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Mechanismen (Bourdieu) und Technologien (Foucault) der Macht

Título: Mechanismen (Bourdieu) und Technologien (Foucault) der Macht

Tesis (Bachelor) , 2008 , 43 Páginas , Calificación: 1,0

Autor:in: René Klug (Autor)

Pedagogía - Teoría de la sciencia, Antropología
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Ziel dieser B.A.-Arbeit soll es sein, die Analysen zum Begriff der Macht der beiden französischen Soziologen und Kulturphilosophen Pierre Bourdieu und Michel Foucault vorzustellen, sowie in einem nächsten Schritt miteinander zu vergleichen. Auf diese Weise sollen schließlich deren Erkenntnisse für eine Analyse der modernen Gesellschaft – mit dem Schwerpunkt des Bildungssystems – nutzbar gemacht und gezeigt werden, welche Mechanismen (Bourdieu) und Technologien (Foucault) der Macht gegenwärtig wirksam sind. Vorausgesetzt wird dabei, dass beim Leser bereits eine grundlegende Vorkenntnis zentraler Begrifflichkeiten beider Theoretiker vorhanden ist.
Ausgehend von den zentralen Grundzügen der Theorie symbolischer Macht Bourdieus wird es zunächst darum gehen, deren soziale Konstruktion nachzuweisen, wozu ein knapper Rückbezug auf die Typenlehre der Herrschaft Max Webers vorgenommen wird. Anschließend werden die Charakteristika der von Bourdieu analysierten symbolischen Kämpfe auf dem Feld der Macht und die Funktion, die hierbei dem symbolischen Kapital zukommt, herausgestellt. In diesem Zusammenhang werden weiterhin zentrale Begriffe Bourdieus wie Doxa und Hexis erläutert. Letztgenannter Begriff verweist dabei bereits auf die körperliche Dimension der symbolischen Macht, welche in der Folge dargestellt wird. Abschließend sollen die gewonnenen Erkenntnisse auf das Bildungssystem angewandt werden, um die dort wirkenden Mechanismen der Macht identifizieren zu können.

Extracto


Inhaltsverzeichnis

1. EINLEITUNG

2. PIERRE BOURDIEUS THEORIE DER SYMBOLISCHEN MACHT: EINE „SANFTE GEWALT“

2.1 DIE SOZIALE KONSTRUKTION DER SYMBOLISCHEN MACHT

2.1.1. Symbolische Kämpfe auf dem Feld der Macht

2.1.2. Symbolisches Kapital und das Schweigen der Doxa

2.2 DIE INKORPORIERUNG DER MACHT

2.3 DIE REPRODUKTION DER MACHT IM BILDUNGSSYSTEM

3. MICHEL FOUCAULT: EINE ANALYTIK DER MACHT

3.1 REPRESSIONS- UND DISZIPLINARMACHT

3.2 PASTORALMACHT UND GOUVERNEMENTALITÄT

3.3 BIO-MACHT: POLITISCHE ANATOMIE DES MENSCHLICHEN KÖRPERS UND BIO-POLITIK DER BEVÖLKERUNG

3.4 TECHNOLOGIEN DER MACHT IN DER SCHULE

4. MACHT BEI BOURDIEU UND FOUCAULT: EIN VERGLEICH

4.1 DISZIPLIN UND HABITUS

4.2 WISSEN UND MACHT

4.3 ERZIEHUNG UND MACHT

5. AUSBLICK: EIN LEBEN UNTER BEOBACHTUNG IN DER KONTROLLGESELLSCHAFT

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit analysiert und vergleicht die Machtkonzepte von Pierre Bourdieu und Michel Foucault, um deren Relevanz für das moderne Bildungssystem und die Analyse gegenwärtiger gesellschaftlicher Entwicklungen aufzuzeigen.

  • Theorie symbolischer Macht und körperliche Inkorporierung bei Bourdieu
  • Analytik der Macht und Machttechnologien (Disziplin, Pastoralmacht, Bio-Macht) bei Foucault
  • Vergleichende Analyse der Konzepte Habitus, Wissen, Erziehung und Macht
  • Untersuchung der Schule als Reproduktionsinstanz bzw. Disziplinierungsinstitution
  • Diskussion der Kontrollgesellschaft und Überwachungspraktiken in der Gegenwart

Auszug aus dem Buch

2.2 Die Inkorporierung der Macht

Bourdieu verweist an vielen Stellen seines Werkes immer wieder auf die körperliche Dimension der symbolischen Macht, indem er von einer „Somatisierung der gesellschaftlichen Herrschaftsverhältnisse“ (Bourdieu 2005: 45) spricht. Er folgt in diesem Sinne Blaise Pascal, für den „die soziale Ordnung nichts anderes ist als die Ordnung der Körper“ (Bourdieu 2001b: 215). Um die körperliche Dimension der Macht analytisch bearbeiten zu können, verwendet Bourdieu in diesem Zusammenhang häufig den griechischen Begriff der Hexis (Bourdieu 2005: 57), welcher von der Bedeutung her zunächst einmal ein Äquivalent zum lateinischen Ausdruck des Habitus bildet. Bourdieu gebraucht beide Begriffe allerdings höchst unterschiedlich: Während der Habitus für eine „’innere’ generative Tiefenstruktur (Tiefenformel)“ (Fröhlich 1999: 100) steht, welche in der Interaktion mit einem gesellschaftlichen Feld entsteht und dabei nicht beobachtbar ist, meint die Hexis bei Bourdieu ein „äußerlich wahrnehmbare[s] Ensemble dauerhaft erworbener Körperhaltungen und –bewegungen“ (Fröhlich 1999: 100). Die Hexis kann somit als die Schnittstelle zwischen Habitus und Feld angesehen werden, indem durch eine mimetische Nachahmung der Handlungen anderer Individuen eigene motorische Bewegungen und Körperhaltungen angenommen und automatisiert werden.

Auf diese Weise verkörpern sich Gefühle, Denkmuster und Einstellungen sozusagen zu „Fleisch und Blut gewordenen Hypothesen über die [...] Welt“ (Fröhlich 1999: 102): „Die körperliche Hexis […] ist eine ständige unauslöschliche Gedächtnisstütze, in der sich auf sichtbare und fühlbare Weise all die möglichen Gedanken und Handlungen, all die praktischen Möglichkeiten und Unmöglichkeiten eingeschrieben finden, die einen Habitus definieren“ (Bourdieu 1997: 187).

Zusammenfassung der Kapitel

1. EINLEITUNG: Darstellung der Zielsetzung der Arbeit, die Machtbegriffe von Bourdieu und Foucault zu vergleichen und für die Analyse des Bildungssystems nutzbar zu machen.

2. PIERRE BOURDIEUS THEORIE DER SYMBOLISCHEN MACHT: EINE „SANFTE GEWALT“: Erläuterung der sozialen Konstruktion von Macht durch symbolische Herrschaft, Doxa und deren Inkorporierung im Habitus.

3. MICHEL FOUCAULT: EINE ANALYTIK DER MACHT: Analyse verschiedener Machttechnologien wie Disziplin, Pastoralmacht und Bio-Macht sowie deren Wirksamkeit im schulischen Kontext.

4. MACHT BEI BOURDIEU UND FOUCAULT: EIN VERGLEICH: Gegenüberstellung der Theorien hinsichtlich ihrer Konzepte von Disziplin, Habitus, Wissen und ihrer Bedeutung für die Erziehung.

5. AUSBLICK: EIN LEBEN UNTER BEOBACHTUNG IN DER KONTROLLGESELLSCHAFT: Anwendung der Machtkonzepte auf aktuelle gesellschaftliche Entwicklungen, insbesondere im Hinblick auf Überwachung und Optimierung.

Schlüsselwörter

Macht, Herrschaft, Pierre Bourdieu, Michel Foucault, symbolische Gewalt, Disziplin, Habitus, Doxa, Bildungssystem, Kontrollgesellschaft, Bio-Macht, Pastoralmacht, Inkorporierung, Wissen, Gouvernementalität

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht und vergleicht die Machttheorien der Soziologen Pierre Bourdieu und Michel Foucault im Kontext pädagogischer Fragestellungen.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die zentralen Themen sind Machtstrukturen, soziale Ungleichheit, die Rolle des Bildungssystems bei der Reproduktion von Macht sowie Techniken der Disziplinierung und Kontrolle.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Ziel ist es, die Machtkonzepte von Bourdieu und Foucault einander gegenüberzustellen, um zu verstehen, wie Macht in der modernen Gesellschaft und insbesondere in Bildungseinrichtungen wirkt.

Welche wissenschaftlichen Methoden werden verwendet?

Die Arbeit stützt sich auf eine theoretische Auseinandersetzung mit der soziologischen Literatur beider Denker und vergleicht deren Konzepte kritisch miteinander.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil analysiert Bourdieus Theorie der symbolischen Macht und Foucaults Analytik der Macht (Disziplin, Pastoralmacht, Bio-Macht) detailliert und führt einen direkten Theorienvergleich durch.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind symbolische Gewalt, Habitus, Disziplinarmacht, Doxa, Bildungssystem, Wissen/Macht und Kontrollgesellschaft.

Wie unterscheidet sich Bourdieus Machtbegriff von dem Foucaults?

Bourdieu betont die verdeckten, symbolischen Mechanismen und den Habitus, während Foucault Macht als produktives, disziplinierendes Kräfteverhältnis analysiert.

Inwiefern beeinflusst das Bildungssystem die Machtausübung?

Nach beiden Theoretikern fungiert die Schule als eine zentrale Instanz, die durch Selektion und Normierung Machtverhältnisse reproduziert und stabilisiert.

Was versteht man unter der Kontrollgesellschaft?

Eine moderne Gesellschaftsform, in der Kontrolle nicht mehr nur top-down durch Institutionen, sondern durch ein digitales, vernetztes und von Individuen selbst vorangetriebenes Überwachungssystem realisiert wird.

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Detalles

Título
Mechanismen (Bourdieu) und Technologien (Foucault) der Macht
Universidad
Ruhr-University of Bochum  (Institut für Pädagogik)
Calificación
1,0
Autor
René Klug (Autor)
Año de publicación
2008
Páginas
43
No. de catálogo
V113368
ISBN (Ebook)
9783640136209
Idioma
Alemán
Etiqueta
Pierre Bourdieu Michel Foucault Macht Symbolische Macht Doxa Repressionsmacht Diziplinarmacht Pastoralmacht Bio-Macht Gouvernementalität Habitus Wissen und Macht Erziehung und Macht Gilles Deleuze Kontrollgesellschaft Beobachtung Niklas Luhmann Autopoiesis Selbstmanagement
Seguridad del producto
GRIN Publishing Ltd.
Citar trabajo
René Klug (Autor), 2008, Mechanismen (Bourdieu) und Technologien (Foucault) der Macht, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/113368
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