Die vorliegende Arbeit beinhaltet im ersten Kapitel die Operationalisierung des Konstruktes Unternehmensreputation sowie die Konzeption eines vollständigen qualitativen Interviewleitfadens. Ziel des Interviewleitfadens ist eine anschließende Befragung der drei wichtigsten Stakeholder des Unternehmens. Als Unternehmen wird die deutsche Bahn AG gewählt. Das zweite Kapitel befasst sich mit dem Begriff der Gruppendiskussion (Fokusgruppe), geht auf mögliche Anwendungsfelder ein und diskutiert Vor- und Nachteile einer Gruppendiskussion im Vergleich zu qualitativen Einzelinterviews. In dieser Arbeit werden im letzten Kapitel nach Beschreibung der typischen Abläufe einer inhaltlich-strukturierenden und evaluativen qualitativen Inhaltsanalyse nach Kuckartz die wichtigsten Unterschiede erläutert.
Inhaltsverzeichnis
1 Operationalisierung des Konstrukts Unternehmensreputation und Konzeption eines vollständigen qualitativen Interviewleitfadens
1.1 Konstrukt „Unternehmensreputation“
1.2 Auswahl der Stakeholder
1.3 Fallauswahl
1.4 Konzeption eines qualitativen Interviewleitfadens
1.5 Aufbau und Durchführung des Interviews
2 Die Gruppendiskussion mit ihren Anwendungsfeldern sowie Vor- und Nachteilen im Vergleich zu qualitativen Einzelinterviews
2.1 Gruppendiskussion (Fokusgruppe) – Begriffsbestimmung
2.2 Ablauf einer Gruppendiskussion
2.3 Anwendungsfelder der Gruppendiskussion
2.4 Vor- und Nachteile einer Gruppendiskussion im Vergleich zu qualitativen Einzelinterviews
3 Inhaltlich strukturierende und evaluative qualitative Inhaltsanalyse
3.1 Hinführung zum Thema
3.2 Ablauf einer inhaltlich strukturierenden Inhaltsanalyse
3.3 Ablauf einer evaluativen qualitativen Inhaltsanalyse
3.4 Unterschiede beider Analysemethoden
Zielsetzung & Themen
Die vorliegende Arbeit zielt darauf ab, das komplexe Konstrukt der Unternehmensreputation wissenschaftlich zu operationalisieren und einen methodisch fundierten, qualitativen Interviewleitfaden für die Deutsche Bahn AG zu konzipieren, um die Wahrnehmungen unterschiedlicher Stakeholder systematisch zu erfassen.
- Grundlagen und Definitionen des Konstrukts Unternehmensreputation
- Methodische Konzeption eines qualitativen Interviewleitfadens
- Vergleichende Analyse von Gruppendiskussionen und Einzelinterviews
- Systematische Vorgehensweise bei der inhaltlich strukturierenden Inhaltsanalyse
- Anwendung der evaluativen qualitativen Inhaltsanalyse in der Forschung
Auszug aus dem Buch
1.1 Konstrukt „Unternehmensreputation“
„It takes 20 years to built a good reputation but only five minutes to ruin it (...)”- Buffet
Dieses Zitat des amerikanischen Großinvestors, populären Unternehmers und Mäzen beschreibt prägnant in einem Satz die gesamte Komplexität des Themas Unternehmensreputation. Unternehmenserfolg hängt heute nicht allein von der Marktmacht, hohen Umsätzen und Gewinnen ab. Im Zentrum der Aufmerksamkeit steht das Unternehmensimage. Die über Jahrzehnte aufgebaute Reputation wird zum entscheidenden Wettbewerbsfaktor. Nicht zuletzt aus diesem Grund hat das Thema der Unternehmensreputation vor allem in den letzten Jahren einen Zuwachs im wissenschaftlichen Diskurs genommen. Trotz intensiver Auseinandersetzung mit dieser Thematik gibt es keine einheitliche Definition des Konstruktes „Unternehmensreputation“.
Fombrun definiert Reputation als die gesamte Einschätzung eines Unternehmens durch seine Stakeholder, die aus der Summe sämtlicher affektiver Reaktionen von Kunden, Investoren, Mitarbeitern, Zulieferer sowie der Öffentlichkeit resultiert. Unklarheiten entstehen dadurch, dass ausschließlich affektive Werturteile berücksichtigt werden, kognitive Aspekte jedoch außen vor bleiben. Gray und Balmer hingegen verstehen die Reputation eines Unternehmens als die Bewertung von Unternehmenseigenschaften durch entscheidende Stakeholder, was einen affektiven Faktor außer Acht lässt. Eine Kombination beider Komponenten findet sich bei Hall, der einer Reputation Wissen und Emotion einzelner Personen über das Unternehmen zuschreibt.
Zusammenfassung der Kapitel
1 Operationalisierung des Konstrukts Unternehmensreputation und Konzeption eines vollständigen qualitativen Interviewleitfadens: Dieses Kapitel definiert Unternehmensreputation als zentralen Wettbewerbsfaktor und leitet daraus die Konzeption eines qualitativen Leitfadeninterviews ab.
2 Die Gruppendiskussion mit ihren Anwendungsfeldern sowie Vor- und Nachteilen im Vergleich zu qualitativen Einzelinterviews: Hier werden die theoretischen Grundlagen von Fokusgruppen erläutert und ihre Vor- sowie Nachteile im direkten Vergleich zu Einzelinterviews diskutiert.
3 Inhaltlich strukturierende und evaluative qualitative Inhaltsanalyse: Das letzte Kapitel widmet sich den methodischen Ansätzen zur Auswertung qualitativer Daten, wobei spezifisch die strukturierende und die evaluative Inhaltsanalyse nach Kuckartz behandelt werden.
Schlüsselwörter
Unternehmensreputation, Stakeholder, Qualitative Forschung, Interviewleitfaden, Deutsche Bahn AG, Gruppendiskussion, Fokusgruppe, Inhaltsanalyse, Evaluative Inhaltsanalyse, Corporate Social Responsibility, Unternehmensimage, Datenerhebung, qualitative Auswertungsmethodik.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit befasst sich mit der Operationalisierung des Begriffs Unternehmensreputation und der Entwicklung eines qualitativen Forschungsdesigns, speziell eines Interviewleitfadens, für die Deutsche Bahn AG.
Was sind die zentralen Themenfelder?
Die zentralen Themen umfassen die Definition von Reputation, die Stakeholder-Analyse, die Anwendung von Interviewmethoden (Einzel- vs. Gruppendiskussion) sowie die qualitative Inhaltsanalyse.
Was ist das primäre Ziel der Arbeit?
Das primäre Ziel ist die Konzeption eines vollständig qualitativen Interviewleitfadens, der geeignet ist, die Unternehmensreputation aus Sicht verschiedener Stakeholder-Gruppen zu ermitteln.
Welche wissenschaftlichen Methoden werden verwendet?
Es werden qualitative Methoden der empirischen Sozialforschung eingesetzt, namentlich das halbstandardisierte Leitfadeninterview sowie die inhaltlich strukturierende und evaluative qualitative Inhaltsanalyse.
Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in die theoretische Fundierung der Reputation, die Gegenüberstellung von Gruppendiskussion und Einzelinterviews sowie die methodische Darstellung der qualitativen Inhaltsanalyse.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Die Arbeit ist durch Begriffe wie Unternehmensreputation, Stakeholder-Management, qualitative Inhaltsanalyse, Leitfadeninterviews und Forschungsdesign charakterisiert.
Warum wurde die Deutsche Bahn AG als Fallbeispiel gewählt?
Die Deutsche Bahn AG wurde als große Aktiengesellschaft gewählt, um die Relevanz des Reputationsmanagements und die Komplexität bei der Befragung unterschiedlicher Stakeholder wie Mitarbeiter, Kunden und Geschäftspartner zu illustrieren.
Welche Rolle spielt der Moderator in einer Gruppendiskussion?
Der Moderator stellt sicher, dass die Diskussion am Thema bleibt, keine Teilnehmer dominieren oder ausgegrenzt werden und alle relevanten Aspekte des Leitfadens behandelt werden.
Worin unterscheiden sich die strukturierende und die evaluative Inhaltsanalyse?
Die strukturierende Inhaltsanalyse legt den Schwerpunkt auf die Systematisierung von Material, während die evaluative Inhaltsanalyse eine stärkere interpretative Ausrichtung besitzt und den Forschenden in den Prozess der Bewertung und Klassifizierung einbezieht.
Was beinhaltet der Anhang der Arbeit?
Der Anhang enthält den vollständig konzipierten Interviewleitfaden für die Deutsche Bahn AG, inklusive Begrüßung, formalem Teil und den spezifischen Fragenblöcken zu den Dimensionen Verantwortung, Attraktivität, Qualität und Performance.
- Quote paper
- Anonym (Author), 2019, Konzeption eines vollständig qualitativen Interviewleitfadens zur Ermittlung der Unternehmensreputation, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1133551