zu formulieren.

  • Digitalisierung der Wirtschaft und Auswirkungen auf klassische Geschäftsmodelle
  • Steuerrechtliche Herausforderungen bei der Betriebsstättenproblematik
  • Analyse aktueller Reformvorschläge wie des OECD BEPS-Projektes und der EU-Digitalsteuer
  • Besteuerung von Mitarbeiterbeteiligungen in Startups
  • Umgang mit neuen Technologien wie Blockchain und Kryptowährungen im Steuerrecht

Auszug aus dem Buch

2.2.1 Im Allgemeinen

Digitale Geschäftsmodelle bzw. digitale Unternehmen lassen sich grundsätzlich in zwei Kategorien aufteilen: Die Internetwirtschaft und die klassische Informations- und Telekommunikationsbranche (kurz: ITK), die vor allem Hardware produziert und vertreibt. Erstgenannte Branche wird allgemein als Innovationstreiber angesehen und mit modernen Begriffen wie „Cloud-Computing“ und „Big-Data“ verknüpft. Sog. Startups sprießen aus dem Boden und gründen in der Branche der Internetwirtschaft rund 80% aller neuen Digitalunternehmen. Ein Blick auf den internationalen Vergleich ist allerdings alarmierend: So gibt es, mit Ausnahme von SAP, so gut wie kein einziges deutsches Digitalunternehmen, welches weltweit eine führende Rolle einnimmt. Auch hinsichtlich der Neugründungen ist Deutschland weit abgeschlagen. Das „Land der Ingenieure“ hat die Digitalisierung buchstäblich verschlafen – insbesondere im Mittelstand. Das BMWi sieht hierzulande sogar eine digitale Zweiklassengesellschaft, nämlich Unternehmen mit einer „hohen digitalen Reife“ und Unternehmen, die eine digitale Transformation noch gar nicht angegangen haben. Dass die Digitalisierung bei Unternehmen nicht nur von Euphorie geprägt ist, sondern durchaus auch (finanzielle) Hürden mit sich bringt, zeigt das Beispiel des „Digitalbonus Niedersachsen“. Hier unterstützt die niedersächsische Landesregierung kleine und mittlere Unternehmen mit einem finanziellen Zuschuss, um die digitale Transformation anzugehen. Denn der Politik ist durchaus bewusst, dass mittelfristig nur Unternehmen mit einer digitalen Basis wettbewerbsfähig bleiben können – das zeigen zahlreiche Förderprogramme zur Digitalisierung auch anderer Bundesländer.

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Dieses Kapitel führt in die Problemstellung der Digitalisierung im Kontext des Steuerrechts ein und definiert die Zielsetzung sowie den Aufbau der Masterthesis.

2 Theoretische und steuerrechtliche Grundlagen: Es werden die theoretischen Definitionen der Digitalisierung sowie die aktuelle steuerrechtliche Ist-Situation unter Berücksichtigung von Verfahrensrecht, Ertrag- und Umsatzsteuer dargestellt.

3 Zwischenfazit: Das Kapitel reflektiert den Status quo und zieht ein erstes Resümee über die digitale Transformation in der Finanzverwaltung und im Steuerrecht.

4 Kritische Analyse aktueller Entwicklungen: Es folgt eine tiefgehende Analyse spezifischer Themenfelder wie das BEPS-Projekt, Betriebsstättenfragen, die EU-Digitalsteuer sowie Auswirkungen von Blockchain und der Coronapandemie.

5 Ergebnisse und Handlungsempfehlungen: Hier werden aus der vorangegangenen Analyse Handlungsempfehlungen abgeleitet, um steuerliche Herausforderungen zu adressieren und Wettbewerbsnachteile abzubauen.

6 Fazit: Die Arbeit schließt mit einer zusammenfassenden kritischen Reflexion und beantwortet die Forschungsfrage unter Einbeziehung eines Ausblicks.

Schlüsselwörter

Digitalisierung, Steuerrecht, Digitale Geschäftsmodelle, Betriebsstätte, BEPS-Projekt, EU-Digitalsteuer, Finanzverwaltung, Blockchain, Kryptowährungen, Mitarbeiterbeteiligung, Umsatzsteuer, E-Rechnung, Standortattraktivität, Transformation.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Masterthesis befasst sich mit der kritischen Analyse der Auswirkungen von digitalen Geschäftsmodellen auf das deutsche Steuerrecht und untersucht, ob bestehende Regelungen die digitale Wirtschaft eher hemmen oder fördern.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Zu den Kernbereichen gehören die umsatzsteuerliche Behandlung digitaler Transaktionen, die Problematik der Betriebsstätten für digitale Unternehmen, internationale Ansätze wie das BEPS-Projekt sowie die steuerliche Förderung von digitalen Innovationen und Mitarbeiterbeteiligungen.

Was ist das primäre Ziel der Forschungsfrage?

Das Hauptziel ist es zu ergründen, ob das deutsche Steuerrecht digitale Unternehmen ausbremst und ob dabei Steuersubstrat für den Fiskus verloren geht, da die aktuellen Regeln oft auf physischer Präsenz basieren.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Der Autor nutzt eine deskriptive sowie analytische Methode, in der zunächst der aktuelle Rechtsstand dargestellt und anschließend unter Einbeziehung aktueller Entwicklungen und internationaler Einflüsse kritisch gewürdigt wird.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil analysiert die aktuellen Entwicklungen, darunter die Umsatzsteuer bei E-Commerce und E-Rechnungen, die Diskussion um internationale Steuervermeidung, die Herausforderungen bei der Definition von Betriebsstätten für virtuelle Geschäftsmodelle sowie die steuerliche Einordnung neuer Technologien wie Blockchain.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wesentliche Begriffe sind Digitalisierung, Betriebsstätte, Digitale Geschäftsmodelle, BEPS-Projekt, EU-Digitalsteuer, Blockchain und Steuersubstrat.

Warum ist die Betriebsstättenproblematik für digitale Unternehmen so kritisch?

Die klassische Betriebsstätte setzt eine physische Präsenz voraus. Da digitale Unternehmen ihre Wertschöpfung jedoch oft ortsunabhängig durch Software oder virtuelle Infrastrukturen generieren, greifen die herkömmlichen Anknüpfungspunkte des deutschen Steuerrechts ins Leere.

Wie bewertet der Autor die Rolle der Finanzverwaltung?

Der Autor erkennt Fortschritte in der Digitalisierung der Finanzverwaltung (z.B. durch das ELSTER-Verfahren) an, mahnt jedoch an, dass die steuerliche Praxis für digitale Geschäftsmodelle in vielen Bereichen, insbesondere bei der Ertragsteuer, nicht ausreichend zukunftsfähig aufgestellt ist.

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Résumé des informations

Titre
Digitale Geschäftsmodelle im deutschen Steuerrecht
Sous-titre
Eine kritische Analyse aktueller Entwicklungen
Université
University of applied sciences, Bremen
Note
1,3
Auteur
Tobias Siemssen (Auteur)
Année de publication
2020
Pages
95
N° de catalogue
V1131031
ISBN (ebook)
9783346500632
ISBN (Livre)
9783346500649
Langue
allemand
mots-clé
Steuerrecht Digitale Geschäftsmodelle Steuern
Sécurité des produits
GRIN Publishing GmbH
Citation du texte
Tobias Siemssen (Auteur), 2020, Digitale Geschäftsmodelle im deutschen Steuerrecht, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1131031
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Extrait de  95  pages
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