Vorwiegend wurden in den Jahren 2008 und 2009 zahlreiche geldpolitische Maßnahmen beschlossen, die in dieser Seminararbeit, samt ihrer Effekte veranschaulicht werden. Welche Wirkung hat die Bankenkrise auf die Realwirtschaft? Was wurde seitens der EZB getan, um Stabilität der europäischen Währung zu gewährleisten? Mit welchen Gesetzen hat die Regierung der Bundesrepublik auf die Krise reagiert? Wie wirken sich diese Maßnahmen aus? Im Verlauf dieser Arbeit sollen diese Fragen beantwortet werden.
Das Kapitel 2 widmet sich der Folgen der Bankenkrise auf die Realwirtschaft. Dabei wird der Fokus überwiegend auf die Situation in Deutschland in den Jahren 2008 und 2009 gelegt. Zunächst werden in Kapitel 3 beide Konjunkturprogramme der Bundesrepublik näher vorgestellt. Darauf folgt eine Darstellung der stabilisierenden Maßnahmen des Bankensektors des Euro-Raums in Kapitel 4. Hier befinden sich konventionelle und unkonventionelle geldpolitischen Maßnahmen der EZB, sowie der deutschen Regierung. Zusammenfassend werden in Kapitel 5 die Auswirkungen der vorgenommenen Maßnahmen im Hinblick auf die Realwirtschaft erörtert. An dieser Stelle wird die Reihenfolge der Punkte aus den Kapitel 3 und 4 beibehalten. Abschließend wird in Kapitel 6 ein Fazit zu dieser Seminararbeit gezogen.
Inhaltsverzeichnis
1. Einleitung
1.1 Begründung des Forschungsgegenstandes
1.2 Forschungsfrage
1.3 Gang der Untersuchung
2. Folgen der Bankenkrise auf die Realwirtschaft
2.1 Restriktive Unternehmensfinanzierung
2.2 Bruttoinlandsprodukt -Einbruch der ökonomisch entwickelten Staaten
2.3 Krisenmodus der Autoindustrie
3. Deutsche Konjunkturprograme
3.1 Beschäftigungssicherung durch Wachstumsstärkung
3.2 Entschlossen in der Krise, stark für den nächsten Aufschwung
4. Sicherung des Bankensystems im Euro-Raum
4.1 Vorgehensweise der Europäischen Zentralbank
4.2 Programm zum Ankauf gedeckter Schuldverschreibungen
4.3 Finanzmarktstabilisierungsgesetz
4.4 Finanzmarktstabilisierungsfortentwicklungsgesetz
5. Auswertung
5.1 Konjunkturpaket I
5.2 Konjunkturpaket II
5.3 Finanzmarktstabilisierungsfonds
5.4 Bad Banks
6. Fazit
6.1 Kritische Würdigung
6.2 Ausblick
Zielsetzung & Themen
Die Arbeit untersucht die ökonomischen Auswirkungen der Bankenkrise 2008/2009 auf die deutsche Realwirtschaft und analysiert die Wirksamkeit der von der Bundesregierung und der Europäischen Zentralbank eingeleiteten geld- und fiskalpolitischen Gegenmaßnahmen.
- Analyse der Folgen der Bankenkrise auf die Realwirtschaft
- Untersuchung der deutschen Konjunkturprogramme (Konjunkturpaket I & II)
- Darstellung der Maßnahmen der EZB zur Stabilisierung des Bankensystems
- Bewertung der Rolle des Finanzmarktstabilisierungsfonds (SoFFin)
- Diskussion von "Bad Banks" als Instrument zur Bilanzsanierung
Auszug aus dem Buch
1.1 Begründung des Forschungsgegenstandes
Am 15. September 2008 erlebte die US-Börse den schwersten Kurssturz ihrer Geschichte. Plötzlich verloren Banken das Vertrauen zueinander und die daraus resultierenden Liquiditäts probleme, sowie die erschwerten Kreditvergaben der Banken sorgten für eine krisenhafte Si tuation im Bankensektor und in der Realwirtschaft. Weltweit kam es zu Insolvenzen und Zwangsversteigerungen. Die ganze Finanzwelt wurde schlagartig in die Knie gezwungen. In der Literatur wird von zahlreichen zusammenhängenden Auslösern gesprochen, dazu zählt die Gier der Großbanken und der Ratingagenturen, die Komplexität der Finanzinstrumente und die nicht argusäugige Bankenaufsicht.
Weltweit wurde prompt gehandelt um die Expansion der Rezession einzudämmen. Im Euro Raum ist die am 1. Juni 1998 gegründete Europäische Zentralbank (EZB), als eine regierungs unabhängige Zentralbank für die Stabilität des Euros zuständig.1 Eine Unabhängigkeit der Zentralbanken war nicht immer selbsterklärend und ist ein Effekt jahrelanger Arbeit an der Beschränkung politischer Einflüsse in der Europäischen Wirtschafts- und Währungsunion.2
Während der entstandenen Finanzkrise befanden sich etliche Staatshaushalte in einer exis tenzbedrohlichen Situation und waren auf die Hilfe der geldpolitischen Maßnahmen der EZB angewiesen, die das Ziel hatten, die angespannte Situation zu entschärfen. Innerhalb Deutschlands ergriff auch die Regierung notwendige Schritte, um die inländische Realwirt schaft über Wasser zu halten.
Zusammenfassung der Kapitel
1. Einleitung: Die Einleitung begründet das Interesse an der Untersuchung der Finanzkrise 2008 und definiert die Forschungsfragen zur Auswirkung auf die deutsche Realwirtschaft sowie die Regierungsmaßnahmen.
2. Folgen der Bankenkrise auf die Realwirtschaft: Dieses Kapitel erläutert die negativen Auswirkungen der Krise, insbesondere die restriktive Kreditvergabe, den Rückgang des BIP und die Krise in der Automobilindustrie.
3. Deutsche Konjunkturprograme: Hier werden die Maßnahmen der Bundesregierung, insbesondere das Konjunkturpaket I und II, detailliert zur Stützung der inländischen Wirtschaft vorgestellt.
4. Sicherung des Bankensystems im Euro-Raum: Der Fokus liegt auf der Stabilisierung des Finanzsektors durch die EZB und die Einführung gesetzlicher Instrumente wie dem SoFFin und Bad-Bank-Modellen.
5. Auswertung: Das Kapitel evaluiert die Wirksamkeit der zuvor beschriebenen Maßnahmen anhand von Kennzahlen wie Kurzarbeit, Absatzzahlen und BIP-Entwicklung.
6. Fazit: Das Fazit fasst die Ergebnisse zusammen, kritisiert die Datenbasis und gibt einen Ausblick auf künftiges Krisenmanagement.
Schlüsselwörter
Bankenkrise, Realwirtschaft, Finanzmarktstabilisierungsgesetz, EZB, Konjunkturpaket, SoFFin, Bad Bank, Rezession, BIP, Kurzarbeit, Abwrackprämie, Kreditvergabe, Liquidität, Wirtschaftswachstum, Finanzpolitik
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in der Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit analysiert die Auswirkungen der Weltwirtschaftskrise 2008/2009 auf die deutsche Realwirtschaft sowie die geld- und fiskalpolitischen Gegenmaßnahmen der Bundesregierung und der EZB.
Was sind die zentralen Themenfelder?
Zentrale Themen sind die Bankenkrise, die Stabilisierung des Finanzmarktes, staatliche Konjunkturpakete und deren Einfluss auf die Kreditvergabe und das Bruttoinlandsprodukt.
Was ist das primäre Ziel der Arbeit?
Das Ziel ist es, eine Übersicht der eingesetzten Instrumente zu erstellen und deren Wirkung auf die deutsche Wirtschaft und den Bankensektor kritisch zu erörtern.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Es handelt sich um eine literatur- und datengestützte Analyse, die ökonomische Zusammenhänge der Krisenjahre 2008 bis 2010 unter Heranziehung von Berichten und Statistiken untersucht.
Was wird im Hauptteil behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in die Folgen der Krise, die deutschen Konjunkturpakete, Maßnahmen zur Sicherung des Bankensystems sowie eine abschließende Auswertung der Wirksamkeit dieser Interventionen.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Begriffe wie Bankenkrise, Konjunkturpaket, SoFFin, Bad Bank und Realwirtschaft stehen im Mittelpunkt der Untersuchung.
Wie effektiv war die Abwrackprämie laut der Auswertung?
Die Auswertung zeigt, dass die Abwrackprämie zwar kurzfristig den Absatz förderte, aber zu einem späteren Verkaufseinbruch führte, da sie lediglich Vorzieheffekte generierte.
Was unterscheidet eine Bad Bank von einer herkömmlichen Bank?
Eine Bad Bank ist keine Bank im eigentlichen Sinne, sondern eine Zweckgesellschaft zur Auslagerung toxischer Wertpapiere, die nicht denselben Eigenkapitalvorschriften unterliegt wie reguläre Kreditinstitute.
- Arbeit zitieren
- Patryk Strecker (Autor:in), 2021, Geldpolitische Maßnahmen zur Stabilisation der Wirtschaft nach dem Ausbruch der Weltwirtschaftskrise von 2008 bis 2010, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1133103