Sozial nachhaltige Entwicklung im (sozial-)pädagogischen Fokus: Die ökosoziale Theorie sozialer Arbeit Wolf Rainer Wendts und sozial nachhaltige Entwicklung im Vergleich


Hausarbeit, 2007

22 Seiten, Note: 1,3


Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

1. Absicht der Untersuchung

2. Die ökosoziale Theorie Sozialer Arbeit von Wolf Rainer Wendt
2.1 Die Perspektive der Sozialwirtschaftslehre
2.2 2 Soziales Kapital

3. Sozial nachhaltige Entwicklung
3.1 Das Konzept Nachhaltige Entwicklung
3.2 Das Soziale Nachhaltiger Entwicklung

4. Zusammenfassende inhaltliche und formale Eindrücke Wendts Werkes
4.1 1 Vom ökosozialen Ansatz zu sozial nachhaltiger Entwicklung: Folgen einer Modeerscheinung oder professionelle folgerichtige Theorieentwicklung?
4.2 Rezeption und Eindruck von Wendts Werk

5. Literaturverzeichnis

1. Absicht der Untersuchung

Dem Thema dieser Arbeit liegt die Beobachtung und Interpretation der Verfasserin zugrunde, dass das Konzept „Nachhaltige Entwicklung“ im Kontext der aktuellen Weiterentwicklung der ökosozialen Theorie Wolf Rainer Wendts sehr reduziert und vereinfacht appliziert worden ist. Wenn „Erhalt der Reproduktionsfähigkeit von Mensch, Natur und Kultur“ als sozialwirtschaftliche Ausbuchstabierung Nachhaltiger Entwicklung genannt wird (Wendt 2000, S. 15), sind damit einige grundlegende Aspekte (sozial) nachhaltiger Entwicklung ausgelassen worden (z. B. intraund intergenerationelle Gerechtigkeit). In seinem neuesten Werk „Sozial arbeiten und sozial wirtschaften“ (Wendt 2004) ist der Einordnung seiner Theorie in den Diskurs über Nachhaltige Entwicklung jedoch ein ganzes Kapitel gewidmet (Kapitel 6 „Nachhaltig sozial arbeiten und wirtschaften“). Dort geht Wendt vor allem auf die soziale Dimension Nachhaltiger Entwicklung ein, was einen Vergleich mit der eigenständigen sozialwissenschaftlichen Herleitung und Einbettung sozial nachhaltiger Entwicklung nahe legt. Dieser Vergleich wird mit vorliegender Arbeit angestellt.

Als Einstieg wird im zweiten Kapitel Wendts Theorie Sozialer Arbeit anhand zwei zentraler Aspekte vorgestellt. Seine Perspektive der Sozialwirtschaftslehre ist zentral für das Zusammendenken von Ökologischem und Sozialem und lässt sich sowohl biografisch als auch bibliografisch nachzeichnen. Der zweite Aspekt des Sozialen Kapitals verdeutlicht diese Symbiose und führt zur Anwendbarkeit des Konzeptes Nachhaltige Entwicklung hin. Das dritte Kapitel, welches sich mit der Beschreibung und Herleitung der sozialen Dimension Nachhaltiger Entwicklung befasst, steht losgelöst vom (sozial­)pädagogischen Diskurs. Es wird auf allgemeine sozialwissenschaftliche Herleitungen rekurriert und zum Teil auf die politischen Entwicklungen eingegangen.

Der Vergleich des sozialpädagogischen Weges Wendts hin zu nachhaltiger Entwicklung mit dem allgemein­sozialwissenschaftlichen in der (vornehmlich deutschen) Wissenschaftsund Politiklandschaft findet im vierten Kapitel statt. Dabei ist nicht davon auszugehen, dass mit dieser Arbeit eine umfassende Analyse und Einordnung der Theorie Wendts in den Nachhaltigkeitsdiskurs vorgenommen werden kann (dazu müsste in die moralisch­ethischen Implikationen von Wendts Theorie vorgedrungen1 und eine umfassendere Analyse des sozialwissenschaftlichen Diskurses vorgenommen werden), eine erste Einschätzung der Qualität der Bezugnahme Wendts auf Nachhaltige Entwicklung soll jedoch für weiterführende Überlegungen hilfreich sein.

2. Die ökosoziale Theorie Sozialer Arbeit von Wolf Rainer Wendt

Wendt entwickelte die ökosoziale Theorie Sozialer Arbeit in den 70er Jahren, in denen die deutsche Umweltdebatte auf ihrem Höhepunkt war und sozialwissenschaftlich mittels der Systemtheorie in einen gesellschaftlichen Gesamtzusammenhang gebracht worden ist (vgl. Engelke 1999, S. 350). Sie ist in „Ökologie und Soziale Arbeit“ (Wendt 1982) und später in

„Ökosozial denken und handeln“ (Wendt 1990) ausgeführt worden. Den Gesamtzusammenhang, in den Wendt seine Theorie bringt, beschreibt er mit folgenden Worten (Wendt 2000b, S. 282 und 283):

„Schließlich findet sich die ökosoziale Theorie im Entwurf einer Sozialwirtschaftslehre wieder, die sowohl die Leistungen sozialer Organisationen und Unternehmungen als auch das auf individuelle und gemeinschaftliche Wohlfahrt gerichtete Engagement der formell und informell beteiligten Menschen erfasst. [...] Der Ansatz2 heit ökosozial, weil er die sozialen Themen in einen ökologischen Zusammenhang rückt und sie in ihm behandelt.“

Hieraus lässt sich herausarbeiten, dass Wendt seine Theorie in einen weit gefassten (politischen) Zusammenhang stellt und Soziale Arbeit mit Wirtschaft und Wohlfahrt zusammen denkt. Als mit seiner Theorie verwandte Theoriediskurse benennt er somit die Stichpunkte Sozialmanagement, Ökonomisierung, Wohlfahrtsproduktion und Sozialraumorientiertung (Wendt 2000b, S. 282) und distanziert sich gleichzeitig von den „Bindestrich­Ökologien“, die der jeweiligen Disziplin den Naturund Umweltaspekt aufaddieren. Diese sind nicht Wendts Absicht. Er bezieht sich ausdrücklich nicht auf eine um Umweltund Naturschutz erweiterte Soziale Arbeit, sondern sein Anliegen ist das Feld und der Raum „menschlicher Lebensgestaltung“ (Wendt 1990, S. 10). So kommt er laut Engelke (1999, S. 355) in seiner gesamten Literatur ohne das Wort „Umwelt“ aus. Sein Verständnis von Ökologie ist also eher anthropologischer Art, da die Ökologie dazu auffordere, „die Menschen innerhalb der evolutionären, ökologischen und sozialen 'Ganzheiten' zu betrachten, deren Teile sie sind“ (Engelke 1999, S. 351).

Wendts Haltung und Menschenbild scheinen sich aus vielfältigsten Quellen philosphischer und spiritueller Art zu speisen. Aus den Literaturverzeichnissen lassen sich Bezüge auf die Stoiker, Tao, Aristoteles, Hannah Arendt und viele andere Denker finden, wobei er sich laut Strunk (o.J.) als Optimist und Humanist darstellt und sich sehr wohl von „pessimistischen“ Autoren wie Adorno, Baudrillard und Sennett abzugrenzen weiß. Als Vorsitzender der Deutschen Gesellschaft für Soziale Arbeit e. V. und Mit­Herausgeber der Zeitschrift „SOZIAL­ wirtschaft“ ist Wendt zeitgenössischer Gestalter Sozialer Arbeit in Deutschland.

2.1 Die Perspektive der Sozialwirtschaftslehre

Aus oben genanntem Zitat lässt sich ersehen, dass Wendt seine Theorie der Sozialen Arbeit als eine Ausformung einer Sozialwirtschaftslehre begreift. Sowohl das Buch „Ökologie und Soziale Arbeit“ (1982) als auch „Ökosozial denken und Handeln“ (1990) beginnt Wendt mit einem Kapitel über das Wirtschaften („Die Ökonomik des sozialen Lebens“ und „Von Haus aus – leitende Begriffe“). Der „Kategorie Oikos“ bzw. der sozialwirtschaftlichen Perspektive des Haushaltens ordnet Wendt weitere leitende Begriffe seiner Theorie unter (vgl. Wendt 1990, Kapitel 2), die für Soziale Arbeit relevant sind: Selbstorganisation, Lebenslage, Kompetenzen, Ressourcen, Bewältigung, Unterstützung und Vernetzung werden unter dieser Perspektive ausbuchstabiert.

Das Prinzip des Haushaltens, bzw. die „Kategorie Oikos“, findet sich darüber hinaus auch schon im ersten Kapitel seines ersten Buches „Eignung. Ethische Erwägungen.“ (1989) wieder, worin sich Wendt ganz grundsätzlich auf die stoische Lehre der Oikeiosis bezieht. Es scheint sich hierbei also um einen, wenn nicht den, Kern der Theorie Wendts zu handeln. Den Leitbegriff Oikos (griechisch: Haus) beleuchtet Wendt historisch und wissenschaftlich von vielerlei Seiten (v.a. Wendt 1982, S. 10ff). Historisch stellte sich das alteuropäische Muster gemeinschaftlichen Lebens im 'ganzen Haus' dar, dem weit mehr als die Familienmitglieder angehörten; in der modernen Zeit wurden immer mehr Bereiche dieses 'ganzen Hauses' in das öffentliche Leben transferiert (Wendt 1982, S. 10) – Soziales trat ein in die Dimension der Ökonomie (siehe Kapitel 2.3).

Wendt trennt deutlich zwischen Sozialökonomie und Sozialwirtschaft (Wendt 2002, S. 15): Sozialökonomie war um 1900 ein Synonym für Politische Ökonomie bzw. Volkswirtschaftslehre und wird heute noch für die sozialen Bezüge des Wirtschaftens gebraucht, während Sozialwirtschaft schon Teil des gegebenen Wirtschaftssystems ist. Die Sozialwirtschafts lehre beschäftigt sich mit dem „Interpretationszusammenhang, der eine Reihe von Grundannahmen, Konzepten und Kontextbezügen einschließt“ (ebd.). Die in eine Sozialwirtschaftslehre eingebettete Theorie sozialer Arbeit Wendts muss demzufolge normativ angelegt sein, zumal sich 'Soziale Arbeit' nach Wendt aus einer Grundmotivation generiert, etwas an den gesellschaftlichen Gegebenheiten zu verbessern (wozu eine Vorstellung von dem Guten bzw. etwas Besserem vorhanden sein muss):

„Der Vorgang, in einer Gesellschaft an den Lebensverhältnissen ihrer Angehörigen Anstoß zu nehmen und etwas mit dem Ziel zu tun, diese Verhältnisse zu bessern, wird [...] soziale Arbeit genannt.“ (Wendt 1982, S. 1)

Wie in der Nachzeichnung des sozialwissenschaftlichen Diskurses um soziale Nachhaltigkeit in Kapitel 2 zu sehen sein wird, sind Normativität und Ethik aus sozialen Dimensionen nicht wegzudenken. „Das Soziale“ ist schwer zu fassen und zu definieren; Wendt setzt es von vornherein in einen ethischen und handlungsbezogenen Zusammenhang:

„Soziales impliziert von vornherein sowohl ethische, den Wert eines Handelns miteinander und füreinander betreffende Momente, als auch ökonomische, die gesellschaftliche, personen­ und situationsbezogene Zweckmäßigkeit und Nützlichkeit des Handelns betreffende Momente.“ (Wendt xxxx, S. xx)

Obwohl oder gerade weil es sich um einen solchen normativen und ethischen Zusammenhang handelt, kann mittels der Perspektive der Sozialwirtschaft auf alle Ebenen gesellschaftlichen Zusammenlebens geblickt werden (vgl. Wendt 2002, S. 17):

- auf die Gesellschaft und die Wirtschaft im ganzen: sozialpolitische und volkswirtschaftliche Zusammenhänge (Makro­Ebene),
- auf die Organisationen mit sozialer Zweckbestimmung: Träger und Anbieter sozialer (Dienst­)Leistungen (Meso­Ebene) und
- auf die Haushalte, in denen die Menschen ihre Leben führen (Mikro­Ebene).

Dieses ausdifferenzierte System sozialer Zusammenhänge unterliegt laut Wendt in Deutschland dem sozialwirtschaftlichen Paradigma, das „eine umsichtige, nachhaltige Wohlfahrtsproduktion, die eingebunden ist in einen 'welfare­mix' aus privater und öffentlicher Daseinsvorsorge, Selbsthilfe und ziviler Lebensgestaltung“ besteht (ebd.). Die sozialwirtschaftliche Perspektive schließt offensichtlich im Gegensatz zur ökonomischen bzw. wirtschaftlichen Perspektive schwer fassbare und schwer messbare gesellschaftliche Ausprägungen ein. Wendt listet deutlich auf, was die ökonomische Dimension an Sozialem nicht erfasst (wichtig im Hinblick auf die verschiedenen Dimensionen des Konzeptes Nachhaltige Entwicklung):

„... die unterschiedlichen Arten und Weisen zu leben, sich täglich zu behaupten, naturgegebenes Geschehen, die Ethik des Miteinanders, Glück im Alltag, das Beziehungsgeschehen zwischen Personen, Freundschaft und Liebe, die soziale Kultur und die Lebenskunst im ganzen mit all dem, was wir bevorzugen und was wir vernachlässigen.“ (Wendt 2002, S. 20)

Den Schlüssel dafür, Normatives, Qualitatives und Kontextgebundenes für die ökonomische

Dimension sichtbar und messbar darzustellen, könnte sich im Konzept des Sozialen Kapitals finden lassen.

2.2 Soziales Kapital

Wendts ökosoziale Theorie sozialer Arbeit bewegt sich zwischen den Sphären: Sie beschreibt sowohl die Organisation von Lebensqualität als auch deren Einordnung in den Wohlfahrtsstaat und die Wirtschaft (Qualität versus Quantität), sie bezieht sich auf den Einzelnen als auch auf die Funktion Sozialer Arbeit für die Gesellschaft (Mikro­, Mesound Makro­Ebene). Wendt bewegt sich mit seiner Theorie also genau dort, wo es darum geht, Soziales messbar zu machen und zu quantifizieren. Soziales Kapital ist ein mögliches Konzept dafür und stellt somit einen zentralen Aspekt seiner Theorie dar. Deshalb und weil Soziales Kapital für die Einordnung der Theorie in das Konzept Nachhaltige Entwicklung eine wichtige Rolle spielen wird, wird an dieser Stelle auf es eingegangen.

Soziales Handeln ist genuin schwierig zu bewerten. Immaterialität, Nichtspeicherbarkeit, Intangibilität, Individualität sowie Mitwirkungserfordernis der Leistungsempfänger behindern eine angemessene Bewertung (vgl. Mühlenkamp 1999 In: Wendt 2000, S. 14). Außerdem ist die Bewertung von Sozialem von Normativität und Ideologie geprägt:

„Die sozialwirtschaftliche Wertschöpfung kommt beim rationalen Umgang mit den knappen Gütern des Sozialen zustande: des Einsatzes von Menschen für andere Menschen. Allerdings haben wir Schwierigkeiten mit der Beschreibung dieser Wertschöpfung, weil das Soziale ideologiegesättigt ist und weil die Ergebnisse seiner Bewirtschaftung sehr verschieden ausfallen.“ (Wendt 2000, S. 13)

Trotz der genannten Schwierigkeiten hat sich „Sozialkapital“ anscheinend als heuritisches und instrumentelles Äquivalent zu „Humankapital“ und „ökonomischem Kapital“ in den Sozialwissenschaften etabliert. Wendt kann in seinen Ausführungen auf eine Vielzahl von Theorien und Diskursen zu Sozialkapital zurückgreifen und leuchtet dabei vor allem die klassischen Ansätze von Bourdieu. Putnam und Coleman aus (Wendt 2002, S. 159ff), nennt auch Kritik und Alternativ­Vorschläge (z.B. den Vorschlag Offes, „Sozialvermögen“ statt „Sozialkapital“ zu verwenden, da es sich nicht durch Kauf übertragen lasse), bevor er sich auf ein

„noch unausgereiftes, aber vielversprechendes Konzept“ (ebd., S. 163) von Baron/Field/Schuller (2000) und die dort genannten Vorzüge des Begriffs „Sozialkapital“ bezieht; nämlich dass der Begriff „Sozialkapital“

- den Blick vom Verhalten einzelner Akteure auf das Beziehungsmuster zwischen ihnen, sozialen Einheiten und Institutionen richte,
- sich der Analyse als eine Verknüpfung von Mikro­, Mesound Makro­Ebenen der Betrachtung anbiete,
- multidisziplinär und interdisziplinär angelegt sei,
- Wertgesichtspunkte wieder ins Zentrum eines sozialwissenschaftlichen Diskurses rücke,
- heuristische Qualität habe: Er eröffnet neue Pfade für Einsichten. (ebd.)

Die Verknüpfungsschwierigkeiten zwischen Quantitativem und Qualitativem beschäftigen Wendt nicht nur hinsichtlich der Anwendbarkeit des Konzeptes „Sozialkapital“, sondern auch gesamtgesellschaftlich, indem er (schon!) im Jahre 1982 in seinem Buch „Ökologie und Soziale Arbeit“ auf die Grenzen der Wachstumsgesellschaft hinweist: Die Zeit, dass sich Wachstum allein am alljährlichen Mehr an Konsum auf allen Gebieten festmachte und damit eine Steigerung der Lebensqualität suggerierte, ist für Wendt vorbei (Wendt 1982, S. 112). Die (in Wendts Sinne) ökologische Beschäftigung mit dem auf der Makroebene organisierten Haushalt, lässt ihn zu dem Schluss kommen, „dass der Begriff 'Lebensstandard' gegen den der 'Lebensqualität' ausgetauscht, also die inhaltliche Frage neu gestellt“ werden muss (ebd.). Mit dieser Hinwendung zum „Guten Leben“ kommt Wendt der Suffizienzstrategie3 der Nachhaltigen Entwicklung recht nahe. Doch bevor auf Wendts Adaption (sozial) nachhaltiger Entwicklung im Detail eingegangen wird, folgt nun eine Nachzeichnung des sozialwissenschaftlichen Diskurses um das Konzept Nachhaltige Entwicklung.

[...]


1 Zur Vertiefung: Wendt, W.R. (1989): Eignung. Ethische Erwägungen. Diesterweg: Frankfurt am Main.

2 Wendt benutzt die Begriffe „Theorie“, „Konzept“ und „Ansatz“ ohne ausdrückliche Differenzierung (vgl. Engelke 1999, S. 356).

3 Zur Umsetzung einer nachhaltigen Entwicklung wird neben der Effizienz­, der Konsistenzund der Bildungsstrategie die Suffizienzstrategie diskutiert, bei der es „um eine Neudefiniton von Lebensqualität, die Suche nach neuen Produktionsund Konsummustern durch Lebensstilveränderung und damit die Substitution von bestimmten nicht­nachhaltigen Verhaltensweisen, z.B. die häufigere Nutzung von öffentlichen Verkehrsmitteln an Stelle des eigenen Autos“ geht. Suffizienz sollte nicht mit Verzicht auf Anordnung, sondern mit „Begrenzung aus Einsicht und Wahl, Wohlbefinden, Zufriedenheit, einem neuen Wohlstandsverständnis, mit Maß und Maßhalten“ verbunden werden. (Michelsen 2004, S. 54f)

Ende der Leseprobe aus 22 Seiten

Details

Titel
Sozial nachhaltige Entwicklung im (sozial-)pädagogischen Fokus: Die ökosoziale Theorie sozialer Arbeit Wolf Rainer Wendts und sozial nachhaltige Entwicklung im Vergleich
Hochschule
Leuphana Universität Lüneburg  (Institut für Sozialpädagogik)
Veranstaltung
Konzepte (sozial)pädagogischen Handelns und Wissens
Note
1,3
Autor
Jahr
2007
Seiten
22
Katalognummer
V113324
ISBN (eBook)
9783640147946
ISBN (Buch)
9783656257820
Dateigröße
826 KB
Sprache
Deutsch
Anmerkungen
Der Erstprüfer merkte an, dass 4 Verben im Ausdruck zu umgangssprachlich wären, und dass diese im Vergleich zum ansonsten sehr wissenschaftlichen Sprachstil einen stilistischen Bruch erkennen ließen.
Schlagworte
Sozial, Entwicklung, Fokus, Theorie, Arbeit, Wolf, Rainer, Wendts, Vergleich, Konzepte, Handelns, Wissens
Arbeit zitieren
Bettina Soethe (Autor), 2007, Sozial nachhaltige Entwicklung im (sozial-)pädagogischen Fokus: Die ökosoziale Theorie sozialer Arbeit Wolf Rainer Wendts und sozial nachhaltige Entwicklung im Vergleich, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/113324

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