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Phantastische Gegenwelten in ausgewählten Werken der englischen Kinder- und Jugendliteratur

Title: Phantastische Gegenwelten in ausgewählten Werken der englischen Kinder- und Jugendliteratur

Thesis (M.A.) , 2007 , 66 Pages , Grade: 1,7

Autor:in: M. A. Stefanie Ader (Author)

English Language and Literature Studies - Literature
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In der zweiten Hälfte des 18. Jahrhunderts erlangt der Mensch die folgenreiche Erkenntnis, dass das Kind ein ganz eigenes Wesen hat, welches einer anderen Behandlung bedarf als das eines Erwachsenen. „Kinder und Jugendliche [werden] von nun an als besondere Gruppe mit eigenen Merkmalen definiert und nicht länger als noch unvollständige Erwachsene betrachtet […]“. Dieser Einsicht folgt eine lang anhaltende Diskussion über die angemessene Art und Weise dem jüngeren Leser samt seiner eigenen Merkmale über das Medium Literatur zu begegnen. Die Einfachheit im Rahmen der Kinder- und Jugendliteratur ist eines der prägenden Stilmittel, welches in diesem Zusammenhang erwächst und in der Sekundärliteratur mit beständiger Aufmerksamkeit diskutiert wird. Zum einen wird sie immer wieder als Genrekonstituente, zum anderen als eines von vielen verfügbaren Instrumenten gehandelt, die zur Gestaltung eines Textes auf Kinderniveau zur Verfügung stehen. Eine besondere Ausprägung wird der Einfachheit zudem im Rahmen der phantastischen Kinder- und Jugendliteratur beigemessen. Ihre phantastischen Elemente und insbesondere die Konstruktion einer Gegenwelt tragen nicht nur zur Einfachheit eines Werkes bei, sondern ebnen außerdem den Weg für die zweite wesentliche Funktion der Gattung, ihren didaktischen Auftrag. Das Stilmittel der Einfachheit soll anhand einer Analyse ausgewählter Werke (J. Barrie's Peter Pan, C.S. Lewis' Chronicles of Narnia und J.K. Rowling's Harry Potter Septologie) untersucht werden. Gegenstand der Untersuchung sind ihre jeweiligen phantastischen Gegenwelten, die wunderbar als isoliertes Konstrukt betrachtet und diskutiert werden können.

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Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. „Kinder- und Jugendliteratur“ - Gattung und Korpus

2.1 Zum Begriffsumfang der Kinder- und Jugendliteratur

2.2 Spezifische Merkmale der Kinder- und Jugendliteratur

3. Phantastische Kinder- und Jugendliteratur

4. Die Einfachheit als Konzept der Kinder- und Jugendliteratur

4.1 Die Werkzeuge der Einfachheit

4.2 Die Funktion der Einfachheit in phantastischen Gegenwelten

5. Phantastische Gegenwelten in ausgewählten Werken der englischen Kinder- und Jugendliteratur

5.1 Die phantastische Gegenwelt in Harry Potter and the Philosopher’s Stone

5.1.1 Einfachheit in Potterworld

5.1.2 Die Funktion der Einfachheit für das Werk

5.1.3 Die Funktion der Gegenwelt für das Werk

5.2 Die phantastische Gegenwelt Narnia in The Chronicles of Narnia

5.2.1 Einfachheit in Narnia

5.2.2 Die Funktion der Einfachheit für das Werk

5.2.3 Die Funktion der Gegenwelt für das Werk

5.3 Die phantastische Gegenwelt Neverland in Peter Pan

5.3.1 Einfachheit im Neverland

5.3.2 Die Funktion der Gegenwelt, unter Berücksichtigung der Einfachheit in Peter Pan

6. Schluss

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht das Konzept der "Einfachheit" als literarisches Stilmittel in der phantastischen Kinder- und Jugendliteratur, um zu analysieren, wie dieses in die Konstruktion von Gegenwelten eingebettet ist und welche didaktischen oder ästhetischen Funktionen es erfüllt.

  • Analyse des Begriffs der Kinder- und Jugendliteratur und ihrer Spezifika.
  • Untersuchung der "Einfachheit" als Kategorie zur Textgestaltung und Kommunikation.
  • Definition und Erscheinungsformen phantastischer Gegenwelten in der Literatur.
  • Vergleichende Analyse der Werke "Harry Potter and the Philosopher’s Stone", "The Chronicles of Narnia" und "Peter Pan".
  • Diskussion der didaktischen Instrumentalisierung phantastischer Elemente.

Auszug aus dem Buch

5.1.1 Einfachheit in Potterworld

Harry Potter and the Philosopher’s Stone, ebenso wie die später veröffentlichen Bände der Reihe, ist ein Werk, welches bekannterweise gleichermaßen von Erwachsenen sowie Kindern gelesen wird. Hier ist es demnach besonders interessant, ein für die Kinderliteratur spezifisches Merkmal aufzuspüren, welches dennoch dem Lesegenuss eines Erwachsenen keinen Abbruch tut.

Lypp behauptet in ihren Ausführungen zur Einfachheit, die phantastischen Welten böten einen verkleinerten Maßstab der realen Welt, und hätten somit die Eigenschaften und Funktionen eines Modells. Überprüft man diese Annahmen zur Metaebene, so trifft dieses wohl kaum auf die Darstellung der Gegenwelt in den Potter- Romanen zu. Es dringt im ersten Band zwar nur ansatzweise durch, welche Ausmaße die kreierte Welt einnehmen soll, doch auch schon hier wird eine erstaunliche Menge an Details umrissen, die ihre Dimensionen erahnen lassen. Dabei wird weder ein Ausschnitt, noch ein kleinerer Maßstab beschrieben. Die magische Welt ist ein Amalgam vieler verschiedener Welten. Jeder Bereich, der in der realen Welt vorhanden ist, hat sein magisches Pendant. Angefangen mit dem Zahlungssystem, den politischen Institutionen oder dem Bildungssystem wird alles detailgetreu, wenn auch durch magische Spielereien verzerrt, dargestellt.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Einführung in die Diskussion um den jungen Leser und die Rolle der Einfachheit als Stilmittel in der phantastischen Kinder- und Jugendliteratur.

2. „Kinder- und Jugendliteratur“ - Gattung und Korpus: Beleuchtung der Schwierigkeit, den Begriff der Kinderliteratur zu definieren, sowie Erläuterung der gattungsspezifischen Merkmale und Korpusbildung.

3. Phantastische Kinder- und Jugendliteratur: Definition des Phantastischen und Analyse der Funktion und Erscheinungsweise von Gegenwelten innerhalb der Erzählstruktur.

4. Die Einfachheit als Konzept der Kinder- und Jugendliteratur: Theoretische Auseinandersetzung mit der Einfachheit als Werkzeug der Anpassung und als Spannungsverhältnis zwischen Autor und Leser.

5. Phantastische Gegenwelten in ausgewählten Werken der englischen Kinder- und Jugendliteratur: Detaillierte Analyse der drei Primärwerke unter Berücksichtigung ihrer Einfachheit, Handlungsstruktur und Didaktik.

6. Schluss: Zusammenführung der Ergebnisse, die zeigt, dass Einfachheit kein zwingendes Genremerkmal ist, sondern je nach Werk unterschiedliche Funktionen erfüllt.

Schlüsselwörter

Kinderliteratur, Jugendliteratur, Einfachheit, Phantastik, Gegenwelt, Didaktik, Adaption, Harry Potter, Narnia, Peter Pan, Erzählperspektive, Komplexität, asymmetrische Kommunikation, Modellfunktion, Literaturanalyse.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit grundlegend?

Die Arbeit untersucht, wie das Konzept der „Einfachheit“ als Stilmittel eingesetzt wird, um phantastische Welten in der englischen Kinder- und Jugendliteratur für junge Leser verständlich und zugänglich zu machen.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die zentralen Themen sind die Gattungsspezifika der Kinder- und Jugendliteratur, theoretische Modelle der „Einfachheit“ und „asymmetrischen Kommunikation“ sowie die Analyse von Gegenwelten in ausgewählten Meilensteinen des Genres.

Welches primäre Ziel verfolgt die Forschungsarbeit?

Ziel ist es zu klären, ob die Einfachheit eine notwendige Genrekonstituente der phantastischen Kinder- und Jugendliteratur ist oder ob sie je nach Werk unterschiedliche, etwa symbolische oder didaktische, Funktionen erfüllt.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Autorin nutzt die Methode der vergleichenden Literaturwissenschaft, um die drei Primärwerke (Harry Potter, Narnia, Peter Pan) anhand von Kriterien wie Erzählperspektive, Figurenkonzeption und Komplexitätsgrad zu analysieren.

Was wird im Hauptteil der Untersuchung behandelt?

Der Hauptteil widmet sich der detaillierten Anwendung der theoretischen Kriterien der „Einfachheit“ auf die Gegenwelten in Harry Potter, Narnia und Peter Pan, inklusive einer Analyse der jeweiligen Funktionen für das Gesamtwerk.

Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren die Arbeit?

Neben „Einfachheit“ und „Gegenwelt“ sind Begriffe wie „Didaktik“, „Adaption“, „asymmetrische Kommunikation“ und „Komplexitätsgrad“ entscheidend für das Verständnis der Argumentation.

Wie unterscheidet sich "Harry Potter" in Bezug auf die Einfachheit von "Narnia"?

Während "Narnia" eine stark reduzierte, modellhafte und einfache Welt präsentiert, weist "Harry Potter" eine hohe Komplexität auf, die kaum eine Reduktion der Wirklichkeit darstellt, sondern eher eine Verfremdung.

Warum wird "Peter Pan" als außergewöhnlicher Fall eingestuft?

Obwohl es eine vereinfachte Gegenwelt (Neverland) bietet, ist das Werk sprachlich und inhaltlich so komplex und voller Anspielungen, dass es laut Autorin kaum noch den klassischen Kriterien eines einfachen Kinderbuches entspricht.

Welche Rolle spielt der Erzähler in der phantastischen Literatur laut der Untersuchung?

Der Erzähler fungiert oft als Instanz, die durch Kommentare und bewusste Steuerung versucht, die Komplexität der Welt für das Kind zu reduzieren oder – wie in Peter Pan – den Leser durch Provokation herausfordert.

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Details

Title
Phantastische Gegenwelten in ausgewählten Werken der englischen Kinder- und Jugendliteratur
College
University of Dusseldorf "Heinrich Heine"
Grade
1,7
Author
M. A. Stefanie Ader (Author)
Publication Year
2007
Pages
66
Catalog Number
V113172
ISBN (eBook)
9783640136599
ISBN (Book)
9783640137008
Language
German
Tags
Phantastische Gegenwelten Werken Kinder- Jugendliteratur
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
M. A. Stefanie Ader (Author), 2007, Phantastische Gegenwelten in ausgewählten Werken der englischen Kinder- und Jugendliteratur, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/113172
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